Die Widerspenstige

von Iny Lorentz 
4,2 Sterne bei13 Bewertungen
Die Widerspenstige
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Positiv (11):
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packend und fesselnd

Kritisch (1):
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Hat sich irgendwie gezogen, ich fand es nicht so spannend wie andere Bücher von Iny Lorentz...

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Inhaltsangabe zu "Die Widerspenstige"

Um ihr Erbe betrogen und auf der Flucht vor einer erzwungenen Ehe gibt Johanna von Allersheim sich als Mann aus. Zuflucht finden sie und ihr Zwillingsbruder Karl schließlich bei Adam Osmanski, einem entfernten Cousin und Festungskommandanten in Polen, der die Geschwister allerdings nicht eben freundlich willkommen heißt. Nicht ahnend, dass Adam über ihre Identität Bescheid weiß, beschließt Johanna, ihre Tarnung aufrechtzuerhalten. Adam spielt ihr Spiel mit, bewundert er doch widerwillig den Mut der jungen Frau. Plötzlich ergeht der Befehl an alle Männer der Festung, sich dem königlichen Heer anzuschließen, denn die Truppen des Osmanischen Reiches ziehen gegen Wien – zu spät für Johanna, ihr wahres Geschlecht aufzudecken.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426663837
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:688 Seiten
Verlag:Knaur
Erscheinungsdatum:02.10.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 02.10.2017 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Lisa89vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: ich habe mich sehr auf das Buch gefreut doch irgendwie hat es mich nicht so umgehauen wie die anderen. Es war etwas fad und hat sich sehr ge
    Iny Lorentz nicht in Bestform...

    ich habe mich sehr auf das Buch gefreut doch irgendwie hat es mich nicht so umgehauen wie die anderen. Es war etwas fad und hat sich sehr gezogen normal verschlienge ich die Bücher doch ich brauchte wochen. und es war sehr vorhersehbar.

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    Kirschbluetensommers avatar
    Kirschbluetensommervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Hat sich irgendwie gezogen, ich fand es nicht so spannend wie andere Bücher von Iny Lorentz...
    Enttäuschend zu lesen

    Johanna und Karl müssen - als ihr Vater stirbt - vor ihrer Stiefmutter und ihrem Halbbruder nach Polen in die Heimat ihrer Mutter fliehen, um bei noch lebenden Verwandten unterkommen zu können. Um auf dem Weg dorthin nicht erkannt zu werden, verkleidet sich Johanna als Mann und wird so zu Jan. So gelangen sie schließlich zu ihrem entfernten Cousin Adam Osmanski, der sie bei sich aufnimmt. Doch auch dort erhält Johanna ihre Tarnung aufrecht. Als schließlich der Befehl zum Krieg gegen die Türken kommt, ist es zu spät, sich als Frau zu outen und sie zieht mit dem Heer nach Wien...


    Ich muss sagen, ich habe schon bessere Romane von Iny Lorenz gelesen. Der Anfang des Buches ist auch noch recht spannungsgeladen. Leider lässt aber die Spannung, sobald die Geschwister in Polen angekommen sind, schlagartig nach und die Geschichte plätschert nur noch so vor sich hin. Einzig die verschiedenen actionreichen Schilderungen der verschiedenen Schlachten lassen zwischendurch etwas Spannung aufkommen. Bis sie jedenfalls tatsächlich Richtung Wien ziehen, vergeht viel Lesezeit.

    Hinzu kommen die ganzen polnischen Namen, die meinen Lesefluss ebenfalls gestört haben. Gut, das liegt vielleicht in der Natur der Sache, wenn der Großteil des Buches in Polen spielt, dennoch habe ich mich gefragt, ob es nicht leichter zu lesende Namen gegeben hätte.

    Die Handlung kommt ohne großartig überraschenden Wendungen aus. Ich hatte beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass das eine altbekannte Handlung ist. Der innovative Anteil der Geschichte ist klein und liegt einzig und allein im Setting der Geschichte. Über den Krieg gegen die Türken vor Wien habe ich bislang tatsächlich keinen historischen Roman gelesen. Da wäre es schön gewesen, wenn die türkische Seite noch stärker ausgebaut worden wäre und sie nicht nur als Feinde dargestellt worden wären. Munjah und ihr Vater als türkische Protagonisten war mir da zu wenig.

