Inger-Maria Mahlke

 3.5 Sterne bei 98 Bewertungen
Autorin von Wie Ihr wollt, Archipel und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Inger-Maria Mahlke

Gesellschaftskritik und Darstellungen der Femme Fatale: Inger-Maria Mahlke wurde 1977 in Hamburg geboren, wuchs aber in Lübeck auf. Nach ihrem Abitur studierte sie Rechtswissenschaften in Berlin und arbeitete am Lehrstuhl für Kriminologie. Ihr erster Roman wurde im Jahr 2010 unter dem Titel "Silberfischchen" beim Aufbau-Verlag veröffentlicht. Für dieses überaus erfolgreiche Debüt erhielt sie den Klaus-Michael-Kühne-Preis. 2009 war sie Preisträgerin des 17. Open Mike. 2014 wurde sie mit dem Karl-Arnold-Preis der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste ausgezeichnet. Ihr Roman "Wie ihr wollt" wurde im Jahre 2015 für die Longlist des deutschen Buchpreises nominiert. Mit "Archipel" schafft sie es 2018 sogar auf die Shortlist. Inger-Maria Mahlke lebt heute in Berlin.

Alle Bücher von Inger-Maria Mahlke

Cover des Buches Wie Ihr wollt (ISBN:9783833310775)

Wie Ihr wollt

 (38)
Erschienen am 02.11.2016
Cover des Buches Archipel (ISBN:9783499291562)

Archipel

 (35)
Erscheint am 24.03.2020
Cover des Buches Rechnung offen (ISBN:9783827011305)

Rechnung offen

 (13)
Erschienen am 12.02.2013
Cover des Buches Silberfischchen (ISBN:9783746635972)

Silberfischchen

 (11)
Erschienen am 09.11.2018
Cover des Buches Archipel (ISBN:9783839817209)

Archipel

 (1)
Erschienen am 28.11.2018

Zur Fragerunde mit…

Inger-Maria Mahlke ist für ihre Arbeit als Schriftstellerin bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Die Rechtswissenschaftlerin veröffentlichte 2010 ihren Debütroman „Silberfischchen“. Mit ihrem Text „Wie ihr wollt“ war sie 2015 zum ersten Mal für den angesehenen Deutschen Buchpreis nominiert, der jährlich im Rahmen der Frankfurter Buchmesse vergeben wird. Mit ihrem Roman „Archipel“ ist sie im Jahr 2018 erneut unter den Nominierten, steht sogar in der engeren Auswahl der Shortlist, auf die es nur die besten sechs Bücher des Jahres schaffen. Im Rahmen unserer Fragerunde zur Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018 stellte sich Inger-Maria Mahlke den Fragen ihrer Leserinnen und Leser. Ihre Antworten könnt ihr hier nachlesen.

Guten Tag, Frau Mahlke, zunächst möchte ich mich für Ihre Zeit bedanken, in der Sie uns hier Antwort stehen. Das ist großartig! Sie sind mit „Archipel“ nicht zum ersten Mal für einen Preis nominiert, Sie haben bereits Preise für andere Arbeiten erhalten und standen sogar schon einmal auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Dazu meinen Glückwunsch und ich drücke die Daumen für die diesjährige Verleihung. Mich würde sehr interessieren, wie Sie heute bei einem Blick zurück zu Ihrem Debüt „Silberfischchen“ stehen. Was verbinden Sie damit und wie stehen Sie heute dazu?

Ich kann mit „Silberfischchen“ immer noch gut leben. Oft entwickelt man ja Aversionen gegen die eigenen Anfänge, und ich würde heute vieles anders schreiben, aber ich stehe immer noch zu dem Text. Es war das, was damals möglich war. Ich hatte vorher noch nie einen Text geschrieben, der länger war als zehn Seiten. Als ich den Vertrag für „Silberfischchen“ unterschrieb, bestand der Text aus ca. 50 Seiten und ich hatte noch fünf Monate, um ihn fertig zu schreiben. Und dafür finde ich den Text immer noch in Ordnung. Und manchmal rede ich immer noch mit Hermann, der Hauptfigur…

Ich stelle es mir grundsätzlich schwer vor, ein Romanende zu finden; als Schriftsteller/in wirklich das Gefühl der Abgeschlossenheit zu empfinden. Geht es Ihnen beim Schreiben auch so, beziehungsweise hat das in „Archipel“ angewandte Prinzip der umgekehrten Kausalität dieses noch verstärkt? Theoretisch hätten Sie ja immer tiefer in die Vergangenheit der Familie eindringen können, so ist ein Stammbaum doch fast endlos.

