Irène Némirovsky Pariser Symphonie

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Inhaltsangabe zu „Pariser Symphonie“ von Irène Némirovsky

Irène Némirovsky, Autorin des hochgelobten Welterfolgs «Suite française», beweist auch in der kleinen Form ihre literarische Größe: In ihren bewegenden Erzählungen richtet sie den Blick auf die Macht des Schicksals. Mit außergewöhnlichem Einfühlungsvermögen spürt sie den Träumen und Vorahnungen ihrer Figuren nach und zeichnet dabei ein stimmungsvolles Bild vom Paris der 1920er und 30er-Jahre. Eine geheimnisvolle Prophezeiung schickt den jungen Russen Sascha auf die lebenslange Suche nach seiner großen Liebe. Aline steht vor der gleichen folgenschweren Entscheidung, die ihre Mutter Jahre zuvor zu treffen hatte. Hélène wird von den Geistern der Vergangenheit verfolgt – und tut alles, um sie abzuschütteln … Auf kleinstem Raum entwirft Irène Némirovsky das präzise Porträt einer langen, in den Mühen des Alltags erstarrten Ehe, einer zerbrechlichen ersten Liebe oder einer tiefen Freundschaft, die das Leben prägt. Vielschichtig und unberechenbar sind die Charaktere, deren Sehnsüchte und Leidenschaften sie ausleuchtet. Némirovskys Erzählungen sind packende psychologische Studien und ein mitreißendes Leseerlebnis.

Eine lesenswerte Sammlung an Erzählungen mit viel Tiefgang und Desillusioniertheit.

— lesestunden
lesestunden

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    Pariser Symphonie
    jaylinn

    jaylinn

    03. August 2016 um 09:32

    Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com. Allgemeines: Pariser Symphonie  von Irène Némirovsky  ist in der deutschen Übersetzung 2016 bei Manesse erschienen. Es handelt sich um einen  Band mit Erzählungen, die in den Jahren 1931-1942 entstanden sind. Irène Némirovsky  lebte von 1903-1942. Sie starb im Konzentrationslager Auschwitz. Inhalt: „Irène  Némirovsky, Autorin des hochgelobten Welterfolgs Suite française, beweist auch in der kleinen Form ihre literarische Größe: In ihren bewegenden Erzählungen richtet sie den Blick auf die Macht des Schicksals. Mit außergewöhnlichem Einfühlungsvermögen spürt sie den Träumen und Vorahnungen ihrer Figuren nach und zeichnet dabei ein stimmungsvolles Bild vom Paris der 1920er und 30er-Jahre. Eine geheimnisvolle Prophezeiung schickt den jungen Russen Sascha auf die lebenslange Suche nach seiner großen Liebe. Aline steht vor der gleichen folgenschweren Entscheidung, die ihre Mutter Jahre zuvor zu treffen hatte. Hélène wird von den Geistern der Vergangenheit verfolgt – und tut alles, um sie abzuschütteln … Auf kleinstem Raum entwirft Irène Némirovsky das präzise Porträt einer langen, in den Mühen des Alltags erstarrten Ehe, einer zerbrechlichen ersten Liebe oder einer tiefen Freundschaft, die das Leben prägt. Vielschichtig und unberechenbar sind die Charaktere, deren Sehnsüchte und Leidenschaften sie ausleuchtet. Némirovskys Erzählungen sind packende psychologische Studien und ein mitreißendes Leseerlebnis.“ (Quelle: Manesse Verlag) Meine Meinung: Von Irène Némirovsky  habe ich schon des Öfteren etwas gehört, bisher aber noch nichts von ihr gelesen. Daher war ich sehr gespannt auf Ihre Pariser Symphonie – und die begann gleich mit einem Irrtum. Ich glaubte, einen Roman vor mir zu haben, fand aber nun Erzählungen vor. Erzählungen und Kurzgeschichten lese ich allerdings überhaupt nicht gerne. Zunächst war ich sehr enttäuscht, begann aber dennoch zu lesen und habe es nicht bereut. Némirovsky hat eine sehr bildhafte Sprache, man hat den Eindruck, sie wählt jedes Wort genau aus, probiert herum, bis es passt. Das findet man selten und ist vermutlich auch der Epoche geschuldet, in der sie schrieb und lebte. Ihre Erzählungen verarbeiten auf unterschiedliche Weise die Themen Wahrheit, Liebe, Verrat und Wahrhaftigkeit und sind besonders gut zu verstehen, wenn man sie vor dem geschichtlichen Hintergrund ihrer Entstehungszeit  liest. Némirovsky  ist russische Jüdin und im Alter von 12 Jahren mit ihren Eltern  nach Frankreich ausgewandert. Dort fühlte sie sich wohl und geborgen, dort aber ereilte sie auch ihr schlimmes Schicksal der Deportation nach Auschwitz, wo sie 1942 starb. ‚Ich habe doch nichts getan, warum sollte man mich festnehmen?‘ (…) Diese Haltung und ihr Vertrauen auf das Land der Menschenrechte, bezahlt sie mit dem Tod.“ (Nachwort, S. 220) Ihre Bücher durfte sie schon 1940 nicht mehr veröffentlichen. Mit den in diesem Buch vorliegenden Erzählungen zeigt sie, dass sie sehr wohl geahnt hat, was ihr bevorsteht. Alle Geschichten drücken ihre Liebe zu Frankreich aus, sind aber voll ungeklärter Fragen und bekommen mit dem Wissen um ihr persönliches Schicksal eine völlig andere Bedeutung. Mein Fazit: Dieses Buch enthält wirklich tolle Erzählungen, die man sowohl mit als auch ohne geschichtliches Hintergrundwissen lesen kann. Man nimmt sie dann nur unterschiedlich wahr. Mein Favorit ist Die Diebin, weil hier die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge eine ganz besondere Tragik aufweisen.

