Ingrid Noll Halali

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Inhaltsangabe zu „Halali“ von Ingrid Noll

Natürlich sind Karin und Holda auf Männerjagd, schließlich wollen sie nicht alleine bleiben. Doch auch auf sie wird Jagd gemacht: Eine ganz besondere Sorte Romeos ist im Bonn der Nachkriegszeit im Einsatz. ›Halali‹ – das Sekretärinnendasein wird zum Abenteuer, der graue Alltag ist vorbei. Wehe dem, der ins Visier gerät.

Heimelige Zeitreise die 1950er Jahre

— himbeerbel
himbeerbel

Tolles Buch!

— Daniel_Allertseder
Daniel_Allertseder

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  • Heimelige Zeitreise die 1950er Jahre

    Halali
    himbeerbel

    himbeerbel

    18. August 2017 um 10:15

    „Bevor ich ins Gras beiße, soll Laura erfahren, dass die vermeintlich so biedere Jugendzeit ihrer Großmutter ziemlich aufregend war.“ (S. 156)Das denkt sich die 82jährige Witwe Holda, deren Enkelin Laura im gleichen Hochhaus wohnt und oft zu Besuch kommt. Als Leser wird man Zeuge der herzlich erfrischenden Beziehung zwischen der Großmutter und ihrer jungen erwachsenen Enkeltochter und fühlt sich, als nehme man gleich neben Laura auf dem Sofa platz und ließe sich durch Holdas Erzählungen ins Bonn der 1950er Jahre versetzen.Nach und nach erfährt man Holdas Geschichte. Wie sie mit 20 Jahren, als noch nicht volljähriges unverheiratetes Fräulein nach Bad Godesberg zieht und als Sekretärin im Innenministerium in Bonn arbeitet. Wie sie mit ihrer gleichaltrigen Kollegin und besten Freundin Karin ihre Freizeit verbringt. Wie sie einen passenden Ehemann suchen und etwas finden, das einen Agenten auf sie aufmerksam macht. Wie Karin und Holda sich immer mehr in kriminelle Handlungen verstricken – und natürlich wie das alles ausgeht.Beim Erzählen zieht Holda direkte Vergleiche zwischen damals und heute und verdeutlicht die technische Entwicklung, die Änderung von Berufsbildern und Berufsbezeichnungen und den Zeitgeist. Dabei ließ sie vor meinem inneren Auge ein ums andere Mal einen humorvollen herzlichen Schwarzweißfilm der 1950er Jahre entstehen, der zwar in Agentenmanier daherkommt, dem man vor Leichtigkeit seiner Charaktere aber trotz schwerwiegender Handlungen keine Ernsthaftigkeit abnimmt – geschweige denn Holda und ihre Freundin womöglich für bösartig halten könnte.Mit „Halali“ unternimmt man eine heimelige Zeitreise in die 1950er Jahre und taucht in das Lebensgefühl junger Frauen dieser Zeit ein – ein unterhaltsamer humorvoller Roman mit einem besonderen Flair, den ich nicht aus der Hand legen mochte.

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  • Blick junger Frauen auf die Nachkriegszeit

    Halali
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    11. August 2017 um 11:53

    Karin und Holda sind Kolleginnen und Freundinnen,als sie im Bonn der Nachkriegszeit Sekretärinnen waren. Damals waren junge Frauen
    oft auf der Jagd nach dem richtigen Ehemann um ihreWunschträume zu erfüllen.Man spioniert  hinter dem Anderen her und es kommt
    sogar zu zwei Mordfällen,die zum Glück ungeklärt bleiben.
    Daraus entsteht ein leicht zu lesender Roman über ein Stück
    deutscher Zeitgeschichte.