Ich sage immer: Texte werden nie fertig, sie erstarren nur irgendwann… Damit möchte ich sagen: wenn mein damaliger Lektor mit nicht irgendwann meinen ersten Roman „Silberfischchen“ weggenommen hätte, ich würde immer noch daran schreiben… Zum Glück gibt es also Abgabefristen und Verträge, die eingehalten werden müssen, ich würde mich sonst heillos verzetteln…

Wie ist das zeitliche Verhältnis von Recherchearbeit und Schreibarbeit? Wie lange hat welcher Prozess für dieses Buch gedauert? Und sind Sie als Autorin dann völlig zufrieden mit dem Werk oder würden Sie heute etwas anders schreiben?

Vom zeitlichen Aufwand würde ich sagen 1/3 Recherche und 2/3 Schreibarbeit. Völlig zufrieden werde ich nie sein mit meinen Texten. Am Schlimmsten ist immer, wenn man das frischgedruckte Buch das erste Mal in den Händen hält, und aufschlägt, denn eines passiert immer: egal welche Seiten man dann vor sich hat, das erste, was man sieht, ist ein Fehler. Rechtschreibung oder inhaltlich, aber das erste ist immer ein Fehler.

Wie war es, als das Manuskript fertig war… die erste Reaktion?

Ich glaube, ich habe den Autor Hannes Köhler angerufen, der mich sehr unterstützt hat, während der letzten Monate Schreiben, und der hat sich einfach für mich gefreut, dass ich es endlich hinter mir hatte, die letzten Monate mit dem Text waren äußerst quälend.

Es soll ja bei Schriftstellern diese Angst vor dem ersten Satz geben. Wie finden Sie zu einem Romanthema und wie setzen Sie das Thema dann um? Beginnen Sie mit diesem berühmten ersten Satz und schreiben davon ausgehend weiter? Oder entstehen erst verschiedene Teile, die Sie dann zusammenfügen?

Ich schreibe nie chronologisch, ich habe oft schon früh einzelne Sätze im Kopf, und weite die dann aus zu kurzen Passagen, die später wie Puzzleteile funktionieren und immer wieder neu zusammengesetzt und passend geschrieben werden, bis ich mit dem Ergebnis leben kann.

Sie bewegen sich, rein zeitlich betrachtet, rückwärts in Ihrem Roman. Ist diese Richtung eher unbewusst aus den Ergebnissen Ihrer Recherchen entstanden oder haben Sie sich ganz bewusst dafür entschieden? Wie viel Mut hat es Sie gekostet, abweichend vom Mainstream in die Vergangenheit hinein zu schreiben? Schließlich sind Sie als Autorin letztlich darauf angewiesen, dass ihr Ansatz Akzeptanz bei der Leserschaft findet. Gab es vielleicht in diesem Zusammenhang Berater in Ihrem Umfeld, die Ihnen eher davon abgeraten haben? Und wie behält man in einem Beziehungsgeflecht, das sich über so einen langen Zeitraum erstreckt, den Überblick ohne ständig im bisher Geschriebenen nachzulesen? Und was steht für Sie persönlich im Vordergrund – die Geschichte Teneriffas oder die sich über Generationen hinweg weitervererbende soziale Ungerechtigkeit?

Ich wusste schon vorher, dass ich diesen Text rückwärts würde erzählen wollen, und nicht vorwärts. Reingeredet hat mir eigentlich niemand, im Gegenteil, ich hatte immer das Glück, Lektoren und Verlage zu habem, die mich mit meinen häufig etwas sperrigen Ideen unterstützt haben. Zum Überblick: Manchmal verliere ich den beim Arbeiten, schon weil ich ganze Textblöcke immer wild durch die Gegen kopiere. Die einzelnen Sätze kenne ich aber meist auswendig und navigiere meistens mit strg + f durch die Texte, (darum lasse ich auch manchmal Rechtschreibfehler stehen, wenn es kein ungewöhnlicheres Wort gibt in einem Absatz, nachdem man gut suchen kann.) Plotten, also mir Ablaufpläne oder Übersichten vorher zu überlegen oder aufzuzeichnen, mache ich nie. Die Geschichte Teneriffas kann ich nicht von der weitervererbten sozialen Ungerechtigkeit trennen, die ist ja Teil bzw. Ergebnis des historischen Prozesses.

Christoph Schröder von der Süddeutschen Zeitung ist nicht so ganz überzeugt von Ihrem Buch. Ist das egal nach der Shortlist-Platzvergabe oder ärgert es Sie? (Und noch eine Nebenfragen: Woher haben Sie den tollen grünen Mantel von Ihrem Autorenbild?)

Die Rezension von Herrn Schröder ist zwar sehr kritisch, aber respektvoll, und würdigt auch Aspekte, die der Rezensent als Stärke empfindet, mit der kann ich sehr gut leben. Rezensionen, auch Verrisse, finde ich eigentlich nur dann daneben, wenn sie persönlich werden, also über die Persönlichkeit des Autors spekulieren oder textexterne Punkte mitbesprechen. Das empfinde ich als unfair und übergriffig. Der Mantel ist von JCL es gab ihn auch noch in blau und schwarz ...

Wie umfangreich war die Recherchearbeit für dieses Werk? Waren Reisen in Ihre alte Heimat notwendig, um in Archive einzusehen?

Es waren jede Menge Recherchereisen notwendig, worüber ich aber überhaupt nicht traurig war. Zur Recherche gehörte auch, eine umfassende Sammlung alter Fotos von der Insel anzulegen. In den klassischen Archiven war ich nicht, ganz einfach weil auf Tenerife erst seit den 50er Jahren überhaupt archiviert wird und auch nicht in der Vollständigkeit, wie wir das aus Deutschland kennen.

Schon in „Wie ihr wollt“ haben Sie einen besonderen Stil kreiert, sodass sich der Roman wie ein historischer Bericht liest, gleichwohl eindringlich ist. Auch in „Archipel“ wählen Sie eine eher unbequeme Art des Schreibens, die wahrscheinlich nicht jedermanns Sache ist. Die rückwärtige Richtung erinnert an „Benjamin Button“. Was ist Ihre Inspiration gewesen?

Ganz klar die Insel selber, die schon so viele Inseln war. Ich mochte auch den Film „5x2“ von Ozon, der mit einer Ehescheidung beginnt und mit dem Kennenlernen des Paares endet. Und ich denke immer: lieber unbequem als langweilig.

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Inger-Maria Mahlke

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Rezension zu "Archipel" von Inger-Maria Mahlke

Ein Roman, der das Erinnern zelebriert
BrittaRoedervor einem Monat

Im Mittelpunkt dieses Romans stehen die Mitglieder dreier Familien, anhand derer privater Biografien Mahlke exemplarisch europäische Geschichte Revue passieren lässt. Kolonialismus, Faschismus, früher Kapitalismus -  alles gespiegelt im gesellschaftlichen Mikrokosmos Teneriffas.

Was diesen Roman allerdings so besonders, so anders, macht ist, dass er seiner Leserschaft extrem viel abverlangt. Und aus genau diesem Grund wird er vermutlich in so vielen Leseforen auch so kontrovers diskutiert und bewertet.

Da ist zunächst einmal  die ungewohnte Blickrichtung, die Mahlke ihrer Leserschaft verordnet. Denn Mahlke erzählt rückwärts, womit sie im Grunde den Prozess des Erinnerns auf sehr natürliche Weise nachahmt, aber der üblichen chronologischen Lesart zuwiderläuft. So entfalten viele Details, die die Autorin beleuchtet, erst im Laufe der Erzählung, eine erkennbare Bedeutung. Schnell hat man über Einzelheiten  hinweggelesen, die im folgenden Text auf einmal wieder auftauchen und ein Gewicht erhalten. Wer da den Anschluss nicht verlieren will, ist gefordert mit permanent hoher Aufmerksamkeit dranzubleiben. 

Andererseits entfaltet das Erzählte gerade durch diesen Kunstgriff einen besonderen Reiz. Die Gegenwart wird zu einem Echo der Vergangenheit. Das Lesen wird zum Entdecken des Verlorenen und des Gebliebenen.

