Ingrid Noll Ehrenwort

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Inhaltsangabe zu „Ehrenwort“ von Ingrid Noll

Drei Generationen unter einem Dach: Student Max, die Buchhändlerin Petra, Ingenieur Harald und Willy Knobel, hochbetagt. Trautes Heim, Glück allein? Zwischen Maxiwindeln und mörderischer Eisenstange spielt diese bitterböse Kriminalkomödie. Ingrid Noll erzählt von einer Familie, die das Altern anpackt – auf unkonventionelle Art.

Typisch Ingrid Noll. Ich habe noch kein Buch gefunden von ihr, dass ich nicht verschlungen hätte.

— Pepitasangria
Pepitasangria

Bitte LESEN !!! Umwerfend , Fabelhaft und unbeschreiblich !!! Große Kunst

— NattiundFrida
NattiundFrida

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  • Witzige Familiengeschichte für Zwischendurch

    Ehrenwort
    janinchens.buecherwelt

    janinchens.buecherwelt

    09. June 2014 um 10:06

    Zum Inhalt: Nach einem Sturz ist der 89-jährige Willi Knobel auf die Hilfe seiner Familie angewiesen. So zieht er kurzerhand und gegen den Willen seines Sohnes bei diesem ein. Während sein Enkel Max sich rührend um ihn kümmert und  alles für seine Genesung tut, geht er Sohn Harald und Schwiegertochter Petra recht bald auf die Nerven. Sie versuchen ihn auf unterschiedlichste Weise und unabhängig voneinander aus dem Weg zu räumen. Nur erweist sich dieses Vorhaben als nicht so einfach wie gedacht. Mehrere ungeahnte Zufälle kommen dem Alten zur Hilfe. Meine Meinung: Meine Zweifel gegenüber Diogenes-Büchern haben sich mit diesem Buch endgültig zerschlagen. Ich habe lange kein so lustiges Buch mehr gelesen. Die Autorin beschreibt dieses kurzweilige Zusammenleben der drei Generationen unter einem Dach wirklich komisch und anschaulich. Das ernste Thema Familienpflege wird mit all seinen meist anstrengenden Aufgaben und Problemen gut beschrieben. 

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  • Umwerfend witzige Generationsgeschichte

    Ehrenwort
    NattiundFrida

    NattiundFrida

    13. November 2013 um 15:50

    Ich muss sagen , durch das doch sehr schlichte Cover und der mir unbekannten Schriftstellerin , war ich anfangs sehr skeptisch . Meine Mutter legte mir jedoch nahe das dieses Buch umwerfend sei und ich es auf jedenfall lesen müsste. Und ich danke Ihr im Nachhinein denn sie hat nicht zu viel versprochen. Es ist ein Familien Krimi. Bei dem zig Leute sterben , aber immer die falschen. Hausfrauen werden zu Mörderinnen. Väter werden zu Kleinen Kriminellen. Ein Student der sein Weg endlich findet. Und dann ist da dieser alte , teilweise demenz kranke Mann, der Zielscheibe jeglicher Mordversuche wird , jedoch durch viel Vanillepudding einfach nicht abkratzen will ( grob gesagt ) . Immer wieder fiebert man mit , immer wieder muss man laut auflachen. Ein wirklich sehr gelungenes Buch. Mit vielen verschieden Charakteren , die einem auf unerklärliche Weise ans Herz wachsen , weil jeder seine kleinen und großen Problemchen hat . Unbedingt LESENSWERT !!!!

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  • Rezension zu "Ehrenwort" von Ingrid Noll

    Ehrenwort
    WildRose

    WildRose

    18. April 2012 um 15:11

    Mir wurde das Buch empfohlen, eigentlich bin ich überhaupt kein Krimi-Fan und habe auch noch nie zuvor ein Buch von Ingrid Noll gelesen. Ich muss sagen, dass ich mir da schon etwas mehr erwartet hätte. Etwas mehr Spannung, etwas mehr Witz, etwas mehr Gefühl. Doch die Story war leider ziemlich flach erzählt und konnte mich daher auch überhaupt nicht vom Hocker reißen. Die Charaktere haben mich nicht sonderlich angesprochen und ich fand auch, dass das Buch für einen Kriminalroman mit Mord usw. einfach nicht fesselnd und aufrüttelnd genug war. Ingrid Nolls Schreibstil sticht für mich jetzt auch nicht so wahnsinnig hervor. Aber wie gesagt, eigentlich lese ich solche Bücher kaum je, es gibt sicherlich andere, denen das Buch super gefällt.

