Ingo Bartsch

 4.6 Sterne bei 10 Bewertungen
Autorenbild von Ingo Bartsch (©Foto: Nikolas Hönig)

Lebenslauf von Ingo Bartsch

Ingo Bartsch ist Schriftsteller, Lesebühnenveteran, Lesebühnenveranstalter und nebenbei angehender Sozialarbeiter. Sein Hang zum Sarkasmus findet sich zum Teil in seiner Prosa wieder. 2019 debütierte er mit "Opakalypse" bei Piper Digital, wo am 1.2.21 auch sein Zweitling "Schunkelgate - Schlagerkönigin am Abgrund" erscheinen wird. Ingo Bartsch ist 40 Jahre alt und lebt mit seiner Frau und drei Töchtern im Rhein-Main-Gebiet.

Botschaft an meine Leser

Liebe Leserin, lieber Leser,

dass ich euch so anrede, impliziert, dass ihr bereits etwas von mir gelesen habt. Das ist mir eine Ehre! 

Ich freue mich immer über Feedback, bzw. ganz generell über Kontaktaufnahmen. Mich interessiert, wie meine Geschichten "da draußen" ankommen. Lob, Tadel, Verwünschungen, Heiratsanträge, Fragen, Antworten - immer her damit!  Neben Lovelybooks findet ihr mich auch auf instagram und facebook: ingo.bartsch.literatur

Habt eine schöne Zeit, auch wenn sie gerade sehr speziell ist!

Euer Ingo



Alle Bücher von Ingo Bartsch

Cover des Buches Opakalypse (ISBN: 9783492502115)

Opakalypse

 (10)
Erschienen am 02.04.2019
Cover des Buches Schunkelgate - Schlagerkönigin am Abgrund (ISBN: 9783492503334)

Schunkelgate - Schlagerkönigin am Abgrund

 (0)
Erscheint am 01.02.2021
Cover des Buches Membrane - Odin & Moritz (ISBN: 9783980342094)

Membrane - Odin & Moritz

 (0)
Erschienen am 01.01.1996

Neue Rezensionen zu Ingo Bartsch

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B

Rezension zu "Opakalypse" von Ingo Bartsch

lustig, tiefsinnig, brutal, grenzüberschreitend, nachdenklich, liebevoll, warmherzig, gnadenlos, ach, einfach zauberhaft
Buchkupplerinvor 3 Monaten

Chancen auf die große Liebe haben:
- Pflegerinnen und Pfleger
- Personal sämtlicher Pflegeeinrichtungen
- Jeder, der ältere Menschen kennt
- Leser und Leserinnen, die gerne herzhaft lachen wollen, aber auch schrägen Humor mögen und Tiefsinn hinter dem Spaß verstehen.
- eigentlich wirklich jeder😂

Darum geht es:
Julius Wicküler ist Philosophiestudent, Sohn eines reichen Vaters und Kiffer aus Leidenschaft. Er weiß, wie man sein Leben mit Nichtstun möglichst angenehm gestaltet. Plötzlich dreht ihm sein Vater jedoch den Geldhahn zu. Aus Trotz sucht er sich einen Job, den ersten, jedoch leider nicht besten, denn er wird Hilfskraft im Altenheim für eine Zeitarbeitsfirma und damit nimmt die Opakalypse ihren Lauf.

Das Besondere:
Dieser Roman ist wirklich extravagant. Man kann sich schlapplachen, während man gleichzeitig über die beschriebene Situation heulen könnte und ebenfalls zugleich anfängt, über das Leben, die Welt, die Liebe, das Alter und die Menschheit im Allgemeinen nachzudenken. Ich bin absolut schockverliebt in diesen zauberhaften Roman und kann ihn wirklich JEDEM empfehlen. So lustig, tiefsinnig, brutal, grenzüberschreitend, nachdenklich, liebevoll, warmherzig, gnadenlos, ach, einfach zauberhaft. Sicher nicht mein letztes Date mit einem Werk von Ingo Bartsch.

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G

Rezension zu "Opakalypse" von Ingo Bartsch

Eine komisch-tragische Geschichte über das Altern und altern lassen.
Gisela_B_Schmidtvor 3 Monaten

Dieser wundervolle Roman ist fast schon eine Pflichtlektüre, aber auch ein tolles Geburtstagsgeschenk für Pflegerinnen und Pfleger in allen Bereichen sowie von Angehörigen älterer Menschen und Menschen, die selbst einmal alt werden. Sicherlich auch für den einen oder anderen Menschen jenseits der 70, sofern er mit einer guten Portion Humor ausgestattet ist.