Mahlke spannt einen historischen Bogen von heute (2015) zurück bis ins Jahr 1919, wobei sie durchaus auch größere Zeitsprünge in Kauf nimmt, um in die nächste für die Erzählung relevante Epoche zu gelangen. Wieder sind die Leser gefordert, die selbst das hierfür jeweils passende historische Faktenwissen zusteuern müssen, um Zusammenhänge herzustellen. Geschichte ist für die Autorin kein erzählerischer Selbstzweck. Geschichte ist in diesem Roman etwas, das wie eine saisonale Wetterlage am Horizont erscheint und die einzelnen Schicksale beeinflusst.

Und genau hier  - bei der Inszenierung dieser einzelnen Schicksale  liegt einer der großen Genusspotentiale bei der Lektüre. Mahlke ist eine wundervolle Beobachterin, die das Beobachtete in feine Nuancen zu verpacken weiß. Ihre Kapitel gleichen Skizzen, die durchaus auch für sich alleine stehen könnten – durch die Verbindung zum jeweils vorangegangen Erzählten jedoch auch immer wieder an neuer Tiefe gewinnen.

Leider erzeugt diese sehr raffiniert konstruierte Erzähltechnik aber auch eine gewisse emotionale Distanz zwischen Protagonisten und Leserschaft. Dadurch entsteht der Eindruck des Episodenhaften, des Beiläufigen, wodurch im Gesamtbild störende Leerstellen entstehen.


Mein Fazit: Dieser Roman definiert den Begriff „historisch“ völlig neu. Geschichte wird hier weniger erzählt als erinnert, was Mahlke durch konsequentes Einhalten ihrer Erzählstruktur sehr beeindruckend darstellt.

Ein lohnendes Lektüre-Experiment, welches Leserinnen und Leser jedoch stark fordert.

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L

Rezension zu "Archipel" von Inger-Maria Mahlke

Konsequent monoton
LeopoldineNvor 4 Monaten


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Rezension zu "Archipel" von Inger-Maria Mahlke

Ein interessant aufgebauter, spannender zeitgeschichtlicher Generationenroman
Magicsunsetvor 5 Monaten

„Seitdem hat sich der Füllstand der Straßen zu einem verlässlichen Barometer für die Zerbrechlichkeit oder Stabilität der Verhältnisse auf der Insel entwickelt.“ (Zitat Seite 387)

Inhalt:
Rosa Bernadotte Baute bricht ihr Kunststudium ab und kehrt in ihre Heimat zurück, auf die Insel Teneriffa. Dort gehören die Bernadottes zur einflussreichen Oberschicht. Rosas Mutter ist Politikerin, Rosas Großvater mütterlicherseits, Julio Baute, lebt im Asilo La Laguna, wo er mit 96 Jahren noch Pförtnerdienste innehat. Er hat die politische Geschichte Teneriffas in den beinahe einhundert Jahren seines Lebens miterlebt, aktiv gegen die Faschisten im Bürgerkrieg, dann ihr Gefangener. Rosas Vater Felipe Bernadotte ist Historiker. Er hatte ein Forschungsprojekt gestartet, das auch die Aufarbeitung die Rolle seiner Familie unter Diktator Francisco Franco beinhaltet hätte, doch eine Kollegin wurde mit der Leitung beauftragt, worauf er sich vor elf Jahren ins Privatleben zurückgezogen hatte.

Thema und Genre:
Dieser Roman ist eine Mischung aus Generationen- und Familienroman und arbeitet gleichzeitig die Geschichte Teneriffas im 20. Jahrhundert auf. Daher sind neben Themen wie Familie, gesellschaftliche Strukturen und Grenzen, auch die Politik und der Widerstand ein Schwerpunkt. Die Geschichte spielt auf Teneriffa.

Charaktere:
Drei Familien stehen im Mittelpunkt dieses Romans: die adeligen, privilegierten Bernadottes, die Frauen Morales Ruiz, arme Unterschicht, Haushaltshilfen bei den Bernadottes, und die gutbürgerliche Familie Baute. Diese unterschiedlichen Familien sind durch die Ereignisse dieser einhundert Jahre, durch ihr Umfeld oder auch durch die Liebe miteinander verbunden. Julio Baute, geboren 1919, ist der stille Hauptprotagonist dieses Romans, denn er allein hat dies alles er- und überlebt, es ist auch seine Geschichte, die hier erzählt wird.

