Ingrid Noll Über Bord

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Inhaltsangabe zu „Über Bord“ von Ingrid Noll

›Nonnenkloster‹ nennen die Leute das Haus, in dem Amalia, Ellen und Hildegard wohnen. Ein idyllisches Zuhause – bis zu dem Tag, als es klingelt und ein Fremder vor der Tür steht, der behauptet, ein Halbbruder von Ellen zu sein. Man sticht gemeinsam in See, um sich näher kennenzulernen. Über Bord geht dabei so allerlei.

Einfach nur grandios diese Schriftstellerin!!

— Nucki

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  • Kreuzfahrt mit Kanten

    Über Bord

    jenvo82

    08. November 2014 um 08:37

    Wie so oft in Ingrid Nolls Romanen verschmilzt auch hier die mörderische Energie mit einer großen, weitläufigen Familienbande. Es sind die dunklen Familiengeheimnisse und ganz alltägliche Situationen, die aus relativ normalen Menschen unberechenbare Personen machen. Die einsame Ellen lernt ihren vermeintlichen Halbbruder Gerd kennen, erfährt aber mittels DNA-Test wenig später, dass keinerlei Verwandtschaftsverhältnis besteht, beide sind Kuckuckskinder ihrer Eltern. Nun könnte der Weg für einen zweiten Frühling geebnet sein, wären da nicht weitere Störfaktoren in Form einer alkoholsüchtigen Ehefrau, einer neugierigen Tochter und einer jungen Geliebten, von der Ellen noch gar nichts ahnt … Fazit: Ein kurzweiliges Lesevergnügen mit allerhand Irrungen und Wirrungen irgendwo zwischen Familiendrama und Kriminalroman anzusiedeln. Ein Buch der leisen Töne.  

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  • Rezension zu "Über Bord" von Ingrid Noll

    Über Bord

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. January 2013 um 17:56

    Dies ist nicht eines der spannendsten Bücher von Ingrid Noll, aber ich mag ihre Art, Personen zu skizzieren und skurrile Situationen entstehen zu lassen. Es ist kein typischer Krimi, wohl eher ein Roman über enttäuschte Frauen, die sich aber dennoch oder gerade deshalb von der Hoffnung antreiben lassen.

  • Rezension zu "Über Bord" von Ingrid Noll

    Über Bord

    IlonGerMon

    20. January 2013 um 10:44

    Nach sehr langen Jahren und einer Reihe von nicht gelesenen Büchern der Autorin habe ich mir mal wieder Ingrid Noll mit ihrem letzten Roman vorgenommen. Zunächst einmal fällt es mir schwer, dies Buch als Krimi zu lesen und zu erleben. Eher ist es für mich eine etwas skurrile Frauen- und Familiengeschichte, aber auch als diese schwächelt das Buch in meinen Augen. Ellen lebt mit ihrer Mutter Hildegard und ihrer Tochter Amalia in einem „Nonnenkloster“ genannten alten Haus im Odenwald. Ihren Ehemann hat Ellen schon vor Jahren in die Wüste geschickt, da er mit der Tochter ihres Bruder eine Affäre angefangen hatte. In diese vermeintliche Idylle platzt eines Tages der Überraschungsbesuch eines Fremden. Gerd, Architekt aus Frankfurt, steht unangemeldet vor der Tür und stellt sich Ellen als ihr Halbbruder vor. So recht glauben mag Ellen dies nicht, bespricht sich aber mit ihrem ebenfalls in Frankfurt lebenden Bruder. Dieser stattet dem Fremden einen Besuch ab – und für die Geschwister ergibt sich eine erstaunliche Wendung. Bei einem Familientreffen schließlich offenbart Hildegard die Geheimnisse um ihren damaligen „arrangierten““ Seitensprung und der neue Bruder wird im Kreise der Familie akzeptiert. Zumal ein Gentest schon bald belegt, dass die verwandtschaftlichen Beziehungen den Tatsachen entsprechen. Aber merkwürdigerweise zu allen Geschwistern, nur nicht zu Ellen. Schon bald darauf erhalten Ellen und Hildegard von diesem neuen Familienmitglied die Einladung, ihn und seine Frau auf einer Luxuskreuzfahrt zu begleiten. Gerds Kinder haben abgesagt, die sind Plätze bezahlt und so kurzfristig nicht mehr zu stornieren. Hildegard will auf keinen Fall eine Seereise durchleben und so muss Tochter Amalia als Begleitung mit an Bord. Nicht erst jetzt an Bord verspürt Ellen eine heimliche Zuneigung zu Gerd und gibt sich den Tagträumen einer neuen Beziehung hin. Aber – da ist Ortrud, Gerds dem Alkohol frönende Ehefrau, die sich mit der neuen Verwandtschaft so gar nicht anfreunden mag. Während dieser Reise nimmt das Geschehen eine fast dramatische Wendung und die Frage steht im Raum, haben hier Ellen oder Gerd oder vielleicht doch das Schicksal die Hand im Spiel. Ellen macht zudem eine wenig erfreuliche Entdeckung, die ihr die Augen öffnet und sie zum Handeln auffordert. Und Handlungsoptionen gibt es für Ellen nicht nur eine. Zugegeben, es gibt eine Leiche im Verlaufe der Geschichte, aber macht dies allein einen Krimi aus? Ich finde Nein, zumal der Geschichte auch die dafür notwendige Spannung fehlt. Zwar sind einige Wendungen und Finessen nicht sofort vorauszusehen, aber insgesamt bin ich in meiner Erwartungshaltung ein wenig enttäuscht. „Über Bord“ ist ein netter und gut zu lesender Unterhaltungsroman, der aber nicht an die ersten Romane der Autorin heranreicht und keinesfalls eine ähnliche Raffinesse der Personen und Handlungsabläufe entfaltet.

