Inger-Maria Mahlke

 3.6 Sterne bei 80 Bewertungen
Autorin von Wie Ihr wollt, Archipel und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Inger-Maria Mahlke

Gesellschaftskritik und Darstellungen der Femme Fatale: Inger-Maria Mahlke wurde 1977 in Hamburg geboren, wuchs aber in Lübeck auf. Nach ihrem Abitur studierte sie Rechtswissenschaften in Berlin und arbeitete am Lehrstuhl für Kriminologie. Ihr erster Roman wurde im Jahr 2010 unter dem Titel "Silberfischchen" beim Aufbau-Verlag veröffentlicht. Für dieses überaus erfolgreiche Debüt erhielt sie den Klaus-Michael-Kühne-Preis. 2009 war sie Preisträgerin des 17. Open Mike. 2014 wurde sie mit dem Karl-Arnold-Preis der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste ausgezeichnet. Ihr Roman "Wie ihr wollt" wurde im Jahre 2015 für die Longlist des deutschen Buchpreises nominiert. Mit "Archipel" schafft sie es 2018 sogar auf die Shortlist. Inger-Maria Mahlke lebt heute in Berlin.

Neue Bücher

Archipel

 (1)
Neu erschienen am 28.11.2018 als Hörbuch bei Argon.

Silberfischchen

 (11)
Neu erschienen am 09.11.2018 als Taschenbuch bei Aufbau TB.

Alle Bücher von Inger-Maria Mahlke

Wie Ihr wollt

Wie Ihr wollt

 (37)
Erschienen am 02.11.2016
Archipel

Archipel

 (18)
Erschienen am 21.08.2018
Rechnung offen

Rechnung offen

 (13)
Erschienen am 12.02.2013
Silberfischchen

Silberfischchen

 (11)
Erschienen am 09.11.2018
Archipel

Archipel

 (1)
Erschienen am 28.11.2018

Zur Fragerunde mit…

Inger-Maria Mahlke ist für ihre Arbeit als Schriftstellerin bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Die Rechtswissenschaftlerin veröffentlichte 2010 ihren Debütroman „Silberfischchen“. Mit ihrem Text „Wie ihr wollt“ war sie 2015 zum ersten Mal für den angesehenen Deutschen Buchpreis nominiert, der jährlich im Rahmen der Frankfurter Buchmesse vergeben wird. Mit ihrem Roman „Archipel“ ist sie im Jahr 2018 erneut unter den Nominierten, steht sogar in der engeren Auswahl der Shortlist, auf die es nur die besten sechs Bücher des Jahres schaffen. Im Rahmen unserer Fragerunde zur Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018 stellte sich Inger-Maria Mahlke den Fragen ihrer Leserinnen und Leser. Ihre Antworten könnt ihr hier nachlesen.

Guten Tag, Frau Mahlke, zunächst möchte ich mich für Ihre Zeit bedanken, in der Sie uns hier Antwort stehen. Das ist großartig! Sie sind mit „Archipel“ nicht zum ersten Mal für einen Preis nominiert, Sie haben bereits Preise für andere Arbeiten erhalten und standen sogar schon einmal auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Dazu meinen Glückwunsch und ich drücke die Daumen für die diesjährige Verleihung. Mich würde sehr interessieren, wie Sie heute bei einem Blick zurück zu Ihrem Debüt „Silberfischchen“ stehen. Was verbinden Sie damit und wie stehen Sie heute dazu?

Ich kann mit „Silberfischchen“ immer noch gut leben. Oft entwickelt man ja Aversionen gegen die eigenen Anfänge, und ich würde heute vieles anders schreiben, aber ich stehe immer noch zu dem Text. Es war das, was damals möglich war. Ich hatte vorher noch nie einen Text geschrieben, der länger war als zehn Seiten. Als ich den Vertrag für „Silberfischchen“ unterschrieb, bestand der Text aus ca. 50 Seiten und ich hatte noch fünf Monate, um ihn fertig zu schreiben. Und dafür finde ich den Text immer noch in Ordnung. Und manchmal rede ich immer noch mit Hermann, der Hauptfigur…

Ich stelle es mir grundsätzlich schwer vor, ein Romanende zu finden; als Schriftsteller/in wirklich das Gefühl der Abgeschlossenheit zu empfinden. Geht es Ihnen beim Schreiben auch so, beziehungsweise hat das in „Archipel“ angewandte Prinzip der umgekehrten Kausalität dieses noch verstärkt? Theoretisch hätten Sie ja immer tiefer in die Vergangenheit der Familie eindringen können, so ist ein Stammbaum doch fast endlos.

