Ingo Arndt

 4.4 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Tierreich, PumaLand und weiteren Büchern.

Neue Bücher

PumaLand

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Neu erschienen am 21.02.2019 als Hardcover bei Knesebeck.

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Tierreich

Tierreich

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Erschienen am 19.08.2010
PumaLand

PumaLand

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Erschienen am 21.02.2019
GrasArt

GrasArt

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Erschienen am 21.09.2016
Küstenbären

Küstenbären

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Erschienen am 14.04.2014
Logbuch Polarstern

Logbuch Polarstern

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Erschienen am 15.08.2005
Nomaden des Windes

Nomaden des Windes

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Erschienen am 27.02.2008
Tatort Natur

Tatort Natur

 (1)
Erschienen am 08.02.2011

Neue Rezensionen zu Ingo Arndt

Neu

Rezension zu "PumaLand" von Ingo Arndt

Einzigartige Aufnahmen von Pumas in Patagonien
sommerlesevor 11 Stunden

In seinem Bildband "PumaLand" führt uns der Naturfotograf Ingo Arndt nach Südamerika in den Torres del Paine Nationalpark in Chile. Das wunderschön bebilderte Sachbuch erscheint im Februar 2019 im Knesebeck Verlag.

Mehrere abenteuerliche Expeditionen in den chilenischen Nationalpark Torres del Paine in Südamerika waren nötig, damit der Naturfotografen Ingo Arndt genügend Fotomaterial für sein Projekt "PumaLand" zusammen hatte. Dort in freier Wildbahn war er umherstreifenden Pumas auf der Spur, beobachtete sie bei auf der Jagd nach Guanakos, bei der Paarung und Aufzucht ihrer Jungen. Es entstanden nie vorher gesehene Aufnahmen wie beim Paarungsakt und durch die Beobachtung wurde auch das Verhalten der Pumas näher erforscht. Dieser Bildband zeigt nicht nur eindrucksvolle Bilder der "Löwen der Anden", sondern auch diese einzigartige Landschaft im rauhen und unwirtlichen Patagonien.

Stundenlanges Ansitzen ist der Preis für diese hochkarätigen und atemberaubenden Landschafts- und Tierfotos

Der Nationalpark Torres del Paine liegt im chilenischen Teil Patagoniens und ist ungefähr 1800 Quadratkilometer groß. Als Namensgeber fungieren 3 hohe Berge, Granittürme, die zwischen 2600 und 2850 m hoch sind. Neben den hoch aufragenden schneebedeckten Bergen gibt es weite Grassteppen (Pampas), die den seltenen lamaähnlichen Guanakos Heimat bieten. In dieser Gegend ist also genügend Nahrung für den Puma, der sich in dieser von Wind und Wetter beeinflussten kargen Landschaft einen Lebensplatz gesucht hat.


Ingo Arndt wurde vom Sportartikelhersteller PUMA für seine Expeditionen unterstützt, er hatte die einmalige Gelegenheit, zwei Weibchen bei der Aufzucht ihres Nachwuchses fotografieren zu können.

Der Preis für Ingo Arndts anstrengende und entbehrungsreiche Aufenthalte unter extremen Wetterbedingungen sind die einzigartigen Momente der Beobachtung von wilden Berglöwen und dank seiner wunderschönen Fotos erlebt man das in "PumaLand" eindrucksvoll mit.

Der Nationalpark ist auf bestimmten Wegen auch Touristen zugänglich, Ingo Arndt schlug allerdings mit mehreren Fährtenlesern andere Strecken ein, es führte ihn auch in schwer zugängliches Gelände.

Weibchen bleiben bei der Aufzucht ihrer Jungen oft ortstreu, deshalb konzentrierte sich Arndt hauptsächlich auf zwei Puma-Familien. Ein Weibchen bekam den Namen Sarmiento und das andere nannte Arndt Colmillo. Beiden Familien kam er recht nah und wurde so auch zu einem aufmerksamen Beobachter des Verhaltens der Tiere und erlebte das Spiel der jungen Pumas mit. Ihre leuchtend blauen Augen verlieren sich später zu einem intensiv ockerfarbenen. Das ist auf den Fotos sehr gut zu sehen.
Außerdem zeichen die Bilder wunderbar die geschmeidige Bewegung der Tiere auf, das Anschleichen auf die Beute, die kräftezehrende Jagd, es sind bis zu fünf Versuche nötig, um auf der Jagd Erfolg zu haben.

Eine Jagdszene auf einen Guanako-Hengst kann man im Buch bewundern. Dort hatte das Guanako einen Trick auf Lager, um sich seines Fressfeindes erfolgreich zu erwehren.
Sogar Paarungsszenen der scheuen Tiere wurden von Arndt erstmalig fotografisch festgehalten.


Wenn man die Bilder ansieht, kann man sich nur vorstellen, wieviele Wanderungen, Fährtenverfolgungen und Ansitze nötig sind, um genügend und wirklich geeignetes Bildmaterial schießen zu können. Nicht selten machen die Witterungsverhältnisse dem Fotografen einen Strich durch die Rechnung. Starke Regenfälle, flimmernde Hitze und dunstige Nebelschwaden sorgen selbst bei exklusiver Fotoausrüstung für unbrauchbare und unscharfe Bilder. Pumas sind scheue Tiere, sehr nah kommt man an sie nicht heran, es ist stets ein Teleobjektiv nötig. Zur verwendeten Fotoausrüstung gibt es übrigens detaillierte Informationen am Ende des Buches.

Neben den schönen Fotos der Pumas in der Wildnis, bei Nacht und im Gegenlicht gibt dieses Buch auch Einblick in die faszinierene Natur und Tierwelt Patagoniens. Die Fotos zeigen die Gegend zu allen Jahreszeiten und man bekommt einen deutlichen Eindruck von dieser unwirtlichen Landschaft.

Ob schneebedeckt oder farbenfroh, hier kann man außergewöhnliche Landschaftsaufnahmen von Bergen, Gletschern, Wolkengebilden mit blauem Himmel, bei Eis und Schnee oder bei herbstlich gefärbten Gegenden bewundern.

Nicht nur Pumas und Guanakos sieht man im Buch, auch andere dort ansässige Tiere hat Arndt in wunderbaren Fotos festgehalten, wie den Sperlingskauz, grauen Andenfuchs und Andenkondor.

Diese wilde und atemberaubend schöne Gegend ist auch Touristen zugänglich. Nach Arndts Auffassung sollte das aber eher nicht so sein, um die Natur unbeschadet erhalten zu können. In seinem Nachwort erklärt er, wie aus Profitgier Wandergruppen auch die empfindliche Vegetation zerstören können.

Mir reicht dieses einzigartige Buch über die wilden Pumas und die Landschaft Patagoniens.


Ingo Arndts faszinierender Bildband über Pumas präsentiert nicht nur außergewöhnliche Fotos dieser scheuen Tiere, er präsentiert auch Patagoniens Wildnis in voller Schönheit zu allen Jahreszeiten.
Es ist ein Schmuckstück von Sachbuch und einfach herrlich anzuschauen.



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Rezension zu "PumaLand" von Ingo Arndt

Pumas am Ende der Welt
R_Mantheyvor 23 Tagen

Wenn man "Torres del Paine" bei der Suchmaschine seiner Wahl eingibt, dann wird man herausfinden, dass es sich dabei um einen chilenischen Nationalpark in Patagonien handelt, etwa 1800 Quadratkilometer groß. Seinen Namen erhielt er nach drei steil aufragenden Granittürmen, die man auch in diesem Bildband bewundern kann. Dort leben Guanakos, eine lama-ähnliche Tierart, die den ebenfalls dort beheimateten Pumas als Hauptnahrung dienen. Die Guanakos würden unsere Aufmerksamkeit nicht fesseln. Pumas hingegen schon.

