Ingrid Noll Hab und Gier

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Inhaltsangabe zu „Hab und Gier“ von Ingrid Noll

Der kinderlose Witwer Wolfram macht seiner ehemaligen Kollegin Karla ein Angebot: Wenn sie ihn pflegt bis zu seinem Tod, vermacht er ihr sein halbes Erbe, bringt sie ihn wunschgemäß um, sein ganzes, eine Weinheimer Villa inklusive …

Langweilig und keinesfalls eine Spur von Humor.

— frauendielesen

Wirklich gute, realistische Wendungen. Eine Atmosphäre, in die man sich hineinversetzen kann und eine nicht alltägliche Geschichte.

— andy123

Sehr gut!!!!

— Knasi35

Ein teuflischer, rabenschwarz-humoriger Krimi, mit dem Ingrid Noll zu alter Stärke zurückgefunden hat.

— Barbara62

Tolles Buch!

— Daniel_Allertseder

Hab und Gier ist ein sehr schwarzhumoriger Roman, über das Thema Sterbehilfe. Er hat mir sehr gut gefallen.

— Nespavanje

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  • Hab und Gier

    Hab und Gier

    jackdeck

    07. January 2017 um 14:18

    Wolfram Kemperer lädt seine ehemalige Bibliothekskollegin Karla zum Gabelfrühstück. Da er bald sterben wird, hat er einen letzten Wunsch, für den er Karlas Hilfe braucht. Er möchte zu Hause sterben. Wenn Sie ihn bis zum Tod betreut, wird sie die Hälfte seines Vermögens (unter anderem ein grosses Haus) erben, wenn sie ihm gar noch hilft, zum von ihm festgelegten Zeitpunkt auf die von ihm gewünschte Art aus dem Leben zu treten, kriegt sie alles.Überfordert von diesem Ansinnen vertraut sich Karla ihrer Freundin Judith an.Judith verspricht ihre Hilfe und bringt auch gleich noch ihren halbseidenen Freund Cord als Mann fürs Grobe mit. Zu dritt leben sie fortan mit Wolfram unter einem Dach, wobei keiner dem anderen richtig traut. Der Tod lässt nicht lange auf sich warten, allerdings kommt er anders als geplant.Ingrid Noll ist mit Hab und Gier eine rabenschwarze Komödie gelungen, die von der ersten bis zur letzten Seite Lesespass verspricht. Das eigentlich ernsthafte Thema der Sterbehilfe und des würdevollen Todes wird in eine makabere Geschichte verpackt, die durch ihre Figuren lebt. Karla, die biedere Rentnerin, Judith, ihre jüngere Freundin, durchtrieben und geschäftstüchtig sowie Cord, eine Mischung aus gutmütigem Bär und Kleinkriminellem, laden den Leser ein, mit ihnen zusammen zu wohnen, immer im Wissen, dass bald etwas passieren wird, von dem man nur noch nicht genau weiss, was es sein wird.Dieses Buch zeigt Ingrid Noll in Höchstform und besitzt die Qualitäten ihrer frühen Bücher.Herrlich bitterböse und scharfzüngig zeigt sie, wie schnell auch ganz normale, gesetzestreue Menschen ihre Moral über den Haufen werfen können, wenn die Habgier die Oberhand erhält.Intelligent, unterhaltsam und mit einem kräftigen Schuss Sarkasmus geschrieben, macht dieses Buch richtig Spaß.

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  • Drum prüfe, wer sich in seinem Hause niederlässt....

