Dadurch, dass man alle Bände der Reihe unabhängig voneinander lesen kann, fiel mir der Einstieg ins Buch recht leicht. Ich musste mich nur an die Erzählerperspektive gewöhnen, aber auch dauerte nicht lange.
Das Setting in der dänischen Provinz fand ich richtig gut, da es mal etwas anderes war.
Die Handlung beginnt auf eher klassische Weise, wo man schonmal einen Vorgeschmack auf das Geschehen bekommt: ein Mann, der nach einer Partynacht verschwindet. Kommissar Roland Benito von der Polizei übernimmt die Ermittlungen und stößt schnell auf ein Geflecht aus schrecklichen Familiengeheimnissen beim Vermissten.
Als kurz darauf die entstellte Leiche einer jungen Frau in einem abgeschiedenen Kloster aufgefunden wird, wird die Akte des Kommissares erweitert. Die Kontraste könnten nicht deutlicher sein: das laute, moderne Stadtleben und die stillen, alten Mauern des Klosters. Nach Entdeckung der zweiten Leiche schaltet sich nun auch die Journalistin Anne Larsen ein. Die Ermittlungen führen Benito und Larsen tief in die Abgründe menschlicher Moral, wo die "letzte Beichte" nicht Erlösung, sondern den Beginn eines Albtraums markiert. Zudem müssen sie noch herausfinden ob beide Fälle wirklich zusammenhängen.
Die Protagonisten müssen sich außerdem noch mit ihren eigenen Dämonen auseinander, was sie für mich nahbarer gemacht haben.
Fazit: "Die letzte Beichte" war ein wirklich spannender Kriminalroman, welcher eine Mischung aus einer idyllischen Fassade, psychologischer Tiefe und einem raffinierten Plot, der einen den Atmen anhalten lässt, bietet. Die Autorin schafft es den Spannungsbogen dauerhaft aufrecht zu halten. Sehr wahrscheinlich werde ich nun auch die anderen Bände der Reihe lesen und bin schon sehr gespannt auf die Bücher. Von mir gibt's eine absolute Leseempfehlung!
4,5 Sterne













