Inka Parei

 3.3 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Die Schattenboxerin, Was Dunkelheit war und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Inka Parei

Inka PareiDie Schattenboxerin
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Die Schattenboxerin
Die Schattenboxerin
 (15)
Erschienen am 01.06.2006
Inka PareiWas Dunkelheit war
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Was Dunkelheit war
Was Dunkelheit war
 (6)
Erschienen am 02.01.2007
Inka PareiDie Kältezentrale
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Die Kältezentrale
Die Kältezentrale
 (1)
Erschienen am 08.08.2011
Inka PareiThe Cold Centre
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The Cold Centre
The Cold Centre
 (0)
Erschienen am 15.11.2014
Inka PareiEl principio de la oscuridad / The principle of darkness
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El principio de la oscuridad / The principle of darkness
Inka PareiThe Shadow-Boxing Woman
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The Shadow-Boxing Woman
The Shadow-Boxing Woman
 (0)
Erschienen am 15.05.2011
Inka PareiWhat Darkness Was
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What Darkness Was
What Darkness Was
 (0)
Erschienen am 15.05.2013

Neue Rezensionen zu Inka Parei

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Rezension zu "Die Kältezentrale" von Inka Parei

Rezension zu "Die Kältezentrale" von Inka Parei
leserattebremenvor 7 Jahren

„Wie soll man die Zeit, in der man noch sehr jung war, begreifen, wenn die Bedingungen, unter denen man einmal gelebt hat, nur noch in der eigenen Erinnerung existieren? Wie entkommt man unter solchen Umständen, dem Gefühl, dass es nicht um das frühere Leben handelt, sondern um ein ganz anderes? Und wer ist man mit einem auf diese Art fragmentierten Leben?“ (S. 157)

Diesen Fragen geht der Protagonist in Inka Pareis neustem Roman „Die Kältezentrale“ nach. Ein Anruf aus der Vergangenheit scheint es zu sein, als seine frühere Frau ihn kontaktiert und ihn bittet, zurück nach Berlin zu kommen, das er 1987 verlassen hat. Sie ist schwer krank und drängt ihn herauszufinden, ob der LKW in dem sie sich vor Jahren für ein paar Stunden versteckt hat und der aus der Ukraine kram, verstrahlt gewesen ist. Nur so könne sie richtig behandelt und viellicht noch gerettet werden.
Die Reise nach Berlin zwingt die Figur, sich mit seiner eigenen Vergangenheit auseinandersetzen, er beginnt Menschen von früher aufzusuchen und erinnert sich an seine Arbeit in der Kältezentrale des „Neuen Deutschland“.

„Ich schämte mich dafür, hier gearbeitet zu haben. Dass ich nur Handwerker gewesen war, nicht verantwortlich für Inhalte, spielte in diesen Zusammenhang keine Rolle. Der Grund für mein Gefühl war nicht der Umstand, dass ich einem politischen System, das heute weitgehend abgelehnt wird, so nahe war. Sondern dass ich diese Tatsache damals nicht begriffen hatte. Ich war Teil von etwas gewesen, ohne zu verstehen, was es war, und ohne den geringsten Anlass zu sehen, darüber nachzudenken; so wie Kinder mit der Umgebung , in der sie aufwachsen, eins sind, sie für das Normale halten.“ (S. 44)

Die Geschichte des Protagonisten spielt auf unterschiedlichen Zeitebenen und springt scheinbar wahllos hin und her zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Man muss als Leser aufmerksam bleiben und ist manchmal zu Beginn eines Absatzes etwas irritiert, weil nicht gleich klar ist, wo man sich mit dem Charakter befindet. Doch gleichzeitig ist diese Irritation sinnbildlich für die ganze Geschichte, denn genauso unsicher steht auch die Hauptfigur von Inka Parei vor ihrer Vergangenheit, die sich einer Einordnung so völlig entzieht. Sichere Erinnerung und das Glauben, etwas sei passiert, verschwimmen und geben der Figur das Gefühl, ein Doppelgänger habe damals gelebt, ein anderer Mensch und vielleicht doch ein bisschen er selbst. Diese Zerrissenheit transportiert Inka Parei sowohl in der Sprache als auch der gesamten Konstruktion des Romans auf eine ganz besondere Art und Weise.
Ein großartiger Roman über die Auseinandersetzung mit eigenen Vergangenheit und die Angst vor dem, was man dabei entdecken kann.

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Rezension zu "Was Dunkelheit war" von Inka Parei

Rezension zu "Was Dunkelheit war" von Inka Parei
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

In dem Buch "Was Dunkelheit war" von Inka Parei geht es um einen alten Mann, der von einem Kriegskameraden ein Haus in Frankfurt erbt. Der alte Mann zieht dort ein und versucht sich in der ungewohnten Umgebung zurechtzufinden. Dann taucht aber ein Fremder auf und der alte Mann weiß nicht, woher er diesen kennt.

Dieses Buch habe ich mir letztes Wochenende als Mängelexemplar gekauft, weil mich der Klappentext und die Aussage einer Zeitschrift auf der Rückseite neugierig gemacht hat. Dort wurde von "Bildern von unheimlicher Präzision und Klarheit" gesprochen. Leider konnte ich von diesen Bildern nichts entdecken.

Während des Lesens hatte ich das Gefühl, dass ich die Sicht eines völlig Verwirrten angenommen habe. Die Geschichte springt unwillkürlich zwischen Gegenwart und den Erinnerungsfetzen eines alten Mannes. Nur wenige Personen haben Namen. Meist wird nur in Personalpronomen erzählt, sodass ich oft nicht wusste, um wen es gerade geht. Zum ersten Mal habe ich bei einem Buch komplett den Faden verloren und wusste nicht mehr, wer gerade gemeint war. Auch durch die Zeitsprünge wurde ich völlig aus dem Buch rausgebracht, da diese nur durch einen kurzen Absatz deutlich gemacht werden.
Das Buch ist auch nicht in Kapitel unterteilt, wodurch es wahrscheinlich deutlicher werden würde. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, wie dieses Buch mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet werden konnte.

Ich muss gestehen, dass ich das Buch nur bis zur Seite 95 (von 168) gelesen habe. Danach hab ich kapituliert. Und auch nur deshalb habe ich 1 Stern vergeben, da ich ja nicht weiß, wie es ausgeht und ob es sich noch steigert.

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