    Hab und Gier

    moccabohne

    13. August 2016 um 13:28

    Die Einladung zum Gabelfrühstück soll das sonst so bescheidene und ruhige Rentnerdasein von Karla für immer verändern. Lange hat Karla nichts von ihrem Ex-Kollegen Wolfram gehört, als dieser sie eines Tages zum Gabelfrühstück in seine Villa einlädt. Sie weiß bis dahin nicht, dass Wolfram todkrank und einsam ist. Der pensionierte Bibliothekar und Witwer hat ein besonderes Anliegen. Er bietet Karla ein Viertel seines Vermögens, wenn sie seine Beerdigung organisiert und sich um die Grabpflege kümmern würde. Sollte Karla darüber hinaus bereit sein, sich um ihn zu kümmern und Wolfram bis zu seinem Tod zu pflegen, winken ihr sogar die Hälfte seines Reichtums. Auch zur Alleinerbin kann sie werden, allerdings zu ganz besonderen Bedingungen....Karla hat sich moralische Unterstützung von ihrer Freundin Judith und deren Ex-Freund Cord geholt. Das habgierige Trio versucht nun mit allen Mitteln an das versprochene Erbe zu gelangen, notfalls werden Störenfriede einfach aus dem Weg geräumt.Wieder ein typischer Ingrid Noll Krimi mit einer gewaltigen Portion schwarzem Humor. Während des Buches entwickelte ich eine gewisse Sympathie für die Protagonistin und konnte ihre Taten durchaus nachvollziehen. Absolut lesenswert!  

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  • Sympathische Mörder, denen der Wohlstand gegönnt sei ...

    Hab und Gier

    Monsignore

    08. March 2016 um 20:01

    Eine schöne kleine Story um Habsucht und Gier, gewürzt mit etwas Mordlust. Geschickt konstruiert, mit Schwung und Witz geschrieben. Gute Unterhaltung. Den Toten weint der Leser keine Träne nach, ebenfalls niemand im Buch. Und die Täter sind meist sympathisch, entwickeln sich letztlich sogar zu guten, kinder- und tierliebenden Menschen. Und wer empfindet kein Glück, wenn er mit müheloser Raffinesse an zwei protzige Villen und Vermögen kommt? Da kann man von ein bisschen würgen, vergiften und fälschen schon mal absehen, nicht so schlimm.

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  • Wo unrecht Gut doch gedeiht...

    Hab und Gier

    Barbara62

    Alles beginnt mit einer Einladung zum Gabelfrühstück: Wolfram, pensionierter Bibliothekar und Witwer, lädt überraschend seine Ex-Kollegin Karla, eine biedere, allein und in bescheidenen Verhältnissen lebende Rentnerin, ein. Erstaunt und etwas misstrauisch, da sie Avancen befürchtet, nimmt Karla an und wird von Wolframs tatsächlichen Absichten völlig überrascht: Der kinderlose, vermögende und todkranke Mann bietet ihr ein Viertel seines Vermögens, wenn sie seine Beerdigung organisiert und sein Grab pflegt und sogar die Hälfte, wenn sie sich bis zu seinem Tod um ihn kümmert. Und dann gibt es auch noch die Möglichkeit, Alleinerbin zu werden - unter für Karla zunächst unglaublichen Bedingungen... Doch es locken eine Weinheimer Villa mit Garten, ein Mietshaus und ein Vermögen in unbekannter Höhe. Wer wäre da nicht zu moralischen Zugeständnissen bereit? Karlas eingeweihte Freundin Judith, die ihrerseits ihren Ex-Freund Cord ins Vertrauen zieht, jedenfalls schon. Und so gewinnt die Handlung schnell an Fahrt, nimmt manch überraschende Wendung und lässt die Pläne des Trios zu Selbstläufern werden. Ein teuflischer, rabenschwarz-humoriger Krimi, mit dem Ingrid Noll zu alter Stärke zurückgefunden hat und wieder einmal beweist, dass jeder zum Mörder werden kann, wenn man ihn nur genug in Versuchung führt.

