1968 in Deutschland

von Ingo Juchler 
4,0 Sterne bei1 Bewertungen
1968 in Deutschland
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Inhaltsangabe zu "1968 in Deutschland"

Dieses Buch nimmt den Leser mit zu den zentralen Schauplätzen der Studentenrevolte im Deutschland der Sechzigerjahre – von der ersten Anti-Vietnamkriegs-Demo 1966 über die Erschießung Benno Ohnesorgs und die Demonstrationen vor der Frankfurter Paulskirche bis hin zur Befreiung des späteren RAF-Terroristen Andreas Baader im Mai 1970. Neben den Zentren der westdeutschen Revolte wie West-Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, München, Marburg, Bonn und Hannover stehen hier erstmals auch Protestaktionen in Ost-Berlin und Leipzig im Fokus.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783898091503
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:128 Seiten
Verlag:bebra verlag
Erscheinungsdatum:28.06.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Matzbachs avatar
    Matzbachvor 2 Monaten
    Kurze Einführung anhand der "Schauplätze der Revolte"

    Das kleine Büchlein (128 Seiten), das ich in meinem Bundesland über die Zentrale für politische Bildung bezogen habe, liefert eine knappe Übersicht über zentrale Orte des Jahre 1968. Nach einer knappen Einführung werden 36 davon vorgestellt, am Ende stehen zwei Interviews mit damals Agierenden, eines mit Toni Krahl, dem späteren Sänger der Gruppe City, und eines mit Knut Nevermann, damals ASTA-Vorsitzender der FU Berlin. Bereits diese beiden Befragten machen deutlich, dass es Ingo Juchler auch um die eher weniger bekannte Geschichte des Aufbegehrens auch in der ehemaligen DDR geht, was dann auch einige der ausgewählten Schauplätze verdeutlichen. Dort war es vor allem die Empörung über die Beendigung des Prager Frühlings, die vereinzelte junge Menschen zu Aktionen trieb.

    Was die Entwicklungen in der Bundesrepublik betrifft, so kann das Buch aufgrund seiner Kürze das Phänomen 1968 allenfalls in groben Zügen nachzeichnen, in diesem Sinne ist es eher ein Appetithäppchen, das Lust auf die Hauptspeise macht.

    Für mich persönlich interessant ist auch die Tatsache, dass einer der Schauplätze in meiner alten Studentenstadt Marburg lag. Die "Rote Uni", als die sie in den 70ern und 80ern galt, war damals eher ein Nebenschauplatz, da die dortige Linke (Deppe, Füllberth und Kühnl) sich erst firmierte und eher traditionelle Politikmuster verfolgte, der Aktivismus und das Subversive der beginnenden Revolte fand anderswo statt. Interessant ist aber die Beschreibung des 30.4.1968 in Marburg. An diesem Tag fand erstmals der Gegenauflauf gegen das traditionelle 1. Mai Ansingen der Burschenschaften vor dem Rathaus statt. Zu meiner Zeit in Marburg war das eine Pflichtveranstaltung für jeden jungen Linken. Bewaffnet mit Trillerpfeifen und andern Lärmquellen wurde das Burschenschaftsritual massiv gestört. Heute soll es, so habe ich mir sagen lassen, wieder weitgehend ungestört verlaufen. Die Zeiten ändern sich , aber nicht unbedingt zum besseren.


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