Ingrid Lazarus

Lebenslauf von Ingrid Lazarus

Geboren am 25.4.1939 in München. Kindheit und Jugend in München, große Vorliebe für Malen und Modellbauen. Nach dem frühen Tod der Mutter, die Schneiderin war, habe ich nahezu alle meine Kleidungsstücke schon aus finanziellen Gründen selbst entworfen und genäht. Nähmaschine war vorhanden. Theater hatte mich immer fasziniert, bei Schulaufführungen war ich immer dabei, auch als Kulissenmaler und Kostümorganisator. Am liebsten hätte ich gesungen, aber das konnte ich nicht, so dass Bühne und Kostüm meine Möglichkeit war, zumal ich gut zeichnen und malen konnte. Teilstudium Bühnenbild an der Münchner Akademie der Schönen Künste, dann Heirat und aus finanziellen Gründen gut bezahlte Tätigkeit bei IBM Deutschland. Ich habe die IBM auf internationalen Messen vertreten, Maschinen vorgeführt, Personen eingewiesen. Nach Ende des Studiums meines Mannes war ich wieder an der Reihe, mich der Kunst zuzuwenden. Meine Bewerbung an der Bayerischen Staatsoper hatte Erfolg. Ich habe dort 9 Spielzeiten (die ersten zwei unbezahlt) als Assistent der Ausstattung arbeiten können. Ich habe an diesem Hause mein Handwerk und alle Grundlagen für meine spätere Arbeit gelernt. Es galt nicht nur, die Bühnenbilder am Brett zu zeichnen (Computer gab es noch nicht), ich wurde jeweils für mehrere Wochen in alle Werkstätten gesteckt, so dass ich von Schlosserei, Schreinerei, Bildhauerei etc. wenigstens eine Ahnung bekam. Dank der Großzügigkeit der damaligen Leitung war es mir möglich, noch während meiner Tätigkeit an der Oper mein Studium, diesmal an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst „Mozarteum“ in Salzburg, wieder aufzunehmen. 4 Semester lang habe ich an 4 Tagen an der Oper gearbeitet und an 3 Tagen die notwendigen Vorlesungen in Salzburg absolviert. Es war eine äußerst arbeitsreiche Zeit. Diplom für Bühnen- und Kostümbild sowie Theatermalerei in Salzburg mit Auszeichnung. Meine Diplomarbeit war über Carl Orff und sein Werk, im Speziellen „Der Mond“ und „Carmina Burana“, für die ich das Bühnen- und Kostümbild und ein Bühnenhaus entworfen habe. Danke an München und Salzburg. Soweit meine Ausbildungszeit. Nach zwei Jahren Bühnen- und Kostümbildarbeit am Theater Augsburg wagte ich den Schritt in die Selbständigkeit. Im Jahre 1978 Aufnahme meiner Tätigkeit als Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Rosenheim, Fachbereich Innenarchitektur. Meine Vorlesungen waren überschrieben „Geschichte von Bühnenbau und Kostümbild“. Nach Gründung des Aufbaustudienganges „Szenenbild“ durch das Bayerische Kultusministerium Wechsel zur Hochschule für Fernsehen und Film und Berufung zur Professorin 1990. Meine Antrittsvorlesung beleuchtete „Das Kostüm im Kriminalfilm”. Die Unterrichtsfächer waren jetzt erweitert: Bühne und Kostüm wie bisher, darüberhinaus Materialkunde, Zeichnen, Fliegende Bauten und Requisite für Film und Bühne. An der HFF haben sich meine Unterrichtsinhalte hauptsächlich auf Filmarbeit konzentriert. Insgesamt habe ich bis zu meiner Pensionierung im Jahre 2004 mit Freude siebenundzwanzig Jahre lang an der Hochschule unterrichtet. Soweit meine Lehrtätigkeit. Immer lief parallel meine Arbeit für Theater und Film. Meinen ersten Bühnen- und Kostümbildauftrag erhielt ich vom Intendanten des Theaters in Landshut für Strindbergs „Traumspiel“. Er meinte, jeder muss mal anfangen dürfen. 5 Jahre war ich der Szenograf für die „Woche München Kultur“ mit Aufführungen auf den großen Plätzen Münchens, hauptsächlich Orff und Egk. In den vielen Jahren meiner freien Arbeit als Bühnen- und Kostümbildner werden es wohl an die 250 Theater- und Opern-Gesamtausstattungen gewesen sein, also Bühne und Kostüm. Das reicht vom Kindertheater mit Pippi Langstrumpf in den Anfängen bis hin zu Faust 1 und 2 an einem Abend oder Falstaff und Rigoletto in späteren Jahren. Nach langen Jahren erfüllter Theaterarbeit hatte ich ein weiteres Mal Glück und traf einen Menschen, der Vertrauen in mich setzte. So bekam ich 1985, nicht mehr ganz jung, meinen ersten Auftrag beim Bayerischen Fernsehen. Die Sendung „Pleiten, Pech und Pannen“ lief dann 18 Jahre. Schnell folgten Serien un

Quelle: Verlag / vlb

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Cover des Buches Es ist nicht alles Jacke wie Hose (ISBN: 9783000303197)

Es ist nicht alles Jacke wie Hose

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Erschienen am 20.05.2010

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