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  • Rezension zu "Über Bord" von Ingrid Noll

    Über Bord

    R-E-R

    28. December 2012 um 16:25

    “Nonnenkloster” nennen die Mörlenbacher die Villa. Drei Generationen von Tunkel Damen leben unter dem baufälligen Dach des einstmals herrschaftlichen Hauses. Großmutter Hildegard, alt und verwittert wie das Haus dass Gatte Rudolf ihr hinterlassen hat. Tochter Ellen, die nach einer schmutzigen Scheidung wieder im Elternhaus lebt und Enkelin Amalia, die aus Kostengründen noch immer Unterschlupf bei Mutter und Großmutter sucht, bis sie einen solventen Mann fürs Leben gefunden hat. Als eines Tages der gutaussehende Architekt Gerd Dornfeld vor der Haustür steht und behauptet ein unehelicher Sohn des verstorbenen Großvaters zu sein, ist nur Amalia bereit dem Fremden Glauben zu schenken. Ein heimlicher Gentest verschafft zwar Klarheit, bringt aber, neben dem Familienneuzugang, ein paar weitere unangenehme Geheimnisse ans Licht. Hildegard und Ellen haben aus unterschiedlichen Gründen einen Groll auf Männer. Hildegard, deren Alter sie “vor Torheit schützt”, hat mit ihrem Rudolf so einiges erlebt, was sie der Männerwelt abschwören ließ. Ellen, vom Ex-Ehemann betrogen, fühlt sich dagegen noch zu jung um alleine zu bleiben. Allerdings haben ihre bisherigen katastrophalen Erfahrungen dazu gebracht, Männer nur noch als Studienobjekte zu betrachten. So staunt man doch, als sie sich Hals über Kopf in den neuen “Bruder” verliebt. Als dieser sie und ihre Tochter zu einer Luxuskreuzfahrt einlädt, fasst sie das als Liebesbeweis auf. Die Ehefrau Ortrud, eine nörgelnde Alkoholikerin, ist daher nicht nur während der Reise lästig sondern steht auch dem geplanten Lebensglück im Weg. Bei Ingrid Noll werden solche Hindernisse gerne mit einem Mord aus dem Weg geräumt. So auch hier. Allerdings lässt die Kaltblütigkeit einen diesmal nach Luft schnappen. Ingrid Noll präsentiert sich in ihrem neuesten Werk “Über Bord” wie immer bitterböse aber mit weniger Humor als sonst. Im Unterschied zu den bisherigen Romanen, bietet der Mord keinen Ausweg aus der Liebes- bzw. Lebenskrise der Protagonistin. Und so bleibt man als Leser etwas ratlos zurück, wenn die unbarmherzige Heldin, sich am Ende als “edle Mörderin” betitelt. Für mich ein enttäuschender neuer Noll Roman, auf dessen Lektüre man gut verzichten kann. Keine der Figuren hat das Potential sich dem Leser als Sympathieträger anzuempfehlen. Darüber hinaus fehlte mir die warmherzige Grundnote, die dem bitteren Inhalt (wie sonst bei Noll üblich) die Schärfe nimmt. Da halfen auch die romantischen Beschreibungen von Hildegards blühendem Garten und den idyllischen Schauplätzen entlang der Kreuzfahrtroute nichts.

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  • Rezension zu "Über Bord" von Ingrid Noll

    Über Bord

    detlef_knut

    02. November 2012 um 19:51

    Zunächst zum Inhalt dieses kleinen Büchleins: Ellen lebt in einer renovierungsbedürftigen Villa im Odenwald zusammen mit ihrer Mutter und einer ihrer beiden Töchter. Sie ist geschieden, hat eine wenig herausfordernde Stelle im Einwohnermeldeamt und sie hat Geldsorgen. Die Villa ist in der Gegend als das „Nonnenhaus“ bekannt, weil keine der Bewohnerinnen, abgesehen von der 24 Jahre jungen Tochter Amalia, Wert auf Männerbekanntschaften legt. Rosig sieht Ellen ihre Zukunft nicht gerade. Da taucht plötzlich ein gut aussehender Mann auf. Ellen und Amalia sind erschüttert, als er ihnen offenbart, Ellens Halbbruder zu sein. Damit Oma Hildegard nicht der Schlag trifft, denn diese Tatsache würde bedeuten, dass deren Mann, also der bereits verstorbene Opa, etwas mit einer anderen Frau gehabt hatte, verschweigen sie ihr zunächst das Auftauchen des Fremden mit seiner Behauptung. Ellen verweigert sich rigoros einem DNA-Test, doch deren Tochter Amalia schickt dem neuen Onkel eine Speichelprobe in der festen Überzeugung, ihn nach dem Test ein für alle Mal los zu sein, weil sich seine Behauptung als unhaltbar erweist. Derweil erzählt Ellen den vier Geschwistern von dem neuen Halbbruder. Der älteste Bruder Matthias sucht den Fremden auf. Als beide zufällig vor einer Spiegeltür stehen, bleibt ihnen ihre Ähnlichkeit nicht verborgen. Matthias lässt sich von den Fotos und Schriftstücken überzeugen, dass der Fremde sein Halbbruder ist. Er willigt sofort in einen DNA-Test ein. Doch das Ergebnis aller drei Proben ist erschreckend. Das Chaos nimmt seinen Lauf … Wortgewandt, gespickt mit vielen Bildern, erzählt Ingrid Noll eine Geschichte, die sich in einer x-beliebigen Familie so abspielen könnte. Der Leser taucht ab in das etwas chaotisch wirkende Leben der Tunkels, die nach außen den Anschein einer ehrbaren Familie erwecken. Doch bald wird klar, dass vieles in der Familie tabu war und nie an- geschweige denn ausgesprochen wurde. Lange muss der Leser allerdings warten, bis aus der Geschichte ein Krimi wird. Es wird dann auch kein Krimi im klassischen Sinne, nach dem üblichem Strickmuster „Ermittler jagt den Täter“. Der hier geschilderte Kriminalfall wirkt viel subtiler und überrascht am Ende umso mehr. Mit viel Spaß blättert man von einer Seite zur nächsten und genießt zusammen mit den Figuren eine Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer. Ein sehr unterhaltsamer Roman, humorvoll und spannend, der die verschlungenen Wege im Leben und in den Lieben einer im Hier und Heute angekommenen Unternehmerfamilie aufzeigt. © Detlef Knut, Düsseldorf 2012

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  • Rezension zu "Über Bord" von Ingrid Noll

    Über Bord

    JuliaB

    23. October 2012 um 15:38

    Ellen ist deprimiert. Seit ihrer Scheidung lebt sie allein mit ihrer Tochter und ihrer Mutter in einem mehr oder weniger maroden Haus, von den Nachbarn spöttisch das „Nonnenkloster“ genannt. Das Geld, das sie in ihrem langweiligen Job als Verwaltungsangestellte verdient, reicht kaum für die nötigen Reparaturen, für Freizeit oder Vermögen bleibt kaum was übrig. Da taucht plötzlich ein gutaussehender Fremder auf und behauptet, ihr Halbbruder Gerd zu sein. Ellen ist zwar nicht begeistert, aber Gentests belegen eine Verwandtschaft (und decken nebenbei weitere Familiengeheimnisse auf). Als Gerd dann aber Ellen und ihre Tochter als Entschädigung für das turbulente Familientreffen auf eine Kreuzfahrt einlädt, sagt sie nicht nein... Irgendwie bin ich ziemlich entsetzt. Was hat sich die Autorin bei diesem Roman nur gedacht? Bisher habe ich nahezu jedes Buch von Ingrid Noll verschlungen und hatte jeweils großen Spaß am typischen schwarzen Humor, an den abgründigen Figuren und wahnwitzigen Wendungen ihrer Geschichten. Hier allerdings passiert – nichts. Die Figuren sind platt, die Dialoge hölzern und die vielen guten Ansätze zu spannenden Episoden versanden alle kläglich. Das „Familiengeheimnis“ in der ersten Hälfte ist eigentlich keines, denn schon bei der ersten Erwähnung ist die Sachlage zumindest für den Leser klar, und der obligate Todesfall (welche Überraschung bei diesem Titel) passiert fast nebenbei und bleibt bis zum Ende unverständlich. Das Buch ist schlicht langweilig. Es bleibt nur zu hoffen, dass Ingrid Noll beim nächsten Buch wieder zu ihrer früheren Form zurückfindet. Und nein, ich spare mir jetzt den platten Witz mit dem Buchtitel ;-)

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  • Rezension zu "Über Bord" von Ingrid Noll

    Über Bord

    frauendielesen

    05. October 2012 um 20:59

    So geht es mir bei Ingrid Noll fast immer: der Inhalt hört sich toll an und dann sind es eigentlich immer wieder die alten Weibergeschichten, und außerdem sehr vorhersehbar.

  • Rezension zu "Über Bord" von Ingrid Noll

    Über Bord

    WinfriedStanzick

    18. September 2012 um 09:26

    „Nonnenkloster“ nennen die Leute im südhessischen Mörlenbach das Haus, in dem drei Generationen unter einem Dach leben. Da ist Hildegard, die alte verwitwete Großmutter, ihre Tochter Ellen, geschieden, und die mit dem von den beiden eher ungeliebten Uwe liierte Tochter Ellens namens Amalia. Sie führen eine typische Frauenwirtschaft und wursteln sich so durch ihr Leben. Eines Tages aber steht ein fremder Mann vor der Tür und stellt sich als der Halbbruder von Ellen vor. Nach langem Hin und Her stellt sich diese Behauptung als wahr heraus. Doch sie bleibt nicht die einzige Unregelmäßigkeit im Stammbaum der Familie. Nun, denkt der Leser nach den ersten Kapiteln, das könnte wieder ein schöner Plot werden und er fragt sich, ob Ingrid Noll wieder einen ihrer verdeckten Morde eingebaut hat. Doch dann wird die Geschichte zunehmend platter. Auch als Ellen und Amalia zusammen mit dem Halbbruder Gerd und dessen alkoholabhängiger Frau Ortrud auf eine von Gerd bezahlte Kreuzfahrt in See stechen, kommt kein Pep auf. Im Gegenteil. Es langweilt immer mehr. Ich habe das Buch eigentlich nur zu Ende gelesen, weil ich wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht. Und auch dieses Ende war mehr als enttäuschend flach und nichtssagend. Ein sehr schwaches Buch einer Autorin, die schon viel bessere Bücher geschrieben hat.