Ich sage immer: Texte werden nie fertig, sie erstarren nur irgendwann… Damit möchte ich sagen: wenn mein damaliger Lektor mit nicht irgendwann meinen ersten Roman „Silberfischchen“ weggenommen hätte, ich würde immer noch daran schreiben… Zum Glück gibt es also Abgabefristen und Verträge, die eingehalten werden müssen, ich würde mich sonst heillos verzetteln…

Wie ist das zeitliche Verhältnis von Recherchearbeit und Schreibarbeit? Wie lange hat welcher Prozess für dieses Buch gedauert? Und sind Sie als Autorin dann völlig zufrieden mit dem Werk oder würden Sie heute etwas anders schreiben?

Vom zeitlichen Aufwand würde ich sagen 1/3 Recherche und 2/3 Schreibarbeit. Völlig zufrieden werde ich nie sein mit meinen Texten. Am Schlimmsten ist immer, wenn man das frischgedruckte Buch das erste Mal in den Händen hält, und aufschlägt, denn eines passiert immer: egal welche Seiten man dann vor sich hat, das erste, was man sieht, ist ein Fehler. Rechtschreibung oder inhaltlich, aber das erste ist immer ein Fehler.

Wie war es, als das Manuskript fertig war… die erste Reaktion?

Ich glaube, ich habe den Autor Hannes Köhler angerufen, der mich sehr unterstützt hat, während der letzten Monate Schreiben, und der hat sich einfach für mich gefreut, dass ich es endlich hinter mir hatte, die letzten Monate mit dem Text waren äußerst quälend.

Es soll ja bei Schriftstellern diese Angst vor dem ersten Satz geben. Wie finden Sie zu einem Romanthema und wie setzen Sie das Thema dann um? Beginnen Sie mit diesem berühmten ersten Satz und schreiben davon ausgehend weiter? Oder entstehen erst verschiedene Teile, die Sie dann zusammenfügen?

Ich schreibe nie chronologisch, ich habe oft schon früh einzelne Sätze im Kopf, und weite die dann aus zu kurzen Passagen, die später wie Puzzleteile funktionieren und immer wieder neu zusammengesetzt und passend geschrieben werden, bis ich mit dem Ergebnis leben kann.

Sie bewegen sich, rein zeitlich betrachtet, rückwärts in Ihrem Roman. Ist diese Richtung eher unbewusst aus den Ergebnissen Ihrer Recherchen entstanden oder haben Sie sich ganz bewusst dafür entschieden? Wie viel Mut hat es Sie gekostet, abweichend vom Mainstream in die Vergangenheit hinein zu schreiben? Schließlich sind Sie als Autorin letztlich darauf angewiesen, dass ihr Ansatz Akzeptanz bei der Leserschaft findet. Gab es vielleicht in diesem Zusammenhang Berater in Ihrem Umfeld, die Ihnen eher davon abgeraten haben? Und wie behält man in einem Beziehungsgeflecht, das sich über so einen langen Zeitraum erstreckt, den Überblick ohne ständig im bisher Geschriebenen nachzulesen? Und was steht für Sie persönlich im Vordergrund – die Geschichte Teneriffas oder die sich über Generationen hinweg weitervererbende soziale Ungerechtigkeit?

