Iny Lorentz Die Pilgerin

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Inhaltsangabe zu „Die Pilgerin“ von Iny Lorentz

Eine abenteuerliche Reise auf dem Jakobsweg Die Reichsstadt Tremmlingen im 14. Jahrhundert: Hier führt die junge und schöne Tilla als Tochter eines wohlhabenden Kaufherrn ein behütetes Leben. Da stirbt ihr Vater – und verfügt in seinem Testament, dass sein Herz in Santiago de Compostela begraben werden soll. Tillas Bruder schert sich jedoch nicht um den Letzten Willen seines Vaters und um dessen Wunsch, seine Tochter mit dem Sohn des Bürgermeisters zu verheiraten. Stattdessen zwingt er sie zur Ehe mit seinem besten Freund. Als Mann verkleidet flieht Tilla aus ihrer Heimatstadt. Ihr Ziel heißt Santiago de Compostela …

Eine meist spannende Pilgerreise mit vielen Plottwists, in denen die Protagonisten allerdings ein wenig zu häufig ihre eigene Geilheit bekun

— isabella_benz

Guter Stoff, teilweise etwas langatmig! Lesenswert!

— MartinaBaum

Das Buch fand ich an sich klasse, nur hat es sich an einigen Stellen echt hingezogen und es wurde zu langatmig. Aber an sich ein tolles Buch

— Moendchen

Schöne Geschichte!

— tiggger

Tolles Buch!

— Catago

Sehr interessante Geschichte, hat mir gut gefallen!

— Elphaba83

das ende war etwas langweilig ...

— Lightkeeper

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    Die Pilgerin

    KerstinTh

    07. September 2016 um 11:29

    Tremmlingen, 14. Jahrhundert. Tilla verbringt ein recht beschauliches Leben als Kaufmannstochter. Unerwartet stirbt Tillas Vater. Dieser hat in seinem Testament verfügt, dass sein Herz in der Pilgerstadt Santiago de Compostela begraben werden soll. Da im 14. Jahrhundert pilgern noch Männersache war, soll Tillas Bruder den letzten Wunsch des Vaters erfüllen. Dieser weigert sich allerdings. So ist es beschlossene Sache: Tilla macht sich auf nach Santiago de Compostela. Sie verkleidet sich als Mann und macht sich auf den beschwerlichen Weg. Tilla schließt sich einer Pilgergruppe an und erlebt mit diesen so manch ein Abenteuer. Ein sehr interessanter und gut geschriebener Roman. Die Beschreibungen sind so gut und wirklich hervorragend recherchiert, dass der Leser das Gefühl hat selbst auf Pilgereise zu sein. Ich kann diesen Roman sehr weiterempfehlen.

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  • Kann man, muss man aber nicht ...