    Die meisten Charaktere sind wie immer bei Iny Lorentz gewohnt einseitig dargestellt - wer gut ist, ist gut, wer böse ist, bleibt böse. Und dennoch gab es drei Charaktere, die mich überrascht haben, weil sie aus diesem Schema ausbrechen. Dennoch wären auch hier mehr Spannung und überraschende Momente drin gewesen.

    Etwas enttäuscht war ich vom Ende. Das ging mir dann doch ein bisschen zu schnell. Da hätte ruhig der Mittelteil etwas gerafft werden und dafür das Ende noch mehr ausgebaut werden dürfen. Auch Johannas Enttarnung hätte ruhig noch etwas überraschender ausfallen dürfen. Das fand ich ebenfalls enttäuschend, da man als Leser quasi ja das ganze Buch über auf diesen Moment hinfiebert und dann geschieht es doch relativ unspektakulär.

    Insgesamt ist das Buch ganz nett zu lesen. Wer sich mal in die Geschichte Polens und in die Zeit des Krieges gegen die Türken vor Wien vertiefen möchte, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen. Dennoch sollte man nicht allzu viel von diesem Buch erwarten.

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    -sabine-s avatar
    -sabine-vor 7 Monaten
    Die Widerspenstige

    Die Idee der Geschichte ist wahrlich keine neue – junge Frau auf der Flucht muss sich als Junge verkleiden und durchschlagen –, trotzdem hat mir die Umsetzung gefallen: ich hatte schöne Lesestunden und fühlte mich gut unterhalten.

    Das Autorenduo hat es wieder geschafft, mich zu fesseln und in eine andere Zeit zu katapultieren. Man wird direkt rein geschmissen ins Geschehen und es dauert auch nicht lange, bis sich die Geschwister Johanna und Karl auf die Flucht machen – und hier erleben sie einiges: es gibt Schlachten und Kriege, Intrigen und Verrat, Freundschaft und Kameradschaft und im Laufe der Geschichte auch ein bisschen Romanze. Die nimmt aber wirklich nur einen kleinen Teil ein und steht nie im Vordergrund.

    Johanna und Karl mochte ich beide – auch wenn sie ganz unterschiedlich sind. Während Karl eher zurückhaltend und vorsichtig ist, prescht Johanna immer direkt nach vorne, ist neugierig und selbstbewusst und lässt sich so schnell nicht einschüchtern. Gegen sie wirkt Karl immer ein wenig blass, obwohl auch er sich nicht verstecken muss. Beide haben ihr Herz am rechten Fleck und sind sehr loyal – ich habe sie gerne begleitet und mit beiden gefiebert. Aber auch andere Charaktere sind gut gezeichnet – auch wenn die Bösen böse und die Guten gut sind und es da leider nur wenige Abstufungen gab, fand ich die Figuren doch gelungen.

    Die Geschichte selber ist gut recherchiert und man erfährt als Leser einiges über das osmanische Reich – ich fand das interessant, da ich bisher dazu nur wenig gelesen habe. Dabei wird es aber nie langweilig, sondern die Geschichte ist lebendig erzählt und besticht durch einige Überraschungen und Wendungen. Lediglich im Mittelteil waren es mir dann zu viele der Schlachten und es wurde etwas langatmig – diese „Durststrecke“ hat aber nicht lange angehalten und bald war ich wieder gefesselt. Auch wenn man als Leser ahnt, wie sich die Geschichte um Johanna auflösen wird, hat das den Lesespaß nicht getrübt.

    Der Schreibstil ist gewohnt leicht zu lesen, schafft es, die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen und wird durch viele Dialoge sehr lebendig – so sind die Seiten rasch dahingeflogen. Ein wenig gefehlt hat mir lediglich die Tiefe in der Geschichte, weil sie doch sehr konstruiert wirkt – dennoch hatte ich unterhaltsame Lesestunden und gebe daher 4 von 5 Sternen.