  • Kriminalkomödie mit rheinischem Lokalkolorit und Zeitgeist der 1950er

    Halali
    Girdie

    Girdie

    02. August 2017 um 21:23

     „Halali“ ist ein Jägergruß mit dem in der allgemeinen Bedeutung die Jagd beendet wird. Im Kriminalroman mit gleichlautendem Titel von Ingrid Noll begleitet der Gruß ein Verbrechen und eröffnet damit erst eine Reihe von weiteren Gesetzesübertretungen. Die Erzählung nimmt den Leser mit zu Ereignissen, die die Protagonistin Holda Mitte der 1950er Jahre in der Nähe der damaligen Bundeshauptstadt erlebt hat. Das Cover des Buchs ziert ein Ausschnitt aus dem Gemälde von Caravaggio mit dem Titel „Judith enthauptet Holofernes“. Die Frage, ob das Bild einen Bezug zur Erzählung hat, kann ich bejahen, auch wenn hier niemand geköpft wird.Holda ist 82 Jahre und Witwe. Ihre Enkelin Laura wohnt im gleichen Hochhaus und kommt oft zu Besuch. Dabei erzählt Holda gerne aus ihrer Jugendzeit und zieht Vergleiche zu früher. Dabei stellt sie technische Errungenschaften von damals und heute gegenüber, Jugendsprache, Berufsbezeichnungen und Benimmregeln. Mit 20 Jahren, also sie noch nicht volljährig war, zog sie aus einem Eifeldorf nach Bad Godesberg und arbeitete als Sekretärin im Innenministerium in Bonn. Mit ihrer gleichaltrigen Kollegin Karin verbrachte sie ihre Freizeit in der sie auch darüber reden, wie man einen passenden Ehemann findet. Bei einem Spaziergang finden sie in einem Starenkasten ein Briefkuvert mit geheimnisvollem Inhalt. Diese Begebenheit ist der Beginn einer Reihe von ungewöhnlichen Verkettungen. Holda und ihre Freundin verstricken sich eher versehentlich in unangenehme Situationen mit kriminellen Folgen.Ingrid Noll weiß, wovon sie in diesem Roman schreibt. Einige Male habe ich mich gefragt, wie viel Ingrid in Holda steckt, denn nicht nur das Alter ist identisch. Die Autorin lebte in den 1950ern ebenfalls in Bad Godesberg. Ihre Erfahrungen aus dieser Zeit sind sicher in die Schilderungen eingeflossen. Als Rheinländerin war es mir ein ganz besonderer Genuss immer wieder Sätze in Mundart zu lesen, denn auch ich bin mit diesem Slang aufgewachsen. Überhaupt verhielten sich viele Personen so, wie ich es aus meiner Kindheit in den 1960er her kenne und so kann ich sagen, dass ich mich rundum wohl im Umfeld der Geschichte gefühlt habe.Holda ist ein eine junge Frau, die aus ihrem Leben mehr machen möchte, als in der heimischen Bäckerei zu verkaufen. Sie ist strebsam und fleißig und hält sich im Allgemeinen an Regeln und Vereinbarungen. In dem für sie typischen sarkastisch lakonischen Erzählstil lässt die Autorin ihre Protagonistin das Geschehen in der Ich-Form schildern. Es brachte mich zum Schmunzeln, wie Holda ihre Contenance verteidigte. Wieder einmal gelingt es Ingrid Noll einige schrullige Charaktere zu schaffen, wie die lebenslustige Karin, die standesbewusste Gräfin oder den disziplinierten Regierungsrat.Bereits auf den ersten Seiten vertraut Holda dem Leser an, dass sie den Pfad der Tugend in ihren jungen Jahren auch mal verlassen hat. Ab diesem Zeitpunkt wartete ich gespannt darauf, worin ihre kriminelle Aktivität denn bestehen würde. Auch diesmal schafft es die Autorin mit einem Augenzwinkern mir zu vermitteln, dass so ein Gesetzesübertritt ungewollt, aber kaum ungewöhnlich ist. Der Vergleich zwischen dem Heute und Gestern erdet den Roman in der Realität. Die Intrigen sind zwar bitterböse, reihen sich aber in den damaligen Alltag ein.Wer die Romane von Ingrid Noll mag, der wird auch mit „Halali“ bestens unterhalten werden wie ich. Mir hat vor allem gefallen, dass die Autorin diesmal mit dem zeitlichen Vergleich mal einen ganz anderen Handlungsrahmen für ihre Erzählung geschaffen hat. Sehr gerne gebe ich für dieses Buch eine Leseempfehlung.

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  • Tolles Buch!

    Halali
    Daniel_Allertseder

    Daniel_Allertseder

    25. July 2017 um 14:06

    Meine Meinung   Ingrid Noll hat mich mit ihren Romanen „Hab und Gier“, „Der Mittagstisch“ sowie „Über Bord“ vollkommen überzeugt! Die Autorin, die mit ihrem humorvollen Schreibstil spannende Geschichten kreiert, hat endlich ihren neuen Roman veröffentlicht: „Halali“!   Der „Agentenroman“, wie die Autorin ihn selbst betitelt, bedient sich einer ganz simplen Grundatmosphäre: Die 50er Jahre, Nachkriegsdeutschland; geprägt von Spionen und korrupten Personen. Zwei Freundinnen, unsere Hauptfiguren, arbeiten im Ministerium in Bonn und stoßen auf exzentrische und eigenbrötlerische Personen. Die beiden Hauptfiguren, Holda und Karin, leben in unterschiedlichen Wohnverhältnissen: Holda bei einer Wirtin in einem kleinen Zimmer, Karin ist bei ihrer Tante, einer Gräfin mit Villa, untergebracht. Zusammen fahren sie jeden Tag zur Arbeit und sind unzertrennliche Freunde, bis der Jäger kommt, und sich die Mord- und Todesfälle häufen…   Mir hat der Roman von der ersten Seite – wie üblich bei einer fantastischen Autorin wie Frau Noll – sehr gefallen, und ich verfolgte mit stetigem Interesse dem Treiben im Buch. Besonders abwechslungsreich fand ich die Einschübe in der Gegenwart: Holda unterhielt sich in diesen Szenen – die zumeist bei den Kapitelanfängen ihren Platz fanden – mit ihrer Enkelin Laura und erzählt ihr die Geschehnisse früherer Jahre, welcher als unser Plot dient. Dabei präsentiert uns Ingrid Noll mit ihrem humorvollen und zynischen Schreibstil eine unterhaltsame Geschichte, die mir wie immer sehr gefiel!   Holda war eine grandiose und sehr sympathische Person, die mir als junge, wie auch als alte Dame sehr gefiel. Sie war eher die hilflose und nachdenkliche Person, wobei Karin die tapfere und mutige war. Diese Kombination war für den Roman ein großer Pluspunkt – zwei Gegensätze, die beste Freundinnen waren, und den Alltag, der manchmal etwas schwer war, meisterten. Bewundernswert fand ich, wie man aus einem so doch faden Grundthema einen so spannenden (Agenten)Roman machen konnte!     Fazit Ein toller Roman mit großem Unterhaltungswert, von niemand anderem geschrieben als von der fantastischen Autorin Ingrid Noll! Sehr empfehlenswert – wie immer!

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