    Die Pilgerin

    isabella_benz

    13. May 2016 um 20:31

    Als ihr Vater im Sterben liegt, verspricht die Kaufmannstochter Tilla - eigentlich Ottilie - sein Herz nach Santiago de Compostela zu bringen und dort zu begraben. Eigentlich besteht ihr Vater darauf, dass ihr Bruder dies tun soll, doch Otfried Willinger hat andere Pläne, die die Reichsstadt Tremmlingen von Grund auf verändern sollen. Als er sie dafür mit seinem Verbündeten Veit Gürtler vermählt, bleibt Tilla nichts anderes übrig als zu fliehen. Verfolgt von den Schergen ihres Bruders schließt sie sich als Mann verkleidet einer Pilgergruppe an, die von Ulm zum Grab des Heiligen Jakobus aufbricht.Auf dem Weg nach Santiago lauern allerlei Gefahren auf die Pilger, die das Ehepaar, das sich unter dem Pseudonym Iny Lorentz verbirgt, geschickt in mehrere Etappen aufteilt. Insgesamt ist der beinahe 700-Seiten starke Wälzer in 9 Abschnitte aufgeteilt. Dass der gesamte erste und zweite Teil und somit die ersten zweihundert Seiten des Werkes im Prinzip von dem handelt, was der Klappentext bereits verrät, ist ein wenig nervig. Dennoch hält das Autorenpaar die Spannung auch dort hoch und sorgt für einige überraschende Momente. Jeder der neun Teile enthält seinen eigenen Twist. So verliert die Gruppe aus unterschiedlichen Gründen zwischendurch Mitglieder, dafür kommen neue hinzu. Unter anderem stößt sehr früh Tillas Jugendfreund Sebastian Laux zu der Gruppe, dessen Bruder Damian Laux sie eigentlich nach dem Willen ihres Vaters hätte heiraten sollen. Im Großen und Ganzen haben mir die Konfliktpunkte, die in den einzelnen Teilen angelegt sind und sich immer wieder überschneiden gut gefallen. Dem Autorenehepaar gelingt es geschickt, die unterschiedlichsten Charaktere zu zeichnen. Dabei kann im Großen und Ganzen der Überblick durchaus behalten werden trotz der erstaunlichen Anzahl an Personen, mit denen der Roman aufwartet. Schön ist dabei auch, dass immer wieder Charaktere, die aus früheren Teilen bekannt waren, an plötzlich unerwarteten Stellen auftauchen. Gut gefallen haben mir außerdem die ausführlichen Wegbeschreibungen, die in mir mehr als einmal - trotz oder gerade wegen der Strapazen, die die Gruppe auf sich nehmen muss - die Lust geweckt haben, selbst einmal zu pilgern, obwohl das heutzutage sicher kaum vergleichbar ist mit damals. Außerdem ist die Entwicklung der Charaktere und was die Reise bei den einzelnen Teilnehmern auslöst deutlich gezeichnet, wenn dies mir persönlich auch manchmal zu sehr Holzhammer-mäßig gesagt wurde. Dies ist einer der Gründe, der dem Roman ein wenig Charme (und damit auch Sterne) nimmt. Zwei weitere sind zum einen, dass sich die Reise zwischendurch durchaus zieht und gerade beim Rückweg nach Ulm frage ich mich, ob ein Szenensprung nicht besser gewesen wäre, als noch einmal einige Seiten mit für mein Empfinden unnötigem Gelaber zu füllen. Zum anderen ging es mir irgendwann furchtbar auf den Wecker, dass (fast) alle Teilnehmer auf der Reise unbedingt ihr Liebesglück finden mussten. Teilweise wirkte das extrem erzwungen und Überraschungen gab es bei der Pärchenbildung auch kein, im Gegenteil, das meiste war sehr früh erkennbar. Dazu kommt, dass die Charaktere dann erst einmal Seitenlang einfach geil aufeinander sind. Mit Sexszenen spart das Ehepaar ebenfalls nicht, allerdings sind die mitunter so lieblos erzählt, dass es meines Erachtens nach besser gewesen wäre, es einfach gar nicht zu erwähnen. Dass dies einen Großteil des Romans ausgemacht hat, hat mich wirklich gestört. Ein wenig Romantik und Erotik kann einem solchen Roman durchaus die nötige Würze verleihen, hier hatte ich jedoch das Gefühl, dass es einfach zu gut gemeint war und statt der Brise Salz ein paar Löffel zu fiel in die Suppe geraten sind. An „Sexszenen“ hätten sie definitiv sparen und dafür die eingebauten schöner beschreiben können, frei nach dem Motto: weniger ist mehr.Das Buch ist gut geschrieben, das Autorenehepaar versteht sein Handwerk. Von einem Historienbestseller hätte ich mir allerdings mehr erwartet. Daher mein Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht.

