Ippolito Nievo Am Ufer des Varmo

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Inhaltsangabe zu „Am Ufer des Varmo“ von Ippolito Nievo

In seinen Dorfgeschichten, den Novelle paesane, beschreibt Ippolito Nievo die herbe Schönheit Friauls und stellt dem idyllischen Leben auf dem Lande die Dekadenz des Adels gegenüber. Er erzählt von der Lebensgeschichte zweier Müllerskinder und ihren wilden Spielen am Flussufer des Varmo; von einem beherzten Mädchen auf der Reise zu ihrem cholerakranken Bruder nach Brescia oder von zwei Liebenden, die am Hochmut eines italienischen Felix Krull fast zerbrechen. Nievo, der als Soldat aktiv für die Nationalbewegung an der Seite Giuseppe Garibaldis kämpfte, starb im Alter von nur 30 Jahren. Er bestieg 1861 das Schiff Ercole, das den heimatlichen Hafen nie erreichen sollte.

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  • Von einfachen Menschen und ihren Schicksalen

    Am Ufer des Varmo

    WinfriedStanzick

    16. April 2015 um 07:56

    Ippolito Nievo, geboren 1831 in Padua, war bis zu seinem Tod 1861 im Freiheitskampf Italiens ein Intellektueller, der sich mit Leidenschaft für die italienische Einigung engagierte. Er wollte mit seinen Büchern auf seine Landsleute einwirken. Besonders sein nach seinem Tod erschienenes 1500 seitiges Hauptwerk „Die Bekenntnisse eines Italieners“ eine Mischung aus Abenteuergeschichte, Schauermärchen, Memoirenliteratur und ländlichem Sozialroman hat ihn über die Grenzen Italiens bekannt gemacht. Der Folio Verlag in Bozen legt nun erstmals in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Am Ufer des Varmo“ drei Dorfgeschichten vor, „novelles paesane“, in denen Nievo die herbe und ihn sein Leben lang bezaubernde Schönheit Friauls beschreibt. Dem idyllischen Leben auf dem Land stellt er den Niedergang des Adels gegenüber, ein Thema, das er auch in seinen anderen Romanen immer wieder variierte. In den drei Geschichten spielt der Erzähler mit einem humorvollen Tonfall, wenn er von einfachen Menschen und ihren Schicksalen erzählt. Immer wieder formuliert er literarische Seitenhiebe auf die bürgerliche Klasse und deren falsches Leben. Als er 1861 im Alter von nur 29 Jahren auf dem Weg mit Garibaldis Freiheitskämpfern nach Sizilien ums Leben kam, konnte er schon auf ein umfangreiches Werk blicken, das aber erst nach seinem Tod in Italien und außerhalb die ihm gebührende Achtung erhielt. Vielleicht ermutigt die Lektüre dieser drei Geschichten den einen oder anderen Leser, einen seiner bei Manesse lieferbaren Romane zu lesen.

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