Ingrid Weixelbaumer Die rätselhafte Reise des Oscar Ogilvie

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Inhaltsangabe zu „Die rätselhafte Reise des Oscar Ogilvie“ von Ingrid Weixelbaumer

Wenn die Bank abends schließt, lassen der elfjährige Oscar und der Nachtwächter die Modelleisenbahn im Foyer fahren. Dann denkt Oscar voller Sehnsucht an die glücklichen Abende mit seinem Vater zurück. An die Zeit, bevor sein Vater seine Arbeit verlor und das Haus samt Eisenbahn verkaufen musste, um in Kalifornien einen Job zu finden. An einem dieser Abende wird die Bank überfallen. In höchster Panik springt Oscar auf die Modell eisenbahn – und landet tatsächlich in einem Zug. Als Oscar in Los Angeles aussteigt, findet er zwar seinen Vater wieder, doch der Zug hat ihn auch zehn Jahre in die Zukunft transportiert. Hier steht Oscar nun, äußerlich 21 Jahre alt, doch im Herzen immer noch ein Kind...

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  • Von Eisenbahnen und Zeitreisen

    Die rätselhafte Reise des Oscar Ogilvie
    BianFox

    BianFox

    02. June 2013 um 09:25

    Inhaltsangabe: Oscar und sein Vater lieben ihre Modelleisenbahn, die sich über den gesamten Keller ihres Hauses erstreckt. Doch als die Wirtschaftskrise 1931 Amerika zu Fall bringt, verliert der Vater seine Arbeit und damit Oscar sein geliebtes Zuhause. Während der Vater in Kalifornien sein Glück versucht, lebt Oscar mehr recht als schlecht bei seiner Tante Carmen. Einziger Lichtblick ist der alltägliche Besuch  bei Nachwächter Applegate, der in der Nationalbank arbeitet, wo es zufällig auch eine Modelleisenbahn zu bestaunen gibt. Am 24. Dezember erscheinen plötzlich zwei Bankräuber im Foyer und bedrohen Oscar und den Nachtwächter. In höchster Not gibt es für Oscar nur einen Ausweg: Er springt auf die Modelleisenbahn und befindet sich plötzlich in einem echten Zug, einem Zug aus dem Jahre 1941 … Bewertung: Dies ist eine Geschichte, wie sie aus den Träumen eines 8-jährigen Jungen entsprungen sein könnte: Eine Geschichte von Abenteuern, Zeitreisen und von Eisenbahnen. Dies ist aber auch eine Geschichte von Armut, Sorgen, Freundschaft und Familie. Und dies ist nicht zuletzt eine Geschichte, die den Leser tief berührt. Die Geschichte spielt im Jahre 1931, in der Zeit, als viele Menschen bedingt durch die globale Wirtschafts- und Finanzkrise ihre Arbeit verloren und Armut allgegenwärtig war. Auch Oscar und sein Vater bleiben hiervon nicht verschont, mussten sie doch Jahre vorher den Tod von Oscars Mutter verkraften. Dabei bewegt den Leser vorallem die Liebe, Zuneigung und Fürsorge von Vater und Sohn, die sich durch den gesamten Roman ziehen und nicht zuletzt der Antrieb für Oscars Abenteuer ist. Denn er möchte nichts weiter als mit seinem Vater zusammenleben. Als alle Hoffnung verloren scheint, der Vater in weiter Ferne nach Arbeit und einem neuen Leben sucht, findet Oscar nicht etwa Halt bei Tante Carmen, die das ist, was man heutzutage einen Sparfuchs nennt. Vielmehr flüchtet er sich in die Freundschaft zu Mr. Applegate, der auf seltsame Weise in Oscars Leben tritt und ihm Halt und neue Hoffnung gibt. Doch auf seine abenteuerliche Reise wird er ihn nicht begleiten. An besagtem Weihnachtsabend springt Oscar aus Angst vor den Bankräubern auf den Blauen Kometen auf, seiner Lieblingsmodelleisenbahn, und fährt direkt ins Jahr 1941, Richtung Kalifornien. Es beginnt eine Reise, auf der Oscar vielen Menschen begegnet, auch seinem gealterten Vater, wobei die Fahrt immer mehr zur schicksalsentscheidenden für Oscar wird. Dabei ist dem Leser nie ganz bewusst, ob Oscar die Reise wirklich antritt oder ob sie seiner Fantasie entspringt. Und genau hierin liegt der Reiz dieses Kinderromans. Der Leser begibt sich einem Detektiv gleich mit auf die Fahrt und versucht zu ergründen, ob und wie diese Zeitreise funktionieren kann. Dabei bietet Wells dem Leser genügend Material an, die den Leser zum Nachdenken bringen. Ob es am Ende eine Auflösung des Rätsels gibt, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Verraten kann ich aber, dass mich der Roman überzeugt hat. Sicherlich findet man auch hier in der Konzeption einige Schwachstellen, wobei beachtet werden muss, dass es sich hierbei um eine Geschichte für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren handelt, die nicht dazu da ist, irgendwelche wissenschaftlichen sowie geschichtlich fundierten Erkenntnisse abzuarbeiten. Immerhin gelingt es Wells, einen Teil der Geschichte Amerikas auf äußerst charmante Weise zu transportieren. Fazit: Ein wunderbarer jugendlicher Zeitreiseroman, der die Herzen besonders von Eisenbahnfans höher schlagen lässt, aber auch für all diejeniges etwas ist, die Geschichten von Freundschaft und Abenteuern lieben.

