Der Hahn ist tot

von Ingrid Noll 
4,0 Sterne bei294 Bewertungen
Der Hahn ist tot
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (219):
engineerwifes avatar

Ein Highlight von Frau Noll, witzig, scharfsinnig, klug und einfach toll!

Kritisch (15):
J

Sehr vorhersehbare Handlung. Charaktere ohne Tiefe. Humor fand ich nicht ansprechend.

Alle 294 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Hahn ist tot"

»Ich verdiene gut, ich halte mich gut. Mit meinen zweiundfünfzig Jahren sehe ich besser aus als in meiner Jugend ...«

Und doch ist Rosemarie Hirte, Versicherungsangestellte, ledig, nicht recht zufrieden mit ihrem Leben. Bis die Liebe sie trifft wie ein Hexenschuß ...
»Ingrid Noll, die nach dem Großziehen dreier Kinder plötzlich diesen flirrend bösen Erstlingsroman schrieb, erzählt mit unbeirrter Geradlinigkeit, immer stramm aus Rosis Sicht, von Mord zu Mord, und alles geht trotzdem gut aus, und man möchte sich vor Lachen über soviel Abstruses wälzen und gleichzeitig was Wärmeres anziehen, weil es einen gründlich friert, so sehr blickt man in die Abgründe der frustrierten weiblichen Seele. Ein köstliches Buch darüber, wie Frauen über Leichen gehen, um den Mann ihrer Träume zu kriegen. Männer, hütet euch, Rosi Hirte steckt in uns allen!« (Elke Heidenreich)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423252010
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.10.2002
Das aktuelle Hörbuch ist bei Steinbach sprechende Bücher erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Leselienchenvor einem Jahr
    Ein Garant für gute Unterhaltung

    Die Ingrid halt - wieder mal ein Volltreffer!

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    L
    Lenz99vor 2 Jahren
    Immer wieder gut

    Habe das Buch nach Jahren wieder gelesen. Gefällt mir immer noch

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    Isy2611s avatar
    Isy2611vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend-amüsante Story, schöner Schmöker für Zwischendurch
    Neues Hobby: Morden

    Wenn eine alte Jungfer das Morden für sich entdeckt, und so einige unliebsame Personen aus dem Weg räumt, ist eine genauso abenteuerliche wie lustige Geschichte garantiert.
    Rosemarie Luise Thyra Hirte ist 52 und frisch verliebt. Nicht nur weiß ihr Angebeteter nichts davon, nein, sie weiß auch kaum etwas über ihn. Klar, dass sie ihn deshalb ausspioniert und manchen Abend in seinem Garten verbringt. Wäre seine Frau nie so unerwartet und völlig wahnsinnig aufgetaucht, wäre alles anders gewesen. So aber mausert sich Rosemarie Luise Thyra Hirte zu einer ausgefuchsten Mörderin.

    Amüsante Geschichte, oft so absurd, dass man sich ein Lächeln kaum verkneifen kann. An Spannung fehlt es auch nicht. Zusammen mit dem flüssigen Schreibstil sorgt das dafür, dass man das Buch am liebsten in einem durchlesen möchte. 
    Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, man sympathisiert sogar trotz Gräueltaten mit der Protagonistin. 
    Leider wirken ein paar wenige Stellen etwas zu konstruiert.

    Netter Roman!

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    moccabohnes avatar
    moccabohnevor 2 Jahren
    Die alte Scheune brennt....

    Rosi Hirte, eine biedere und unauffällige 52 jährige Versicherungsangestellte ohne Ehemann und Kinder, scheint von der großen Liebe nicht gesegnet zu sein.  
    Nach ein paar kurzen gescheiterten Beziehungen in der Vergangenheit hat sie sich als alternde Jungfer abgefunden, auch wenn sie heimlich neidvoll das bunte Leben ihrer Freundin Beate betrachtet.
    Aber, eines schönen Tages passiert es: Rosemarie verliebt sich! Der Auserwählte und Objekt ihre Begierde ist Autor und Lehrer Rainer Witold. Von nun steigert sich Rosemarie, beflügelt durch ihre nie gekannten jugendlichen Glücksgefühle, in eine mordende Eifersucht. Jede Frau ist eine potentielle Nebenbuhlerin in Rosis Augen und jedes Hindernis, jeder Konkurrentin muss schließlich weichen- ob schuldig oder nicht. Nach dem ersten Mord geht der Zweite schon viel leichter und danach ist es sowieso Routine!!!  

    Ingrid Noll ist bekannt für ihren sachlich nüchternen Schreibstil, der aber dennoch sehr detailgetreu und komisch ist. Während des gesamten Buches kommt keine richtige Sympathie für Rosi auf und man ertappt sich bei dem Gedanken, ob es nicht besser wäre, wenn sie endlich enttarnt werden würde. Einzig ein wenig Verständnis kommt für die vielen Morde auf.
    .
     Ich habe mich mal wieder blendend amüsiert!!
    Wer Ihren Stil mag, der sollte auch dieses Buch gelesen haben!!!

