Inger-Maria Mahlke Silberfischchen

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Inhaltsangabe zu „Silberfischchen“ von Inger-Maria Mahlke

'Sie erzählt mit Finesse und Biss.' Peter Weber In ihrem aufsehenerregenden Debüt erzählt die gefeierte Open-Mike-Preisträgerin Inger-Maria Mahlke eine faszinierende Geschichte über Misstrauen, Abhängigkeit und erotische Anziehung. Hermann Mildt war Polizeibeamter, bis man ihn frühpensionierte, weil er seine tote Frau im Garten fotografierte. Eher unfreiwillig nimmt er Jana Potulski bei sich auf, sie ist Polin ohne Papiere und sucht eine Übernachtungsmöglichkeit. Warum er sich auf sie einlässt, kann er nicht sagen. Er darf ihre Brüste berühren, abends im Bad. Nach drei Tagen läuft sie ihm weg. Erst sucht er sie, dann wartet er, und schließlich findet er sie auf der Straße wieder. Und Jana Potulski kehrt mit ihm in die Wohnung zurück. Doch dann geht alles drunter und drüber. - Meisterhaft im Ton und voll untergründiger Spannung schildert Mahlke die Geschichte einer ungewollten Annäherung, einer Entwahrlosung - ein Roman ganz auf der Höhe unserer Zeit.

Verstörende und irgendwie dennoch nachvollziehbare Story.

— Marapaya
Marapaya

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  • Rezension zu "Silberfischchen" von Inger-Maria Mahlke

    Silberfischchen
    earring

    earring

    13. February 2011 um 23:20

    Da gibt es diesen verwitweten, verbitterten, pensionierten Beamten, der mitten in seinem erbärmlichen Dasein zufällig eine polnische Mitbewohnerin bekommt, gelegentlich im Badezimmer ihre alten Brüste berührt und schließlich das Ganze in einem Desaster enden läßt. So weit der komplette Inhalt, womit nicht zu viel verraten ist, denn darauf kam es der Autorin wohl weniger an. Wichtiger war ihr die deutliche Schilderung von Trostlosigkeit, was ihr auch glänzend gelungen ist. Sie bleibt auch konsequent bis gnadenlos bei ihrem Thema, es gibt nichts Angenehmes oder gar Erheiterndes zu lesen. Das ist kein Vorwurf, sondern die einzige Stärke des Buchs. Andererseits ist es nicht nötig, Einsamkeit so zu beschreiben, dass sich der Leser nur unwohl fühlt, damit ist er nämlich fernab von jeglichem Lesevergnügen. "Silberfischchen" ist ein Werk für Leute, die düstere Stimmung, verwahrloste und schmutzige Umgebung sowie tragische Figuren in knappen, überzeugenden Schilderungen mögen. Für meinen Geschmack hätte der Stoff eine gute Kurzgeschichte abgeben können, als Roman ist er zu breit angelegt und bietet zu wenig Abwechslung.

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  • Rezension zu "Silberfischchen" von Inger-Maria Mahlke

    Silberfischchen
    yoko

    yoko

    08. February 2011 um 15:59

    Es ist eine verstörende Geschichte, der ich mich nicht entziehen konnte. Das passt, denn um Anziehung und Abstoßung geht es hier. Der Roman beginnt mit einem Mann, der sich von Berlin nach Frankfurt/Oder begibt, um dort Fotos zu schießen. Weil die Bahn aber zu spät kommt, kauft Hermann Mildt erst gar keine Fahrkarte. Dieses Verhalten verrät schon viel über die eine Hauptperson in dem Debütroman „Silberfischchen“ von Inger-Maria Mahlke. Zu Beginn finde ich den pensionierten Polizeibeamten bereits sehr merkwürdig und irgendwie abstoßend. Ein ätzender Griesgram ist das, der aber auch Mitleid in mir erzeugt. Die junge Autorin strickt jedoch eine so faszinierende Geschichte, das man nicht anders kann und ihr folgt. Als die Schaffnerin wegen der Schwarzfahrerei Mildts Daten aufnehmen will, trifft er auf Jana Potulski. Jana ist eine polnische Putzfrau ohne Papiere. Sie entwischt jedoch und taucht kurze Zeit später an der Bushaltestelle auf. Die Polin erklärt Herrn Mildt, dass sie eine Unterkunft sucht und drängt sich ihn auf. Sie begleitet ihn bis zu ihm nach Hause. Die Wohnung wird der Schauplatz recht merkwürdiger Begebenheiten, die mir oft ein Stirnrunzeln beschert und mich nicht selten ratlos zurückgelassen haben. Was die Autorin dort erzählt, ist keineswegs abwegig. Es geht um einen alleinstehenden Witwer, der selbst von sich sagt, er stehe kurz vor der Verwahrlosung. Und eine Frau auf der Suche nach einem warmen Heim, für kurze Zeit. Nüchtern liest sich das Buch und erinnert mich an eine Dokumentation. Wenn da nicht zwischendurch die kleinen Einblicke in das Gefühlsleben des Herrn Mildt wären. Suspekt und skurril sind zwei weitere Wörter, die zum Buch passen. Wer Zeuge davon werden möchte, wie sich Anziehung und Abstoßung anfühlen, wird hier nicht enttäuscht. Ungewöhnlich, befremdlich, aber gut.

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  • Rezension zu "Silberfischchen" von Inger-Maria Mahlke

    Silberfischchen
    Herzallerliebst

    Herzallerliebst

    16. November 2010 um 10:09

    Tolles Buch - unkonventionell, überraschend, eine echte Empfehlung!

  • Rezension zu "Silberfischchen" von Inger-Maria Mahlke

    Silberfischchen
    Tony

    Tony

    14. August 2010 um 19:21

    Die Open-Mike Gewinnerin Inger-Maria Mahlke erzählt von einem nahezu schnöden Leben eines alten Mannes, der an einer Bushaltestelle eine junge Polin trifft, die genau wie er schwarz fährt. Er nimmt sie bei sich auf, sie beginnt dafür seinen Haushalt zu organisieren. Er will ihre Brüste, Brüste wie "Schläuche" berühren. Sie stößt ihn weg. Sie erlaubt ihm, sie zu berühren. Sprachlich wunderbar legt Inger-Maria Mahlke hier ihr Debüt vor. Ein Roman voller Skurrilität. Ein gelungenes Buch!

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