Ingrid Meyer-Legrand

 4 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Die Kraft der Kriegsenkel, Die Kraft der Kriegsenkel und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ingrid Meyer-Legrand

Ingrid Meyer-Legrand hat Sozialwissenschaften, Geschichte und Sozialarbeit studiert und führt als Systemische Therapeutin, Supervisorin und Coach ihre eigene Praxis in Berlin und Brüssel sowie online. Sie besitzt die European Certification for Psychotherapy (ECP) und ist Heilpraktikerin für Psychotherapie sowie Hypnotherapeutin. Außerdem ist sie Lehrbeauftragte an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit Berlin (EHB). Sie hält seit vielen Jahren Vorträge, Seminare und Workshops zum Thema Kriegsenkel und hat dazu bereits zahlreiche Fachartikel publiziert.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Kriegsenkel: Endlich ankommen! (ISBN: 9783958903456)

Kriegsenkel: Endlich ankommen!

Erscheint am 16.12.2021 als Hardcover bei Europa Verlage.
Cover des Buches Die Kraft der Kriegsenkel (ISBN: 9783958904644)

Die Kraft der Kriegsenkel

 (2)
Neu erschienen am 21.09.2021 als bei Europa Verlage.

Alle Bücher von Ingrid Meyer-Legrand

Cover des Buches Schau nicht hin, schau nur geradeaus (ISBN: 9783860344422)

Schau nicht hin, schau nur geradeaus

 (2)
Erschienen am 24.08.2020
Cover des Buches Die Kraft der Kriegsenkel (ISBN: 9783958904606)

Die Kraft der Kriegsenkel

 (0)
Erscheint am 27.05.2022
Cover des Buches Kriegsenkel: Endlich ankommen! (ISBN: 9783958903456)

Kriegsenkel: Endlich ankommen!

 (0)
Erscheint am 16.12.2021
Cover des Buches Die Kraft der Kriegsenkel (ISBN: 9783958904644)

Die Kraft der Kriegsenkel

 (2)
Erschienen am 21.09.2021

Neue Rezensionen zu Ingrid Meyer-Legrand

Cover des Buches Schau nicht hin, schau nur geradeaus (ISBN: 9783860344422)S

Rezension zu "Schau nicht hin, schau nur geradeaus" von Birgit Kahle

Wunderbares Buch, fesselnd und flüssig!
Sylvia_Everzvor einem Jahr

Wer glaubt zu diesem Thema doch schon genug gelesen zu haben, der irrt. Die Art und Weise wie dieses Buch mit Leichtigkeit an dieses schwere Thema herangeht, hat mich gefesselt und ich habe es nicht mehr aus der Hand legen können. Aus Sicht eines Kindes zu schreiben ist der Autorin wunderbar gelungen, ohne den Leser zu unterfordern. Wir alle sind von den Geschehnissen aus der Vergangenheit berührt, denn es waren und sind unsere Ahnen/Familienmitglieder. Gerade in Zeiten von Corona macht es deutlich, wie albern es ist über etwas zu jammern, wie eine Maske tragen zu müssen oder nicht in den Urlaub fahren zu können. Es hat mich geerdet und ich werde es zu Weihnachten an meine Lieben verschenken - an jung und alt! Liebe Frau Kahle, bitte schreiben sie mehr von solchen Büchern, in denen selbst der Humor nicht vergessen wird! Danke dafür!

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Schau nicht hin, schau nur geradeaus (ISBN: 9783860344422)Sigismunds avatar

Rezension zu "Schau nicht hin, schau nur geradeaus" von Birgit Kahle

Kriegstrauma - Die Vergangenheit prägt unsere Zukunft
Sigismundvor einem Jahr

REZENSION – Sprechen wir von „Flüchtlingen“, denken wir an Zuflucht Suchende aus nordafrikanischen Kriegsgebieten. Kaum jemand denkt heute an die durch Kriegs-, Gewalt- und Fluchterfahrungen traumatisierten Deutschen im Zweiten Weltkrieg. Erst anlässlich des 75. Jahrestages der deutschen Kapitulation nahmen sich Autoren wie Birgit Kahle (60) wieder dieser Vergessenen an. In ihrem biografischen Roman „Schau nicht hin, schau nur geradeaus“ schildert sie eindrucksvoll, authentisch und bewegend das Schicksal ihrer Mutter Gerlinde und ihrer Großmutter Elisabeth zwischen 1944 und 1946.

