Ingo Arndt

 4.2 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Tierreich, GrasArt und weiteren Büchern.

Neue Bücher

PumaLand

Erscheint am 21.02.2019 als Hardcover bei Knesebeck.

Alle Bücher von Ingo Arndt

Sortieren:
Buchformat:
Tierreich

Tierreich

 (3)
Erschienen am 19.08.2010
GrasArt

GrasArt

 (2)
Erschienen am 21.09.2016
Küstenbären

Küstenbären

 (1)
Erschienen am 14.04.2014
Logbuch Polarstern

Logbuch Polarstern

 (1)
Erschienen am 15.08.2005
Nomaden des Windes

Nomaden des Windes

 (1)
Erschienen am 27.02.2008
Tatort Natur

Tatort Natur

 (1)
Erschienen am 08.02.2011
Im Moos ist was los!

Im Moos ist was los!

 (0)
Erschienen am 17.06.2009

Neue Rezensionen zu Ingo Arndt

Neu
R_Mantheys avatar

Rezension zu "GrasArt" von Ingo Arndt

"Gräser sind echte Überlebenskünstler"
R_Mantheyvor einem Jahr

Auf die Idee, ins "Grasland" zu reisen, muss man erst einmal kommen. Dann aber eröffnen sich ganz neue Horizonte, denn unter diesen Oberbegriff fallen weite Gebiete unseres Planeten. Ingo Arndt arbeitete an diesem Band als Fotograf. Und er war offensichtlich auch der Reisende, während die lehrreichen Texte von Prof. Dr. Jürgen Tautz stammen, der allerdings ungerechtfertigt nur etwas eingerückt als Co-Autor erwähnt wird. Das „Grasland“ unterteilt dieser Band in gemäßigtes (Pampa, Prärie und Steppe), tropisches (Savanne), feuchtes (Everglades) und besonderes Grasland (Bambuswälder und Schilfgebiete). 


Natürliches Grasland, lernt man aus dem Text, bedeckt etwa 35 Prozent der Landoberfläche unseres Planeten, was in etwa der Fläche von Wäldern entspricht. Natürlich kommt auch dieses Buch nicht ohne einen erhobenen Zeigefinger aus. Grasland, so liest man, lässt sich leicht in Ackerland umpflügen und verschwindet auf diese Weise. Bleibt es aber erhalten, dann lässt es sich leicht als Weideland für die ungebremste Fleischproduktion nutzen, wie der Textautor schreibt. Wir sollen nun bedenken, wie sich unser Verhalten auf das Grasland auswirkt, dann "wäre mit diesem Fotobildband viel gewonnen". Wenn wir das Grasland erhalten wollen, essen wir also besser weder Fleisch noch Produkte aus dem Ackerbau, die aus diesen Gebieten stammen, soll das wohl übersetzt heißen.  


Abgesehen von solchen eher etwas diffusen Botschaften, bietet dieses Buch wirklich viele Informationen und Impressionen aus den von Ingo Arndt bereisten Landschaften oder Ökosystemen. Die Fotografien sind zum größten Teil beeindruckend. Gerade weil sehr viele völlig unterschiedliche Gebiete unter dem Thema Grasland zusammengeführt werden können, ist ein recht außergewöhnlicher und vielfältiger Text-Bild-Band entstanden, dessen Schwerpunkt mehr auf der Informations- und Bildungsseite liegt als in bloßer Landschafts- und Tierfotografie. Mit der Fokussierung auf die verschiedensten Gräser besitzt das Buch ein sehr gut umgesetztes Alleinstellungsmerkmal. 

Kommentieren0
5
Teilen
W

Rezension zu "GrasArt" von Ingo Arndt

In seiner fotografischen Dichte auch ein großes Kunstwerk
WinfriedStanzickvor 2 Jahren



Ingo Arndt ist eine der international bekanntesten und besten Naturfotografen und hat für seine Arbeiten, für die er oft sehr lange zusammen mit seiner Frau überall auf der Welt unterwegs ist, schon sehr viele renommierte Preise erhalten.

In seinem neuen, hier bei Knesebeck vorliegenden prächtigen und repräsentativen Bildband widmet er sich dem Gras als einem eigenen Ökosystem und der Tierwelt, die sich von diesem Gras ernährt. Kaum jemand weiß, dass das Gras neben dem Wald und dem Meer zu den drei bedeutendsten System auf der Erde gehört.

Viele dieser Graslandschaften sind überall auf der Welt bedroht und mit ihnen der Lebensraum für viele Tierarten und -populationen. Und so ist auch dieses Buch von Ingo Arndt wieder einmal nicht nur eine Freude für alle Naturfreunde, sondern auch eine fotografische Mahnung, diese wunderbaren Schätze der Erde zu bewahren, wie schon seine früheren Werke.

Der Band, an dem auch seine Frau Silke Arndt mitgearbeitet hat (sie ist als Grafikdesignerin für die gelungene Gestaltung des Buches verantwortlich) ist eine Koproduktion von GEO Deutschland und dem Knesebeck Verlag und beinhaktet eine absolut gelungene Mischung zwischen faszinierenden Naturaufnahmen, wo es Arndt auf seine ganz besondere Weise immer wieder gelingt, die Atmosphäre der jeweiligen Landschaft einzufangen und Studioaufnahmen ganz bestimmter einzelnen Gräser.

In seiner Mischung und Aussage ist der Band nicht nur ein Genuss für alle Naturfreunde, sondern in seiner fotografischen Dichte auch ein großes Kunstwerk.


Kommentieren0
10
Teilen
R_Mantheys avatar

Rezension zu "Tierreich" von Ingo Arndt

Die Faszination der Masse
R_Mantheyvor 3 Jahren

Die Bilder in diesem Band sind nichts für Leute mit Platzangst oder Insektenphobien. In unserem Alltagsleben entdecken wir vielleicht einmal einen großen Ameisenhaufen und staunen über das scheinbare Chaos, das sich unseren Augen bietet. Oder wir sehen im Herbst große Vogelschwärme und wundern uns über ihre sich ständig in hohem Tempo verändernden Formen. In beiden Fällen beobachten wir dabei das wunderbare Phänomen der Selbstorganisation in riesigen Strukturen, die ohne Hierarchien funktionieren. Ingo Arndt hat in seinem Bildband zahlreiche solcher tierreichen Massenansammlungen fotografiert. Diese faszinierenden Aufnahmen vermitteln uns einen Eindruck von Welten, die uns normalerweise verschlossen sind. Die Bilder werden anschließend sehr kurz in den entsprechenden biologischen Zusammenhang gebracht.

Die beiden Autoren (neben Arndt ist Claus-Peter Lieckfeld für die Texte verantwortlich) haben ihr Werk in fünf Teile gegliedert. Im ersten Kapitel geht es um das eigenartige Phänomen, dass sich viele Tierarten jeweils an bestimmten Orten zu bestimmten Zeiten treffen, um sich massenweise zu paaren. Wir können hier Robben, Krebse, Schmetterlinge, Spinnen, Mücken, bestimmte Seevögel oder Pinguine bei ihren Treffen bestaunen. Jedem Kapitel ist ein etwas längerer einführender Text vorangestellt, der zusätzlich, aber auch nur sehr kurz, auf das entsprechende Verhalten der Tiere eingeht.

Im nächsten Kapitel lernen wir etwas über Tierwanderungen. Entweder begeben sich diese Tiere zu ihren Brutplätzen, sind auf der Flucht vor dem Winter oder befinden sich auf die Suche nach Nahrung. Nach Karibus in Nordamerika sehen wir dann die berühmten Gnu-Wanderungen in der Serengeti. Es folgen Beispiele von Zugvögeln und riesigen Fischschwärmen. Dieser Abschnitt endet mit Fotos von wandernden Roten Krabben, die sich auf den Klippen der Weihnachtsinseln ausruhen.

Mit der Überwinterung großer Schwärme befasst sich das folgende Kapitel. Gezeigt werden Fledermausgruppen in Höhlen, die unglaubliche Wanderung der berühmten Monarchfalter, die Überwinterungsplätze von Marienkäfern in der Sierra Nevada, der faszinierende Flug der Stare über Rom, der Massenflug von Bergfinken über der Steiermark und riesige Schwärme von Schneegänsen. Leider wird die Organisation solcher Schwärme nicht wirklich im Text erklärt, obwohl das ganz einfach gewesen wäre.

Im vorletzten Kapitel ("Gemeinschaft") geht es noch einmal um den Vorteil der großen Masse. Gezeigt werden Quallen, Wattwürmer, Seeigel, Miesmuscheln, Bisons, Feuerwanzen, Waldameisen und Tragspinner. Das abschließende kurze Kapitel erzählt uns von tierischen Einwanderern in unsere Gefilde. Merkwürdigerweise beginnt dies mit den heimischen Honigbienen. Doch diese wandern zunehmend vom Land in die Städte, weil sie dort scheinbar bessere Lebensbedingungen vorfinden. Tatsächlich eingewandert sind dagegen riesige Weberknechtarten, die 2004 das erste Mal in den Niederlanden beobachtet wurden. Steigende Durchschnittstemperaturen haben dagegen angeblich den Eichenprozessionsspinner aus Südeuropa zu uns kommen lassen. Aus demselben Grund soll die Pazifische Auster ins heimische Wattenmeer eingewandert sein. Da sie bei Feinschmeckern sehr beliebt sind, kommen vielleicht auch andere Gründe in Betracht.

Am Ende des Buches findet der Leser eine Weltkarte, auf der die Aufnahmeorte der einzelnen Fotos markiert sind, und Bemerkungen über die benutzte Technik.

Fazit.
Dieser Bildband zeigt faszinierende Fotos von Massenansammlungen zahlreicher Tierarten. Solche Erscheinungen entziehen sich normalerweise unseren Blicken, und wir können auch nur selten ihren Sinn entschlüsseln. Zu den imposanten Fotos erfährt der Betrachter auch noch in sehr kurzer Form Details zum jeweiligen biologischen Hintergrund.

Kommentieren0
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 13 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks