Inken Weiand Ich bin eine Prinzessin

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Inhaltsangabe zu „Ich bin eine Prinzessin“ von Inken Weiand

Mellani und ihre jüngeren Geschwister kennen kein heiles Familienleben. Die Eltern betrinken sich regelmäßig und neigen zu Gewaltausbrüchen. Die Kinder leben in ständiger Angst: vor dem gewalttätigen Vater, vor dem Hunger, vor der Schule, vor der Mutter, um die Mutter. Aus Angst schlägt Mellani auch alle Hilfsangebote aus und flüchtet in eine innere Welt, in der sie eine Prinzessin ist, die geachtet wird und sich verantwortungsvoll um ihr Volk kümmert. Als die Situation eskaliert, sind es eben diese inneren Bilder, die Mellani den Weg weisen. Der Roman „Ich bin eine Prinzessin“ wurde 2012 mit dem Kinder- und Jugendliteraturpreis des Landes Steiermark ausgezeichnet.

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  • "... Nur die Prinzessin selber, die kümmert sich vor allem um ihre Leute. ..." (S. 8)

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    Mellani geht in die 5. Klasse und führt ein Leben, wie es zu viele Kinder tun müssen. In der Schule kommt sie mehr schlecht als recht zurecht, es fehlt ihr ständig an Arbeitsmaterialien, sie trägt alte, zerschlissene Kleidung und wirkt im Ganzen sehr ungepflegt. Auch ihre schulischen Leistungen lassen sehr zu wünschen übrig, aber wenn sie gefragt wird, ob alles in Ordnung ist, bestätigt sie dies immer. Die häusliche Realität sieht jedoch ganz anders aus. Beide Elternteile sind arbeitslos und leben von Hartz IV. Der Vater ist schwerer Alkoholiker, der sowohl ihre Mutter, wie auch Mellani schlägt. Auch die Mutter trinkt, jedoch nur, wenn sie Sorgen hat, was jedoch angesichts der häuslichen Situation auch oft der Fall ist. Wenn sie getrunken hat, wird auch sie gelegentlich handgreiflich gegenüber Mellani. Komplettiert wird die Familie durch Mellanis jüngeren Bruder und ihre jüngere Schwester. Sie zu beschützen, dass hat sich Mellani zur Aufgabe gemacht. Denn sollte irgendwie nach Außen dringen, wie es in der Familie wirklich aussieht, dass droht Mellani und ihren Geschwistern das Kinderheim und von diesem hat ihr Vater ihr schon so manches erzählt, sodass Mellani alles tun würde, um sich und ihren Geschwistern dieses Schicksal zu ersparen. Ihr Leben ist Tag ein Tag aus geprägt von täglicher Gewalt und Sorgen um ihre jüngeren Geschwister. Oft liegt es in Mellanis Verantwortung, für ihre jüngeren Geschwister zu sorgen, sie in Sicherheit zu bringen, wenn der Vater wieder betrunken nach Hause kommt und sie sorgt dafür, dass ihre Geschwister was zu Essen bekommen, denn auch daran mangelt es häufig Zuhause. Um dies alles zu überstehen und immer für ihre Geschwister da zu sein, zieht Mellani sich häufig in ihre Fantasiewelt zurück, in der sie eine Prinzessin ist, denn Prinzessinnen sind immer glücklich, werden geliebt und ihnen widerfährt nie etwas Böses. Doch die Realität rückt kontinuierlich näher ... "... Nur die Prinzessin selber, die kümmert sich vor allem um ihre Leute. ..." (S. 8) Der Plot wurde sehr einfühlsam und einprägsam erarbeitet. Von der ersten Seite an kann man sich als Leser mit der Figur der Mellani identifizieren. Besonders gut gefallen hat mir, dass in diesem Buch von den Figuren eigentlich nur Mellanis Name genannt wird, denn es ist ihre Geschichte, die hier erzählt wird. Die Figuren, allen voran Mellani, wurden sehr tiefgründig und authentisch erarbeitet. Den Schreibstil empfand ich als sehr realistisch erarbeitet und dennoch, leicht verständlich, auch für Kinder, gehalten. Abschließend kann ich sagen, dass es sich hier um ein erschütterndes und dennoch hoffnungsvolles Kinderbuch handelt, welches für Kinder ab 6 Jahren geeignet ist.

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    Sabine17

    09. October 2014 um 22:44
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