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    47
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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wahrer Lesegenuss mit boshaften Sprüchen, schwarzem Humor und einigen Morden aus Liebe!
    Wie angelt man sich einen Mann?

    Den Roman "*Der Hahn ist tot*" schrieb "*Ingrid Noll*" 1993, er erscheint im "*Diogenes Verlag*".
    Ingrid Noll wurde 1935 in Shanghai geboren, studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte und begann Kriminalgeschichten zu schreiben, die zu Bestsellern wurden. 2005 erhielt Ingrid Noll den Friedrich-Glauser-Preis.


    Rosemarie Luise Thyra Hirte ist 52, unverheiratet, ohne Kind und Kegel und ziemlich vereinsamt. Ihre einzige Beziehung war vor 30 Jahren und endete damit, dass ihr Freund eine andere heiratete.
    Als graue Maus arbeitet Rosi bei einer Versicherung. Ihre Bekannte Beate schleppt sie mit zu einem Leseabend und dort sieht sie den Mann ihrer Träume: Rainer Witold Engstern, ein Lehrer und Schriftsteller. Rosi ist hin und weg von diesem Mann. Den muss sie haben und dafür geht sie sogar über Leichen.


    "Hab ein bißchen Erbarmen mit einer alten Jungfer, die vor Liebe brennt!" Zitat Seite 92



    Wie bei Ingrid Noll üblich, ist dieser Roman eine fesselnde Mischung aus der bitteren Lebensansicht einer alten Jungfer und ihrem Wunsch nach spätem Lebensglück und einer Menge schwarzem Humor. Wie sich Rosi über geltendes Recht und Moral, über Leben und Tod hinweg setzt, nur um sich ihren Traummann zu angeln, ist vergnüglich zu lesen. Fast fühlt man sogar eine Art von Sympathie und bekommt Mitleid mit Rosi und entschuldigt ihre üblen Machenschaften. Aber das hat auch mit der locker fröhlichen Erzählweise der Geschichte zu tun. Genüsslich folgt man dem Handlungsverlauf und hat nur die eine Sorge, dass Rosi nicht von der Polizei erwischt wird.
     
    Denn sie hatte nicht viel Freude im Leben und als "die alte Scheune brennt", wie sie es so treffend formuliert, ist es um ihren Verstand geschehen. Sie benimmt sich wie ein junges Ding, ändert ihr Äußeres, intrigiert, stalkt im Garten des Begehrten und schaltet mit drastischen Maßnahmen alle Gegenspielerinnen nacheinander aus.

    Es ist das enthüllende Psychogramm einer Frau, die mit allen Mitteln ihr Glück versuchen will. Am Ende hat sie Glück und Pech zugleich, so viel sei schon einmal verraten. Es ist eine beklemmende Bitterheit, die zeigt, wie sich dieser Kampf letztendlich auswirkt.

     

    Dieses Buch muss man einfach gelesen haben! Ingrid Noll ist eine grandiose Schriftstellerin!

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    J
    JennyDissonvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: All time favourite
    Mein Lieblingskrimi

    Ich liebe den Humor von Ingrid Noll. Manchmal rabenschwarz, aber immer wieder eine Wohltat. Dieses Buch ist und bleibt unangefochten mein Lieblingskrimi.

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    KruemelGizmovor 4 Jahren
    Rezension zu Der Hahn ist tot

    Sie hält sich für eine Benachteiligte, die immer ungerecht behandelt wird und zu kurz kommt.  Mit 52 Jahren trifft Rosemarie Hirte die Liebe wie ein Blitz und diese letzte Chance muss wahrgenommen werden und Hindernisse beiseite geräumt werden. Dabei geht sie auch über Leichen um den Mann ihrer Träume zu erbeuten. 

    Das Buch ist 1991 veröffentlicht worden und erzählt die Geschichte der altjüngferlichen Rosemarie die sich mit über 50 schwer verliebt. Um den Mann ihrer Träume zu bekommen geht sie auch über Leichen. Das Buch hat einen eigenen ironischen Stil der mir gut gefallen hat und dem ganzen ein wenig würze verleiht, denn die Geschichte an sich ist für meinen Geschmack nur ganz nett und plätschert so ein wenig vor sich hin. Die Morde an sich sind nicht wirklich orginell, die versuchte Vertuschung mehr als laienhaft und leider ging mir das Verhalten und die Gedankengänge der Hauptprotagonistin irgendwann einfach nur auf die Nerven. Das Buch hätte im Charaktere von Rosemarie mehr Potential gehabt, blieb aber leider sehr klischeehaft.