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  • Rezension zu "Ehrenwort" von Ingrid Noll

    Ehrenwort
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    21. December 2011 um 12:55

    Auch in ihrem neuen Roman „Ehrenwort“ zeigt sich die mittlerweile 75 - jährige Schriftstellerin Ingrid Noll als Meisterin des hintergründigen, stellenweise schwarzen Humors. Ihre Bücher, zuletzt „Kuckuckskind“ sind eigen. Sie zählen zum Krimigenre und gehören doch nicht dazu. Zwar wird immer ein mehr oder minder dissidentes Verhalten der Hauptpersonen bis hin zu wirklich strafbaren Handlungen beschrieben, Polizei oder gar die Justiz tauchen aber nur am Rande auf. Ingrid Nolls Bücher spielen in der Mitte der Gesellschaft, bei Menschen, wie wir sie kennen, mit Berufen, wie wir sie auch haben. Sie tasten in die Ebenen unterhalb der sichtbaren Normalität, experimentieren mit dem allzu Menschlichen bis hin zum wirklich Bösen. Ingrid Nolls Bücher wollen einfach nur unterhalten. Sie sind in einer Sprache geschrieben, wie die meisten Menschen sie sprechen, die Dialoge der handelnden Personen sind wie aus dem Alltag geschnitzt. Deshalb kommt man aus dem Schmunzeln nicht heraus, zumal sie mit jedem neuen Buch ihre fantastische Fähigkeit zeigt, Geschichten zu erfinden und sie mit nicht für möglich gehaltenen Handlungen auszustatten. Im neuen Buch geht es um eine Geschichte, in der sie mehrere Themen geschickt miteinander verknüpft hat. Da geht es um Korruption in einer öffentlichen Verwaltung, um die Pflege alter Menschen und das Erben, um die Probleme alter Ehen und die Schwierigkeiten junger Beziehungen. Unter dem Strich wird die Fassade einer normalen Familie durchlöchert in einer bitterbösen Komödie, die mir gut gefallen hat und die ich mit Begeisterung schnell zu Ende gelesen habe. Nachdem der 90-jährige Willy Knobel in seinem Haus in Dossenheim an der Bergstraße gestürzt ist, das er nach dem Tode seiner Frau Ilse alleine bewohnt, wollen sein Sohn Harald, der sein Leben lang unter seinem Vater gelitten hat und seine Ehefrau, die Buchhändlerin Petra, den Alten möglichst schnell in ein Heim schaffen. Sie hoffen beide, dass er bald das Zeitliche segnet und sie so durch den Verlauf des Hauses zu einer großen Erbschaft kommen. Doch der Enkel Max, ein etwas verkrachter Student, der es zum Medizinstudium nicht schaffte, wittert, als er den Großvater nach dem Sturz findet, seine Chance. Da er seit langem wegen einer Sache, die hier nicht verraten wird, erpresst wird, helfen ihm die finanziellen Zuwendungen des Großvaters über vieles hinweg. Wenn er sich noch mehr um ihn kümmert, so sein Kalkül, springt noch mehr für ihn heraus. Er setzt es tatsächlich gegenüber seinen Eltern durch, dass der Großvater in das elterliche Haus in einem Ort an der hessischen Bergstraße aufgenommen wird, und baut die ehe schon gute Beziehung zu seinem Großvater weiter aus. Dem geht es wegen der guten Pflege täglich besser und schon bald wird Harald und Petra klar, dass es mit dem Erben so bald nichts werden wird. Das bringt sie auf abenteuerliche Gedanken, die der Geschichte neben anderen bitterbösen Handlungssträngen ab etwa dem zweiten Drittel einen ungeahnten Drive geben. Als Max mit Jenny, der jungen Pflegerin von Max, eine Beziehung beginnt, spitzt sich die Situation zu und bisher im Dunkeln gehaltene Zusammenhänge tun sich auf. „Ehrenwort“ ist eine leichte Lektüre, spannend und erheiternd zugleich, mit bitterbösem Humor geschrieben und mit einer zwischen den Zeilen immer wieder durchscheinenden Liebe und Achtung vor dem Alter. Ingrid Noll hat ihre eigene Mutter bis zum Alter von 106 selbst gepflegt. Diese wichtige Lebenserfahrung ist an vielen Stellen in ihr Buch eingeflossen.