Handlung und Schreibstil:
In dieser Geschichte bilden kurze Rückblenden nur einen erklärenden Hintergrund. Erzählt wird die Handlung in einem einzigen Strang, dieser ist eingeteilt in Kapitel mit Zeitangabe. Eher ungewöhnlich ist es, dass die Geschichte von der Gegenwart in die Vergangenheit erzählt wird. Sie beginnt im Jahr 2015 und endet schließlich im Jahr 1919. Dennoch hält der Spannungsbogen den Leser gefangen, denn statt wie üblich zu erfahren „was passiert“, ist hier die interessante Frage „wie ist es dazu gekommen“.
Die Sprache erfasst viele Details, ergänzt durch Schilderungen und Beschreibungen, auch die Charaktere sind sehr stimmig entwickelt. Ein Glossar am Buchende erklärt spanische Bezeichnungen, beschränkt sich leider auf die gängigen Wörter und Wortverbindungen, die man ohnedies kennt, auch wenn man die Sprache nicht spricht.

Fazit:
Ein zeitgeschichtlicher Generationen- und Familienroman, erzählt am Beispiel von drei Familien. Es geht vor allem um das Leben der einzelnen Menschen, beeinflusst durch die Ereignisse, die sich durch die politische Situation ergaben. Einhundert Jahre, interessant und spannend erzählt „im Rückwärtsgang“, von 2015 bis 1919.

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Gespräche aus der Community

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Deutscher Buchpreis

Wir freuen uns sehr, den Deutschen Buchpreis 2018 bei LovelyBooks begleiten zu dürfen! Nachdem wir die Leseproben der zwanzig Longlist-Titel diskutiert haben, stellen wir euch nun die sechs Titel der Shortlist vor.

Heute habt ihr die Gelegenheit, Inger-Maria Mahlke Fragen zu stellen und mit etwas Glück eins von zwei Exemplaren von "Archipel" zu gewinnen!

Stellt eure Fragen an die Autorin heute am 20.09.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und landet damit automatisch im Lostopf für unsere Verlosung.

Unter allen Usern, die an mindestens 3 Aktionen zu den Shortlist-Autoren teilnehmen, verlosen wir außerdem ein signiertes Exemplar des Deutschen Buchpreis-Gewinners!

Da die Autoren der Shortlist aus zeitlichen Gründen nicht alle Fragen beantworten können, werden wir Inger-Maria Mahlke ausgewählte Fragen zukommen lassen und ihre Antworten nachreichen.

Mehr zum Buch
Ein großer europäischer Familienroman von der Peripherie des Kontinents: der Insel des ewigen Frühlings, Teneriffa. Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2018.
"Es ist der 9. Juli 2015, vierzehn Uhr und zwei, drei kleinliche Minuten. In La Laguna, der alten Hauptstadt des Archipels, beträgt die Lufttemperatur 29,1 Grad. Der Himmel ist klar, wolkenlos und so hellblau, dass er auch weiß sein könnte". Damit fängt es an. Und mit Rosa, die zurückkehrt auf die Insel und in das heruntergewirtschaftete Haus der vormals einflussreichen Bernadottes. Rosa sucht. Was, weiß sie nicht genau. Doch für eine Weile sieht es so aus, als könnte sie es im Asilo, dem Altenheim von La Laguna, finden. Ausgerechnet dort, wo Julio noch mit über neunzig Jahren den Posten des Pförtners innehat. Julio war Kurier im Bürgerkrieg, war Gefangener der Faschisten, er floh und kam wieder, und heute hütet er die letzte Lebenspforte der Alten von der Insel. Julio ist Rosas Großvater. Von der mütterlichen Seite. Einer, der Privilegien nur als die der anderen kennt.
Inger-Maria Mahlke ist in nur wenigen Jahren zu einer der renommiertesten deutschen Schriftstellerinnen avanciert und hat sich mit jedem ihrer Bücher thematisch und formal weiter vorgewagt. In "Archipel" führt sie rückwärts durch ein Jahrhundert voller Umbrüche und Verwerfungen, großer Erwartungen und kleiner Siege. Es ist Julios Jahrhundert, das der Bautes und Bernadottes, der Wieses, der Moores und González' – Familiennamen aus ganz Europa. Aber da sind auch die, die keine Namen haben: Die Frau etwa, die für alle nur 'die Katze' war: unverheiratete Mutter, Köchin, Tomatenpackerin - und irgendwann verschwunden. Denn manchmal bestimmen Willkür, Laune, Zufall oder schlicht: mitreißende Erzählkunst über das, was geht, und das, was kommt.