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    • 3

    gst

    20. February 2016 um 14:33
  • Von schwarzem Humor bis unsittlichen Themen ... dennoch hervorragend!

    Hab und Gier

    Daniel_Allertseder

    16. October 2015 um 20:28

    Meine Meinung Der Diogenes Verlag stand für mich schon immer für Professionalität; Moderne und doch die Schlichtheit guter Romane. Diese Vermutung hatte sich nun endgültig bewehrt: Der Roman von Ingrid Noll, Hab und Gier. Auf Grund des interessanten Klappentextes wählte ich dies Buch für mich aus; bzw. habe es beim Diogenes-Verlag angefragt. Ich freute mich, als es mir genehmigt wurde. Zu Beginn möchte ich kurz sagen, dass Hab und Gier mein erstes Diogenes-Buch war. Die Schlichtheit des Designs der Cover sowie die Titel und Coverbilder sagten mir schon immer: Hier ist Moderne; Schlichtheit und ein guter Roman in Einem vereint. Das wollte ich noch kurz vorweg sagen! Der Verlag zeichnet sich für seine speziellen Designs aus; und das finde ich hervorragend! zum inhalt Das Buch war am Anfang sehr getragen und schön zu lesen. Der Einstieg war verständlich und gut nachzuverfolgen. Karla – ehemalige Bibliothekarin und nun in Rente – wurde zum Gabelfrühstück bei einem ehemaligen Kollegen eingeladen – Wolfram. Dieser schlug ihr einen Deal vor, den sie unmöglich ablehnen konnte; auch, wenn dies gegen jegliche moralische Gesetze verstößt: Testament 1: Karla übernimmt Pflege & Kosten von Wolfram’s Grabstein – sie wird mit einer viertel Million beerbt., Testament 2: Karla bewahrt Wolfram lange genug vor dem Hospiz – und wird mit einer halben Million beerbt., Testament 3: Karla wird die Alleinerbin seines kompletten Vermögens, wenn sie ihn ermordet. Was sollte Karla nun tun? Soll sie sich darauf einlassen? Naja, er hatte eine schöne, große Villa, viel Geld und seine verstorbene Ehefrau Bernadette eine menge Schmuck. Karla zog ihre beste Freundin Judith hinzu. Doch diese war sofort für Testament 3; hackten einen Mordplan aus und tuschelten schon über die Umgestaltung der Villa. Doch dann kam alles anders… allgemein Karla war sehr authentisch beschrieben. Ich weiß nicht warum, aber ich stellte mir immer Donna Leon vor. Judith dagegen wurde mir mit dem Lauf der Handlung sehr unsympathisch und egoistisch. Wie eben der Titel schon sagt – Hab und Gier – so in etwa Was Geld aus einem Menschen macht. Und genau das ist der Knackpunkt der ganzen Geschichte! Das wollte Ingrid Noll damit bezwecken. Es stimmt, das Buch ist überhäuft mit schwarzem Humor und wirklich sehr, sagen wir mal, unsittlichen Dialogen, dennoch hat es was, das es besonders macht. Es war einfach der verständliche Schreibstil und die damit verbundene leichte Verständlichkeit des Plots. Ich war von Anfang an total gespannt, wie das Buch ausging. Denn, die sterben da in diesem Roman ja wie Eintagsfliegen!  Fazit Eindeutig das Lesen wert! Typischer Roman für Ingrid Noll – schwarzer Humor; unsittliche Themen; das Unterscheiden zwischen Hab und Gier – perfektes, kurzweiliges Lesevergnügen! Zum Lachen, mitfiebern und nachdenken! Ich freue mich auf die nächsten Romane dieser Autorin!

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  • Hab und Gier - Ingrid Noll