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  • Rezension zu "Ehrenwort" von Ingrid Noll

    Ehrenwort
    LEXI

    LEXI

    28. November 2011 um 06:29

    Dieses Krimi stellt für eingefleischte Noll-Fans eher eine kleine Enttäuschung dar. Es kommt einfach nicht genug Spannung auf, die Protagonisten bleiben unsympathisch und ich musste das Buch mehrere Male zur Hand nehmen, um es auszulesen.

  • Rezension zu "Ehrenwort" von Ingrid Noll

    Ehrenwort
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. May 2011 um 18:34

    Inhalt: Max ist 20 Jahre alt, eigentlich Student, aber dass nur theoretisch. Tatsächlich pflegt er zu Hause bei seinen Eltern (dort lebt auch er noch) seinen Großvater, der nach einem Sturz ein Pflegefall geworden ist. Seine Mutter und er hatten die Idee, ihn nach dem Krankenhausaufenthalt zu sich nach Hause zu holen. Max Vater war dagegen. Nach einer Zeit auch seine Mutter. Doch der Großvater hat es sich bequem im Nest seiner Kinder gemacht... ** ** ** ** ** ** *** Schreibstil: Schlicht, einfach, hier öfters auch "plump". ** ** ** ** ** ** *** Quintessenz: Gerade nach dem ersten Buch von ihr war das hier eine totale Enttäuschung! Die Geschichte entwickelt sich eigentlich kaum, es spielt sich fast alles zu Hause ab, und immer wieder werden Details des pflegebedürftigen Opas erzählt, die schon erwähnt waren. Somit wird es ziemlich langweilig. Auf einem der Buchrücken-Texte von Nolls Büchern habe ich allerdings etwas allgemein zu Noll passendes gelesen. Sinngemäß: Sie platziert ihre Geschichten zwischen Krimis, Familiengeschichten, Frauenromanen und Alltagsliteratur... ** ** ** ** ** ** ***

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  • Rezension zu "Ehrenwort" von Ingrid Noll

    Ehrenwort
    Schiller-Buchhandlung

    Schiller-Buchhandlung

    28. April 2011 um 18:31

    Nicht nur, weil ich Buchhändlerin bin und Petra heiße, wie eine der Hauptpersonen in diesem Buch, sondern auch, weil ich die Krimis von Ingrid Noll sehr lesenswert finde, habe ich "Ehrenwort" gelesen. Auch hier war, wie erwartet, Lesevergnügen und Spannung garantiert! Der 90-jährige Großvater Willy Knobel kann nach einem Sturz und einem folgenden Krankenhausaufenthalt nicht mehr zurück in seine Wohnung, in der er, seit er verwitwet ist, alleine lebt. Sein Sohn Harald und Schwiegertochter Petra beschließen, ihn zu sich zu nehmen. In der stillen Hoffnung, es ist ja nicht für lange!!!! Ein großer Lichtblick für Willy ist sein Enkel Max. Dieser braucht nach abgebrochenem Studium dringend eine Beschäftigung und geht ganz auf in der Pflege seines Großvaters. Erst einmal kommt er auf die lebensrettende Idee, den schwachen Willy mit Vanillepudding wieder aufzupäppeln. ( Übrigens eine eigene Erfahrung von Ingrid Noll, die ihre Mutter lange zuhause pflegte) Nicht gerade zur Freude von Harald und Petra. Sie beobachten die steigenden Vitalisierung des Großvaters mit sehr gemischten Gefühlen! Zunehmend geht Willy ihnen auf die Nerven, vorallem auch mit seinen lateinischen Sprüchen für alle Lebenslagen! Jetzt wäre diese Geschichte ja keine Geschichte von Ingrid Noll, wenn sich die Situation nicht zuspitzen und verschiedene familiäre Abgründe sich auftun würden: Petra und Harald entwickeln heimlich Mordgedanken, Max veliebt sich in Jenny, die Pflegerin Willys, die auch jede Menge Geheimnisse hat. Ein sehr unterhaltsamer Mix aus Krimi und Familiendrama, voller Boshaftigkeiten und menschlicher Abgründe. Wenn man die Bücher von Ingrid Noll kennt, denkt man sich gleich, daß hier ein Ehrenwort womöglich nicht gehalten wird! Jeder verspricht jedem irgendetwas und hält es dann nicht. Ein Hauch von Erotik bereichert das Ganze noch mit etwas " Würze" Großartiges Lesevergnügen, Ehrenwort! ( Zu diesem Ehrenwort stehe ich!) (BH)