Ich wusste schon vorher, dass ich diesen Text rückwärts würde erzählen wollen, und nicht vorwärts. Reingeredet hat mir eigentlich niemand, im Gegenteil, ich hatte immer das Glück, Lektoren und Verlage zu habem, die mich mit meinen häufig etwas sperrigen Ideen unterstützt haben. Zum Überblick: Manchmal verliere ich den beim Arbeiten, schon weil ich ganze Textblöcke immer wild durch die Gegen kopiere. Die einzelnen Sätze kenne ich aber meist auswendig und navigiere meistens mit strg + f durch die Texte, (darum lasse ich auch manchmal Rechtschreibfehler stehen, wenn es kein ungewöhnlicheres Wort gibt in einem Absatz, nachdem man gut suchen kann.) Plotten, also mir Ablaufpläne oder Übersichten vorher zu überlegen oder aufzuzeichnen, mache ich nie. Die Geschichte Teneriffas kann ich nicht von der weitervererbten sozialen Ungerechtigkeit trennen, die ist ja Teil bzw. Ergebnis des historischen Prozesses.

Christoph Schröder von der Süddeutschen Zeitung ist nicht so ganz überzeugt von Ihrem Buch. Ist das egal nach der Shortlist-Platzvergabe oder ärgert es Sie? (Und noch eine Nebenfragen: Woher haben Sie den tollen grünen Mantel von Ihrem Autorenbild?)

Die Rezension von Herrn Schröder ist zwar sehr kritisch, aber respektvoll, und würdigt auch Aspekte, die der Rezensent als Stärke empfindet, mit der kann ich sehr gut leben. Rezensionen, auch Verrisse, finde ich eigentlich nur dann daneben, wenn sie persönlich werden, also über die Persönlichkeit des Autors spekulieren oder textexterne Punkte mitbesprechen. Das empfinde ich als unfair und übergriffig. Der Mantel ist von JCL es gab ihn auch noch in blau und schwarz ...

Wie umfangreich war die Recherchearbeit für dieses Werk? Waren Reisen in Ihre alte Heimat notwendig, um in Archive einzusehen?

Es waren jede Menge Recherchereisen notwendig, worüber ich aber überhaupt nicht traurig war. Zur Recherche gehörte auch, eine umfassende Sammlung alter Fotos von der Insel anzulegen. In den klassischen Archiven war ich nicht, ganz einfach weil auf Tenerife erst seit den 50er Jahren überhaupt archiviert wird und auch nicht in der Vollständigkeit, wie wir das aus Deutschland kennen.

Schon in „Wie ihr wollt“ haben Sie einen besonderen Stil kreiert, sodass sich der Roman wie ein historischer Bericht liest, gleichwohl eindringlich ist. Auch in „Archipel“ wählen Sie eine eher unbequeme Art des Schreibens, die wahrscheinlich nicht jedermanns Sache ist. Die rückwärtige Richtung erinnert an „Benjamin Button“. Was ist Ihre Inspiration gewesen?

Ganz klar die Insel selber, die schon so viele Inseln war. Ich mochte auch den Film „5x2“ von Ozon, der mit einer Ehescheidung beginnt und mit dem Kennenlernen des Paares endet. Und ich denke immer: lieber unbequem als langweilig.

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Inger-Maria Mahlke

Neu

Rezension zu "Archipel" von Inger-Maria Mahlke

Abbruch aus Langeweile
wandabluevor 25 Tagen

Abbruch aus Langweile.
Ausnahmsweise einmal möchte ich aus Fairnessgründen auf eine andere Rezension verweisen:


Sicher, die Autorin hat ein interessantes Sujet angeschlagen, leider schreibt sie so umständlich und enervierend langweilig, dass ich es weiter als bis S. 189 und den Rest querlesend nicht gebracht habe.

Die Sätze sind so überfrachtet mit Nichtigkeiten und das Ganze mit so viel Personal angesiedelt, dass es mich völlig kalt lässt, warum alles so ist, wie es ist und wie das Schicksal der Personen beschaffen sein mag. Sogar die Geschichte der Insel ist mir ganz schnupps.

Die akribische Beschreibung der Örtlichkeiten, Straße sowieso und Straße sowieso mag für diejenigen ersprießlich sein, die schon einmal auf der Insel waren, für mich war es nur ablenkend.

Fazit: Ein Autor darf alles, nur nicht langweilen.