    Alles in allem ein netter Krimi für Zwischendurch, den man einfach mal eben weglesen kann.

    Kommentare: 7
    97
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    Marcus_Krugs avatar
    Marcus_Krugvor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Hahn ist tot" von Ingrid Noll

    Man hört ja oft von den Büchern Ingrid Nolls, einige sind sogar verfilmt worden. Das vorliegende auch, aber warum eigentlich?
    Es geht um "Thyra", die genau genommen Rosmarie Hirte heißt, unverheiratet und kinderlos in ihren Fünfzigern einer obsessiven Liebe nachgibt - zu "Witold", der eigentlich Rainer Engstern heißt. Um diese Liebe von Witold zu bekommen, geht Thyra über Leichen. Vier um genau zu sein und macht dabei noch sieben Kinder mutterlos.
    Mir ist leider nicht klar, welchem Genre dieses Buch zugeordnet werden möchte. Eines allerdings ist klar, dass Frau Noll hier versucht alle möglichen Sparten abzudecken: Krimi, Frauenroman, Psychostudie einer Mörderin, scharzer Humor. Aber nichts zündet wirklich. Trotz des Versuches die Hauptfiguren entsprechend zu charakterisieren, bleiben sie doch recht konstruiert und damit unglaubwürdig. Einzig die Nebenfiguren wirken in diesem Ausbund an Unausgegorenheit glaubwürdig und erwecken Empathie. Wohingegen sowohl Witold als auch Thyra zu jedem Zeitpunkt im Buch Prototypen der Unsympathie waren. Thyras Schicksalschlag gegen Ende des Buches erschien mir mehr als angemessen und verschaffte mir eine gewisse Genugtuung. Äußert selten ist es mir passiert, dass mir Protagonisten eines Buches so egal waren oder ich eine Abscheu vor ihnen empfand, wie bei diesen hier.
    Die undefinierbare Genremischung, die unsympathischen Figuren und die nahezu höhepunktfreie Erzählweise machen das Buch nicht empfehlenswert.

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    buchprinzessins avatar
    buchprinzessinvor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Hahn ist tot" von Ingrid Noll

    Taschenbuch: 272 Seiten
    Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 42 (1993)
    Sprache: Deutsch

    _Sie hält sich für eine Benachteiligte, die ungerecht behandelt wird und zu kurz kommt. Mit zweiundfünfzig Jahren trifft sie die Liebe wie ein Hexenschuß. Diese letzte Chance muß wahrgenommen werden, Hindernisse müssen beiseite geräumt werden. Sie entwickelt eine bittere Tatkraft: Rosemarie Hirte, Versicherungsangestellte, geht buchstäblich über Leichen, um den Mann ihrer Träume zu erbeuten._

    Dieser Kriminalroman hat mich begeistert! Ingrid Nolls Humor ist einfach köstlich. Ihr Schreibstil ist ebenfalls genial. Die Versicherungsangestellte Rosemarie Hirte ist ein großartiger Charakter und die von ihr begangenen Morde sind einfach zum Totlachen. Ich kann gar nicht anders, als *5 Sterne* zu vergeben. Lesen! ♥

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    vormis avatar
    vormivor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Hahn ist tot" von Ingrid Noll

    Das ledige, ältere Fräulein Rosemarie erlebt ihren ersten Frühling, als sie in Liebe zu dem Lehrer Witold entflammt. Sie schleicht fortan bei Nacht- und Nebelaktionen um das Haus des Objektes ihrer Begierde, um es zu beobachten. Bei diesen detektivischen Nachforschungen beobachtet Rosi, wie Witold auf seine alkoholkranke Frau schießt. Sie ist aber nicht tot. Ein Grund für Rosi, sich einzumischen und ihrem Angebeteten tatkräftig zur Hand zu gehen. In ihrem Liebeswahn erwartet sie eine konspirative Zusammenarbeit und ein Entgegenkommen ihres Traummannes.

    Bei dieser ersten Leiche bleibt es allerdings nicht. Denn Witold, der sich nicht für Rosi interessiert, ist ein Don Juan und bei Damen jeden Alters heiß begehrt. Rosis Verklärung geht soweit, daß sie die Liebschaften ihres Liebesobjektes für Hindernisse hält, die aus dem Weg geschafft werden müssen. Wie im Rausch, aber dennoch kaltblütig genug, tut sie ihre "Pflicht". Ihre Eifersucht und ihr Liebeswahn befördern immer kriminellere Energien zutage.

    Mir hat es nicht so gut gefallen wie "die Apothekerin".
    Hier war es mir etwas zuviel. Zuviel Leichen, zuviel Komik.
    Dadurch hat mir der letzte Pfiff gefehlt.

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