Irène Némirovsky Der Ball

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Inhaltsangabe zu „Der Ball“ von Irène Némirovsky

Irène Némirovsky – die sensationelle Wiederentdeckung einer großartigen Autorin Paris 1926. Das Ehepaar Kampf plant einen großen Ball, der ihren Aufstieg in die feine Pariser Gesellschaft besiegeln soll. Seit die Familie unerwartet zu Reichtum gekommen ist, will Madame ihr Leben endlich in vollen Zügen genießen. Ihre halbwüchsige Tochter, die lebenshungrige 14-jährige Antoinette, ist ihr dabei nur im Weg. Sie darf an dem großen Fest nicht teilnehmen. Antoinette grollt ihren Eltern, bis sich plötzlich die Gelegenheit zur subtilen Rache auftut …

Kurzweilig und frech werden die Gedanken einer Vierzehnjährigen authentisch widergegeben

— Allesleserin

Eine böse Geschichte über Neureiche und ihre Bigotterie sowie über ein trotziges, reifendes, sie alle entlarvendes Mädchen.

— Beust

Eine ironische kleine Geschichte für einen entspannten Nachmittag, wenn auch mit bitterem Beigeschmack.

— kfir

Wer noch nicht den Plot erfahren möchte, sollte hier nicht alle Rezensionen lesen.....

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Wie man auf so wenigen Seiten mit so wenigen Worten ein so komplettes Gesellschaftsbild erzeugen kann, das vermag nur eine wunderschöne Sprache. Gelungene Kurzgeschichte!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine sehr interessante, gelungene Charakterstudie.

— Blinkmotte

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ein spannendes und eindrückliches Buch, die historischen Hintergründe sind gut recherchiert!

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    Der Ball

    Giselle74

    29. September 2017 um 17:35

    Madame und Monsieur Kampf sind zu Geld gekommen. Ihren Aufstieg in die gehobene Pariser Gesellschaft wollen sie mit einem Ball krönen. Besonders Madame will endlich, endlich das Leben genießen und zwar möglichst ohne ihre 14jährige Tocher Antoinette. Daher wird letzterer die Teilnahme an dem großen Fest verweigert. Das rächt sich bitterlich... Diese nicht sehr lange, aber nichtsdestoweniger böse Geschichte spielt Ende der zwanziger Jahre in Paris. Iréne Nemirovsky gelingt es meisterhaft, die Charaktere der beteiligten Personen zu zeichnen, von der Gouvernante über Antoinette bis zu Madame Kampf. Ganz besonders deutlich zeigt sich das Konkurrenzdenken der Mutter gegenüber der Tochter, aber auch die Angst vor dem, was die eigenen Dienstboten und /oder die Gesellschaft denken könnten. Die Sprache ist sehr pointiert, nicht ausladend, sondern läuft zügig in Richtung Finale, spitzzüngig, funkensprühend und ein bißchen grausam. Literatur wie ein geschliffener Diamant...

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  • Rezension zu "Der Ball" von Irène Némirovsky

    Der Ball

    Frau_Erdnussbutter

    03. May 2012 um 10:00

    Süß-bitter erzählt Irène Némirovsky von den Untiefen zwischen Mutter und Tochter. Verpackt als stichelnde Milieubeobachtung im Paris der 30er Jahre.

    Weiter lesen: http://dasbuchprojekt.blogspot.de/2012/05/irene-nemirovsky-der-ball.html

  • Leserunde zu "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" von Walter Moers