    Mein Fazit
    Auch wenn ich schon viele Geschichten gelesen habe, in denen sich eine Frau als Mann verkleidet durchs Leben schlägt, hat mich „Die Widerspenstige“ doch überzeugen können – die Charaktere sind sympathisch, der Schreibstil angenehm und das Szenario für mich mal ein anderes. Lediglich die Tiefe hat mir bei dieser eher konstruiert wirkenden Geschichte gefehlt, trotzdem wurde ich gut unterhalten und gebe 4 von 5 Sternen.

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    Gartenkobolds avatar
    Gartenkoboldvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: packend und fesselnd
    spannend und eindrucksvoll

    Die Protagonistin Johanna von Allersheim lebt zusammen mit ihrem Bruder Karl auf Burg Allersheim, als ihr Vater stirbt, werden sie von der dritten Ehefrau ihres Vaters nicht nur um ihr Wohnrecht in der Burg selbst gebracht, sondern auch das Testament wird zu ihren Ungunsten verfälscht. Beide sehen ihr Heil nur noch in der Flucht zu polnischen Verwandten, denn Joanna soll mit einem wesentlich älteren Mann verheiratet werden und Karl soll ins Kloster eintreten. Um die Flucht zu vereinfachen, verkleidet sich Johanna als junger Mann und so tauchen beide nach den ersten Abenteuern in Polen bei ihrem Cousin Adam auf, der sie nicht unbedingt freundlich empfängt. Zwar haben die Geschwister vor, ihrem Cousin reinen Wein einzuschenken, doch der Lauf der Geschichte spielt mit ihnen ein anderes Spiel, sie geraten in die Schlacht um Wien…
    Gleich der Prolog beginnt spannend mit dem Gespräch zwischen dem polnischen König Jan III und Adam, der nach der Ermordung seines Großonkels durch die Tataren….
    Grundlage des Romans sind die Türkenkriege, Kriege zwischen dem sich nach dem Untergang von Byzanz im Jahre 1453 nach Norden und Westen ausbreitenden Osmanischen Reich und dem christlich geprägten Europa, hauptsächlich gegen die Habsburger und Polen mit dem Höhepunkt der Belagerung Wiens.
    Zur Veranschaulichung und zum besseren Verständnis ist eine Karte der Anmarschwege zu Beginn und zum Ende eingefügt. Außerdem ergänzen Quellenangaben, eine Aufstellung der fiktiven und historischen Personen sowie ein Glossar zur Erläuterung der Begriffe den Roman.
    Die beiden Autoren verstehen sind auf sehr gut recherchierte historische Romane, der Schreibstil ist flüssig, spanend und vor allen Dingen fesselnd, sie machen Geschichte mit schmückendem Beiwerk lesbar und lebendig. Die Charaktere wirken authentisch, wenn auch vielleicht Johanna alias Jan manchmal ein wenig zu widerspenstig erscheint, aber das macht diese Protagonistin des Romans aus, sie ist widerspenstig. Für manche Leser vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig sind die polnischen Namen, in die man sich als Leser allerdings schnell einfindet. Der Leser taucht ein in die Geschichte, wird mitgenommen auf eine Reise in die damalige Zeit und ist mittendrin im Geschehen.
    Die beiden Autoren haben einen wirklich lesenswerten historischen Roman geschrieben, der spannend ist und den Leser sehr gut unterhält, von mir eine Leseempfehlung.

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    Muschelvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Gute unterhaltung
    Unterhaltsam

    Dieser Ronan des Autorenpaares hat mir etwas besser gefallen als der vorherige. In dieser Geschichte waren die Charaktere wieder lebendiger. Auch die Handlung um Johanna war rund. Gewohnt gute Unterhaltung von Iny Lorentz, dennoch nicht ihr bester Roman wie z.B Feuertochter.

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    -sabine-s avatar
    -sabine-vor 10 Monaten
    Die Widerspenstige

    Die Idee der Geschichte ist wahrlich keine neue – junge Frau auf der Flucht muss sich als Junge verkleiden und durchschlagen –, trotzdem hat mir die Umsetzung gefallen: ich hatte schöne Lesestunden und fühlte mich gut unterhalten.