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  • Rezension zu "Ehrenwort" von Ingrid Noll

    Ehrenwort
    Nil

    Nil

    17. April 2011 um 18:32

    Ingrid Noll's "Ehrenwort" ist wieder einmal ein unterhaltsamer Roman, der nicht nur lustig sondern auch mörderisch ist. Nachdem Willy Knobel nach dem Tod seiner Frau jahrelang allein lebte und viele Eigenheiten entwickelt hat, bricht er sich das Bein und wird von seinem Sohn , Harald, widerwillig ins eigene Haus aufgenommen. Der Enkel Max kümmert sich rührend um den Opa, nicht ganz uneigennützig den er muss jede Woche Geld abdrücken...Es geht drunter und drüber, mal kommen Mordpläne auf den Alten unter die Erde zu bringen und ganz andere kommen zum Fallen! Hinzu kommt noch, dass Max sich in eine der Altenpflegerinnen seines Opas verguckt. Eine nette Lektüre über mehrere Generationen einer nicht ganz unschuldigen Familie.

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  • Rezension zu "Ehrenwort" von Ingrid Noll

    Ehrenwort
    Arthanis

    Arthanis

    16. April 2011 um 21:59

    Köstlich trockener Humor - bei Ingrid Noll kann sich eigentlich jeder wiederfinden - und dann bleibt einem oft das Lachen im Hals stecken... ;)
    Aber das Ende ist wie immer... naja, eigentlich ist es gar kein Ende...

  • Rezension zu "Ehrenwort" von Ingrid Noll

    Ehrenwort
    R-E-R

    R-E-R

    22. February 2011 um 12:50

    Ein echt gemeines Lesevergnügen Willi Knobel kommt nach einem Oberschenkelbruch ins Krankenhaus. Zunächst erholt sich der neunzigjährige gut, dann aber verschlechtert sich sein Zustand. Schwiegertochter Petra und Enkel Max beschließen den Sterbenden für die letzten Wochen bei sich aufzunehmen. Nur Harald will seinen verhassten Vater nicht im Haus haben. “Es wird ja nicht mehr lange dauern. Und gegen eine baldige Erbschaft hast du bestimmt nichts einzuwenden.” Mit diesen Worten beendet seine Frau die Diskussion. Durch die liebevolle Pflege seines Enkelsohnes erholt sich der Alte jedoch. Und bald denkt nicht nur Harald darüber nach, wie man den immer rüstiger werdenden Rentner unauffällig loswerden könnte. Ingrid Nolls “Ehrenwort” habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Und mich dabei prächtig amüsiert. Der Roman ist ein Feuerwerk bitterbösen schwarzen Humors. Spritzig und flott formuliert, kurzweilig und in seinen kuriosen Wendungen überraschend. Das er neben der reinen Unterhaltung auch Stoff zum Grübeln bietet, liegt daran dass Noll zu Papier bringt, was andere nicht einmal zu denken wagen. In der Familie Knobel haben alle etwas zu verbergen. Es bleibt nicht ohne Folgen, dass Max von dem Kleinkriminellen Falko erpresst wird, sich in dessen Ex-Freundin Jenny verliebt, welche dann ausgerechnet als Pflegerin die Betreuung des Großvaters übernimmt. Auch Harald kann kaum mit der Wahrheit ans Licht, welcher Zusammenhang wirklich hinter dem Unfalltod der zweiten Pflegekraft Kriemhild und seinem missglücktem Selbstmordversuch besteht. Und Petras Nerven halten dem Druck einen Liebhaber verheimlichen und anonyme Drohanrufe abwehren zu müssen auch nicht stand. Kein Wunder wenn einem im Zustand nervös überreizter Nerven das Eisenrohr “ausrutscht“. Unbeschadet geht aus diesen Verwicklungen einzig der Großvater hervor, der sich ungeachtet des um ihn herum herrschenden Chaos glänzend erholt und mit seinen Marotten die ohnehin geplagten Familienmitglieder zum Wahnsinn treibt. Wie bei Noll gewohnt gibt es wieder eine Menge ungeplante Leichen, die zum Teil höchst kompliziert entsorgt werden müssen. Deren man sich teilweise aber auch sehr bequem und vor allem unerkannt entledigen kann. Trotz ihres makaberen Inhaltes stößt einem die Geschichte nicht vor den Kopf. Der Ausgleich gelingt Noll durch die warmherzige Beschreibung der Beziehung zwischen Großvater und Enkel. Sie zeigt das die Pflege eines alten und kranken Menschen nicht nur Last und Pflicht ist, sondern die Möglichkeit einer engeren Bindung einschließt und Erfüllung bringen kann.