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  • Pilgerreise

    Die Pilgerin

    BlondAngel

    11. December 2015 um 16:16

    Das Buch reißt den Leser, wie von Iny Lorentz gewohnt, in ein Gefühlschaos. Das Autorenehepaar hat in seinem Roman bewiesen, dass auch eine Pilgerreise spannend, abwechslungsreich und interessant sein kann. Das Buch wirkt keineswegs gezwungen - vielmehr hat der Leser das Gefühl, in eine Welt einzutauchen und die Geschichte wie einen Film zu erleben. Ottilie Willinger, kurz Tilla, ist für die Zeit, in der das Buch spielt, eine unheimlich moderne junge Frau. Sie lebt eine Mischung aus tiefstem Glauben und Aufklärung. Tilla betritt die Pilgerreise, verfolgt von den Häschern ihres Bruders, verkleidet als Mann. Allerdings blieben derlei Verkleidungen in Zeiten wie damals nicht aus, weil es für Frauen keine andere Möglichkeit der Sicherheit gab. Selbst Homosexualität wurde in diesem Roman sehr gekonnt behandelt. Es wird dem Leser schnell klar, unter welchem Zwang sich Homosexuelle im Mittelalter befunden haben müssen, da sie sich vor sich selbst ekelten, was ihnen vor allem durch die Gesellschaft in ihrer näheren Umgebung eingetrichtert wurde. Auch lernt man viele Aspelkte rund um das politische Geschehen in dieser Zeit kennen. Auch hier haben das Autorenpaar sehr gut recherchiert. Geschickt haben sie Fakten, historischen Hintergründe und Erfundenes miteinander verbunden. Genauso gut lassen die beiden den Leser dran teilhaben, was zwischenzeitlich in Tremmlingen passiert. So wird es nie langweilig und die Spannung wird wie in den anderen Büchern bis zum Schluss gehalten. Jeder Person wurde einen eigenen Charakter gegeben, so das nicht langweilig wird. So ist es interressant, wie die einzelnen Charakteren miteinander auskommen. Natürlich habe ich auf ein Happy End gehofft (ob es eins gibt, dazu müsst ihr es lesen) und was aus jeden Einzelnen wird. Dennoch habe ich auch was an den Buch auszusetzen. Denn an manchen Stellen erschien mir einzelne Kapitel etwas zu langatmig. Auch sind sehr viele verschiedene Personen eingebaut, das man leicht den Überblick verlieren kann. Bei den negativen Aspekten ist "Die Pilgerin" trotzdem eine wunderbare neue Geschichte, welche zugleich spannend und ergreifend geschrieben ist. Die Pilgerreise war in der damaligen Zeit bestimmt eine wichtige Erfahrung, so wie vielleicht auch heute noch.

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  • Pilger hatten es früher nicht leicht...

    Die Pilgerin

    Di_ddy

    15. March 2015 um 17:40

    Wenn sich eine Frau auf den Weg nach Santiago de Compostela macht um die Seele ihres verstorbenen Vaters zu retten und sich so gegen die Pläne und den Willen ihres Bruders stellt, dann verspricht das schon spannend zu werden. Wenn sich die ganze szenerie allerdings im Mittelalter abspielt, dann ist es garantiert spannend. Der Weg der Heldin ist voller Gefahren, und das nicht nur weil sie gezwungen ist sich als Mann auszugeben! Ein sehr schönes und gutgeschriebenes Buch. Es ist ein ernstzunehmender Angriff auf Ihre Freizeit ^^

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  • Kann man - muss man aber nicht