Kategorie: Sieger des Deutschen Buchpreises 2018 !!!
Verlag: Rowohlt 2018

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Rezension zu "Archipel" von Inger-Maria Mahlke

Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil mit interessantem Inhalt
Xirxevor einem Monat

Es scheint einen neuen Trend in der Literatur zu geben: Statt einer durchgehend chronologischen Familiensaga präsentiert man den Lesenden die handelnden Personen in etwas größeren Häppchen. In einzelnen Abschnitten werden vergleichsweise kurze Zeitspannen dargestellt, die mehrere Jahre, teils auch Jahrzehnte auseinanderliegen. Beispiele dafür sind 'Häuser aus Sand' von Hala Alyan (2018), 'Heimkehren' von Yaa Gyasi (2017) und auch 'Archipel' von Inger-Maria Mahlke, das ebenso aufgebaut ist.
Zu Beginn des Buches steht die Familie um Ana und Felipe im Mittelpunkt. Er stammt aus einer ehemals einflussreichen, alteingesessenen und noch immer reichen Familie, die zu Francos Herrschaft zahlreiche Privilegien genoss. Anas Eltern hingegen waren die Leidtragenden zu jener Zeit, verloren Familienmitglieder und ihren Besitz. Die Autorin bezieht in ihren Roman auch das Umfeld der beiden Familien mit ein: die Dienstmädchen, Freunde der Familie, Geliebte usw. und entwirft so ein umfassendes Panorama der damaligen Gesellschaft Teneriffas.
Die Geschichte, die vollständig auf Teneriffa spielt, umfasst die Jahre 2015 bis 1919, das Jahr, indem einer der Protagonisten geboren wird. Weshalb die Geschehnisse von der Gegenwart ausgehend rückwärts erzählt werden, kann ich auch nach dem Ende des Buches nicht nachvollziehen. Denn statt mit den Figuren ihre jeweilige Entwicklung mitzuerleben und zu erleiden ;-) betrachtete ich sie so eher von außen. Ich kam ihnen nicht nahe und hatte mehr damit zu tun, jeweils einzuordnen, um wen es sich im Einzelfall handelte. Im Nachhinein würde ich Interessierten empfehlen, das Buch lieber rückwärts zu lesen.
Womit ich ebenfalls zu kämpfen hatte, war der Sprachstil der Autorin. Sie nutzt häufig kurze Sätze, teils ohne Verb oder Subjekt und längere, die wie eine Art Aufzählung wirken. Auf mich wirkte es stellenweise so nüchtern wie eine Bedienungsanleitung - vielleicht hadere ich auch deshalb etwas mit diesem Buch.
Was ich als überaus bereichernd empfand, war, dass ich das Buch während eines Teneriffaurlaubes gelesen habe. Inger-Maria Mahlke beschreibt die Insel so exakt wie anschaulich, dass ich beim Lesen stets genau wusste, wo sich die einzelnen Figuren jeweils aufhielten. Zudem erfuhr ich praktisch nebenbei eine Menge über Teneriffas (und auch Spaniens) Geschichte und Traditionen, die so nicht im Reiseführer stehen. Oder wem ist San Borondón geläufig, die sagenumwobene achte Kanareninsel? Hat man die Stadtpläne von La Laguna, Santa Cruz oder Puerta de la Cruz neben sich liegen, kann man Felipe, Ana, Julio und den andern Straße für Straße folgen.
3,5 Sterne hätte ich gerne gegeben, doch aus gegebenem Anlass ;-) werden es nun halt 4. Alles in allem eine interessante Lektüre, die sich nicht so nebenbei lesen lässt.

