Ingelore Ebberfeld

 3,7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Der sexuelle Supergau, Blondinen bevorzugt und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ingelore Ebberfeld

Cover des Buches Von der Unmöglichkeit der Liebe (ISBN: 9783868820171)

Von der Unmöglichkeit der Liebe

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Erschienen am 14.09.2009
Cover des Buches Der sexuelle Supergau (ISBN: 9783864891038)

Der sexuelle Supergau

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Erschienen am 05.10.2015
Cover des Buches Blondinen bevorzugt (ISBN: 9783938060186)

Blondinen bevorzugt

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Erschienen am 01.04.2007
Cover des Buches Das Kussbuch (ISBN: 9783426777602)

Das Kussbuch

 (1)
Erschienen am 01.11.2005
Cover des Buches Botenstoffe der Liebe (ISBN: 9783825884895)

Botenstoffe der Liebe

 (0)
Erschienen am 01.04.2005

Neue Rezensionen zu Ingelore Ebberfeld

Cover des Buches Blondinen bevorzugt (ISBN: 9783938060186)R_Mantheys avatar

Rezension zu "Blondinen bevorzugt" von Ingelore Ebberfeld

Und ewig lockt das Weib
R_Mantheyvor 6 Jahren

Auf der vorletzten Seite dieses unterhaltsamen Buches lesen wir folgende Aussage: "Getrieben vom Begehren, begehrt zu werden, machen sich Frauen zum Objekt der Begierde. Dabei geht es ihnen nicht um einen spezifischen Mann, sondern um alle Männer. Das allgemeine Begehren steigert ihren Marktwert und erhöht zugleich den Status des Mannes, der sie bekommt." Das mag nicht für alle Frauen gelten, aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel.

Frau Ebberfeld hat uns mit diesem Werk ein Buch geschenkt, das das weibliche Streben, begehrenswert zu sein, ausführlich und detailliert beschreibt. Menschen neigen dazu, alles nach irgendwelchen frei erfundenen Maßstäben bewerten und beurteilen zu müssen. So wurde und wird vieles, was Frauen unternehmen, um sich begehrenswert zu machen, von moralisierenden Gruppen oder Institutionen mehr oder weniger scharf verurteilt. Doch die Natur lässt sich nun einmal nur um den Preis des Aussterbens der eigenen Spezies unterdrücken. Insofern beschreibt Frau Ebberfeld auch in diesem Buch die Lage einfach nur wie sie ist, weil die Natur es so will. Ob uns das nun bewusst ist oder nicht, sowohl Männer als auch Frauen wählen ihre Sexualpartner ganz wesentlich nach biologischen Vorgaben.

Und diese Vorgaben an Frauen beschreibt die Autorin sehr ausführlich unter verschiedenen Gesichtspunkten. Der erste Teil des Buches befasst sich mit der Fähigkeit der Frau, die Blickrichtung des Mannes dahin zu lenken, wo sie ihren Körper wahrgenommen haben will. Über das Balzverhalten von Frauen berichtet der zweite Teil, über Körpervorlieben der dritte. Dort geht es wie selbstverständlich um Brüste, Hintern Hüften und Beine. Der letzte Teil beschreibt zunächst die verschiedenen Idealvorstellungen über Frauen in verschiedenen Zeiten und Kulturen und widmet sich danach noch Haaren, Kosmetik und Düften. Gerade die Düfte sind ein schlagender Beweis für die Dominanz der Natur. Ein Mensch kann sich parfümieren wie er will, wenn sein Körperduft einem Vertreter des anderen Geschlechts nicht gefällt, hat er bei diesem keine Chance.

Bei Männern und Frauen steigt übrigens der Testosteronwert beim Ansehen pornografischer Filme gleich schnell an und nimmt um den gleichen Wert zu, lesen wir auf Seite 57. Es gibt allerdings einen entscheidenden Unterschied: Männer werden unmittelbar erregt und haben eigentlich keine Chance, etwas dagegen zu tun. Frauen dagegen besitzen einen von der Wissenschaft noch nicht verstandenen psychologischen Filter, der ihnen die Entscheidung freistellt, ob sie sich auf die Erregung einlassen oder nicht. Wie faszinierend doch die Natur mit uns spielt, um ihr Ziel zu erreichen.

Fazit.
Dies ist ein geradliniges, aber manchmal auch etwas langatmiges Buch, das die Dinge so beschreibt wie sie sind. Vielleicht wurde dieses Buch besonders für Männer geschrieben. Und in der Tat enthält es eine Reihe von bemerkenswerten Erkenntnissen über das Vorgehen von Frauen. Doch die männliche Lage ist auch mit solchem Wissen in Wirklichkeit hoffnungslos. Wenn eine Frau, die von der Natur als passende Sexualpartnerin für einen Mann geprägt wurde, wirklich Ernst macht, hat der Auserwählte kaum eine Chance. Und das ist auch gut so.

