Ingo Bott

 4.2 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Das Recht zu strafen, Die Mondmonologe und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ingo Bott

Ingo BottDas Recht zu strafen
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Das Recht zu strafen
Das Recht zu strafen
 (10)
Erschienen am 11.09.2017
Ingo BottDie Mondmonologe
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Die Mondmonologe
Die Mondmonologe
 (0)
Erschienen am 11.01.2011
Ingo BottIn einem anderen Land
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In einem anderen Land
In einem anderen Land
 (0)
Erschienen am 02.06.2008

Neue Rezensionen zu Ingo Bott

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mrs-luckys avatar

Rezension zu "Das Recht zu strafen" von Ingo Bott

solider Krimi aber nicht mein Fall
mrs-luckyvor 10 Monaten

„Das Recht zu strafen“ von Ingo Bott ist ein spannender und sprachlich gut geschriebener Krimi, der allerdings bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Er wird als Thriller eingeordnet, dafür gibt es meiner Meinung nach aber zu viele Längen und ist die Auflösung zu früh vorhersehbar.

Hauptfiguren des Buchs sind die Berliner Staatsanwältin Anna Sanchez-Amann und der Strafverteidiger Max Faber. Den Klappentext habe ich als etwas irreführend empfunden, die Zusammenarbeit der beiden Juristen nimmt nur einen sehr kleinen Teil ein, und als Figur im Mittelpunkt sehe ich eher Anna Sanchez-Amann.

Ihr erster Fall als leitende Staatsanwältin ist brisant, der sogenannte „Philosophenmörder“ stellt sie und die Polizei vor einige Herausforderungen. Die Taten sind sorgfältig geplant, der Täter hinterlässt keine Spuren und scheint mit den Ermittlern eine Art Spiel zu spielen. Die Taten sind analog zu philosophischen Zitaten inszeniert und die Opfer entsprechend sorgfältig drapiert. Die lähmende Hitze, die zur Zeit der Morde über der Stadt liegt, setzt das Ermitteln zusätzlich zu und dämpft ihre Energie, so dass sie kaum Fortschritte zu verzeichnen haben.

In der ersten Hälfte des Buches überwiegen Wiederholungen und leere Worthülsen, die vielen Sprünge in den Handlungssträngen und Zeitschienen verwirren eher, als dass sie zum Spannungsaufbau beitragen. Die Idee hinter dem Buch und die Verknüpfung mit Philosophie ist interessant und gut umgesetzt.

Ich hatte mit dem Buch in erster Linie Probleme, weil ich mit den Hauptfiguren nicht warm werden konnte. Sowohl Anna Sanchez-Amann als auch Max Faber sind mir als Persönlichkeiten sehr unsympathisch und zu oberflächlich, so dass ich auch mit keinem von ihnen mitfühlen konnte, als sie in brenzliche Situationen geraten sind.  


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Xanakas avatar

Rezension zu "Das Recht zu strafen" von Ingo Bott

Genialer Krimi
Xanakavor 10 Monaten

Dieses Buch beeindruckt schon vor allem deshalb, weil es anders ist als alle anderen Krimis.

Da ist zum Einen die junge, ehrgeizige Staatsanwältin Anna Sanchez-Amann, die einen Serientäter der in Berlin mordet, unbedingt zur Strecke bringen will. Dieser Serientäter sticht vor allem dadurch hervor, dass er seine Opfer mit einem Zitat großer Philosophen ausstattet und entsprechend drapiert.

Auf der anderen Seite ist Max Faber, Strafverteidiger, der sich von unten nach oben gearbeitet hat und jetzt fast Staranwalt zu nennen ist. Er beeindruckt vor allem durch ein extremes Selbstbewusstsein, ist medialer Aufmerksamkeit niemals abgeneigt und übernimmt ohne zu Zögern den Fall des Philosophenmörders. Damit wird er automatisch zum Gegenspieler von Anna der Staatsanwältin, an der er jedoch auch privat interessiert ist. Als die beiden sich näherkommen, was natürlich von der Presse beobachtet wird, geht das natürlich nach hinten los. Plötzlich steht er negativ im medialen Interesse und dann verschwindet Anna plötzlich.

Dieser Krimi hat es in sich und ist genial geschrieben. Auffallend ist der geschliffene und brillante Schreibstil. Das lässt sich gut lesen und ist spannend bis zum Ende. Anfänglich hatte ich einige Schwierigkeiten mit den fast abrupten Perspektivwechseln, aber wenn man erst einmal tief im Buch angekommen ist, stören diese nicht mehr. Interessant waren auch die Ausflüge ins Strafrecht, auch für nicht Juristen gut verständlich erklärt und durchaus schlüssig in die Handlung eingebaut.

Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente vier Lesesterne.

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Cora19s avatar

Rezension zu "Das Recht zu strafen" von Ingo Bott

Äußerst gelungenes Debüt
Cora19vor 10 Monaten

Thriller Das Recht zu strafen von Ingo Bott erschienen am 08.09.2017 im Grafit Verlag,
E-book 317 Seiten

Man merkt sofort, dass der Autor vom Fach ist. In keinem der bisher von mir gelesenen Krimis und Thriller wurden die Ermittlungsarbeiten von Polizei und Staatsanwaltschaft so detailliert und außergewöhnlich geschildert wie hier. Ingo Bott spricht eine direkte und ungeschönte Sprache. Durch diesen eigenwilligen Erzählstil und die kurzen Kapitel kommt der Leser schnell in die Geschichte und ist vom ersten Moment an gefesselt. Lediglich die abrupten Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sind zeitweise ein wenig anstrengend, tun der Spannung jedoch keinen Abbruch. Der Plot ist mit einem stetigen Spannungsaufbau gut aufgebaut und mündet in einem kurzen und knackigen Finale.

Ingo Bott hat bei den Ermittlern extrem kantige Charaktere geschaffen, die wie aus dem Leben gegriffen erscheinen. Auch der eitle Strafverteidiger Faber und die schöne Latina-Staatsanwältin Sánchez-Amann hadern teilweise mit sich und ihren Entscheidungen.

Fazit: Thriller Fans werden von Ingo Botts Debüt mit Sicherheit begeistert sein. Aufgrund des Spannungsbogens fällt es einem schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Im letzten Drittel ist das Knistern zum Greifen nah und man vergisst vor lauter Mitfiebern alles um sich herum. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Mein herzlicher Dank geht an Netgalley und den Grafit Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars. 

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