    Die Pilgerin

    isabella_benz

    02. August 2014 um 22:56

    Als ihr Vater im Sterben liegt, verspricht die Kaufmannstochter Tilla – eigentlich Ottilie – sein Herz nach Santiago de Compostela zu bringen und dort zu begraben. Eigentlich besteht ihr Vater darauf, dass ihr Bruder dies tun soll, doch Otfried Willinger hat andere Pläne, die die Reichsstadt Tremmlingen von Grund auf verändern sollen. Als er sie dafür mit seinem Verbündeten Veit Gürtler vermählt, bleibt Tilla nichts anderes übrig als zu fliehen. Verfolgt von den Schergen ihres Bruders schließt sie sich als Mann verkleidet einer Pilgergruppe an, die von Ulm zum Grab des Heiligen Jakobus aufbricht. Auf dem Weg nach Santiago lauern allerlei Gefahren auf die Pilger, die das Ehepaar, das sich unter dem Pseudonym Iny Lorentz verbirgt, geschickt in mehrere Etappen aufteilt. Insgesamt ist der beinahe 700-Seiten starke Wälzer in 9 Abschnitte aufgeteilt. Dass der gesamte erste und zweite Teil und somit die ersten zweihundert Seiten des Werkes im Prinzip von dem handelt, was der Klappentext bereits verrät, ist ein wenig nervig. Dennoch hält das Autorenpaar die Spannung auch dort hoch und sorgt für einige überraschende Momente. Jeder der neun Teile enthält seinen eigenen Twist. So verliert die Gruppe aus unterschiedlichen Gründen zwischendurch Mitglieder, dafür kommen neue hinzu. Unter anderem stößt sehr früh Tillas Jugendfreund Sebastian Laux zu der Gruppe, dessen Bruder Damian Laux sie eigentlich nach dem Willen ihres Vaters hätte heiraten sollen. Im Großen und Ganzen haben mir die Konfliktpunkte, die in den einzelnen Teilen angelegt sind und sich immer wieder überschneiden gut gefallen. Dem Autorenehepaar gelingt es geschickt, die unterschiedlichsten Charaktere zu zeichnen. Dabei kann im Großen und Ganzen der Überblick durchaus behalten werden trotz der erstaunlichen Anzahl an Personen, mit denen der Roman aufwartet. Schön ist dabei auch, dass immer wieder Charaktere, die aus früheren Teilen bekannt waren, an plötzlich unerwarteten Stellen auftauchen. Gut gefallen haben mir außerdem die ausführlichen Wegbeschreibungen, die in mir mehr als einmal – trotz oder gerade wegen der Strapazen, die die Gruppe auf sich nehmen muss – die Lust geweckt haben, selbst einmal zu pilgern, obwohl das heutzutage sicher kaum vergleichbar ist mit damals. Außerdem ist die Entwicklung der Charaktere und was die Reise bei den einzelnen Teilnehmern auslöst deutlich gezeichnet, wenn dies mir persönlich auch manchmal zu sehr Holzhammer-mäßig gesagt wurde. Dies ist einer der Gründe, der dem Roman ein wenig Charme (und damit auch Sterne) nimmt. Zwei weitere sind zum einen, dass sich die Reise zwischendurch durchaus zieht und gerade beim Rückweg nach Ulm frage ich mich, ob ein Szenensprung nicht besser gewesen wäre, als noch einmal einige Seiten mit für mein Empfinden unnötigem Gelaber zu füllen. Zum anderen ging es mir irgendwann furchtbar auf den Wecker, dass (fast) alle Teilnehmer auf der Reise unbedingt ihr Liebesglück finden mussten. Teilweise wirkte das extrem erzwungen und Überraschungen gab es bei der Pärchenbildung auch kein, im Gegenteil, das meiste war sehr früh erkennbar. Dazu kommt, dass die Charaktere dann erst einmal Seitenlang einfach geil aufeinander sind. Mit Sexszenen spart das Ehepaar ebenfalls nicht, allerdings sind die mitunter so lieblos erzählt, dass es meines Erachtens nach besser gewesen wäre, es einfach gar nicht zu erwähnen. Dass dies einen Großteil des Romans ausgemacht hat, hat mich wirklich gestört. Ein wenig Romantik und Erotik kann einem solchen Roman durchaus die nötige Würze verleihen, hier hatte ich jedoch das Gefühl, dass es einfach zu gut gemeint war und statt der Brise Salz ein paar Löffel zu fiel in die Suppe geraten sind. An „Sexszenen“ hätten sie definitiv sparen und dafür die eingebauten schöner beschreiben können, frei nach dem Motto: weniger ist mehr. Das Buch ist gut geschrieben, das Autorenehepaar versteht sein Handwerk. Von einem Historienbestseller hätte ich mir allerdings mehr erwartet. Daher mein Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht.

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  • Rezension zu "Die Pilgerin" von Iny Lorentz

    Die Pilgerin

    illunis

    03. June 2012 um 21:18

    Tochter Tilla versucht nach dem Tod ihres Vaters, dessen letzten Willen zu erfüllen und sein Herz nach Santiago de Compostela zu bringen. Vor ihrem Bruder, der sie mit seinem besten Freund verheiraten will, muss sie flüchten und verkleidet sich hierzu als Mann! Das ist mal wieder alles was ich vom Rahmen her noch weiß, es ist ja etwas länger her das ich es gelesen habe und noch dazu habe ich es auf der Arbeit damals gelesen ;-) Ich fand das Buch dennoch spannend und genial! Wieder mal der Schreibstil, derb, das mittelalter ganz roh präsentiert. Auch die Beschreibung wie Tilla sich als Mann verkleiden und sich durch das Leben schlagen muss sind wirklich gelungen und man ist ganz gefesselt!

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  • Rezension zu "Die Pilgerin" von Iny Lorentz