Jedes Einzelschicksal unterscheidet sich vom anderen. Sicher hat es viele deutsche Flüchtlinge härter getroffen, als Elisabeth und ihre drei Kindern in dem nahe Frankfurt (Oder) auf der Ostseite des Flusses gelegenen Matschdorf, zumal Ehemann Bernhard bald nach Kriegsschluss unverletzt aus britischer Gefangenschaft zurückkehrte und seiner Familie schon 1946 in Schleswig-Holstein eine neue Heimat bieten konnte. „Fast möchte man sich schämen, dass nun der eigene Mann aus dem Krieg zurück ist“, macht sich Elisabeth Vorwürfe angesichts des in den zwei Jahren zuvor um sich herum erlebten Leides.

Doch unabhängig vom jeweils erlittenen Schicksals gilt für alle: Heimat ist prägend und einzigartig, und der Schmerz ihres Verlustes ist für alle gleich. So fühlt sich die fünfjährige Elisabeth im Sommer 1944 im heimatlichen Matschdorf noch „wie in einer Muschel“ und hofft im April 1945 nach der Flucht auf den Hof ihrer Oma Sobbels auf der westlichen Oder-Seite: „Wenn der Krieg aus ist, können wir nach Hause!“ Doch das Vorrücken sowjetischer Truppen zwingt die Familie weiter Richtung Westen. Kaum ist jedoch der Waffenstillstand verkündet, gehen sie wieder zurück auf diesen Hof in Wiesenau, wo die kleine Gerlinde Schreckliches erleben muss. Angehörige und Dorfbewohner sterben durch Hunger, Typhus und Ruhr. Auch die Hoffnung auf eine Rückkehr ins heimatliche Matschdorf ist dahin. Matschdorf heißt jetzt Maczków. So bleibt schließlich nur die Umsiedlung nach Schleswig-Holstein, wo der Vater eine Beamtenstelle als Lehrer bekommen hat. Gerlinde ist sicher: „So schön wie Matschdorf wird es aber niemals sein.“

Birgit Kahle hat die in zahlreichen Gesprächen mit ihrer heute 80-jährigen Mutter gewonnenen Erinnerungssplitter in einer tagebuchartigen Romanbiografie geordnet. Erzählt aus Sicht und in der Sprache der damals erst fünfjährigen Gerlinde, ergänzt durch Berichte von deren Mutter Elisabeth, wirken die Schilderungen authentisch und lebendig. Auffällig ist, wie die Fünfjährige das erlebte Grauen mit kindlichem Unverständnis und gewisser Sorglosigkeit unbewusst und unverarbeitet aufnimmt – Erlebnisse und Erfahrungen, die ihr späteres Leben als Erwachsene prägen werden. Doch Rücksichtnahme und Trost erfahren diese Kriegskinder in den Jahren des Wiederaufbaues und des baldigen Wirtschaftswunders nicht: „Nach dem Krieg sollten die Überlebenden so tun, als wäre nichts geschehen“, kommentiert die Autorin im Epilog. Zerstörung der Kindheit, Sexualisierung durch den Feind, Verlust- und Gewalterfahrungen werden ignoriert.

Wie sich die erlittenen Traumata aus Kriegs-, Gewalt- und Fluchterfahrungen im späteren Leben ihrer Mutter und Großmutter ausgewirkt haben, in deren Verhalten also zu spüren waren, hätte Birgit Kahle noch ausführlicher darstellen können. Doch auch so bleibt „Schau nicht hin, schau nur geradeaus“ ein lesenswerter Bericht zweier Augenzeugen, der auch heutigen Jugendlichen zur Lektüre empfohlen werden sollte, um das Leid von Kriegsflüchtlingen besser nachempfinden zu können.

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 5 Bibliotheken

von 1 Lesern aktuell gelesen

Worüber schreibt Ingrid Meyer-Legrand?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks