Ingrid Ganß Der König

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Inhaltsangabe zu „Der König“ von Ingrid Ganß

Sollte man eine Geschichte, die zu Ende ist, weitererzählen?, fragt Andreas. Wenn sie zu Ende ist, ist sie zu Ende, findet Jakob. Und wer will auch schon hören, wenn dann alles ganz anders verläuft, als die Zuhörer sich das gewünscht hätten? Aber Andreas lässt nicht locker: Das Leben geht ja auch immer weiter, oder?§§Und so geht auch die Geschichte von Jakob und Elisabeth weiter, die sich im ersten Teil "Der Spielmann" gefunden und wieder verloren hatten. Jakob zerreibt sich als König von Reupen zwischen seinen Überzeugungen und den politischen Notwendigkeiten, während Elisabeth sich zu ihrer Cousine Eleonore geflüchtet hat, fest entschlossen, den Rest ihres Lebens als alleinstehendes Fräulein zu verbringen.§§Doch dann steht eines Morgens ein völlig unerwarteter Besucher vor Elisabeth und erschüttert nachhaltig die Ruhe ihres Refugiums und zwingt sie zum Handeln.

Hab ihn gerade bestellt den zweiten Teil. Ich freu mich so, ihn zu lesen. WIll unbedingt wissen wie es weitergeht.

— SteffiStolprig
SteffiStolprig

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  • Rezension zu "Der König" von Ingrid Ganß

    Der König
    MIRA

    MIRA

    21. October 2011 um 09:12

    Haarsträubend, unerwartet, absolut richtig Lange ließ Ingrid Ganß alle jene Leser warten, die sich zusammen mit Elisabeth und Jakob auf das Abenteuer des Spielmanns begeben haben, mit Ihnen geatmet, geweint und gelacht haben; immer wieder ließen wohl die besonders Passionierten unter Ihnen von neuem den Sternenhimmel der Ballnacht auferstehen, haben den Straßenstaub der aufstrebenden Handelsstädte gerochen, das frische Gras unter den nackten Füßen Lises gespürt ... genauso wie sie mit der Prinzessin von Messelstein am Ende des Buches König Philipp den Rücken gekehrt und mit jedem Meter auf dem Wagen Barbels einen Schritt auf Jakob zugegangen sind ... Ingrid Ganß hat dem Leser mit dem offenen Ende des Auftaktromans "Der Spielmann" bewusst viel Raum für die eigene Phantasie gelassen und dazu eingeladen, das Abenteuer selbst weiterzudenken. Umso überraschender ist deshalb der Einstieg des Fortsetzungsromans. Einige Jahre sind nämlich bereits ins Land gezogen, seit Lises heimlichen Aufbruch aus Reupen, doch hat sich das Paar entgegen aller Erwartungen nicht gefunden. Stattdessen leben die beiden in gänzlich unterschiedlichen Welten und haben sich scheinbar verloren. Einfühlsam beschriebt Ingrid Ganß Lises Versuch, sich mit einem anderen Leben ohne Jakob abzufinden, mit einem ruhigen Leben, umgeben von Büchern und der Natur. Wie schwer es ihr fällt und welche inneren Kämpfe sie fechtet, wie verzweifelt und unglücklich Elisabeth in Wahrheit ist, erfährt der Leser durch plötzlich eintretende Erinnerungen, glückliche Momentaufnahmen aus einem anderen Leben, die Lise zwar unterdrücken, nicht aber gänzlich ausschalten kann. Als Andreas unerwartet in ihr Leben tritt, öffnet sich dieses Ventil gleich einem Wasserfall, das Vergangene wird erhellt und Gegenwart und Zukunft erscheinen in einem anderen Licht. In Ingrid Ganß` Roman "Der König" ist Innehalten und Staunen vorprogrammiert: Die Geschichte verlässt ihren sicheren Weg, alles scheint verdreht und verkehrt. Der Freund wird zum Liebsten, die Vertraute zum Feind, die Königin zur Magd, die Sicherheit zum Gefängnis, Träume zu Schäumen ... Grandios spielt Ingrid Ganß - wie auch schon in ihrem ersten Roman - mit dem Grundmotiv der Doppelgesichtigkeit und zeigt auf, wie Entscheidungen das Leben beeinflussen. Und so stehen auch Jakob und Elisabeth am Ende des Romans wiederum vor der Entscheidung König oder Spielmann. Ingrid Ganß bleibt sich in Ihrem neuen Roman der König treu. Auch diesmal taucht der Leser unweigerlich ein in das Abenteuer, hört das Rascheln der Röcke, riecht den Duft frisch gebackenen Brotes und spürt, wie sich Lises Puls vor Aufregung beschleunigt, als sie die Treppe zum Ballsaal hinauf schreitet. Und wie im Vorgängerroman auch, lädt die Autorin am Ende dazu ein, sich von der Phantasie beflügeln zu lassen und das Abenteuer um Jacob, Elisabeth und Andreas weiterzudenken. Für mich ein absoluter Geheimtipp!