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Wir alle hier lieben Bücher, so viel ist klar, oder? Und was gibt es schöneres für einen richtigen Bücherwurm, als ganze Städte und Labyrinthe voller Bücher? Da verläuft man sich doch gern eine Zeit lang oder auch länger ;-) Viele hier können den Erscheinungstermin der Fortsetzung zu "Die Stadt der Träumenden Bücher" schon kaum noch erwarten. Und jetzt ist die Wartezeit auch fast vorbei - am 5. Oktober erscheint endlich "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" und damit ein neuer märchenhafter Roman von Walter Moers, voller ausgefallener Ideen und mit einer fabelhaften Geschichte um die Welt der Bücher. Mit dabei natürlich: das fantatische Zamonien, der schriftstellernde Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz und natürlich viele viele Bücher...! Klar, dass wir zu diesem Buch unseren Buchclub im Oktober starten müssen! Wir freuen uns, wenn viele von euch dabei sind & Lust haben von Walter Moers' erneut auf eine Reise in die Welt der Bücher mitgenommen zu werden. *** Hier erstmal mehr zum Inhalt *** Über zweihundert Jahre ist es her, seit Buchhaim, die Stadt der Träumenden Bücher, von einem verheerenden Feuersturm zerstört worden ist. Der Augenzeuge dieser Katastrophe, Hildegunst von Mythenmetz, ist inzwischen zum größten Schriftsteller Zamoniens avanciert und erholt sich auf der Lindwurmfeste von seinem monumentalen Erfolg. Er gefällt sich im täglichen Belobhudeltwerden, als ihn eine verstörende Botschaft erreicht, die seinem Dasein endlich wieder einen Sinn gibt. Verlockt durch einen rätselhaften Brief kehrt Hildegunst von Mythenmetz nach Buchhaim zurück. Die prächtig wiederaufgebaute Stadt ist erneut zur pulsierenden Metropole der Literatur und zum Mekka des Buchhandels geworden und wird durchströmt von Buchverrückten aller Art. Dem Rätsel auf der Spur gerät Mythenmetz, kaum hat er die Stadt betreten, in ihren abenteuerlichen Sog. Er begegnet alten Freunden wie der Schreckse Inazea Anazazi, den Buchlingen Ojahnn Golgo van Fontheweg, Dölerich Hirnfidler und Gofid Letterkerl, dem Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, aber auch neuen Bewohnern, Phänomenen und Wundern der Stadt, wie den mysteriösen Biblionauten, den obskuren Puppetisten und der jüngsten Attraktion Buchhaims, dem »Unsichtbaren Theater«. Dabei verirrt sich Mythenmetz immer tiefer im »Labyrinth der Träumenden Bücher«, das geheimnisvoll und unsichtbar die Geschicke Buchhaims zu bestimmen scheint. Bis er schließlich in einen unaufhaltsamen Strudel von Ereignissen gerät, der alle Abenteuer, die er je zu bestehen hatte, in jeder Hinsicht übertrifft. Auch ein Blick auf die offizielle Seite zum Buch lohnt sich: http://www.zamonien.de/ ************************************************************************************ Unter allen, die uns in ihrer Anmeldung zum Buchclub, verraten, was für sie das magische an Büchern ist und welches Buch sie wirklich zum träumen gebracht hat, verlosen wir 10 Exemplare von "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" für die Teilnahme an der Leserunde hier. Mitmachen könnt ihr bis einschließlich 03.10.2011 Ich wünsche eine traumhafte Lesestunden! ************************************ Die 10 Gewinner sind: Dubhe, sunlight, rallus, Micky, Lilabella, Lesebienchen, Ennilain, Babscha, Caro88, jessi88

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  • Rezension zu "Der Ball" von Irène Némirovsky

