Ingrid Noll Halali

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Inhaltsangabe zu „Halali“ von Ingrid Noll

Natürlich sind Karin und Holda auf Männerjagd, schließlich wollen sie nicht alleine bleiben. Doch auch auf sie wird Jagd gemacht: Eine ganz besondere Sorte Romeos ist im Bonn der Nachkriegszeit im Einsatz. ›Halali‹ – das Sekretärinnendasein wird zum Abenteuer, der graue Alltag ist vorbei. Wehe dem, der ins Visier gerät.

Schöner leichter Krimi!

— momkki

Kurzweilige Kriminalkomödie,,,

— Angie*

Unterhaltsame Gesellschaftsstudie der 50er Jahre mit kriminellen Elementen aber etwas wenig Spannung. Tolle Hörbuchstimme.

— hasirasi2

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  • Bonner Flair = mein Highlight!

    Halali

    momkki

    21. September 2017 um 22:56

    Die Geschichte wird von Holda erzählt, die aber von allen nur Frau Holle genannt wird. Frau Holle kommt aus einem normalen Elternhaus und wird Stenotypistin in der Verwaltungsregierung in Bonn. Hier lernt sie auch Karin kennen, ihre Arbeitskollegin. Beide Freunden sich ganz schnell an und verbringen fortan jede freie Minute miteinander. Karin hat einen sehr guten Familienhintergrund und möchte eins: Durch den Job einen Mann mit hochrangigen Beruf heiraten. So sind beide auf der Suche nach dem passenden Junggesellen. Holle ist ein braves, anständiges und ruhiges Mädchen. Karin hingegen divenhaft und extrovertiert. Mit Holle als Protagonistin bin ich sehr gut klar gekommen, da sie eine angenehme Art hat. Die Geschichte spielt in Bonn, was mir total viel Spaß gemacht hat! Ich kenne Bonn sehr gut, da ich privat sehr viel in Bonn unterwegs war – Wenn man das Setting kennt, ist die Geschichte noch viel greifbarer. Durch die rheinische Metropole bringt Noll immer wieder rheinische Begriffe rein und lässt so manchen Nebencharakter richtig schön platt sprechen. Außerdem hat sie viele „alte“ Begriffe und Wörter eingebracht, die man zu der Zeit benutzt hat, beispielsweise Brause anstatt Dusche oder grämen. Ein echter Ohrenschmaus! Dazu noch die reife Damenstimme von Nina Petri – in einigen Momenten hatte ich das Gefühl, meine Oma würde mir eine Geschichte erzählen…Weitere Rezensionen und Podcast unter: www.zeilenfuchs.com :-)

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  • Das Zuhören ist ein echter Genuß

    Halali

    WinfriedStanzick

    11. September 2017 um 11:27

    Mit den Büchern von Ingrid Noll geht es mir seit Jahren so ähnlich wie mit den Brunetti - Romanen von Donna Leon, die wie Nolls Romane ebenfalls bei Diogenes in Zürich erscheinen.  Weil ihre Vorgänger so überaus erfolgreich waren, neigen die Autorinnen dazu, auch im nächsten,  von einer treuen und nicht kleiner werdenden Fangemeinde sehnlichst erwarteten Buch mit dem gleichen Strickmuster zu arbeiten. Bei Ingrid Noll sind es vorzugsweise Frauen, die, mit viel schwarzem Humor beschrieben, auf die eine oder andere geniale Weise unliebsame Zeitgenossen entsorgen und sie sich vom Hals schaffen. Im vorliegenden neuen Roman erzählt die über 80-jährige Holda ihrer mit ihr im gleichen Hochhaus wohnenden Enkelin Laura eine Geschichte aus den Gründungstagen der Bonner Republik. In der kurzen Rahmenhandlung, den Gesprächen mit ihrer hippen Enkelin, die eigentlich nur dazu dient, die Erzählung ab und zu unterbrechen zu können, zeigt sich die alte Erzählerin als auch der modernen Sprache mächtige Frau, die sich perfekt mit ihrer Enkelin versteht und es schafft, ihre Spannung und ihr Interesse an einer unglaubliche Geschichte wachzuhalten, der eine originelle Mischung aus Kriminalkomödie und Agentenroman gelingt.Holda arbeitet zusammen mit Karin im Innenministerium der neuen Republik. Sie im Vorzimmer, Karin in der Dunkelkammer. Eines Tages stoßen sie in einem Versteck auf eine kryptische Botschaft. Schnell haben sie einen Vorgesetzten namens Jäger im Verdacht und furchtlos wird ihnen bald klar, dass dieser wohl in einen Spionagefall verwickelt ist. Furchtlos und bald selbst gegenspionagemäßig in Aktion tretend werden die beiden jungen Frauen aktiv. Nicht zu ihrem eigenen Nachteil wie sich bald herausstellen wird.Wie in allen früheren Romanen bietet  Ingrid Noll köstliche und leichte Unterhaltung mit Menschen, deren böse Seite ihrer  Persönlichkeit sie vorzugsweise  zum Ausdruck bringt und mit selbstbewussten  Frauen, die meist ohne strafrechtliche Folgen sich Probleme vom Hals schaffen. Witzig und überaus amüsant  ist eine solche Lektüre  und ihre treuen  Fans wünschen sich von der agilen Ingrid Noll noch viele weitere  Romane. Die hier vorliegende Hörbuchfassung ist von Nina Petri auf eine Weise eingespielt, die dem Buch noch mehr Witz und Esprit verleiht. Das Zuhören ist ein echter Genuß.