    Hab und Gier

    Maki7

    07. September 2015 um 11:59

    Karla, frühzeitig pensionierte Bibliothekarin, wird von ihrem ehemaligem Arbeitskollegen Wolfram zu einem Gabelfrühstück eingeladen. Die Einladung kommt überraschend, hat sie doch kein enges Verhältnis zu Wolfram gehabt und auch sonst keinen Kontakt mehr seit sie nicht mehr in der Bibliothek arbeitet. Sie nimmt aber trotzdem an und wird vom Angebot, dass er ihr macht völlig überrumpelt. Der reiche, aber kinderlose und verwitwete Wolfram ist schwer krank und macht Karla das Angebot, wenn sie seine Beerdigung nach seinen Wünschen organisiert, bekommt sie einen Viertel seines Erbes und der Rest geht an ein Hospiz. Die Hälfte bekommt sie, wenn sie ihn bis zum Tod pflegt oder sogar das ganze Erbe, wenn sie ihn zu seinen Bedingungen umbringt. Karla selbst hat weder Familie noch einen Freundeskreis. Die einzige Freundin, die sie hat, ist ihre ehemalige jüngere Arbeitskollegin Judith. Die wiederum bezieht ihren Ex-Freund Cord mit ein, sehr zum Missfallen von Karla. Von Gier getrieben misstrauen sie einander und hintergehen sich gegenseitig.     Die Charaktere waren für mich nicht greifbar. Die Geschichte wird von Karla erzählt und dadurch bleiben alle anderen oberflächlich. Gefühlsmässig war ich sehr neutral, da ich weder Sympa- noch wirklich Antipathie empfinden konnte. Es ist eine solide, durchaus realistische Geschichte, die zwar gut und leicht zu lesen war, mich allerdings nicht vom Hocker gehauen hat.

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  • Sterbehilfe für Anfänger

    Hab und Gier

    Nespavanje

    06. September 2015 um 11:41

    Die 63-jährige, seit drei Jahren pensionierte Bibliotheksangestellte Karla wird von ihrem ehemaligen Kollegen Wolfram Kempner zu einem Gabelfrühstück eingeladen. Der verwitwete Greis ist unheilbar an Krebs erkrankt, möchte jedoch nicht im Hospiz, sondern in der Riesenvilla sterben, die aus dem Familienbesitz seiner Frau stammt. Falls Karla bereit ist ihm aktiv Sterbehilfe zu leisten, soll sie sein Vermögen erben. Allerdings ist sie über diesen Gedanken mehr als entsetzt und berät sich mit ihrer jungen Freundin Judith. Hab und Gier ist mein erstes Buch das ich von Ingrid Noll gelesen habe und es hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen. Die Hauptprotagonistin ist eine pensionierte Bibliothekarin, aus deren Perspektive der Roman erzählt wird und sie befindet sich in einer moralischen Zwickmühle: Sie soll einem ehemaligen Arbeitskollegen Sterbehilfe leisten, wohlwissend, dass sie mit dem vererbten Vermögen das Wolfram ihr in Aussicht stellt, sich eines sehr ruhigen Lebensabend erfreuen könnte. Es ist durch die Thematik und Nolls Stil, eine sehr emotionale und eine sehr raffinierte Erzählung. Fast wie im Plauderton mit der Nachbarin, jongliert sie mit diesen Bausteinen und pointiert an den richtigen Stellen unerwartete Wendungen und gut gesetzte Szenen und Kapitel aufeinander. „Eine perfekte Einstiegsdroge in Nolls Welt, titelte ein Rezensent in „Die Welt“ und ich kann ihm eigentlich nur recht geben. Und um bei mehr oder weniger guten Wortspielen zu bleiben: Ich hab Blut geleckt und will nun mehr von dieser wirklich guten Unterhaltungsliteraturschreibenden Schriftstellerin lesen.

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  • Schwarzer Humor vom allerfeinsten ...

    Hab und Gier

    engineerwife

    21. August 2015 um 12:53

    Oh ja, sie kann’s noch, die alte Dame! Nachdem mir eines ihrer früheren Bücher namens Ladylike so gar nicht gefallen hatte, hatte ich schon befürchtet, dass sie ihren Touch verloren hätte. Weit gefehlt. Mit diesem kleinen Kriminalroman, gespickt mit ordentlich schwarzem Humor, hat sie mal wieder einen Volltreffer gelandet. Immer tiefer verstricken sich die Protagonisten Karla, Judith und Cord in mehr oder weniger kriminelle Machenschaften, aus denen Frau Noll sie immer wieder raus boxt. Wie jedoch der Titel schon verrät, wird auch hier die Gier manchmal übermächtig … die Leichen fangen sich an zu stapeln. Wer geht am Ende als Sieger nach Hause und wird Karla jemals wieder ruhig und traumlos schlafen können? Ein kleiner Pageturner, der es in sich hat – von mir eine Leseempfehlung. 