>> Zur Leseprobe

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54 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  dj79vor 7 Monaten
Jetzt im Winterurlaub habe ich Archipel mit der verdienten Aufmerksamkeit lesen können. Es war anspruchsvoll, unbequem und trotzdem lesenswert.

https://www.lovelybooks.de/autor/Inger--Maria-Mahlke-/Archipel-1553179640-w/rezension/1983152644/?showSocialSharingPopup=true

Gleichlautende Rezensionen habe ich bei Amazon, Lesejury, WasliestDu veröffentlicht, sowie bei Online-Buchhandlungen wie Weltbild und Bücher.de, wo sie auf Veröffentlichung warten. Nochmals vielen Dank für diesen aufschlussreichen Roman.
Liebe Leser,

Heute wollen wir euch für die Leserunde zu Inger-Maria Mahlkes neuem Roman WIE IHR WOLLT gewinnen. Wir verlosen 20 Freiexemplare.

Der Teufel trägt Krone

September 1571: Elisabeth I. herrscht in England, und Mary Grey ist wütend. Sie ist sechsundzwanzig, kleinwüchsig, hat einen Thronanspruch und keine Geduld mehr. Seit einigen Jahren steht sie unter Hausarrest, da sie ohne die Erlaubnis ihrer königlichen Cousine geheiratet hat. Ihr Ehemann stirbt und auch sonst sind sie alle tot: ihre Schwestern Jane und Katherine und ihre Eltern, einige von ihnen hingerichtet. Mary Grey will die Kontrolle über ihr Leben zurück, einen eigenen Haushalt und das Sorgerecht für ihre Stiefkinder. Doch nichts passiert, und anstatt das still hinzunehmen und sich anzupassen, begehrt sie auf gegen das System Königshof, seine Zufälligkeiten, seine Willkür und Unfreiheit, seine mühsamen Rituale und ökonomischen Zwänge. Sie beginnt, sich Notizen zu machen, die Vergangenheit aufzureihen, sie so zu erzählen, dass es recht ist. Nur um zu dem Schluss zu kommen, dass ihr und ihrer Familie Handeln ebenso amoralisch war, wie das aller anderen. Dass sie die Rituale mochte. Dass Gunst wie eine warme Perle ist, die im Magen aufbricht und in alle Glieder strömt. Und dann ist da auch noch Ellen ...


 »Lieber Leser, ich bin keine Historikerin und dies ist kein historischer Roman, sondern die literarische Aneignung eines historischen Stoffes.«
Inger-Maria Mahlke

Leseprobe und weitere Informationen

Ihr wollt dabei sein? Mit einer kurzen Einschätzung zur Lesprobe  kommt ihr in die engere Auswahl!

Und das beste zum Schluss: Inger-Maria Mahlke wird die Leserunde begleiten!

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen,
Euer Berlin Verlag


287 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  LibriHollyvor 4 Jahren
Ein wundervolles Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Meine Rezension findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/autor/Inger--Maria-Mahlke-/Wie-Ihr-wollt-1126278794-w/rezension/1154415247/ Vielen Dank, dass ich hier dabei sein durfte. Mir wäre sonst wirklich ein wunderbares, sehr lehrreiches Lesevergnügen entgangen. Ich wünsche der Autorin und ihrem Buch für die Zukunft alles Liebe und Gute. "Wie Ihr wollt" ist für mich eindeutig preisverdächtig. ;-)

Unser Buch der Woche

»Ich denke permanent über meine Figuren nach.«

Inger-Maria Mahlke spricht in diesem Video über ihren Roman RECHNUNG OFFEN: https://www.youtube.com/watch?v=wn_qsrxcphI

Alle Kommentare zum Video – direkt auf YouTube mit eigenem Konto oder hier bei LovelyBooks – nehmen an der Verlosung teil.

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