Die köstlichen Pasta- bzw. Gemüse-Schichtauflauf Rezepte des am 07.11.2025 im Christian Verlag erschienenen Buches mit der ISBN: 978-3-98951-016-6 hat die Falstaff-Redakteurin und Journalistin, Marketing-Expertin, leidenschaftliche Hobbyköchin und Genießerin Ilse Fischer, die in Salzburg lebt, in ganz Europa zusammengetragen. Auf 256 Seiten mit vielen Abbildungen (Fotografie hauptsächlich Ingolf Hatz) stehen 53 einfache bis durchaus aufwendige Rezepte.
Was versprechen der Verlag bzw. die Autorin?
Lasagne ist das traditionelle aber auch ultimative Comfort Food, das überall sofort mit Italien (Region Emilia-Romagna) verbunden wird, oder mit Comic-Kater Garfield ;o). Aber für Lasagne – also Nudelplatten mit Ragù (Fleischsauce) und Béchamelsauce geschichtet und mit Käse überbacken– gibt es nicht das „wirkliche, einzige, echte Rezept“ schlechthin. Je nach der Region in Italien wird es anders interpretiert, jede Mamma und Oma, Köchin und Koch in einem einfachen oder 3 Sterne- Restaurant haben ihre eigenen besonderen Rezepte mit unterschiedlichen Prozeduren. Und beleuchtet man die unterschiedlichen Küchen Europas, lernt man eine Vielfalt an Aufläufen, die in Schichten zubereitet werden, kennen: „Moussaka (Griechenland), Baeckeoffe (Elsass Frankreich), Vincisgrassi (Region Marken Italien), Timballo bzw. Timbale (Italien/ Frankreich), Hachis Parmentier (Frankreich), Pastitsio (Griechenland/ Zypern und Italien), Supetta (Aostatal Italien), Croziflette bzw. Tartiflette (Frankreich), Parmigiana (Süditalien), Baklava (Griechenland/ Türkei), etc.
Die Autorin spricht von „Superstars“ „mit vielfältigen Zutaten“, die „in jedem Fall Lust machen, sie auf der Stelle auszuprobieren.“ Der Untertitel des Buches heißt ganz bewusst „Das Glück in Schichten.“ Und der Verlag verspricht dazu „die besten Rezepte aus ganz Europa“.
Aufbau des Buches
Das Buch beginnt mit einem Inhaltsverzeichnis, das jeweils die Namen der Köchinnen und Köche und die Seitenzahl nennt. Die Einleitung geht auf die Geschichte der Lasagne, die bis zum Römer Apicius im 4. Jahrhundert zurückgeht und dem englischen Gericht „Loseyns“ aus dem Mittelalter ähnelt, ein. Die „Verwandten“ der Lasagne (s.o.) aus ganz Europa werden ebenfalls beschrieben und es wird im „Zweimal Küchenglossar“ auf die in italienischen Rezepten typische Abkürzung „q.b./Q.B.“, die übersetzt „so viel wie nötig“ bedeutet und auf den Hartkäse „Kefalotyri“ eingegangen, der alternativ mit Pecorino aber nicht mit Parmesan ersetzt werden kann.
Dann beginnt der Rezeptteil auf Seite 34. Zwischen den Rezepten stehen immer ein paar Gedanken von den prominenten Köchinnen und Köchen über das Restaurant und die Herkunft und Geschichte des jeweiligen Schicht-Auflaufes. Zum Ende des Buches folgen 5 Seiten mit Werbung, der Dank, das Rezeptverzeichnis und Informationen über die Autorin, den Fotografen, Bilder der Rezepturheber und das Impressum.
Die Rezepte sind folgendermaßen aufgebaut: ein einseitiges wunderschönes und appetitanregendes Foto und ein bis zwei Seiten Text verteilt auf zwei Spalten. Dieser beginnt mit dem Urheber des Rezeptes und der Wirkungsstätte, darunter steht der Name des Rezeptes und ein paar kurze Informationen über z.B. die Zutaten, die Geschichte oder Gedanken zu dem Rezept.
In der linken schmalen Spalte stehen die Zutaten mit der Angabe, für wie viele Personen das Gericht gedacht ist, aufgelistet und daneben in der breiten rechten Spalte die Zubereitung in verständlich beschriebenen Arbeitsschritten. In einigen Rezepten wird die Pasta frisch hergestellt.
An wen richtet sich das Buch?
An die breite Zielgruppe von Kochbegeisterten, die eine Leidenschaft für deftige, herzhafte, geschichtete Auflaufgerichte haben und gerne in größerer Runde gemeinsam dann das Essen genießen. (Ein paar geschichtete süße Desserts gibt es aber auch im Buch, z.B. Baklava-Gerichte.)
Die klassischen Aufläufe sind im Buch genauso vertreten wie moderne, neu interpretierte Rezepte – und können von Anfängern und Hobbyköchen gleichermaßen gut bewältigt werden … ein paar Rezepte der „Sterneköche sind aber komplexer und herausfordernder“ wie dann auch die Beschaffung der genauen Zutaten …
Was hat mir besonders gefallen?
Lasagne samt Nudelplatten habe ich schon öfter selbergemacht, der Zeitaufwand ist mir also nicht fremd. Da meine Familie gerne herzhafte Aufläufe mag, finde ich das Schichtprinzip, dass allen Rezepten in diesem Buch gemein ist, sehr reizvoll. Die vielfältigen Zutaten der regionalen Variationen bringen einen immer auf neue abwechslungsreiche Ideen, das Thema wird nie langweilig. Man kann sich sein eigenes Lieblings-Wohlfühl-Essen zusammenstellen, dann liegt das Glück tatsächlich im Schichten. Saisonale und regionale Zutaten kann man entsprechend leicht berücksichtigen. Und diese Schichtaufläufe lassen sich sehr gut vorbereiten. Lasagne und Moussaka kennt man ja normalerweise, doch die weniger bekannten Auflauf-Arten, die im Buch mitaufgenommen wurden, finde ich ebenfalls sehr reizvoll.
Fazit:
Dieses Buch ist mit seiner schönen Food-Fotografie und seinen 53 „verführerischen Varianten“ von „Lasagne, Moussaka und Co.“ eine äußerst abwechslungsreiche gelungene Rezeptsammlung aus ganz Europa für bewusste Genießer aus Leidenschaft – für das „Glück in Schichten“ stehen gerne 5*.