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  • Das Gabelfrühstück und seine unerwarteten Folgen

    Hab und Gier

    peedee

    Karla Pinter, ehemalige Bibliothekarin, hat sich mit 60 Jahren frühzeitig pensionieren lassen und geniesst nun den Ruhestand. Wolfram Kempner, ein früherer Arbeitskollege, ebenfalls pensioniert, Witwer, vermögend und schwerkrank, schickt Karla eine Einladung zum Gabelfrühstück. Er macht Karla ein Angebot, das ihr künftiges Leben völlig verändern sollte: Wenn Karla seine Beerdigung organisiert und die Grabstätte pflegt, erhält sie ein Viertel seines Erbes. Oder sogar die Hälfte, wenn sie ihn bis zum Tod pflegt. Und sie soll sogar Alleinerbin werden, wenn sie ihn zu seinen Bedingungen umbringt! Wie soll Karla reagieren? Sie bespricht dies mit Judith, einer jüngeren Arbeitskollegin und Freundin, und gemeinsam planen sie die Zukunft. Judith ihrerseits zieht ihren immer-mal-wieder-Freund Cord ins Vertrauen. Wie viel Wert hat sein Anwesen? Wie lange wird Wolfram noch leben? Könnte man sie des Mordes anklagen? Oder müsste man nicht alle drei Optionen schlichtweg ablehnen? Spannung, Todesfälle, Fälschung, Habgier – alles vorhanden! Es ist schockierend, wie sehr die Aussicht auf Vermögen das Denken und Handeln der Protagonisten sofort zu deren Nachteil verändert! Dies war für mich das erste Buch von Ingrid Noll, aber sicher nicht das letzte. Einzig der Schluss ist für mich nicht so ganz stimmig und deshalb vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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    • 2
  • Wenn erst mal der Wohlstand eintritt ...

    Hab und Gier

    SimoneHausladen

    29. July 2014 um 10:05

    ... erkennen sich wohl manche Leute selbst nicht wieder. So wie Karla, die Protagonistin in Ingrid Nolls "Hab und Gier". Ein einsamer, kranker, ehemaliger Kollege nimmt Karla in ihr Testament auf und sie wird schließlich sogar zur Alleinerbin eines nicht unerheblichen Vermögens. Doch Geldsegen ist eben auch immer mit Verpflichtungen und Schwierigkeiten verbunden! Die Menschen um sie herum verändern sich und so auch Karla selbst. Zum Guten? Selber lesen! Das Buch ist unbedingt empfehlenswert und wahnsinnig kurzweilig. Ein schöner, kleiner Krimi.

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  • über Ingrid Nolls "Hab und Gier"

    Hab und Gier

    TheresasBuecherschrank

    28. July 2014 um 15:30

    Die Bibliothekarin hat schon lange vom Rentnersein getrräumt: So viel Zeit zum Lesen haben, wie immer sie möchte und auch sonst keine Verpflichtungen. Mit 60 gibt sie ihren Job in der Stadtbücherei auf. Nur mit wenigen ehemaligen Kollegen hält sie den Kontakt, und umso überraschter ist Karla von eienr Einladung eines Ehemaligen Kollegen. Bei einem "Gabelfrühstück" macht ihr der kinderlose Witwer Wolfram ein Angebot. Da er selbst imemr schwächer wird, und eigentlich schon todkrank ist, sucht er eine Erbin unter folgenden Vorraussetzungen: Wenn Karla sich um seine Beerdigung und die Inschrift auf seinem Grabstein kümmert, erbt sie ein Viertel seines Vermögens. Pflegt sie ihn bis zu seinem Tod, erbt sie sein Halbes. Und bringt sie ihn, wie er sich wünscht, um, dann erbt sie sein gesamtes Vermögen. Aber Karla sucht sich Unetrstützung und ist nicht die einzige, die es auf sein Vermögen abgesehen hat! Karla war mir von Anfang an sympathisch, und im Gegensatz zu den anderen Personen konnte ich sie auch an vielen Stellen verstehen. Wichtig fand ich hier vor allem, dass jeder genannte Name eine tragende Rolle im Verlauf der Handlung gespielt hat, und es so gut wie keine Nebenfiguren gab.  Ingrid Nolls Krimi ist eine Lektüre, bei der dem Leser an einigen Stellen buchstäblich das Herz stehen bleibt. Im Laufe des Buches ist die Handlung immer mehr gewachsen und die Charaktere haben sich in immer mehr Unheil verstrickt. In jedem Kapitel kam eine neue Pointe zum Zuge, die das ganze immer spannender gemacht hat!  Obwohl "Hab und Gier" eine so böse Geschichte ist, scheint sie auf jeder Seite realistisch zu sein. Die Gedanken und Gefühle der Protagonisten kann man gut nachvollziehen. Eine Geschichte, wie sie das Leben schreiben kann. 

