Mein Fazit:
Zitat:"Das Gehirn wird zur Geisterbahn. Du weißt nicht, was dich an der nächsten Ecke erwartet."
Ich arbeite in der mobilen Altenpflege und bin jeden Tag mit dieser Erkrankung konfrontiert auf der Arbeit. Was tun, wenn der"Geist schwindet" ? Für die Betroffenen ist es schlimm, die Demenz anzuerkennen. Aber für die Kinder und Angehörigen der Betroffenen ist es genauso schwer. Den geliebten Menschen, die Eltern, Oma oder Opa zu sehen, wie sie langsam ins" Vergessen"abdriften, möchte man nicht erleben und doch muss man sich mit den Folgen auseinandersetzen. Ein schwerer Weg der vor allen steht, die täglichen Herausforderungen zu meistern und den geliebten Menschen den nötigen Halt im Leben zu geben.
Mit einfachen, verständlichen Worten führt die Autorin Betroffene durch diese Thematik. Vom Bekanntwerden der Diagnose, die ersten" Schritte", das Verständnis für die Erkrankung, die Begutachtung und Pflegegrad, der Umgang mit der Erkrankung, der Einzug ins Pflegeheim und als Abschluss der Tod eines geliebten Menschen. Das kostet Angehörige viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Empathie für die Betroffenen. Denn jemanden zu betreuen mit der Diagnose Demenz kostet viel Kraft, nicht zu schweigen von den Ängsten, dem Betroffenen nicht gerecht zu werden, etwas falsch zu machen und dabei sich selbst nicht zu verlieren. Meiner Erfahrung nach werden Angehörige selbst krank …
Die einfühlsamen Worte der Autorin machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem. Wer betroffen ist, sollte dieses Buch unbedingt lesen und ich hoffe, dass es eine große Leserschaft findet.