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  • Rezension zu "Der König" von Ingrid Ganß

    Der König
    Mme O.

    Mme O.

    30. June 2011 um 12:13

    Selten ist es mir so schwer gefallen eine Rezension zu schreiben wie hier. "Der König" von Ingrid Ganß. Fast 10 Jahre nach ihrem Wahnsinns-Debüt "Der Spielmann", hatte ich eigentlich mit gar keinem Buch der Autorin mehr gerechnet, erst recht nicht, mit einer Fortsetzung des Spielmanns. Und die Begeisterung darüber, sowie die Vorfreude auf das Buch, waren riesengroß. Folglich auch meine Erwartungen. ...auch wenn ich mir schon gedacht hatte, dass eine Fortsetzung dem Spielmann nicht das Wasser würde reichen können. Und nun? Ich habe den König gelesen und muss meine unwillkürliche Enttäuschung versuchen in Worte zu fassen. Elisabeth. Damals, nach dem dem ersten Band, erschien es mir sehr nachvollziehbar, dass Elisabeth erst mal ohne Jakob ihrer Wege gegangen ist. Und ich war nun besonders neugierig was sie in der Zeit erlebt hat. Aber nur sehr langsam trudeln Informationen darüber ein, was in den immerhin einigen Jährchen geschah. Sie lebt schon länger bei ihrer an Konventionen gebundenen, prüden Cousine Eleonore: Bücher, Handarbeiten, Wohltätigkeiten... in keuscher und wohl ausgestatteter Askese zurückgezogen, unglücklich, zaudernd und frustriert, fristet Elisabeth ein liebloses Dasein. Als Ablenkung dient allein ab und an der Besuch der alten Freundinnen. Dann wird französisch parliert und es ennuierte mich manchmal, deren Gesprächen zu lauschen. (Par Dieu! - diese Dämchen am Hofe...) Andreas taucht auf und will ihr den sturen Kopf gerade rücken, damit sie nicht vollends vertrocknen solle. Bei Jakob ist er mit dem Appell schon gescheitert. Als Elisabeth dann mit Andreas im Heu landet, ändert sich die Motivation. Dann lässt sie plötzlich doch ihre Bücher zurück, ihre Kräuterbeete, ihre Schreibfeder und begibt sich doch noch nach Reupen um Jakob zu finden, welcher, wie wir ja mittlerweile wissen, der König von Reupen, KEIN Spielmann, ist. Den Spielmann findet sie auch nicht mehr... Philipp (alias Jakob) hat den Zwängen seines Regierungsjobs, sein freies Spielmannsleben geopfert, hat die Laute abgelegt, dafür Verantwortung geschultert. Jakob ist und bleibt verschwunden und Elisabeth wird das Liebchen Philipps des Königs. Sonst nichts. Da wären wir schon auf Seite 300bla. Oh je.. kam nach der zähen Anfangshürde durch Elisabeths Begegnung mit Andreas ENDLICH die Geschichte in Schwung, stagniert sie leider 100 Seiten später schon wieder. Elisabeth verharrt, als des Königs heimliche Bettgefährtin, sehr lange in der Durchgangs-Bauernkate. Zu lange. Unschlüssig, ziellos, dümpelt das Geschehen, entsprechend der Perspektivlosigkeit der handelnden Personen, vor sich hin. Der Sog, das Mitreißende fehlte mir und ich wünschte mir die ganze Zeit das irgendjemand Philipp, oder der Geschichte, oder gar Elisabeth endlich mal kräftig in den Hintern tritt!! Der Tritt blieb aus, folglich auch die Inspiration. N'est-ce pas? Der Schwachpunkt am König ist zweifelsohne die Geschichte. Das Korsett des Erstlings war das Märchen vom König Drosselbart. (DER war spannend, absolut unvorhersehbar in seiner Vorhersehbarkeit, sehr, sehr ausdetailliert und lebendig.) Nun, hier muss man sich die ersten 200 Seiten regelrecht durchbeißen. Man kann weder nachvollziehen was Elisabeth resignieren ließ, noch was den König eigentlich abhält. Man erfährt von einem Treffen im Dorf seiner Großeltern, aber man bleibt als Leser einfach etwas zulange irritiert und unverständig. Man kann es Ingrid Ganß aber nicht unbedingt vorwerfen, denn selbst mit Zuhilfenahme aller meiner Phantasie hätte ich keine Geschichte entspinnen können, die den Faden wirklich ergiebig und schlüssig dort weiterspinnt, wo der erste Band aufgehört hat. Auch hier muss ich aber nachdrücklich die Sprache von Ingrid Ganß loben! Ihre Schreibe ist noch dieselbe, sie findet viele schöne Bilder und nimmt sich sehr viel Zeit für Kleinigkeiten, Dialoge, Momente. Alles blüht. Und das ist wichtig, denn es bewahrt den König davor, ein schnöder einfältiger Ableger à la "Die Wanderhure" zu sein. Barbel, Margarethe, Felizitas, der Hofmaler, Elias, Martin, der junge hübsche Fant. Ich hatte diese Leute mit samt Klamotten deutlich vor mir, mit allen Details und vielfältigen Charaktereigenschaften. Je suis entzückt, vraiment. Dann, als das Buch von der Erzählstruktur her, wieder Fahrt gewinnt hält es erneut inne und man ist aber zumindest froh, langsam ansatzweise zu begreifen was Jakob/Philipp eigentlich vom Leben abhält. Was im ersten Band das Herausbilden der Persönlichkeit, Erwachsenwerden und Erwachen der Sinnlichkeit war, ist hier unverblümt und fast frivol. Egal ob der Stallbursche, der eigene Cousin, oder der Müllersbursch Andreas, alle erwecken den sexuellen Appetit der Heldin. ;-) Alors, der Liebesreigen, der sich hier entspinnt, und die erotischen Anziehungen, fand ich eigentlich sogar recht erfrischend. Jeder ist, so erschien es mir, irgendwann mal von jedem erotisch angezogen. König, Magd, Vagant, Küchenhilfe, Stallburschen, königlicher Hofmaler und jüdischer Finanzier nicht ausgeschlossen. Manchmal wurde es mir aber echt auch zuviel... Kaum zu glauben die Sexualität steht im eigentlichen Zentrum des Buches. Im Spielmann war es die persönliche Entwicklung bzw. Emanzipation und hier... Jedem sind aufgrund seiner Stellung die Hände gebunden. Dann der stets drohende Pranger für das unkeusche Weib, oder die Ehebrecherin, bzw, deren Bedrohung durch eine uneheliche Schwangerschaft: DIE Katastrophe für eine Frau in dieser Zeit. Allerdings ist das Spannungsfeld zwischen ehrbarer Frau und Hure irgendwann mal ausgereizt. Oh, pardon, lach das ist KEIN erotischer Roman. Ich meine damit eher welche Stellung, oder große Bedeutung die Sexualität hier für den jeweiligen Lebensentwurf der handelnden Personen bedeutet. War "Der Spielmann" schon schwer in ein Genre einzuordnen (Märchen, historischer Roman UND Romanze), so fällt mir das hier noch schwerer. "Der König" ist überhaupt kein Märchen mehr, er ist noch viel weniger als sein Vorgänger ein historischer Roman, obwohl er hierfür Gelegenheit gehabt hätte. Bleibt die Romanze. Das ist er auch nicht wirklich... Daran krankt der König. Finalement: Das feine Zusammenwirken menschlicher Charaktere und Gefühle, machen das Buch alles andere als oberflächlich. Ingrid Ganß hat einen fein geknüpften, farbenfrohen, reupischen Teppich vor uns ausgebreitet. Man hat die Menschen bildlich vor sich. Plastisch und unverblümt ehrlich. Eine Stärke von Frau Ganß. Eine formidable Erzählerin. Aber die Story will und will einfach nicht in die Puschen kommen! Ich für meinen Teil, bin deshalb nicht sehr content mit dem Buch. Hingegen erscheint mir, wenn ich die Kritiken hier lese, andere scheinen eher glücklich damit gewesen zu sein. Immerhin.