    Der Ball

    Textravaganzen

    04. April 2011 um 15:42

    Um sich in der gehobenen Pariser Gesellschaft der Goldenen Zwanziger zu etablieren, organisiert die neureiche Familie Kampf einen Ball, bei dem scheinbar jeder erwünscht ist, nur die eigene Tochter Antoinette nicht. Diese ist darüber zutiefst enttäuscht und verärgert: „Ein Ball… lieber Gott, lieber Gott, wäre es denn möglich, daß nur ein paar Schritte von ihr entfernt dieses herrliche Ereignis stattfände, das sie sich undeutlich als ein Gewirr von wilder Musik, berauschenden Parfums, prachtvollen Gewändern vorstellte, mit geflüsterten Liebesworten in einem abgelegenen Séparée, dunkel und kühl wie Alkoven – und daß sie an diesem Abend wie an jedem anderen um neun Uhr im Bett läge, wie ein Baby?“ (29) Dass ihr der Ball verwehrt bleibt, schiebt die 14-jährige Antoinette allein ihrer Mutter zu, die immerzu nur an sich selbst denkt (und an das, was Andere über sie denken mögen) und so wenig wie möglich von ihrem Vergnügen abgeben mag, um möglichst viel Neid entgegen gebracht zu bekommen. Aus lauter Hass auf ihre Mutter gibt sich Antoinette kindlich-impulsiv ihren Rachegedanken hin und gewinnt letztendlich vor allen Dingen an Erkenntnis: „Auch die Erwachsenen litten also wegen solch nichtiger, vergänglicher Dinge?“ (87) Doch sie findet darin keinen Trost in Form von Verständnis für die Gefühle und das Handeln ihrer Mutter, auch macht sie die Tatsache, dass des einen Freud des anderen Leid ist, nicht traurig oder gar nachdenklich – vielmehr verspürt sie einen Triumph, der sie, ohne dass sie es ahnt, ihrer Mutter sehr ähnlich macht. Der Ball ist eine Novelle über das Unverständnis zwischen Mutter und Tochter, über die bewusste Ablehnung und unbewusste Übernahme von Verhaltensweisen während des Erwachsenwerdens.

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  • Rezension zu "Der Ball" von Irène Némirovsky

    Der Ball

    variety

    Irène Némirovsky, die Tochter eines jüdischen Bankiers, kennt die Umstände sicher sehr gut, in der Antoinette, die Hauptfigur der Novelle «Der Ball» aufwächst. Der Teenager fühlt sich unverstanden und torpediert die Idee der Mutter, einen Ball zu veranstalten, indem sie bis auf eine alle Einladungen in die Seine wirft, anstatt diese zu verschicken. Herrlich, diese Unverfrorenheit! Der Plan der Mutter, mit einem Ball endlich zur gehobenen Gesellschaft dazu zu gehören, scheitert kläglich. Die Sprache ist schnörkellos und zwingt einen zum Weiterlesen. Nur der Schluss gefällt mir weniger. Wie kann niemand etwas merken? Mussten sich die Gäste nicht anmelden? Hat die Mutter keine Verdachtsmomente? Da hätte ich mehr erwartet. Knapp keine 5*.

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. July 2010 um 20:39
  • Rezension zu "Der Ball" von Irène Némirovsky

    Der Ball

    Bellenataly

    24. June 2010 um 13:18

    Sehr witzig, sehr sarkastisch. Es geht um Paris Ende der 20er Jahre, Neureiche und pubertierende Kinder, die ihre Familie nicht verstehen. Kein Wunder bei den Eltern - bes. für die Mutter würde sich jeder schämen. Ganz tolle und witzige Racheaktion!
    Unbedingt lesen. Ein Mädchenbuch mit Niveau.