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Rezension zu "Archipel" von Inger-Maria Mahlke

Ein Streifzug im wahrsten Sinne des Wortes
viosbooksvor 3 Monaten

Julio ist inzwischen über neunzig Jahre alt und Pförtner des Altersheims von La Laguna, der alten Hauptstadt Teneriffas. Er bildet den Ausgangspunkt der Geschichte, die weit in das letzte Jahrhundert hineinreicht. Wir lernen seine Tochter Ana kennen, eine Lokalpolitikerin, die in einen Umweltskanadal verstrickt ist. Seine Enkelin, auf der Suche nach einem Platz im Leben. Und seinen Schwiegersohn und seine Familie, einen Spross aus der Dynastie der Bernadottes, einer Familie der Upperclass, in der Vergangenheit eng mit dem Francoregime verknüpft. Wir lernen Julios Familie kennen, die dem Terror dieses Regimes ausgesetzt war. Und wir lernen mit der Haushälterin auch noch eine ganz andere Seite dieser Insel kennen, die der Armen und Ausgelieferten.
Man merkt, alles für sich eine kleine Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden. Viele interessante Schicksale über die Generationen, vermischt mit den politischen Entwicklungen im und nach dem faschistischen Regime.
Das ist auf jeden Fall interessant, man erfährt vieles. Aber es sind erzählerische Schlaglichter und das hat mich letztlich an dem Buch auch gestört. Immer wenn ich mich in eine Figur oder eine Thematik eingedacht hatte, wechselte der Fokus zu dem nächsten Schauplatz, der nächsten Person. Der man sich auch erst wieder nähern musste. Manchmal begegnen einem die Personen wieder und man kann die Bruchstücke zusammensetzen. Manches bleibt aber auch offen und der Phantasie des Lesers überlassen. Ich hätte zum Beispiel gerne mehr gewusst über Julios Bruder, homosexuell in einer dafür nicht gerade aufgeschlossenen Gesellschaft und bei einem Autounfall verunglückt, so wird es jedenfalls berichtet. Oder über Anas jugendlichen Liebhaber. Mir fallen viele Stellen ein, wo ich gerne mehr erfahren hätte, gerne tiefer eingedrungen wäre in die Erzählungen.

Ich mochte diese kleinen Geschichten und doch ist es für mich letztlich ein Streifzug durch die Geschichte geblieben. Er hat mich gestreift, aber nicht wirklich erreicht.

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Gespräche aus der Community

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Deutscher Buchpreis

Wir freuen uns sehr, den Deutschen Buchpreis 2018 bei LovelyBooks begleiten zu dürfen! Nachdem wir die Leseproben der zwanzig Longlist-Titel diskutiert haben, stellen wir euch nun die sechs Titel der Shortlist vor.

Heute habt ihr die Gelegenheit, Inger-Maria Mahlke Fragen zu stellen und mit etwas Glück eins von zwei Exemplaren von "Archipel" zu gewinnen!

Stellt eure Fragen an die Autorin heute am 20.09.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und landet damit automatisch im Lostopf für unsere Verlosung.

Unter allen Usern, die an mindestens 3 Aktionen zu den Shortlist-Autoren teilnehmen, verlosen wir außerdem ein signiertes Exemplar des Deutschen Buchpreis-Gewinners!

Da die Autoren der Shortlist aus zeitlichen Gründen nicht alle Fragen beantworten können, werden wir Inger-Maria Mahlke ausgewählte Fragen zukommen lassen und ihre Antworten nachreichen.

Mehr zum Buch
Ein großer europäischer Familienroman von der Peripherie des Kontinents: der Insel des ewigen Frühlings, Teneriffa. Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2018.
"Es ist der 9. Juli 2015, vierzehn Uhr und zwei, drei kleinliche Minuten. In La Laguna, der alten Hauptstadt des Archipels, beträgt die Lufttemperatur 29,1 Grad. Der Himmel ist klar, wolkenlos und so hellblau, dass er auch weiß sein könnte". Damit fängt es an. Und mit Rosa, die zurückkehrt auf die Insel und in das heruntergewirtschaftete Haus der vormals einflussreichen Bernadottes. Rosa sucht. Was, weiß sie nicht genau. Doch für eine Weile sieht es so aus, als könnte sie es im Asilo, dem Altenheim von La Laguna, finden. Ausgerechnet dort, wo Julio noch mit über neunzig Jahren den Posten des Pförtners innehat. Julio war Kurier im Bürgerkrieg, war Gefangener der Faschisten, er floh und kam wieder, und heute hütet er die letzte Lebenspforte der Alten von der Insel. Julio ist Rosas Großvater. Von der mütterlichen Seite. Einer, der Privilegien nur als die der anderen kennt.
Inger-Maria Mahlke ist in nur wenigen Jahren zu einer der renommiertesten deutschen Schriftstellerinnen avanciert und hat sich mit jedem ihrer Bücher thematisch und formal weiter vorgewagt. In "Archipel" führt sie rückwärts durch ein Jahrhundert voller Umbrüche und Verwerfungen, großer Erwartungen und kleiner Siege. Es ist Julios Jahrhundert, das der Bautes und Bernadottes, der Wieses, der Moores und González' – Familiennamen aus ganz Europa. Aber da sind auch die, die keine Namen haben: Die Frau etwa, die für alle nur 'die Katze' war: unverheiratete Mutter, Köchin, Tomatenpackerin - und irgendwann verschwunden. Denn manchmal bestimmen Willkür, Laune, Zufall oder schlicht: mitreißende Erzählkunst über das, was geht, und das, was kommt.


