Inger Ash Wolfe

 3.5 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Todesgebet, Der Herzsammler und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Inger Ash Wolfe

Todesgebet

Todesgebet

 (14)
Erschienen am 09.02.2009
Der Herzsammler

Der Herzsammler

 (6)
Erschienen am 13.04.2010
The Taken

The Taken

 (0)
Erschienen am 15.07.2010
The Calling

The Calling

 (0)
Erschienen am 04.07.2011
The Calling

The Calling

 (0)
Erschienen am 29.06.2010

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Rezension zu "Der Herzsammler" von Inger Ash Wolfe

Rezension zu "Der Herzsammler" von Inger Ash Wolfe
Bellexrvor 8 Jahren

Mord als Fortsetzungsroman
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In einem kleinen Ort in Kanada wird im nahegelegenen See eine Schaufensterpuppe ohne Kopf gefunden. Das Merkwürdige an der Sache. Genau diese Szene wurde in der aktuellen Tageszeitung in einem Fortsetzungskrimi beschrieben, nur war es hier eine echte Leiche. Polizeichefin Hazel Micallef und ihr Kollege James Wingate vermuten mehr hinter der Sache und beginnen ihre Ermittlungen. Als Wingate auf der Schaufensterpuppe eine mehrstellige Nummer entdeckt, dauert es nicht mehr lange, bis er sie mit einer Internetseite in Verbindung bringt. Was die Polizisten dort zu sehen bekommen, lässt sie das Schlimmste befürchten.
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Hazel Micallef ist erst vor kurzem am Rücken operiert worden, verkriecht sich im Haus ihres Exmannes und bedauert sich selbst. Da die Arbeit des Polizeichefs von Port Dundas sich eher ruhig gestaltet, kann sie auch mühelos das bisschen Arbeit von zu Hause bewerkstelligen. Als jedoch die Schaufensterpuppe im See gefunden wird, erwacht ihr kriminalistisches Gespür und die Schmerzen sind vergessen, auch dank starker Schmerzmittel.
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Die Ermittlungen gestalten sich anfangs extrem schwierig, da Zeugen spurlos verschwinden, tagelang telefonisch nicht erreichbar sind und die Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen sich ebenfalls als äußerst schwierig herausstellt. So plätschert der Fall zunächst ohne ersichtliche Ermittlungsansätze dahin, zumal für Hazel auch noch einige innerdienstliche Probleme auftreten und sie mehr und mehr mit einer beginnenden Tablettensucht zu kämpfen hat. Hinzu kommt aber auch noch ihre prekäre private Situation. Da sie wegen der Operation anfangs auf Hilfe angewiesen ist, zieht sie zu ihrem Ex-Mann und dessen Frau Glynnis, welche sie während der Genesungsphase pflegt und bei denen sie auch weiterhin noch wohnt.
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So passiert anfangs noch nicht so viel in dem Krimi und man lernt erst einmal ein wenig die ganzen Mitwirkenden kennen. Doch fast wie aus dem Nichts kommt Spannung auf, der Fall nimmt eine überraschende, wenn auch nicht ganz neue Wendung und erstaunt einen ab da ständig. Anfangs sind absolut keine Zusammenhänge zwischen den Mitwirkenden zu erkennen und als man dann endlich meint, diese nun herstellen zu können, lässt die Autorin die Story wieder in eine andere Richtung laufen. Somit ist die Spannung bis zum Schluss auf sehr hohem Niveau und die letztendliche Lösung des Falls absolut überraschend und so logisch umgesetzt, dass man sich wundert, nicht selbst früher darauf gekommen zu sein.
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Auffällig ist, dass es viel Kompetenzgerangel zwischen den einzelnen Zuständigkeitsbereichen gibt. So hat man ständig den Eindruck, dass jede Dienststelle ihr eigenes Süppchen kocht und mit kollegialer Unterstützung ist es auch nicht immer weit her. So werden Hazel und Wingate mehr als einmal ziemlich massiv bei ihren Ermittlungen ausgebremst, doch hiervon lässt sich die versierte Hazel nicht beeindrucken und so geht sie einfach ein paar etwas unkonventionelle und auch makabre Wege, um ihr Ziel zu erreichen.
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Anfangs tat ich mir ein wenig schwer mit dem Charakter von Hazel, denn ihre schroffe, burschikose Art macht sie nicht gerade sympathisch und lässt sie sehr hartherzig erscheinen. Doch so nach und nach merkt man, dass sie ihr Herz auf dem rechten Fleck hat, sich sehr für ihre Mitarbeiter einsetzt und eigentlich nur das Problem hat, ihre Gefühle Menschen gegenüber zu zeigen, die ihr wirklich etwas bedeuten. Dies merkt man deutlich in mehreren Szenen mit ihrer jüngsten Tochter Martha wie auch bei ihrem jungen Kollegen James Wingate, der erst seit kurzer Zeit von Toronto in das beschauliche Städtchen gezogen ist. Entgegen der 62-jährigen Hazel ist er sehr warmherzig und man merkt auch schnell, dass irgendetwas in Toronto vorgefallen sein muss, was in nach Port Dundas getrieben hat. Zur Mitte des Krimis hin erfährt man auch mehr Einzelheiten hierzu.
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Die weiteren Charaktere sind sauber herausgearbeitet und detailreich beschrieben, doch irgendwie wird man bei ihnen das Gefühl nicht los, über sie noch nicht alles erfahren zu haben und somit wirken sie lange Zeit sehr undurchsichtig. Dies kommt der Spannung natürlich nur zugute.
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Der Schreibstil von Inger Ash Wolfe, welches ein Pseudonym für eine kanadische Schriftstellerin ist, überzeugt von Anfang an durch ihre ruhige und flüssige Sprache. Sie verzichtet auch weitgehend auf reißerische Szenen und lässt hier der Phantasie ihrer Leser viel Raum.
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Fazit: Ein eher ruhiger, aber absolut spannender Krimi mit einer unvorhersehbaren und komplexen Story.