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  • Kurzweilige Kriminalkomödie,,,

    Halali

    Angie*

    31. August 2017 um 22:57

    Rezension INHALT: Die 82 jährige Holda , auch Frau Holle oder nur Holle genannt , lebt mit ihrer Enkelin Laura, die der neuen Social media Generation  angehört , im gleichen Haus. Laura besucht ihre Grossmutter regelmäßig und bringt ihr oft etwas zum Essen vorbei , holt dafür gern ihre frisch gebügelte Wäsche ab. Aber am liebsten hört sie ihrer Grossmutter zu, wenn diese von ihren aufregenden Erlebnissen als junge Frau in den Fünfziger Jahren in Bonn/Bad Godesberg erzählt. Zusammen mit ihrer Freundin Karin haben beide junge Frauen im Innenministerium als Sekretärinnen gearbeitet. Holda vergleicht in ihren Erzählungen die Veränderungen des  alltäglichen Lebens von damals zu heute und bringt Laura dadurch gern zum Staunen und Lachen. Holda stammt aus einer fleissigen Bäckerfamilie in der Eifel und war wohl in ihrer Jugend ein braves, ehrliches und  recht bescheidenes Mädchen. Ihre Freundin Karin, aus einer adeligen Familie stammend,  war dagegen recht keck , lebenslustig und sehr fordernd . Durch diese  charakterlichen Gegensätze gab es natürlich oft kleine Reibungen zwischen den ungleichen Freundinnen.  Liebste Gesprächsthemen der Beiden unterschiedlichen Freundinnen waren : „ Wie angele ich mir einen Ehemann“? und das Austauschen von Informationen über Ihren ungeliebten Kollegen Burkhard Jäger,  von ihnen nur noch *Der Jäger* genannt. Karin’s erstrebtes Ziel ist es , durch Heirat zur Botschaftsgattin aufzusteigen, aber Holle träumt nur von einer romantischen Liebe.Holle und Karin stolpern zufällig in dunkle Machenschaften von Geheimdiensten, verdächtigen ihren *Jäger* und nun nimmt die Geschichte an Fahrt auf mit Leichen im Rhein, geheimen, toten Briefkästen mit mysteriösen Botschaften und Briefen. Holle und Karin geraten in immer tiefere - auch gefährliche und kriminelle Machenschaften - bis hin zum Mord.*Halali* wird ihr Schlachtruf , wenn ihre sogenannte Jagd auf einen vermeintlichen Spion, oder aus einer prickelnd gefährlichen Situation, dem Ende entgegengeht,,,,,MEINE MEINUNG:Als erstes ist mir die melodische, tiefe und angenehme Stimme von Nina Petri aufgefallen, die gleichzeitig die alte Holle und die junge Sprechweise von der Enkelin Laura gekonnt auseinander gehalten hat. Durch ihre professionelle Interpretation der unterschiedlichen Stimmen aller Protagonisten wusste man beim Hören immer sofort, wer nun im Mittelpunkt der Geschichte stand. Ich musste sehr oft lächeln, wenn Holle ihrer jungen Enkelin mit feinsinnigem Humor und  viel Wissen von damals erzählt hat. Ingrid Noll hat dem Hörer eine perfekte Studie der Fünfziger Jahre - Gesellschaft durch die Protagonistin Holle erzählen lassen, fein verpackt in eine Kriminalkomödie , die sie mit rheinischem Lokalkolorit und vielen gängigen Redewendungen und Sprichwörtern ausgestattet hat. Ich habe mich dadurch oft wie  in meine Kindheit zurückgesetzt gefühlt und köstlich amüsiert. Manchmal hatte die Erzählung vielleicht sogar autobiografische Züge , bedingt durch das Alter der Autorin und ihrer erzählenden älteren Protagonistin Holle. Aber das ist ein ganz persönlicher Eindruck von mir.  Die Spannungsbögen  in dieser Geschichte lassen manchmal zu wünschen übrig, aber es wird nie langweilig  und die Gedanken schweifen NICHT ab. Ich hatte einige unterhaltsame Hörstunden, die mir viel Spass bereitet haben. Meine Bewertung: Eine absolute Hörempfehlung mit fünf ***** Sternen!Herzlichen Dank an die Autorin und den Diogenes Verlag für die unterhaltsame Audio-CD.

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  • Männerjagd

    Halali

    hasirasi2

    29. July 2017 um 17:09

    Holda ist  82 und erinnert sich gern an ihre Zeit in Bad Godesberg und Bonn zurück. Zum Glück hat sie in ihrer Enkelin Laura eine interessierte Zuhörerin, kann diese sich die Zeit damals ohne Telefon, Fernseher und Internet doch nicht wirklich vorstellen. Und ganz so brav, wie „Frau Holle“ (Holdas Spitzname) ihr erscheint, war sie auch  nicht. Holda hat nämlich zusammen mit ihrer Freundin Karin im Innenministerium als Sekretärin gearbeitet und sich die wenige freie Zeit mit der Jagd auf Ehemänner und Spione vertrieben ...   Ingrid Noll zeichnet im ersten Teil von „Halali“ ein sehr gemütliches und buntes Bild vom damaligen Zeitgeschehen. Sei es Politik, Mode oder das Frauenbild (Mit Mitte 20 noch unverheiratet geht ja gar nicht! Oder: Wozu willst Du studieren Mädchen? Du heiratest doch hoffentlich bald und bekommst Kinder, um die Du Dich dann kümmern musst!) – man bekommt einen sehr guten Einblick in den damaligen Alltag. Zudem scheint die Autorin einige persönliche Erfahrungen verarbeitet zu haben. Die Krimihandlung kommt dabei leider nur langsam in Fahrt. Es werden zwar schon erste Spuren und Hinweise gelegt, aber ich hatte mir mehr Spannung erhofft. Ein Krimi war das (noch) nicht! Die zweite Hälfte wird endlich der erwartete Spionagethriller. Holda und Karin werden in einen Mordfall verwickelt und erledigen sich auch selbst des einen oder anderen überflüssigen Mannes oder bedrohlichen Gegners.   Holda und Karin verkörpern zwei sehr unterschiedliche Frauentypen der damaligen Zeit. Holda kommt aus einer Handwerkerfamilie. Sie ist bodenständig und meistens grundehrlich. Ihr Vater ist Bäcker und träumt von einem Bäcker als Ehemann für sie – dann könnte er sich endlich zur Ruhe setzen. Für ihre Mutter dürfte es aber ruhig auch ein König oder Staatsführer sein. Für Holda hingegen muss er vor allem nett sein und sie lieben. Karin entstammt einem alten, nach dem Krieg verarmten Grafengeschlecht. Das Trauma ihrer Flucht hat sie nie verarbeitet. Aber sie ist zäh und zupackend. Männern gegenüber zeigt sie sich extrem aufgeschlossen (soll heißen, sie hat nicht nur einen Freund ...), aber von ihren Zukunftsplänen weicht sie nicht ab: Sie will Botschaftergattin werden, darunter geht nichts! Die alten Standesdünkel hat eben sie nicht abgelegt. Sobald es ernst wird, versucht sie sich immer wieder zu drücken. Sie ist extrem selbstsüchtig. Das sorgt natürlich für Dynamit in der Freundschaft der beiden Frauen.   Fazit: „Halali“ ist eine unterhaltsame Gesellschaftsstudie der 50er Jahre mit kriminellen Elementen und zeigt den beginnenden Wandel in der Gesellschaft. Trotz etwas wenig Spannung hat mich das Hörbuch sehr gut unterhalten und uns eine schier endlose Autofahrt angenehm verkürzt. Mir gefiel auch Ingrid Nolls leiser, feinsinniger Humor. Nina Petris Stimme passt hervorragend sowohl zur alten erfahrenen Holda als auch zur noch unbekümmerten und leicht naiven jugendlich frischen.

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