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  • Rezension zu "Der König" von Ingrid Ganß

    Der König
    Solitude

    Solitude

    28. June 2010 um 23:12

    Ich fand das Buch leider recht enttäuschend. Das dauernde Beziehungschaos der Protagonistin ist etwas ermüdend und die Handlung rutscht teilweise sehr ins Triviale ab. In der Geschichte geht es immer wieder auch um das Thema Unabhäniggkeit und Selbstbestimmung der Frau. Das ist zwar löblich, aber vor dem historischen Hintergrund leider einfach etwas unrealistisch. Das plötzlich so einfach erscheinende Ende habe ich als konstruiert empfunden. Ich schließe mich daher meiner Vorrednerin an, es hätte vermutlich doch besser beim ersten Band bleiben sollen.

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  • Rezension zu "Der König" von Ingrid Ganß

    Der König
    Jilyna

    Jilyna

    06. June 2010 um 16:49

    Im Vergleich zum ersten Band "Der Spielmann" leider sehr enttäuschend. Die vielen Wiederholungen und immergleichen Konflikte erschöpfen sich leider recht bald. Natürlich gibt es ein paar spannende Wendungen und auch die Umschreibungen sind teilweise wunderbar poetisch - insgesamt musste ich mich aber eher durch den Roman quälen. Manchmal ist es eben doch besser, wenn man eine abgeschlossene Geschichte nicht weitererzählt.

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