    Die Pilgerin

    Cuchilla_Pitimini

    03. June 2012 um 14:08

    Dieser Roman war sowohl mein erster von Iny Lorentz als auch mein erster Historienroman überhaupt. Schade, hätte ich dieses tolle Genre doch bloß früher für mich entdeckt! Der Geist des Mittelalters wird sehr gut eingefangen und schon nach wenigen Seiten sah ich mich selbst durch die Gassen des fiktiven Städtchens Tremmlingen schlendern. Im Laufe des Buches werden auch viele religiöse und politische Hintergrundfakten eingestreut. Ich muss zugeben, dass ich nicht alles um diesen Krieg zwischen Frankreich und England verstanden habe und was politisch in Spanien vor sich ging, blieb mir trotz „Geschichtlichem Überblick“ im Anhang ein Rätsel. Die ausführlichen Beschreibungen und Details um die politische Lage führten in meinen Augen leider zu ein paar Längen und haben mich teilweise verwirrt und überfordert. Mir blieb oft keine andere Wahl, als solche Stellen zu überfliegen und quer zu lesen. Aber trotzdem konnte ich der Handlung gut folgen und der rote Faden der Geschichte, nämlich die Pilgerfahrt, blieb im Fokus. Die monatelange Reise, alle Strapazen und die vielen verschiedenen Stationen wurden sehr plastisch und glaubhaft beschrieben. Ebenso die Figuren. Am Anfang fiel es mir etwas schwer, alle Namen auseinander zu halten, aber zu jedem Namen formte sich bald ein unverwechselbarer Charakter, sodass man alle Personen behält und wiedererkennt. Gut gefallen hat mir, dass keine perfekten Figuren dabei waren. Alle haben positive, aber auch negative Eigenschaften. Wie im realen Leben, waren mir einige Charaktere sympathischer als andere und andersrum. Die Hauptperson Tilla weist zwar einige stereotype „Heldeneigenschaften“ auf, aber trotzdem bleibt sie kein Stereotyp, kein 08/15-Charakter. Zumindest für mich nicht, habe ja noch nicht so viel Erfahrung in dem Genre. Ebenfalls positiv fand ich, dass oft die Perspektive gewechselt und nicht nur aus Tillas Sicht geschrieben wurde. So wurden neben der Pilgerfahrt auch immer wieder die Geschehnisse in Tremmlingen erzählt. Dies brachte etwas Spannung in die Geschichte, die ansonsten nunmal kein Thriller ist. Doch die Geschichte um Tillas Wallfahrt hat mich schon gefesselt und die beschriebene Welt hat mich in ihren Bann gezogen. Dazu beigetragen hat auch die mittelalterlich anmutende Sprache, die sich konsequent durchs Buch zieht und trotz mancher unbekannter Ausdrücke gut zu verstehen war. Das Ende, in welchem nochmal deutlich Spannung aufkommt, hat mich positiv überrascht und der Epilog schließt sich harmonisch an. Ein in sich stimmiges Buch, das mit einer für meine Begriffe, interessanten Geschichte, einer glaubhaft beschrieben Kulisse und gut ausgearbeiteten Charakteren punkten kann. Einzig die vielen, detaillierten politischen Fakten, die meine Aufnahmefähigkeit überstiegen, führen zu einem Punkt Abzug. Ich gebe 4 von 5 Sternen für „Die Pilgerin.“

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  • Rezension zu "Die Pilgerin" von Iny Lorentz

    Die Pilgerin

    Lerchie

    12. May 2012 um 11:24

    Es geschah in der Reichsstadt Tremmlingen im 14. Jahrhundert. Tilla, die Tochter eines wohlhabenden Kaufherrn wird, nach ihres Vaters Tod, gegen ihren Willen mit einem Freund ihres Bruders verheiratet. Doch nachdem ihr Mann sie brutal genommen hat, stirbt er noch in dieser Nacht. Als junge Witwe lässt man sie nicht aus dem Haus. Die Verwandten ihres Mannes sind gegen sie, denn sie hat ihnen das Erbe weggenommen. Und ihr Bruder macht keine Anstalten, den Wunsch ihres Vaters zu erfüllen, sein Herz in Santiago de Compostela zu begraben. Außerdem hat sie einen Verdacht, den sie jedoch nicht beweisen kann. Und so macht sie sich, verkleidet als Mann, selbst auf den Weg nach Santiago. Der Vater des von ihrem Vater bestimmten Ehemannes, schickt ihr seinen zweiten Sohn nach, um sie zu beschützen. Aber auch ihr Bruder hat etwas gegen ihre Pilgerfahrt, denn sie hat eine Schatulle mitgenommen, die ihm sehr gefährlich werden kann… Tilla zieht lange als Mann verkleidet mit einer Pilgergruppe mit. Doch irgendwann wird ihre Verkleidung auffliegen, und was dann? Denn es ist verboten als Frau Männerkleidung zu tragen und eine große Sünde… Währenddessen betätigt sich Tillas Bruder als Verräter, denn er will die Freie Reichsstadt Tremmlingen dem Bayernherzog übergeben. Versprochen wurde ihm dafür der Ritterschlag… Man fragt sich, ob Tilla ihr Ziel – Santiago de Compostela und den Ruheort für das Herz ihres Vaters – erreichen wird, oder werden ihre Verfolger sie vorher sehen und auch erkennen? Und wie geht es in Tremmlingen weiter, kann Tillas Bruder seinen Verrat ausführen und endgültig machen? Iny Lorentz hat auch hier wieder einen sehr spannenden historischen Roman geschrieben. Er hat mich gefesselt von Anfang bis zum Ende. Dies ist eine der Bücher, die ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich kann es jedem Freund historischer Roman nur wärmstens empfehlen.