    Das Autorenduo hat es wieder geschafft, mich zu fesseln und in eine andere Zeit zu katapultieren. Man wird direkt rein geschmissen ins Geschehen und es dauert auch nicht lange, bis sich die Geschwister Johanna und Karl auf die Flucht machen – und hier erleben sie einiges: es gibt Schlachten und Kriege, Intrigen und Verrat, Freundschaft und Kameradschaft und im Laufe der Geschichte auch ein bisschen Romanze. Die nimmt aber wirklich nur einen kleinen Teil ein und steht nie im Vordergrund.

    Johanna und Karl mochte ich beide – auch wenn sie ganz unterschiedlich sind. Während Karl eher zurückhaltend und vorsichtig ist, prescht Johanna immer direkt nach vorne, ist neugierig und selbstbewusst und lässt sich so schnell nicht einschüchtern. Gegen sie wirkt Karl immer ein wenig blass, obwohl auch er sich nicht verstecken muss. Beide haben ihr Herz am rechten Fleck und sind sehr loyal – ich habe sie gerne begleitet und mit beiden gefiebert. Aber auch andere Charaktere sind gut gezeichnet – auch wenn die Bösen böse und die Guten gut sind und es da leider nur wenige Abstufungen gab, fand ich die Figuren doch gelungen.

    Die Geschichte selber ist gut recherchiert und man erfährt als Leser einiges über das osmanische Reich – ich fand das interessant, da ich bisher dazu nur wenig gelesen habe. Dabei wird es aber nie langweilig, sondern die Geschichte ist lebendig erzählt und besticht durch einige Überraschungen und Wendungen. Lediglich im Mittelteil waren es mir dann zu viele der Schlachten und es wurde etwas langatmig – diese „Durststrecke“ hat aber nicht lange angehalten und bald war ich wieder gefesselt. Auch wenn man als Leser ahnt, wie sich die Geschichte um Johanna auflösen wird, hat das den Lesespaß nicht getrübt.

    Der Schreibstil ist gewohnt leicht zu lesen, schafft es, die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen und wird durch viele Dialoge sehr lebendig – so sind die Seiten rasch dahingeflogen. Ein wenig gefehlt hat mir lediglich die Tiefe in der Geschichte, weil sie doch sehr konstruiert wirkt – dennoch hatte ich unterhaltsame Lesestunden und gebe daher 4 von 5 Sternen.

    Mein Fazit
    Auch wenn ich schon viele Geschichten gelesen habe, in denen sich eine Frau als Mann verkleidet durchs Leben schlägt, hat mich „Die Widerspenstige“ doch überzeugen können – die Charaktere sind sympathisch, der Schreibstil angenehm und das Szenario für mich mal ein anderes. Lediglich die Tiefe hat mir bei dieser eher konstruiert wirkenden Geschichte gefehlt, trotzdem wurde ich gut unterhalten und gebe 4 von 5 Sternen.

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    detlef_knuts avatar
    detlef_knutvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Abenteuerreise von Johanna und Karl, gekoppelt an historische Geschehnisse
    Abenteuerreise von Johanna und Karl, gekoppelt an historische Geschehnisse

    Die Zwillinge Johanna und Karl von Allersheim, deren Mutter aus Polen stammte, verlieren nun auch ihren Vater. Ihre Stiefmutter ist ihnen nicht wohlgesonnen. Sie beeinflusst nicht nur deren großen Halbbruder Matthias, sondern lässt auch das Testament des Vaters fälschen, um an die Macht und den Besitz des Grafen zu kommen. Die Zwillinge sehen die Flucht als ihren einzigen Ausweg. Sie machen sich mit einem ihrer Knechte auf den Weg nach Polen. Johanna verkleidet sich dabei als Mann. So machen sie sich auf die Suche nach ihren polnischen Verwandten. Da sie noch jung sind, werden sie unter die Vormundschaft von Osmanski gestellt, dem Anführer einer polnischen Kampfestruppe, die an der Grenze das Land gegen die Tataren verteidigt. Von da an beginnen die gefährlichen Abenteuer von „Jan"  und Karol, die bei der Ausbildung zum Kampf beginnt, über die Kämpfe mit den Tataren bis zur Schlacht des polnischen Heeres gegen die Türken geht.