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  • Rezension zu "Ehrenwort" von Ingrid Noll

    Ehrenwort
    abuelita

    abuelita

    10. February 2011 um 18:23

    Drei Generationen unter einem Dach: Student Max, die Buchhändlerin Petra, Ingenieur Harald und Willy Knobel, hochbetagt. Trautes Heim, Glück allein? Zwischen Maxiwindeln und mörderischer Eisenstange spielt diese bitterböse Kriminalkomödie. Ingrid Noll erzählt von einer Familie, die das Altern anpackt auf unkonventionelle Art. Da ich alle bisherigen Bücher von Ingrid Noll kenne, “musste” ich natürlich auch dieses haben - - - und ärgere mich jetzt über das viele Geld, das ich dafür ausgegeben habe. Was früher einmal war “Ingrid Noll schreibt bitterböse sarkastische Krimis mit viel (schwarzem) Humor “ scheint seit einiger Zeit nicht mehr zu gelten . Von Frau Noll bin ich besseren Stil gewohnt. Was soll dieser Roman aussagen? Darüber werde ich wohl noch ein Weile rätseln…. Das Thema an sich ist viel zu ernst, um es so zu verheizen und etwas “Richtiges” ist ohnehin nicht daraus entstanden…… Die doch ziemlich konstruiert wirkenden Nebenhandlungen waren meines Erachtens überflüssig; dafür wurde ich aus Enkel Max nicht ganz schlau - und diese Figur hätte es verdient, zentraler und besser ausgebaut zu werden. Auch der Schluss des Buches wirkte ziemlich abgehackt und “passte” irgendwie nicht richtig. Schade!

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  • Rezension zu "Ehrenwort" von Ingrid Noll

    Ehrenwort
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. November 2010 um 09:28

    Indrid Noll entführt den "willigen "Leser/in in den nicht schwäbischen Teil Baden-Württemberg, genauer gesagt ine beschauliche Dossenheim (bei Heidelberg). Dort lebt Willy, fast 90 Jahre alt, wird von seinem Enkel Max betreut. Dieser hat die Betreunug aber auch nur wegen des Geldes übernommen. Max wird von Falko Müller erpresst und muss jeden Monat 400 € bezahlen. Als ihm eine Flasche Öl runter fällt, putzt er die Sauerei nur oberflächlich weg. Dies führt dazu, dass sein Opa böse stürzt und sich den Oberschenkelhals bricht und operiert werden muss. Im Angesicht des Todes wird er von keinem Pflegeheim aufgenommen und muss zu seinem Sohn und Schwiegertochter ziehen (die den altern Herrn beide nicht pflegen wollen). s muss also ein Pflegedienst engagiert werden, der diese leidliche Aufgaben übernimmt. Harald, Willys Sohn, versucht seinen Vater umzubringen. Was aber gründlich schiefläuft und jemand Unschuldiges stirbt. Petra, die Schwiegertochter, versucht auch den Schwiegervater umzubringen, dabei kommt allerdings der Erpresser des Sohnes zu Schaden. Was Harald nicht weiß ist, dass seine treuherzige Petra in der Mittagspause ihren Geliebten; Jupiter, in ihren Buchladen kommen lässt und dort hemmungslosen Sex hat. Der Sohn bekommt dies raus und erpresst nun seinerseits Petra, Max ist auf die Zuwendung seines Opas angewiesen und päppelt ihn auf. Er ist der Einzige der seinen Opa nicht tot sehen will. Max Schwester spielt im Verlauf des Buches nur eine Nebenrolle, in ihrem alten Zimmer schläft Opa Wills. Max verliebt sich in Jenny, einer der Pflegerinnen aber auch die hat Geheimnisse. Nichts ist wie es scheint. "Ehrenwort" liest sich, auf Grund des kompakten Formats, sehr flüssig. Inhaltlich ist das Buch das Buch eher mau, quasi Fastfood für zwischendurch. Eingeschworene Fans der Autorin dürfte das Buch gefallen. alle anderen können getrost auf das billigere Taschenbuch warten ohne dabei was zu verpassen. das Thema hätte besser umgestzt werden.