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  • Perfekt für eine Zugfahrt

    Hab und Gier

    agent13357

    20. June 2014 um 11:07

    Zugegeben, das war meine Ingrid Noll Premiere. Und die Erfahrung war auch keine negative, aber vom Hocker reissen geht anders. Und liebe Buchhändler, ich werde auch nicht eure Läden stürmen um die Backlist aufzukaufen, sorry. Die Geschichte um den todkranken Wolfram, der Karla ein etwas eher ungewöhnliches Angebot macht ist zwar originell angedacht und gut ausgeführt, wirft aber keine Wellen. Wolfram wird sterben, er hat Krebs. Damit sein Ableben mehr oder weniger nach seinem Wunsch passiert, bietet er der Arbeitskollegin Karla je nach Einsatz eine Beteiligung an seinem Erbe; kümmert sie sich um die Beerdigung und die Grabinschrift, kriegt sie einen Viertel, pflegt sie ihn bis zum Ende, kriegt sie die Hälfte und möchte sie sich alles unter den Nagel reissen, dann soll sie seinem Todeswunsch zu einem von ihm gewählten Zeitpunkt und mit einer von ihm gewählten Methode nachkommen. Karla, erst entrüstet, freundet sich langsam mit dem Gedanken an (oder überkommt sie die Gier?), sich auf mindestens Angebot Nummer zwei einzulassen. Doch als sie sogar bei Wolfram einzieht (das geht dann einfacher mit der Pflege) und ihre Freundin Judith auch immer mehr in die Geschichte involviert wird, ist es mit der Rentnerruhe, von der Karla insgeheim geträumt hat, endgültig vorbei.

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  • Freundschaft, Erbe ...

    Hab und Gier

    Marcsbuecherecke

    28. May 2014 um 11:38

    Ein Neuling von Ingrid Noll? Na da kann ich natürlich nicht lange warten und freue mich dieses Buch direkt aufzuschlagen, es mir mit einer Tasse Tee auf der Couch gemütlich zu machen und dann ... mache ich das Buch wieder zu, weil ich es einfach schon durchgelesen habe.    Inhalt: Die pensionierte Renterin Karla verbringt ihren Ruhestand mit viel Freude und verbringt viel Zeit mit ihrer besten Freundin Judith, die viele Jahre jünger ist und daher auch noch in der Bibliothek arbeiten muss. Eines Tages erhält Karla einen Brief von ihrem ehemaligen Arbeitskollegen Wolfram zum "Gabelfrühstück", welche sie nach kurzem Zögern auch annimmt. Ungeheuerliches offenbart sich Karla: Wolfram ist totkrank und macht Karla ein Angebot. Wenn sie ihn pflegt bis zu seinem Tod, vermacht er ihr sein halbes Erbe, bringt sie ihn nach eigenem Wunsch um, sein Ganzes, eine Weinheimer Villa inklusive ... Doch auch Judith sieht ihre Chance gekommen, als Wolfram eine eigenartige Freundschaft zu ihr aufbaut. Und wie sagt man nicht so schön? Hört bei Geld die Freundschaft auf? Oder doch nicht? ...   Meine Meinung: Den Schreibstil von Frau Noll habe ich nun oft genug in den Himmel gelobt, aber ich kann einfach nicht anders: Ich finde ihren Stil so angenehm, so bildgewaltig. Kurz: Fesselnd. Die Geschichte als solche fand ich auch schön erfrischend. Es geht nicht um einen Standard Kriminalroman, sondern vielmehr um Irrungen und Wirrungen, ja zum Teil sogar um die Abgründe der menschlichen Psyche. Auch die Handlung innerhalb der Freundschaft um Judith und Karla war nicht nur interessant, sondern auch wirklich realistisch. Das Ende hat mich wirklich überrascht und konnte mich nur noch mehr von diesem Buch überzeugen.    Fazit: Für alle Fans von Ingrid Noll sowieso ein Muss, aber auch für Noll - Neulinge sehr zu empfehlen.