>> Zur Leseprobe

Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen 
Zur Buchverlosung
Liebe Leser,

Heute wollen wir euch für die Leserunde zu Inger-Maria Mahlkes neuem Roman WIE IHR WOLLT gewinnen. Wir verlosen 20 Freiexemplare.

Der Teufel trägt Krone

September 1571: Elisabeth I. herrscht in England, und Mary Grey ist wütend. Sie ist sechsundzwanzig, kleinwüchsig, hat einen Thronanspruch und keine Geduld mehr. Seit einigen Jahren steht sie unter Hausarrest, da sie ohne die Erlaubnis ihrer königlichen Cousine geheiratet hat. Ihr Ehemann stirbt und auch sonst sind sie alle tot: ihre Schwestern Jane und Katherine und ihre Eltern, einige von ihnen hingerichtet. Mary Grey will die Kontrolle über ihr Leben zurück, einen eigenen Haushalt und das Sorgerecht für ihre Stiefkinder. Doch nichts passiert, und anstatt das still hinzunehmen und sich anzupassen, begehrt sie auf gegen das System Königshof, seine Zufälligkeiten, seine Willkür und Unfreiheit, seine mühsamen Rituale und ökonomischen Zwänge. Sie beginnt, sich Notizen zu machen, die Vergangenheit aufzureihen, sie so zu erzählen, dass es recht ist. Nur um zu dem Schluss zu kommen, dass ihr und ihrer Familie Handeln ebenso amoralisch war, wie das aller anderen. Dass sie die Rituale mochte. Dass Gunst wie eine warme Perle ist, die im Magen aufbricht und in alle Glieder strömt. Und dann ist da auch noch Ellen ...


 »Lieber Leser, ich bin keine Historikerin und dies ist kein historischer Roman, sondern die literarische Aneignung eines historischen Stoffes.«
Inger-Maria Mahlke

Leseprobe und weitere Informationen

Ihr wollt dabei sein? Mit einer kurzen Einschätzung zur Lesprobe  kommt ihr in die engere Auswahl!

Und das beste zum Schluss: Inger-Maria Mahlke wird die Leserunde begleiten!

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen,
Euer Berlin Verlag


Letzter Beitrag von  LibriHollyvor 4 Jahren
Ein wundervolles Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Meine Rezension findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/autor/Inger--Maria-Mahlke-/Wie-Ihr-wollt-1126278794-w/rezension/1154415247/ Vielen Dank, dass ich hier dabei sein durfte. Mir wäre sonst wirklich ein wunderbares, sehr lehrreiches Lesevergnügen entgangen. Ich wünsche der Autorin und ihrem Buch für die Zukunft alles Liebe und Gute. "Wie Ihr wollt" ist für mich eindeutig preisverdächtig. ;-)
Zur Leserunde

Unser Buch der Woche

»Ich denke permanent über meine Figuren nach.«

Inger-Maria Mahlke spricht in diesem Video über ihren Roman RECHNUNG OFFEN: https://www.youtube.com/watch?v=wn_qsrxcphI

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