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  • Rezension zu "Die Pilgerin" von Iny Lorentz

    Die Pilgerin

    Arethelya

    10. May 2011 um 17:08

    Am Totenbett ihres Vaters verspricht Tilla, sein Seelenheil zu schützen und sein Herz nach Santiago de Compostela zu bringen, wenn ihr Bruder keine Möglichkeit dazu findet. Obwohl er sich auf dem Weg der Besserung befindet, stirbt er und Tilla wird noch während der Trauerzeit an Veit Gürtler verheiratet, obwohl sie eigentlich Damian Laux versprochen war, dem Sohn des besten Freundes ihres Vaters. Nachdem ihr Ehemann unter mysteriösen Umständen im Brautbett stirbt, entschließt sich Tilla die Chance zu nutzen und den letzten Willen ihres Vaters zu erfüllen, denn sie weiß, dass ihr Bruder dies nicht tun wird. Sie begibt sich in Männerkleidung auf den Weg nach Santiago und wird dabei sowohl von Schergen ihres Bruders als auch von ihrem Jugendfreund Sebastian Laux verfolgt. Währenddessen versucht Otfried, Tillas Bruder, die Macht in Tremmlingen an sich zu reißen. Die Story ist nicht neu und hat mich ehrlich gesagt auch nicht sonderlich "vom Hocker gerissen". Dass eine junge Frau den letzten Willen ihres Vaters bzw. ihrer Familie allgemein erfüllt und dabei in Männerkleidung schlüpft, ist eine bekannte Grundlage der Geschichte. Auch der Verlauf der Pilgerfahrt brachte für mich kaum Überraschungen mit sich - erst als sie in Olivias Tal angelangten, war ich doch interessiert und dachte, vielleicht geht es ja anders aus als erwartet, aber leider wurde ich enttäuscht. Vielleicht würde ein Fortsetzerroman folgen, bei der Tillas Tochter zu Olivia geht, um die Aufgabe anzunehmen, die Olivia gern Tilla übertragen hätte? Die Liebesgeschichte zwischen Sebastian und Tilla wirkte auf mich selten recht echt. Ich weiß nicht, wie ich es klarer definieren soll, aber ich fand den Wechsel von anfänglicher Abneigung zu Zuneigung ruppig. Plötzlich konnte sich Sebastian vorstellen, mit Tilla Sex zu haben, obwohl er das früher vehement verneint hat. Aber in meinen Augen gab es dafür kein einschneidendes Ereignis. Er konnte sie öfter nackt sehen und ja, sie hat ihren Mut bewiesen, aber gerade letzteres hat doch Männer damaliger Zeit eher abgeschreckt als angestachelt. Ich weiß nicht, ich habe da einfach diese Wendung verpasst. Der Ausgang der Geschichte war für mich ebenfalls vorhersehbar, ebenfalls die vielen Verheiratungen gen Ende hin (die ich im Übrigen für auch sehr unwahrscheinlich halte... bitte, 3 Ehen auf einen Schlag?) Ich mochte aber den Schreibstil der Autorin recht gern, ebenso die Charaktere. Lorentz weiß zu beschreiben und eine Situation detailgetreu zu schildern. Ich konnte mich in jeden Moment hineinversetzen und war über dieses fundierte Geschichtswissen sehr erstaunt. Die Charaktere habe ich sehr lieb gewonnen, denn sie waren alle sehr unterschiedlich, was natürlich nur Reibereien bringen konnte. Trotzdem haben sie zueinander gefunden und wurden Freunde. Es war schön zu sehen, wie sich die Figuren weiterentwickelten, ohne gänzlich ihren Charakter zu verlieren - auch wenn ich Ambros' Entwicklung zur Memme sehr bedauerlich fand. Was mich jedoch wiederum sehr genervt hat, ist, dass die Männer hier ungemein triebhaft sind. Ständig denken sie nur an Huren, Frauen, reden übere ihre Genitalien und dass sie mal wieder eine Frau brauchen. Andauernd sind sie erregt, von den kleinsten Bemerkungen einer Frau oder wenn sie nur eine ansehen oder einfach so. Am Ende denkt Sebastian fast nur noch daran, dass er über Tilla herfallen möchte. Klingt für mich nicht nach Liebe. Allgemein kam sehr viel Sex vor, der nur von Männer ausging. Das war mir ein bisschen zu viel des Guten. Gern darf so etwas vorkommen, aber bitte in Maßen. Bedingt empfehlenswert. Nur für jene, die auf solche Romane stehen.