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Cover des Buches Von der Unmöglichkeit der Liebe (ISBN: 9783868820171)R_Mantheys avatar

Rezension zu "Von der Unmöglichkeit der Liebe" von Dr. Ingelore Ebberfeld

Sehr gutes Buch mit einem mehr als unglücklichen Titel
R_Mantheyvor 6 Jahren

Warum hatten die Bücher über den Zauberlehrling Harry Potter einen solchen Erfolg? Warum schluchzen vor allem Frauen gerne bei Liebesfilmen? Warum schauen sich vor allem Männer gerne Action-Filme an, in denen einsame Helden die Welt retten? Weil wir die große Illusion lieben. Oder etwa nicht?

Und da kommt nun Frau Ebberfeld daher und gibt ihrem eigentlich hervorragenden Buch einen Titel, der uns unsere größte Illusion raubt. Leider wird dieser unprofessionelle Versuch, das Mittel der Provokation einzusetzen, wahrscheinlich vor allem die wichtige Zielgruppe der weiblichen Leser von diesem Buch fernhalten. Das ist sehr schade, denn es geht in ihm gar nicht um die Liebe, sondern um das Sexualverhalten des Menschen.

Wenn die Autorin meint, dass wir Menschen aus noch näher zu bestimmenden Gründen nicht dafür geschaffen sind, mit nur einem Sexualpartner ein ganzes Leben zu verbringen, ohne ihn wenigstens gelegentlich mit anderen zu hintergehen, dann hat sie statistisch gesehen wohl Recht. Dann ist Liebe nach dieser Definition rein statistisch betrachtet zwar ziemlich unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Man kann es also drehen und wenden, wie man will, der Titel ist unglücklich gewählt und korrespondiert nicht so recht mit dem sehr interessanten und lehrreichen Inhalt des Buches, zumal jeder wohl eine andere Vorstellung von der Liebe hat.

Spätestens seit der Antike beharrt die westliche Zivilisation auf dem Irrglauben, dass die Menschen eine besondere Stellung unter den Lebewesen innehaben. Wir stehen angeblich meilenweit über den Tieren und ziemlich nahe bei den Göttern, die uns nach ihrem Ebenbilde erschufen, obwohl es wahrscheinlich genau andersherum war. Die wissenschaftlich untermauerte Wahrheit, dass es keinen prinzipiellen Unterschied zwischen uns und dem Tierreich in der genetischen Steuerung des Sexualverhaltens gibt, macht die Autorin gleich zu Beginn ihres Buches sehr deutlich.

Nun kann man darüber verstört sein, weil man unseren tierischen Verwandten nicht viel zutraut. Doch bei näherem Hinsehen, sollte man eher verwundert sein, welche unglaublichen Ähnlichkeiten es gibt. Beispielsweise demonstrieren bei den Vögeln männliche Graudrosslinge bei der Brautschau die schiere Selbstlosigkeit. Sie besorgen anderen Futter, schieben Wache und machen sich auf jede mögliche Art im Schwarm nützlich. Dieser demonstrative Altruismus hat - so behaupten Verhaltensforscher - einen simplen Hintergedanken: Wer so viel für andere macht und dennoch überlebt, zeigt seine Fitness und ist deshalb genetisch gesehen erste Wahl.

Die Autorin beleuchtet die verschiedensten Strategien beider Geschlechter bei Tieren und Menschen, die zu einer bestmöglichen und vor allem zahlreichen Weitergabe der eigenen Gene führt. Denn dass dieses Ziel unser Verhalten steuert, steht inzwischen außer Frage. Ebenso klar ist, dass Männer und Frauen dabei grundverschieden vorgehen müssen, weil ihre Ausgangssituation prinzipiell anders ist. Auch das wird sehr gut und detailliert im Buch erläutert.

Wenn man das einsichtige Ziel der Natur akzeptiert, dann wird auch klar, dass eine überschäumende romantische Dauerliebe darin wenig Platz hat, was von eindeutigen Statistiken über das menschliche Paarungsverhalten bestätigt wird. Andererseits existieren in der menschlichen Gesellschaft Regeln, die unserem Sexualverhalten Grenzen auferlegen. Diese Regeln haben letztlich nur den Zweck, das Konfliktpotential, das sich zwangsläufig aus einem sexuellen Faustrecht ergeben würde, einzudämmen und die Gesellschaft vernünftig zu strukturieren. Wie stark dennoch die unbewussten genetischen Programme wirken, zeigt die Tatsache, dass ein hoher Prozentsatz der in Ehen geborenen Kinder nicht vom Ehemann stammt und dies kein Versehen ist, sondern von den Frauen (unbewusst) gewollt wurde. Einen Beweis für diese überraschende Behauptung findet der Leser in diesem Buch.

Fazit.
Natürlich ist Liebe möglich. Doch anscheinend ist eine von einem gewissen Zeitpunkt an lebenslange treue sexuelle Beziehung unter den Menschen eher selten und von der Natur offenbar auch nicht gewollt. Diese Tatsache und ihre Hintergründe zu beschreiben, ist der Autorin sehr gut gelungen. Wahrscheinlich würden viele Menschen gewisse Situationen anders verstehen, wenn sie die von der Autorin sehr gut erklärten Triebkräfte des menschlichen Sexualverhaltens kennen würden. Eine sehr lehrreiche Lektüre.

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