    Iny Lorenz haben sich ein besonderes europäisches Ränkespiel der Geschichte zum Hintergrund gewählt. Mit liebevoll gezeichneten Figuren und einer spannenden und abenteuerlichen Handlung bringen sie das Thema anhand vieler Details dem Lesern nahe. Zwar sind im Wesentlichen die Bösen und Guten ziemlich schnell erkennbar, jedoch kann sich der Leser auf einige Überraschungen gefasst machen. Wie Wölfe im Schafspelz wechseln manche ihren Charakter. Chronologisch aneinandergereiht sind die Abenteuer der beiden auf ihrem Weg zu ihrem Recht. Die Geschehnisse der Zeit sind im Hintergrund stets präsent. Es schadet nicht, die Nachbemerkung der Autoren zu Beginn oder zwischendurch zu lesen. An der Wahrheit wird bei aller Fiktion dieses Romans nicht gerüttelt.

    Ungewohnt wie auch bei anderen Romanen, die in Osteuropa oder Asien spielen, sind die Namen, an die sich der Leser gewöhnen muss. Dabei haben die Autoren zu einer guten Mischung zwischen deutscher und polnischer Schreibweise gefunden, so dass man gut damit klar kommt.

    Mir hat die Abenteuerreise von Johanna und Karl, gekoppelt an die historischen Geschehnisse viel Spaß gemacht!

    Iny Lorentz
    Die Widerspenstige
    Droemer Knaur Verlag, München
    ISBN 9783426663837

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    © Detlef Knut, Düsseldorf 2017

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor einem Jahr
    Die Widerspenstige

    Lesegrund: 

    Ich lese die Bücher von Iny Lorentz sehr gerne und war schon gespannt auf ihr neuestes Werk.

     

    Handlung: 

    In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Johanna von Allersheim, die um ihr Erbe betrogen wurde. Zudem soll Johanna eine erzwungene Ehe eingehen, weshalb sie beschließt, als Mann verkleidet, zu flüchten. Zuflucht findet sie schließlich bei Adam Osmanski, einem entfernten Cousin. Johanna ahnt nicht, dass Adam über ihre Identität Bescheid weiß und hält die Fassade daher aufrecht. Adam hingegen bewundert, wenn auch widerwillig, Johanna's Mut. Doch Johanna gerät schon kurz darauf in arge Bedrängnis, als ein Befehl an alle Männer der Festung geht, dass sie sich dem königlichen Heer anzuschließen haben. Der Zeitpunkt ist schnell verpasst ihre wahre Identität aufzudecken und das Heer maschiert bereits unaufhaltsam Richtung Wien ...  

     

    Schreibstil: 

    Der Schreibstil von Iny Lorentz hat mir, auch in diesem Buch, wieder sehr gut gefallen. Ich mag die Art, wie die Autoren die geschichtlichen Gegebenheiten mit bildhaften Beschreibungen zum Leben erwecken und zudem gelingt es ihnen mein Interesse an den weiteren Geschehnissen aufrechtzuerhalten. 

    Charaktere: 

    Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen. Am meisten Eindruck hat hier allerdings die Protagonistin auf mich gemacht und ich finde die Autoren haben mit ihr eine tolle Persönlichkeit und starke Frau geschaffen. Die Nebencharaktere bieten zudem eine schöne Mischung aus Unterstützern und Widersachern, was die Entwicklungen interessanter machte.

     

    Spannung: 

    Den Spannungsbogen haben die Autoren recht gut gehalten, aber ich hätte mir am Anfang ein etwas höheres Tempo gewünscht. Nach einer gefühlten Anlaufphase wurde die Handlung dichter und auch spannender, was ich toll fand. Diese Spannung hielt sich dann auch, auf einem meist mittleren Niveau, bis zum Ende der Geschichte.