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  • Rezension zu "Die Pilgerin" von Iny Lorentz

    Die Pilgerin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. November 2010 um 19:45

    Ich finde die Bücher von Iny Lorentz einfach toll.

  • Rezension zu "Die Pilgerin" von Iny Lorentz

    Die Pilgerin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. August 2010 um 19:43

    Die Story an sich ist ja nichts Neues. Eine Frau verkleidet sich als Mann und versucht den letzten Wunsch ihres Vaters zu erfüllen. Dabei muss sie allerlei Abenteuer bestehen. Natürlich bleibt es nicht lange unentdeckt, dass sie eine Frau ist. Doch ändert dies nichts an den Freundschaften, die sie geschlossen hat. Die geschichtlichen Hintergründe sind - wie immer - gut recherchiert und auch genauestens wiedergegeben. Jedoch waren sie sehr nebensächlich für den Roman. Bei diesem Roman ist mir extrem aufgefallen, wie triebhaft Iny Lorentz die Männer darstellt. Ständig dachten diese an den Beischlaf mit Frauen, suchten Huren auf oder hatten eine "riesige Beule" in der Hose und Schwierigkeiten, zu diesem Zeitpunkt "abstinent" zu bleiben. Für mich ein schwacher Roman der Story wegen. Jedoch wieder großartig geschrieben...

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  • Rezension zu "Die Pilgerin" von Iny Lorentz

    Die Pilgerin

    mijou

    17. May 2010 um 22:18

    Wieder ein Meisterwerk von Iny Lorentz..Die junge Tilla, die einer Intrige zum Opfer fiehl, verkleidet sich als Knabe um das Herz ihres Vaters in Santiago de Compostella zu begraben. Wie immer gut recherchierte Geschichte leicht zu lesen...

  • Rezension zu "Die Pilgerin" von Iny Lorentz

    Die Pilgerin

    arno

    05. March 2010 um 21:34

    Hat mir gut gefallen

  • Rezension zu "Die Pilgerin" von Iny Lorentz

    Die Pilgerin

    Tshael

    26. January 2010 um 22:02

    Eine Frau verkleidet sich als Mann und pilgert nach Santiago de Compostela ... Hört sich spannend an - ist aber meiner Meinung nach das langweiligste Buch, das das Autorenpaar bisher abgeliefert hat. Keine Spannung, keine Höhen, keine Überraschungen. Okay, die Idee "Frau verkleidet sich als Mann" ist nicht neu und ich möchte es mal als Markenzeichen von Iny Lorentz bezeichnen - aber hier gelingt es nicht, mit demselben Schwerpunkt wie in den anderen Büchern eine gute Geschichte zu erzählen. Die Charaktere sind lieblos beschrieben, ohne Tiefe, ihre Handlungen teilweise nicht nachvollziehbar - und Vergewaltigungen scheinen ein Allheilmittel zu sein. Danke, aber da wechsel ich lieber zu Sabine Ebert und ihrer Hebamme ...

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  • Rezension zu "Die Pilgerin" von Iny Lorentz

    Die Pilgerin

    Ann91

    24. September 2009 um 20:12

    Eine junge Frau, die sich im 14. Jahrhundert gegen ihre Familie stellt und als Mann verkleidet den Jakobsweg beschreitet - dies ist die Grundlage für den Roman von Iny Lorentz. Die leicht nachvollziehbare Handlung sowie die einfache, aber lebendige Sprache lassen den Leser in die Welt des 14. Jahrhunderts eintauchen und zeigen realistisch das Leben in dieser Zeit. Für mich genau das richtige Buch, um zu entspannen und dem Alltag für einige Augenblicke zu entfliehen.

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