Irène Cohen-Janca , Maurizio A.C. Quarello Annes Baum

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Inhaltsangabe zu „Annes Baum“ von Irène Cohen-Janca

Zwei Jahre lang lebte Anne Frank mit ihrer Familie versteckt im Hinterhaus der Prinsengracht 263 in Amsterdam. Durch eine Dachluke konnte sie einen mächtigen Kastanienbaum sehen. Er bot ihr die einzige Möglichkeit, in ihrem Versteck ein wenig Natur zu erleben. Mehrfach beschreibt Anne den Baum in ihrem Tagebuch. Seine jahreszeitlichen Verwandlungen sowie die Kraft seiner Blüten und Blätter gaben ihr Hoffnung auf einen wiederkehrenden Frühling. Irène Cohen-Janca erzählt Anne Franks Geschichte aus der Sicht des Kastanienbaums. Mit seinem feinen Strich und den präzise gesetzten Farbakzenten gelingt es Maurizio A. C. Quarello, die Willkür der Machthabenden, die Gefühle der Gefangenen und Annes Träume aus den Bildern sprechen zu lassen.

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  • Rezension zu "Annes Baum" von Irène Cohen-Janca

    Annes Baum
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    23. November 2011 um 09:35

    Seit einhundertfünfzig Jahren steht der Kastanienbaum in einem Garten hinter der Prinsengracht 263 in Amsterdam. Er ist alt, doch an eines wird er sich immer erinnern: an jenes Mädchen, das ihn aus seiner Dachluke betrachtete und ihn in ihrem Tagebuch verewigte. Jenes Mädchen, das sich mit ihrer Familie zwei Jahre lang im Hinterhaus versteckt hielt und das nur dank ihm den Wechsel der Jahreszeiten erleben konnte. Jenes Mädchen, dem er mit seinem Laub und seinen Blüten ein wenig Hoffnung und Schönheit schenkte. Dieses Mädchen trug den Namen Anne Frank. Nun, 2010, ist der alte Baum von einer schweren Pilzkrankheit betroffen, die ihn langsam von innen her sterben lässt. Weil er spürt, dass die Menschen ihn bald fällen werden, erzählt er vorher noch, was vor langer Zeit in der Prinsengracht 263 geschehen ist. Mit einfachen, eindrucksvollen Worten erzählt er von dem jüdischen Mädchen Anne, von den Nationalsozialisten, die die Juden verfolgen, vom Untertauchen der Familie Frank: Immer ist seine Erzählung unterbrochen von Zitaten aus Annes Tagebuch, das sie mit Blick auf den Kastanienbaum schrieb und den sie darin oft erwähnte. Auch die beeindruckenden Illustrationen von Maurizio A.C. Quarello wechseln immer wieder die Perspektive. Mal zeichnet er das, was Anne aus ihrem Dachlukenfenster sieht, mal das, was sie nicht sehen kann, was aber draußen dennoch geschieht, marschierende und prügelnde Soldaten, Bomben, die auf die Stadt fallen, Gestapoleute, die aus einem Auto springen, um Anne abzuholen, den Stacheldraht im Konzentrationslager in Bergen-Belsen, wo Anne im Februar oder März 1945 entkräftet an Typhus stirbt. Doch der Baum hat Hoffnung: „Vielleicht werde ich bald gefällt, weil die Fäulnis meinen gesamten Körper erfasst. Wenn mein Stamm zu Boden stürzt, wird kein Schrei zu hören sein. Ich werde weiter stumm bleiben. Bevor die Menschen mich fällen, werden sie mir einen Ableger entnehmen, und an der Stelle einpflanzen, die ich leer zurücklassen werde. Einen Ableger wie ein Duplikat, wie ein Zwilling. Um zu wachsen, werden sich seine Wurzeln in die Erde graben und dort ihre Nahrung schöpfen. Aber allein die Erinnerung an Anne wird ihm ermöglichen, wirklich meinen Platz im Garten zwischen Keizersgracht und Prinsengracht einzunehmen.“ Der Baum ist im Sommer 2010 bei einem schweren Sturm umgestürzt. Der Ableger, der dort wächst , ist auf der letzten Seite abgebildet und für mich ein wunderschönes Symbol der alten jüdischen Hoffnung aus Jesaja 11,1.

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