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chiaras avatar

Rezension zu "Todesgebet" von Inger Ash Wolfe

Rezension zu "Todesgebet" von Inger Ash Wolfe
chiaravor 8 Jahren

In einer beschaulichen Kleinstadt im ländlichen Kanada führt die Polizei ein ruhiges Leben. So ruhig, dass die örtliche Polizeistation Angst haben muss geschlossen zu werden. Denn seit Monaten ist Hazel Micallef kommissarische Leiterin der Polizei und wartet sehnlichst auf neues Personal. Vor diesem Hintergrund ist es alles andere als günstig, dass eine sterbenskranke Frau ermordet wird. Als ein paar Tage später eine weitere Person, die kurz vor ihrem natürlichen Tod steht, ermordet wird, ist klar, dass man es mit einer Serientäter zu tun hat. Nun müssen Hazel und ihre Kollegen, die alle fast gar keine Erfahrung mit Mordermittlungen haben, den Mörder suchen …

Der Grund für den Kauf dieses Buches war eigentlich die Tatsache, dass ich einmal ein Buch lesen wollte, das in Kanada spielt. Dass ich dabei an den Roman einer bekannten kanadischen Autorin gerate, die unter dem Pseudonym Inger Ash Wolfe schreibt, war dabei purer Zufall. Schon nach den ersten Seiten merkt der Leser, dass Wolfe ihr Handwerk versteht und Erfahrung im Schreiben hat. Daher gibt es von stilistischer Seite an diesem Buch gar nichts auszusetzen. Die Figuren und Landschaften sind sehr gut beschrieben, so dass man sie sich ohne Probleme vorstellen kann. Die Charaktere haben eine gewisse Tiefe und man weiß genau, dass der Leser nicht alles über sie erfährt, da „Todesgebet“ der Beginn einer Reihe ist. Man sollte sich aber nicht von dem Cover täuschen lassen. Denn auch wenn „Thriller“ auf dem Cover steht, handelt es sich bei „Todesgebet“ eher um einen Krimi. An keiner Stelle rast man durch die Geschichte, sondern es geht eher ruhig und gemütlich zu. Leider heißt dies auch, dass die Handlung die ein oder andere Länge hat. Zwar kommt mit der betagten Polizistin und Hauptfigur Hazel Micallef etwas Witz in die Geschichte, aber ich muss ehrlich zugeben, dass ich mit Hazel nicht warm geworden bin. Für mich war sie kalt wie ein Backfisch, auch wenn während dem Lesen einige ihrer positiven Seiten zum Vorschein kamen. Da es für mich wichtig ist, dass ich einen Bezug zur Hauptfigur herstellen kann, und mich die Geschichte nicht wirklich überzeugt hat, bekommt das Buch von mir drei Sterne.

Insgesamt ist „Todesgebet“ kein schlechtes Buch. Es gibt viele Überraschungen und das Ende ist nicht vorhersehbar. Dennoch rate ich jedem, der Interesse an dem Roman hat, sich vor dem Kauf die Zeit zu nehmen in das Buch reinzulesen oder es direkt in der Bibliothek auszuleihen.

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Desires avatar

Rezension zu "Todesgebet" von Inger Ash Wolfe

Rezension zu "Todesgebet" von Inger Ash Wolfe
Desirevor 9 Jahren

Todesgebet ist ein absoluter Hit. Normalerweise mag ich es nicht, wenn man ermittelt, meistens ist es in die Länge geschoben, jedoch nicht in diesem Buch. Es ist sehr spannend und gut geschrieben. Kann ich empfehlen.

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