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  • Frau Noll kann es besser

    Hab und Gier

    Gwhynwhyfar

    02. May 2014 um 15:07

    Karla, eine Bibliothekarin im Ruhestand erhält von einem ehemaligen Kollegen ein skurriles Angebot. Wolfram ist krank, alleinstehend. Kümmert sie sich um Beerdigung und Grabpflege, erhält sie ein Viertel des Vermögens (Haus und Geld), pflegt sie ihn auch, erhält sie die Hälfte. Leistet sie Sterbehilfe, dann bekommt sie das ganze Vermögen. Die Sterbehilfe ist an eine besondere Todesart gebunden. Das geht Karla zu weit. Die Kollegin Judith, ihre Freundin, der sie davon berichtet, mischt sich ein und zieht auch noch ihren Kumpel Cord mit ins Geschehen und alles läuft aus dem Ruder … Wie immer bei Ingrid Noll nimmt eine Katastrophe nach der anderen ihren Lauf. Sympathisch ist hier niemand, jeder sieht seinen Vorteil, jeder benutzt jeden. Ein Roman den man gut lesen kann, aber der nicht zu den Besten der Schriftstellerin gehört. Menschliche Abgründe tun sich auf, Charaktere zeigen ihr wahres Gesicht. Schwarzer Humor, doch dieses Mal nicht so fein wie sonst. Die Figur Judith überzeugt nicht ganz und Cord ist für mich in keiner Weise glaubwürdig. Ohne den Inhalt zu verraten, die Figur Cord ist konstruiert und psychologisch nicht nachvollziehbar, da passt für mich gar nichts zusammen. Ein Buch das man lesen kann, an sich gut geschrieben, aber so einiges klemmt. Für den Kindlepreis von 19,99 € sollte man eigentlich einen Stern extra abziehen! Das ist für mich eine Frechheit. Aber das hat mit dem Inhalt nichts zu tun.

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  • Rabenschwarz und bitterböse.....

    Hab und Gier

    abuelita

    01. May 2014 um 11:57

    Karla, bereits in Rente, „eigentlich“ zufrieden mit ihrem doch eher einsamen Leben und ihrer einzigen näheren Bekannten- einer früheren jungen Arbeitskollegin- wird eines Tag von Wolfram zum Gabelfrühstück eingeladen. Wolfram ist verwitwet, kinderlos und mittlerweile schwer krank. Sein Angebot bringt Karla in Gewissensnöte: wenn sie ihn bis zu seinem Tod pflegt, bekommt sie sein halbes Erbe, bringt sie ihn nach seinen Wünschen um, dann das ganze… Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Karla erzählt und ist einfach nur köstlich. Auch sämtliche andere Figuren sind fein ausgearbeitet und gut vorstellbar. Wer die Bücher von Ingrid Noll kennt, der weiss ,dass es fast immer um das gleiche Thema geht :  wie werde ich – mehr oder weniger unschuldig – einen unliebsamen Menschen los. In diesem Band nun hat Frau Noll meines Erachtens endlich zu ihrer alten Form zurückgefunden. Diese Krimikomödie ist von leichter Hand skizziert, enthält einige überraschende Wendungen, verzichtet auf moralin-saure Wertungen und liest sich leicht auch in einem Rutsch durch. 

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