Und wegen ihnen bereist der Tierfotograf Ingo Arndt immer wieder diese Gegend. Man kann im Netz schnell herausfinden, dass man auch als gewöhnlicher Tourist in diesem Nationalpark herumwandern kann. Allerdings nur auf vorgeschriebenen Wegen. Arndt hingegen war für diesen Band zwei Wochen mit Fährtenlesern unterwegs um den Pumas nachzuspüren und ihr Leben zu dokumentieren. Er fokussierte sich dabei auf vor allem Weibchen, denn sie sind wegen ihrer Jungen nicht ganz so beweglich, also leichter aufzufinden. Zwei von ihnen bekamen von Arndt einen Namen und eine ausführliche Würdigung in diesem Band.

Man kann beim Betrachten nur ahnen, wieviel Mühe es macht, einen solchen Bildband zu füllen. Pumas sind wie alle Katzen sehr scheu. Um sie aus der Nähe zu fotografieren, muss man sehr geduldig und erfahren sein. Offenbar ist es Arndt erstmals gelungen, bestimmte Verhaltensweisen dieser Tiere in freier Wildbahn aufzuzeichnen. Aber nicht nur für Zoologen ist dieser Bildband eine Fundgrube. Er glänzt auch mit vielen sehr schönen Aufnahmen, nicht nur aus dem Leben der dortigen Pumas, sondern auch mit Landschaftsfotografien.

Auch wenn Arndt das mit Sicherheit nicht beabsichtigt, so macht er doch Werbung für diese wunderschöne, aber sehr wilde Gegend, in der man gut organisiert wandern kann. Gerade das behagt Arndt nicht, wie man aus dem Nachwort entnehmen kann. 

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Rezension zu "GrasArt" von Ingo Arndt

"Gräser sind echte Überlebenskünstler"
R_Mantheyvor 2 Jahren

Auf die Idee, ins "Grasland" zu reisen, muss man erst einmal kommen. Dann aber eröffnen sich ganz neue Horizonte, denn unter diesen Oberbegriff fallen weite Gebiete unseres Planeten. Ingo Arndt arbeitete an diesem Band als Fotograf. Und er war offensichtlich auch der Reisende, während die lehrreichen Texte von Prof. Dr. Jürgen Tautz stammen, der allerdings ungerechtfertigt nur etwas eingerückt als Co-Autor erwähnt wird. Das „Grasland“ unterteilt dieser Band in gemäßigtes (Pampa, Prärie und Steppe), tropisches (Savanne), feuchtes (Everglades) und besonderes Grasland (Bambuswälder und Schilfgebiete). 


Natürliches Grasland, lernt man aus dem Text, bedeckt etwa 35 Prozent der Landoberfläche unseres Planeten, was in etwa der Fläche von Wäldern entspricht. Natürlich kommt auch dieses Buch nicht ohne einen erhobenen Zeigefinger aus. Grasland, so liest man, lässt sich leicht in Ackerland umpflügen und verschwindet auf diese Weise. Bleibt es aber erhalten, dann lässt es sich leicht als Weideland für die ungebremste Fleischproduktion nutzen, wie der Textautor schreibt. Wir sollen nun bedenken, wie sich unser Verhalten auf das Grasland auswirkt, dann "wäre mit diesem Fotobildband viel gewonnen". Wenn wir das Grasland erhalten wollen, essen wir also besser weder Fleisch noch Produkte aus dem Ackerbau, die aus diesen Gebieten stammen, soll das wohl übersetzt heißen.  


Abgesehen von solchen eher etwas diffusen Botschaften, bietet dieses Buch wirklich viele Informationen und Impressionen aus den von Ingo Arndt bereisten Landschaften oder Ökosystemen. Die Fotografien sind zum größten Teil beeindruckend. Gerade weil sehr viele völlig unterschiedliche Gebiete unter dem Thema Grasland zusammengeführt werden können, ist ein recht außergewöhnlicher und vielfältiger Text-Bild-Band entstanden, dessen Schwerpunkt mehr auf der Informations- und Bildungsseite liegt als in bloßer Landschafts- und Tierfotografie. Mit der Fokussierung auf die verschiedensten Gräser besitzt das Buch ein sehr gut umgesetztes Alleinstellungsmerkmal. 

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