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  • Rezension zu "Ehrenwort" von Ingrid Noll

    Ehrenwort
    hproentgen

    hproentgen

    27. October 2010 um 19:30

    Ehrenwort, Krimi, Ingrid Noll Am folgenden Abend schlief der Alte schon, und es bot sich keine Gelegenheit für einen Schlummertrunk. Sonntagabend aber nahm er die Kopfhörer ab, die ihm Max aus dem eigenen Fundus zur Verfügung gestellt hatte, und sah seinen Sohn etwas kläglich an. »Sic transit gloria mundi«, sagte er. »So vergehtdie Herrlichkeit der Welt! Heute ist mir ein bisschen elend zumute.« »Ein Gläschen Cognac, und die Welt sieht wieder besser aus«, meinte Harald und schwenkte das bereits gefüllte Glas.« Nach dem Krankenhaus hat der Vater wohl nicht mehr lange zu leben, sagen die Ärzte. Da kann man ihn ruhig zu Hause aufnehmen, schließlich wird man den Alten auch beerben, findet die Schwiegertochter. Doch dann derappelt sich der Alte unerwartet wieder, Sohn und Schwiegertochter sind entsetzt und genervt und sinnen auf Abhilfe. EIn Sturz? Das müsste sich doch arrangieren lassen? Richtig böse beginnt Ingrid Nolls neuer Roman, zeigt, was alles schieflaufen kann und wie schnell dann mörderische Gedanken sprießen können. Doch leider hält die Autorin das Tempo nicht durch, bald verflacht die Geschichte, verliert Spannung und auch zwei schnell eingeführte Kleinkriminelle können das nicht retten. Schade. Denn Ingrid Noll ist die Meisterin der bösen Geschichten und hat sonst einen scharfen Blick auf menschliche Abgründe und wie diese übertüncht werden. Doch hier gelingt ihr das nur im ersten Teil. Leseprobe: http://www.diogenes.de/leser/katalog/download/9783257067606/leseproben Ehrenwort, Krimi, Ingrid Noll, Diogenes, August 2010 ISBN-13: 978-3257067606, gebunden, 336 Seiten, Euro 21,90

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  • Rezension zu "Ehrenwort" von Ingrid Noll

    Ehrenwort
    Cibo95

    Cibo95

    25. October 2010 um 08:13

    Eine wunderbar erzählte Familiengeschichte mit zwei Toten ... als Krimi würde ich die Geschichte nicht wirklich bezeichnen. Die Familie von Max hat ihre Probleme, besonders mit Opa Willy. Der ist 90, bricht sich bei einem Sturz das Bein und wird zum Pflegefall. Für Enkel Max ist es selbstverständlich, sich um den Opa zu kümmern und am besten geht das im Haus der Eltern. Alles verändert sich, die Eltern können mit der Situation nur schwer umgehen, habe sie doch ihre eigenen ehelichen und außerehelichen Probleme. Max, 21, kümmert sich rührend um seinen Großvater. Allerdings nicht ohne Hintergedanken, er ist in die Erpresserfalle von Falko, einem Kleinkriminellen gefallen und muss monatlich 400 Euro an den Gangster abdrücken. Wenn er nicht pünktlich zahlt, hetzt der ihm "Pitbull" auf den Hals, einen brutalen Schläger. Und so geht er immer wieder an das Ersparte von Willy Knobel. Die Geschichte ist rasant und es passiert ziemlich viel ... die 335 Seiten sin ruck-zuck ausgelesen. Die Lektüre hat mir unheimllich viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die Lesung von Ingrid Noll am 30.10.10 in Braunschweig. Volle Punktzahl für tolle Unterhaltung ... Edit 31.10.10: Die Lesung war super. Eine sehr sympathische Autorin mit Humor ... und mein Exemplar ist jetzt selbstverständlich signiert :-)

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  • Rezension zu "Ehrenwort" von Ingrid Noll

    Ehrenwort
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. October 2010 um 19:19

    Opa ist nach einem Unfall pflegebedürftig. Sohn denkt sich, kann ja so lange nicht mehr dauern und nimmt seinen Vater bei sich auf. Allerdings konnte er nicht ahnen, dass der Enkel seinen appetitlosen Opa mit Vanille-Pudding wieder aufpäppelt. Ingrind Nolls bissiger Humor ist mal wieder grandios.

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