Ingeborg Jacobs Wolfskind

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Inhaltsangabe zu „Wolfskind“ von Ingeborg Jacobs

Ostpreußen 1945. Auf der Flucht vor der Roten Armee verliert die siebenjährige Liesabeth Otto ihre Mutter und Geschwister. Allein irrt sie durch die Wälder und gerät auf der Suche nach Nahrung und Unterkunft ins benachbarte Baltikum. Unter unfassbaren Entbehrungen schlägt sie sich jahrelang durch, stets auf der Hut vor sowjetischen Häschern. Ein erschütterndes Schicksal, zugleich ein Panorama deutsch-sowjetischer Nachkriegsgeschichte.

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    Wolfskind

    Biankas_Buecherkiste

    19. May 2015 um 17:54

    Zeitgenössige Geschichten, vorallem die Zeit um den zweiten Weltkrieg, ist ziemlich spektakuläre und lehrreiche Lesekost. Man erfährt in der letzten Zeit immer mehr, was in dieser Zeit geschehen ist, da viele Archive auf der Welt jetzt geöffnet werden und so geheime Dokumente und sonstige Sachen an die Öffentlichkeit kommen. So werden auch Zeitzeugen aus dieser Zeit befragt bzw. aufgesucht um ihre Geschichten zu erzählen.  Liesabeth Otto ist ein Sinnbild dieser Nachkriegszeit, da sie eines von vielen Tausenden ist. In der Geschichte erfährt man ihr Leben und wie sie sich durchgekämpft hat. Tägliche Entbehrungen und das nackte Überleben standen Tag für Tag auf der Liste. Das Finden von Freunden war Überlebenswichtig.  Das Fazit zu der Geschichte lässt sich wie folgt lesen: interessierte Leser oder solche, die einfach nur Hintergrundwissen erfahren möchten, für die eignet sich das Buch hervorragend. Die Geschichte eines Wolfskindes ist informativ, man liest die Hintergründe als wäre man selbst dabei gewesen, was zum Glück nicht der Fall ist. Wer solche Sachbücher gerne liest und informativ findet, für die ist das Buch bestens geeignet.

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  • Ein Schicksal unter vielen!

    Wolfskind

    Neonsonne

    03. June 2013 um 18:40

    Ostpreußen 1945, die siebenjährige Liesabeth Otto flieht zusammen mit Mutter und Geschwistern vor der roten Armee. Nachdem die Mutter in Danzig stirbt, der Vater unauffindbar ist, sind die drei Geschwister ganz auf sich allein gestellt. Wenig später irrt die kleine Liesabeth allein durch die Wälder. Jahrelang hungert und bettelt sie ohne ein Dach über dem Kopf. Als die Rotarmisten ganz Deutschland besetzen und die Sowjetunion Gefangene in Straflagern steckt, ist Liesabeth mittendrin. Aus dem Bettelkind wird eine Straftäterin. Aber sie schlägt sich durch, wächst heran zu einer jungen Frau und muss immer wieder mit furchtbaren Entbehrungen leben.. Solche Bücher beeinhalten meistens Fotografien von verstorbenen Familienmitgliedern, so wie dieses auch. Es wird mir immer ganz schwer ums Herz, wenn ich die ausgezehrten Gesichter sehe und weiss, was diese armen Menschen erlebt haben. Liesabeth Otto, genannt Maritje Klematje, hat ein Leben voller Erniedrigungen geführt. Sie erzählt ihre Geschichte mit einer Nüchternheit, die wohl niemand sonst verstehen kann, ausser Liesabeth. Manchmal kam es mir so vor, sie selbst war gar nicht dabei. Wahrscheinlich ist das normal nach solchen Erlebnissen, um die eigene Seele nicht von neuem anzugreifen?! Jahrelang hatte sie kein Zuhause, ist ohne Heimat. Als Deutsche in Russland wird Liesabeth nie wirklich anerkannt. Der Krieg war 1945 für viele Menschen noch lange nicht vorbei. Er sollte noch für viele Jahre ihr Leben bestimmen... Wer sich für die Nachkriegszeit interessiert, sollte sich die Entwicklung zwischen Deutschland und der Sowjetunion unbedingt antun. Dazwischen ein Schicksal, wie es Tausende erleben mussten...

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  • Rezension zu "Wolfskind" von Ingeborg Jacobs

    Wolfskind

    Huebner

    24. April 2011 um 19:31

    Liesabeth Otto ist ein "Wolfskind". Ihr Sprachrohr wird ab 1994 Ingeborg Jacobs, die Dokumentarfilmerin, die durch Zufall mit der Ostpreußin bekannt wurde. Seither teilt Liesabeth Otto ihr Leben mit abertausenden Dokumentarfilzuschauern und Lesern. Sie wird 1937 in Wehlau geboren, verliert ihre Mutter an den Hunger und wird als kleines Kind in ein Sammellager verfrachtet, in dem sie mit ihren Halbgeschwistern Christel und Manfred ums nackte Überleben kämpft. Eine unüberlegte Bemerkung ihrer älteren Schwester lässt sie das Weite suchen und von nun an ist die Siebenjährige (!) auf sich allein gestellt, überwindet Hunger und Krankheiten mithilfe von mitleidigen Bauern, aber ein wirkliches Zuhause soll ihr nicht vergönnt werden. Liesabeth Ottos Leben ist gezeichnet durch Entbehrungen und kein Auge bleibt Trocken bei der Lektüre ihrer oftmals grausamen Erlebnisse. Ingeborg Jacobs Ein berührendes Bekenntnis einer im Leben starken, im Traum schwachen Frau, die nicht nur die eigenen Kinder zu Grabe getragen hat und dennoch immer wieder Lebensmut und freudvolle Momente fand. "Ich war wie der Wind", schreibt sie und meint das eigentlich nicht beschreibbare Gefühl einer heimatlosen Waisen eines Sommers. Ottos Erinnerungen hat Jacobs in überschaubaren Anekdoten zusammengetragen und in schnell lesbarem, kaum verschnörkeltem, aber umso ehrlicherem Stil zurück gelassen, was es dem ergriffenen Leser nur noch leichter macht, in ein Leben zwischen Weltkrieg, Eisernem Vorhang und Zerfall der Sowjetmacht einzutauchen. I. Hübner

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