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  • Rezension zu "Die rätselhafte Reise des Oscar Ogilvie" von Ingrid Weixelbaumer

    Die rätselhafte Reise des Oscar Ogilvie
    Glimmerfee

    Glimmerfee

    26. December 2012 um 16:07

    Seit dem Tod der Mutter baut Oscar zusammen mit seinem Vater im Keller eine Modeleisenbahn, doch dann kommt es zu einer Wirtschaftkrise. Oscars Vater muss das Haus zusammen mit der Modeleisenbahn an die Bank abgeben. Um wieder mehr Geld zu verdienen, reist Oscars Vater nach Kalifornien und lässt seinen Sohn bei der geizigen Tante Carmen zurück . Oscar freundet sich mit dem Nachtwächter in einer Bank an und zusammen lassen sie die riesige Modeleisenbahn im Foyer fahren, doch eines Nachts wird der Frieden durch eine Bande Räuber gestört. Oscar springt auf die Modeleisenbahn und landet tatsächlich an einem Bahnhof und der kommende Zug führt in die Zukunft. Letztlich konnte mich dieses Kinderbuch leider nicht überzeugen. Ich konnte die Charaktere nicht nachvollziehen und empfand Teile der Geschichte ein wenig wirr. Schade, denn auf den ersten Seiten hatte ich mich wirklich erfreuen können an dem Zauber der beschrieben Modeleisenbahn. In diesem Buch geht es um Zeitreise, Wirtschaftskrisen und vor allem um die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Erzählt wird das Buch aus der Sicht des elf Jahre alten Oscar, der den Leser teilhaben lässt an den gemeinsamen Abenden, die er mit seinem Vater im Keller verbrachte und an der Zeitreise, die ihn von einem elfjährigen zu einem einundzwanzigjährigen macht. Wie schon anfangs gesagt, konnte ich die handelnden Personen nicht nachvollziehen. Der Schock plötzlich einundzwanzig zu sein, sollte doch etwas tiefer gehen als dargestellt wurde. Im Allgemeinen fehlte mir bei diesem Buch der emotionale Tiefgang, den sie Story, meiner Meinung nach, benötigt hätte um real zu erscheinen. Eine nette Idee war es, dass die Autorin das alte Hollywood aufleben lässt und die Geschichte einen sogar in das Haus der Schauspielerin Joan Crawford führt. Großes Lob geht jedoch an DTV Junior, denn der Verlag hat sich bei der Gestaltung sehr viel Mühe gegeben. So ist das Cover sehr gelungen, über jedem Kapitel hängt ein Schild und am unteren Ende der Seiten ist eine kleine Eisenbahn abgedruckt. Ich kann das Buch allen Liebhabern von Modeleisenbahnen empfehlen. In erster Linie richtete es sich an Jungen und vielleicht ist es auch ein schönes Buch, dass Väter zusammen mit ihren Söhnen entdecken können. Mich konnte das Buch letztlich nicht wirklich überzeugen.

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