Die Darbietung der Geschichte ist wirklich extravagant, obwohl die Grundstory leicht zu verstehen ist:

Julius Wicküler ist Philosophiestudent, Sohn eines reichen Vaters und Kiffer aus Leidenschaft. Er weiß, wie man sein Leben mit Nichtstun möglichst angenehm gestaltet. Plötzlich dreht ihm sein Vater jedoch den Geldhahn zu. Aus Trotz sucht er sich einen Job, den ersten, jedoch leider nicht besten, denn er wird Hilfskraft im Altenheim für eine Zeitarbeitsfirma und damit nimmt die "Opakalypse" ihren Lauf.

Man kann sich schlapplachen, während man gleichzeitig über die beschriebene Situation heulen könnte und ebenfalls zugleich anfängt, über das Leben, die Welt, die Liebe, das Alter und die Menschheit im Allgemeinen nachzudenken. Ich bin absolut schockverliebt in diesen zauberhaften Roman und kann ihn wirklich JEDEM empfehlen. So lustig, tiefsinnig, brutal, grenzüberschreitend, nachdenklich, liebevoll, warmherzig, gnadenlos, ach, einfach zauberhaft. Sicherlich werden sich viele Pflegerinnen und Pfleger in den Figuren und Situationen wiederfinden, denn auch wenn diese natürlich extrem überspitzt dargestellt sind - was ja genau den Reiz der Geschichte darstellt - ahnt man doch als Leser den wahren Kern.

Gerade in Zeiten von Corona ist dieser Roman auch eine Art Ehrerbietung an alle Pflegedienstleistenden. An die Kraft und Zeit, die sie investieren in ein teilweise nicht zu beherrschendes System an Aufgaben. An diejenigen unter ihnen, die es schaffen, trotz Unterbezahlung und unmenschlichen Ansprüchen den Humor und vor allem auch die Liebe zu den alten Menschen nicht zu verlieren, so verschroben sie auch sein mögen. Denn seien wir fair: Ohne ältere Menschen, gäbe es auch keine jüngeren. Vielen Dank an Ingo Bartsch für diesen unvergleichlichen Roman. Bitte mehr davon.

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E

Rezension zu "Opakalypse" von Ingo Bartsch

Alltagswahnsinn im Altenheim
Evelyn_Ziebuhrvor 7 Monaten

Als sein Vater ihm den Geldhahn zudreht, muss Julius Wicküler sehen, dass er einen Job bekommt und so bewirbt er sich bei einer Zeitarbeitsfirma, die ihn in einem Altenheim unterbringt. Nur einen Tag, länger nicht, denkt sich Julius, doch als er sich am zweiten Tag krankschreiben lassen will, hat sein Hausarzt Urlaub und bei der Vertretung stehen sie Schlange. Als dann auch noch seine Freundin Nadja anruft und fragt wo er denn bleibt, macht er sich auf den Heimweg. Also geht er am nächsten Tag wieder ins Altenheim, aber mit der Absicht, sich doch krankschreiben zu lassen. Gesagt getan. Doch zuhause merkt er, dass er sein Handy im Altenheim vergessen hat und als er dort wieder auftaucht bringt er es nicht übers Herz, die Krankmeldung abzugeben. Und so vergeht Tag um Tag, Woche für Woche und Monat für Monat in denen er tagtäglich seine Arbeit dort verrichtet. Von der Pflegedienstleitung für zig Personen eingeteilt, die er schon vor dem Frühstück waschen und anziehen muss, alles in einer gewissen Zeit, die eigentlich viel zu kurz ist. Eines Tages macht er eine Doppelschicht und als er doch früher als geplant nach Hause kommt, erwischt er seine Freundin mit seinem besten Freund inflagranti. Er beschließt, sich fürs erste im Altenheim in einem Zimmer eines kürzlich verstorbenen Bewohners einzuquartieren.

Neben all der ganzen Arbeit entwickelt Jules mit der Zeit einen gewissen Ehrgeiz und steht den pflegebedürftigen Menschen meist mehr oder weniger zur Seite, auch wenn das dem einen oder anderen Pflegepersonal missfällt. Julius hat ein Herz für diese alten Menschen. Er wird gemobbt und fliegt bei der einen Zeitarbeitsfirma raus, fängt bei einer anderen an und ist immer noch im Haus Nikolaus als Pflegehelfer angestellt. Nach etwas mehr als einem Jahr kommt dann der Sinneswandel, er möchte nun doch wieder studieren. Aber bevor er endgültig einen Strich unter das Haus Nikolaus macht, muss er noch etwas aufklären, denn ein Bewohner erzählt ihm, dass nachts Gevatter Tod zu ihm ins Zimmer kommt, da er aber den Kuchen vom Nachmittag noch stehen hat, nimmt sich Gevatter Tod den Kuchen und lässt den Bewohner am Leben.