     

    Emotionen:  

    Die Emotionen werden in dieser Geschichte besonders durch die Protagonistin Johanna deutlich gemacht. Ihr Schicksal und ihr zäher und starker Wille wurde von den Autoren schön eingefangen. Auf der anderen Seite gab es aber auch einfühlsamere Momente, was im Zusammenspiel eine wirklich schöne Mischung ergeben hat.

     

    "Die Widerspenstige" ist eine interessante Geschichte, die mir besonders durch die starke und vielschichtige Protagonistin gut gefallen hat!

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    HEIDIZs avatar
    HEIDIZvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wirklich lesenswerter historischer Roman, der sich locker und flüssig lesen lässt und kurzweilig spannende Unterhaltung bietet.
    Historischer Leckerbissen

    Das Buch ist mal wieder ein dicker Wälzer. Einführend sieht man doppelseitig im Umschlag eine historische Karte mit eingezeichneten Anmarschwegen.

     

    Johanna von Allersheim gibt sich als Mann aus. Sie wurde von der Stiefmutter um ihr Erbe betrogen und ist auf der Flucht, da man sie gegen ihren Willen verheiraten will. Ihr Zwillingsbruder Karl, dem eine Zukunft im Kloster bevorstehen würde, flüchtet mit ihr. Die beiden kommen bei einem Cousin unter. Nun sind sie also in Polen und Adam ist nicht gerade freundlich zu den beiden jungen Leuten. Adam - so denkt Johanna jedenfalls - weiß nicht, dass sie eine Frau in Verkleidung ist. Eigentlich findet Adam Johanna mutig, dennoch - er spielt ihr Spiel mit - ist aber reserviert und dann passiert etwas, was alles durcheinanderwirbelt. Alle Männer sollen sich dem königlichen Heer anschließen, um gegen Wien zu ziehen.

     

    Nun ist es zu spät, sich als Frau zu erkennen zu geben.

     

    Wir steigen mit einem Prolog gleich extrem spannend in das Buch ein. Teil 1 ("Das Testament") führt uns dann in die eigentliche Handlung. Die Türkenkriege sind Grundlage der historischen Rahmenhandlung.

     

    Leseprobe:

    ========

     

    Bartosz und Tobiasz Smulkowski waren nicht die einzigen Neuen, die zu Adams Fähnlein stießen. Ignacy traf in Warschau einige Freunde, die stolz darauf waren, unter Osmanskis Kommando reiten zu dürfen. Fast  jeder besaß seine eigene Rüstung und einen Helm, und bei dem kleinen Rest bettelte Ignacy so lange Meister Piotr an, bis dieser die fehlende Ausrüstung herausrückte. ...

     

    Im Glossar werden Begriffe erläutert und die historischen Personen und die fiktiv handelnden Personen sind auch im Anschluss an den Roman aufgeführt. Das Buch ist in acht Teile gegliedert.

     

    Ich finde diesen historischen Roman wieder rundherum gelungen, von Anfang an wird man in eine lebendige Handlung involviert und man kann das Buch kaum aus der Hand legen, weil diese Spannung ständig noch weiter ausgebaut wird. Die Autoren haben es wieder einmal geschafft, Historie lebendig in Romanform zu verpacken. Man spürt, dass umfassend recherchiert wurde. Man fühlt sich in diese Zeit und die Region hinein versetzt. Mir hat die Geschichte um Johanna sehr gut gefallen. Sie ist glaubwürdig und könnte damals genauso passiert sein.

     

    Die Umsetzung der Idee bezogen auf Schreibstil und Inhalt ist extrem gelungen. Man fühlt, dass die Autoren sich wohl fühlen und mit ihrem Roman identifizieren. Die Namen sind nicht ganz so einfach zu lesen, aber nach einigen Kapiteln schafft man das sehr gut, weil es nicht zu viele sind, sondern sie immer wieder kehren. Außerdem gibt es diesbezüglich ja im Anhang die Erklärungen, innerhalb derer man nachschlagen kann. Sind halt polnische Namen, passend gewählt, die uns nicht so leicht über die Lippen gehen.

     

    Ein wirklich lesenswerter historischer Roman, der sich locker und flüssig lesen lässt und kurzweilig spannende Unterhaltung bietet.

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    Engel1974s avatar
    Engel1974vor einem Jahr
    Kurzmeinung: wieder einmal schafft es das Autorenpaar Geschichte lebendig werden zu lassen, die Hintergrundgeschichte ähnelt dabei leider vielen anderen
    wieder einmal schafft es das Autorenpaar Geschichte lebendig werden zu lassen ...

    Mit ihrem neuen Epos „Die Widerspenstige“ entführt uns das Autorenpaar Elmar und Iny Lorentz in die Zeit der Türkenkriege, im 17. Jahrhundert. Das Autorenpaar, vereint unter den Namen Iny Lorentz, steht seit vielen Jahren als Garantie für spannende Unterhaltung im historischen Genre. So haben sie bereits über 13 Millionen Bücher verkauft und auch zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

    Buchinfo:

    In ihrem neuen Roman steht die Zeit der Türkenkriege im Mittelpunkt, eingebettet wurden dazu natürlich noch eine Liebesgeschichte und so einige Menschenschicksale. Nach dem Tod ihres Vaters werden die Zwillinge Karl und Johanna von ihrer Stiefmutter und ihrem Halbbruder um ihr Erbe gebracht. Das gefälschte Testament sieht für Johanna eine Ehe mit einem wesentlich älteren Mann und für Karl ein Leben im Kloster vor. Keine gute Perspektive für die Beiden, so beschließen sie ihr Elternhaus heimlich zu verlassen und Zuflucht bei polnischen Verwandten zu suchen. Da Johanna auf der Flucht erkannt werden könnte, verwandelt sie sich in Jan.

    In Polen finden sie bei einem Cousin Unterschlupft, doch Johanna verpasst den perfekten Zeitpunkt ihr Geheimnis preis zu geben und beschließt ihre Tarnung weiterhin aufrecht zu erhalten. Gemeinsam mit ihrem Bruder wird sie zum „Kämpfer“ ausgebildet und erreicht sogar viel Ansehen unter den Männern der Truppe ihres Cousins. Dabei ahnt sie nicht, dass dieser von Anfang an über ihre wahre Identität Bescheid weiß.

    Als ein Befehl des Königs die Truppe ereilt und sie aufgefordert werden sich dem Heer des Königs anzuschließen ist es für Johanna fast zu spät ihr Geheimnis zu offenbaren.

    Meinung:

    Wie immer ist auch dieser Roman des Autorenduos hervorragend recherchiert, wobei man merkt dass sehr viel Liebe und Aufmerksamkeit auch auf die kleinsten Details gelegt wurde. Der Roman ist wie jeder andere aus der Hand der Autoren mit einer sehr geballten Handlung und einem angenehmen Schreibstil ausgestattet, so dass eine gute Unterhaltung gewährleistet ist.

    Was mir nicht so gefallen hat ist die Ähnlichkeit mit vielen seiner Vorgänger, da wird jemand um sein Erbe gebracht, begibt sich auf die Flucht und muss sich als Junge verkleiden, viele werden jetzt schon beipflichten all das hatten wir schon mal und nicht nur einmal, da hätte ich mir dann doch mehr Einfallsreichtum der Autoren gewünscht.

    Einen weiteren Kritikpunkt muss ich dieses Mal leider der Namenswahl bei den Protagonisten aussprechen. Wir befinden uns zwar in polnischem Gebiet und es liegt auch auf der Hand das hier polnische Namen verwendet werden, doch die hier gewählten sind nicht immer leicht auszusprechen. So stolpert man beim Lesen immer wieder über diese Namen, was den Lesefluss doch etwas einschränkt.

    Da die Autoren es trotz meiner Kritikpunkte geschafft haben für mich die Zeit der Türkenkriege lebendig werden zu lassen, ich mit den Protagonisten mit fiebern konnte und der Roman mich gut unterhalten vergebe ich diesem Roman dennoch 4 Sterne.

    Fazit: wieder einmal schafft es das Autorenpaar Geschichte lebendig werden zu lassen, die Hintergrundgeschichte ähnelt dabei leider vielen anderen Romanen der Autoren

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