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  • Rezension zu "Über Bord" von Ingrid Noll

    Über Bord

    LestUmZuLeben

    15. September 2012 um 14:18

    Ellen, die weibliche Hauptfigur, wohnt mir ihrer Mutter Hildegard und ihrer Tochter Amalia in einem grossen Haus. Von den anderen Dorfbewohnern wird es als Nonnenkloster bezeichnet, da alle Frauen ohne Mann leben. Als eines Tages ein Fremder auftaucht erfahren Ellen und ihre Geschwister, dass sie noch einen Halbbruder namens Gerd haben. Gerd und seine Frau Ortrud machen gemeinsam eine Kreuzfahrt und da ihre Kinder nicht mitkommen, laden sie Ellen und Amalia ein. Doch Unheil bahnt sich an… Ich muss sagen, ich war sehr enttäuscht von dem Buch. Ich habe letztes Jahr "Ehrenwort" von Ingrid Noll gelesen und das hat mir sehr gut gefallen. Ich fand es recht schwerfällig zu lesen, ausserdem konnte ich mich nie so ganz mit den Charakteren anfreunden. Aber wahrscheinlich gehöre ich eher weniger zum Zielpublikum. Die Hauptpersonen sind im Rentenalter und das hat auf mich ein bisschen befremdend gewirkt.

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  • Rezension zu "Über Bord" von Ingrid Noll

    Über Bord

    Gospelsinger

    25. July 2012 um 22:13

    Seine Freundin Amalia wohnt mit ihrer Mutter Ellen im Haus ihrer Oma Hildegard, deshalb sucht Uwe eine Möglichkeit, sich bei Hildegard, die ihn bisher wegen seines etwas extravaganten Äußeren ablehnt, einzuschmeicheln. Und da hat er auch genau das Richtige gefunden. Einen süßen kleinen Welpen, natürlich ein Weibchen, denn Rüden und andere männliche Wesen sind in diesem Dreigenerationenhaus, von den Nachbarn Nonnenkloster genannt, nicht erwünscht. Daher wird auch der gutaussehende Fremde namens Gerd nicht gerade freundlich von Ellen aufgenommen, als er Kontakt mit der Familie aufnimmt. Er habe herausgefunden, dass er ihr Halbbruder sei, behauptet Gerd. Als ob die Familie nicht schon groß genug ist. Ellen fühlt sich ohnehin zu kurz gekommen, hat sie doch einen langweiligen Job im Einwohnermeldeamt, Geldsorgen und einen furchtbar grauen Alltag. Nach einigen DNA-Tests stellt sich heraus, dass Gerd wirklich ein Sohn von Hildegards Mann ist. Ganz nebenbei haben diese Tests allerdings auch noch andere höchst überraschende und peinliche Ergebnisse, und das für Gerd einberufene Familientreffen ist der Auftakt zu verstörenden Ereignissen. Ellen und Amalia freuen sich dennoch über die Einladung von Gerd und seiner Frau, sie auf eine Mittelmeer-Kreuzfahrt zu begleiten, aber sie ahnen ja auch nicht, was dort auf sie zukommt. Und natürlich, man ahnt es schon, es endet mörderisch. Eine ganz normale Familiengeschichte mit Geheimnissen, Betrug, fremdgehenden Männern, trinkenden Frauen, falschen Freunden, nervigen Verwandten und Konflikten also. Aber wie immer bei Ingrid Noll ist das hervorragend beschrieben, und das macht diese Geschichte zu einer besonderen Familiengeschichte. Noll reichen wenige Worte, um einen Charakter lebendig werden zu lassen und um dezente Hinweise auf die menschlichen Abgründe zu streuen. Dazu bietet auch die Kreuzfahrt einen perfekten Rahmen, denn das Schiff ist von skurrilen, eigenwilligen und extravaganten Charakteren bevölkert, die für eine unterhaltsame Lektüre sorgen. Ingrid Noll hat einmal mehr meisterhaft und mit feiner Ironie hinter die Kulissen der Familienidyllen gesehen und Verbrechen gefunden.

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