 

Fazit/Meinung:

Ein sehr tolles Buch, aufschlussreich und wohl auch aus dem Leben gegriffen. So hart es sich auch anhören mag, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass es so oder so ähnlich vorgehen könnte. Leider. Viele Menschen, um die man sich kümmern muss, aber wenig Zeit. Finde ich sehr schade.

Ein Buch, das zugleich auch ein Anreiz sein sollte, ob in dieser Hinsicht nicht irgendetwas grundlegend falsch läuft.

Toller Schreibstil. Die einzelnen Kapitel sind von der Länge her genau richtig.

Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!!

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches LovelyBooks Spezial

Gemeinsam möchten wir wieder Debütautor*innen entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautor*innen schwer sich zwischen Bestsellern und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen  und besondere Buchperlen finden!

Gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken!
Gemeinsam möchten wir wieder Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen! 

Ablauf der Debütautorenaktion:

Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger  Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2019 und 31. Dezember 2019 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.

Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

Begriffsdefinition: ' Debütautor*in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2019 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.

Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2019 lag.

Wichtig: Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.

Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 24. Januar 2020 zu lesen und zu rezensieren. 


Wie kann man mitmachen?

Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen  aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.


Informationen/Regelungen:

  • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
  • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
  • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
  • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
  • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
  • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
  • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
  • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
  • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
  • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!

Ich wünsche ganz viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)

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Sammelbeiträge:

Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

- Leserunde zu "Bernstein" von Sara C. Schaumburg (Bewerbung bis 28. September)

- Leserunde zu "Kalt wie die Angst" von Charlotte Peters (ebook, Bewerbung bis 29. September) 


( HINWEIS: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber an diesem Startbeitrag angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)

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Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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Für Autorinnen & Autoren:

Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?

Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!

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PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.   

527 Beiträge
Cover des Buches Opakalypse

2020 ist das Jahr der Pflegekräfte - den Menschen, die für wenig Geld faltige Hintern reinigen, während Betreiber von privaten Heimen Kasse machen. Genau dieses Thema greift die schwarze Komödie "Opakalypse" auf.

Es werden 15 digitale Exemplare verlost. Eine Rezension (Amazon, Thalia etc.) und eine Erwähnung in Social Media (Instagram mit Markierung des Autors) wären eine feine Sache.

Liebe Lovelybooker,

2016/17 gönnte ich mir ein berufliches Sabbatical als Altenpflegehelfer. Was ich erlebt habe, war so intensiv, dass es mich zu einem Roman inspirierte. Um diesen Roman, der 2019 bei Piper Humorvoll erschienen ist, geht es hier.

2020 wurde als das Jahr der Pflegekräfte ausgerufen. Ich durfte erleben, was es bedeutet, als Pflegekraft zu arbeiten. Man bekommt die gesamte Palette an Eindrücken ungefiltert serviert: von menschlicher Wärme bis sozialer Kälte, von Solidarität bis Mobbing, von Zuversicht bis Verzweiflung, von klinischer Reinheit bis zum Vollkontakt mit allen erdenklichen menschlichen Ausscheidungen.

Was ich zum Teil mitbekommen bzw. erzählt bekommen habe, ist grauenhaft. Aber es ist eben nicht alles grauenhaft im Pflegeberuf. Es gibt viele herzliche Momente, es gibt auch oft was zu lachen. Es ist, was auch mein Roman geworden ist: eine schwarze Komödie. Und ich freue mich auf eure Eindrücke und auf euer Feedback.

Ein Wort zum Schluss noch: Wer in der Altenpflege arbeitet, hat irgendwann Feierabend und schließt bis zum nächsten Dienst mit dem Erlebten ab. Wer gepflegt wird, ist rund um die Uhr mehr oder weniger ausgeliefert, und man braucht gar nicht mal viel Fantasie, um zu erfassen, was das bedeutet - Stichwort Personalmangel, Stichwort Einsparungen, Stichwort Privatisierung der Pflege. Wir (als Gesellschaft) sollten uns überlegen, ob Profit das oberste Ziel einer Pflegeeinrichtung sein darf. Spoileralarm: Ich beantworte diese Frage mit Nein. Und jede/r, der oder die einmal eine verzweifelte, dehydrierte Bettlägrige in ihrem eigenen Kot gesehen und weder Waschlappen noch Handtuch noch Ersatzbettwäsche zur Hand gehabt hat, wird sich mir anschließen.

Amen. 

Achja: Ihr werdet nichtsdestotrotz hoffentlich viel Spaß beim Lesen haben.

Euer
Ingo

100 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Ingo Bartsch wurde am 14. Februar 1980 geboren.

Ingo Bartsch im Netz:

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in 16 Bibliotheken

auf 2 Wunschzettel

von 1 Lesern aktuell gelesen

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