  • Rezension zu "Der Ball" von Irène Némirovsky

    Der Ball

    kfir

    25. October 2009 um 14:03

    Paris Ende der 1920er Jahre: Eine kleinbürgerliche Familie mit jüdischer Abstammung ist durch Börsenspekulationen sehr schnell zu sehr viel Geld gekommen. Die 14-jährige Tochter empfindet den Reichtum eher als Belastung denn als Segen. Während der Vater vornehmlich um gesellschaftlicher Anerkennung ringt, sehnt sich die Mutter nach der Süße des Lebens und Aufnahme in die gehobenen Kreise. Ein großer Ball soll ausgerichtet werden. Doch als die Tochter um Teilnahme an diesem Ball bittet, um sich als Teil der Familie zu fühlen, empfindet die Mutter sie als Kontrahentin und schließt sie kategorisch aus. Durch Zufall ergibt sich ihr jedoch die Möglichkeit schmerzlicher Rache. Irène Némirovsky beschreibt in diesem szenischen Sittengemälde auf eindrucksvolle Weise, wie sich durch plötzlichen Reichtum eine Familie von sich selbst entfremdet. Eine Familienvater, dem das Geldverdienen der einzige Lebensinhalt zu sein scheint. Eine Mutter, die sich, am Ziel ihre Träume angekommen, endlich ausleben möchte. Und eine pubertierende Tochter, die in ihrer Suche nach Halt, Weisung und Liebe nichts von allem erhält, doch erfährt, wie machtvoll die Rache sein kann. Die Autorin hält der feinen Pariser Gesellschaft, speziell den Neureichen, mit viel Ironie den Spiegel vor. Auf die Spitze getrieben und in seinen Auswüchsen pervertiert wird die ganze Dekadenz in den Dialogen, wenn die Handelnden gar nicht so schnell ihre Gedanken umkehren können, um sie ihren Gegenüber mit feinen Worten mitzuteilen. Auch wenn die mögliche Auflösung schnell auf der Hand liegt, es ist ein Genuss die Auswirkungen zu lesen. Ein bitterer Beigeschmack bleibt jedoch, dass die jüdische Autorin Mitte der 1920er bis in die 1930er Jahre hinein auch mit dieser Novelle dem Antisemitismus unfreiwillig Schützenhilfe geleistet hat. Hat sie aus ihrem eigenen Umfeld heraus begründet ihren Geschichte Akteure mit jüdischem Hintergrund gegeben, so wurde dieses Bild eines reich gewordenen Kleinbürgers für die Nazis eine willkommene Schilderung des raffgierigen Juden an sich. Die Autorin erkannte bereits Mitte der 1930er Jahre das Wesen des Nationalsozialismus und bedauerte, ihren Büchern diese überspitzten Charaktere gegeben zu haben. Irène Némirovsky starb 1942 an Typhus erkrankt in Auschwitz. Eine ironische kleine Geschichte für einen entspannten Nachmittag, wenn auch mit bitterem Beigeschmack.

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  • Rezension zu "Der Ball" von Irène Némirovsky

    Der Ball

    Greta

    12. April 2009 um 13:34

    "Aber es war nur der Laternenanzünder, sie sah, wie er mit seiner langen Stange die Straßenlaternen berührte, die eine nach der anderen aufflammten in der Nacht."

  • Rezension zu "Der Ball" von Irène Némirovsky

    Der Ball

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. October 2008 um 11:55

    Eine Kurzgeschichte, die ganz entscheidend von der Brillianz der Sprache der Autorin lebt. Der skandalöse Vorfall, um den es geht, ist eigentlich nur ein Vorwand, um die Charaktere der Beteiligten mit wenigen Federstrichen meisterlich zu skizzieren (ist leider nicht von mir!), die unzufriedene Heranwachsende, die auf ihre Tochter eifersüchtige Mutter, der an seiner Familie eher desinteressierte Vater und Krisengewinnler, und die englische Erzieherin. Sie zusammen bilden ein einzigartiges Panoptikum, das über die eigenen Füße stolpert.

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  • Rezension zu "Der Ball" von Irène Némirovsky

    Der Ball

    datjulchen

    16. May 2008 um 13:10

    "Ein furioses, rasant erzähltes Sttück schwarze Satire"
    die Welt

  • Rezension zu "Der Ball" von Irène Némirovsky

    Der Ball

    variety

    04. February 2008 um 12:08

    Irène Némirovsky, die Tochter eines jüdischen Bankiers, kennt die Umstände sicher sehr gut, in der Antoinette, die Hauptfigur der Novelle «Der Ball» aufwächst. Der Teenager fühlt sich unverstanden und torpediert die Idee der Mutter, einen Ball zu veranstalten, indem sie bis auf eine alle Einladungen in die Seine wirft, anstatt diese zu verschicken. Herrlich, diese Unverfrorenheit! Der Plan der Mutter, mit einem Ball endlich zur gehobenen Gesellschaft dazu zu gehören, scheitert kläglich. Die Sprache ist schnörkellos und zwingt einen zum Weiterlesen. Nur der Schluss gefällt mir weniger. Wie kann niemand etwas merken? Mussten sich die Gäste nicht anmelden? Hat die Mutter keine Verdachtsmomente? Da hätte ich mehr erwartet. Knapp keine 5*.

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