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  • Eine lesenswerte Sammlung an Erzählungen mit viel Tiefgang und Desillusioniertheit.

    Pariser Symphonie
    lesestunden

    lesestunden

    17. July 2016 um 12:51

    Diese lesenswerte Sammlung an Erzählungen stellt auf eine sehr bildhafte und „filmische“ Weise verschiedene Menschen in szenenartigen Episoden vor und präsentiert Lebensentwürfe, die Themen wie eine unerfüllte oder getrübte Liebe oder die problembehaftete Beziehung zwischen Mutter und Tochter als zentrales Sujet haben. Die elf Novellen sind unterhaltsam, angenehm zu lesen und haben viel Tiefgang. Gleichzeitig ist die Welt, die Némirovsky skizziert kalt, desillusioniert und erbarmungslos. Häufig haben die Geschichten ein gewisses Unbehagen in mir hervorgerufen und so lässt mich das Buch mit gemischten Gefühlen zurück. Auf jeden Fall trifft hier der Leser auf hohe literarische Qualität.Ausführliche Rezension: http://www.lesestunden.de/2016/07/pariser-symphonie-irene-nemirovsky/

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  • Filmische Novellen

    Pariser Symphonie
    YukBook

    YukBook

    14. July 2016 um 07:45

    Was für ein Glück, dass die Erzählungen der französischen Schriftstellerin Irène Némirovsky erstmals auf Deutsch erschienen sind. Die elf kompakten Texte in dem Band „Pariser Symphonie“ lesen sich wie literarische Drehbücher – kein Wunder, denn die Autorin hatte ein starkes Faible für das Kino. In ihren melancholischen Novellen geht es um Erinnerungen in doppelter Hinsicht. Zum einen erinnern sie an den Ersten Weltkrieg und wie die Menschen in Frankreich damals lebten und fühlten; zum anderen geht es um die persönlichen Erinnerungen der Protagonisten, ihren Träumen, Ängsten und verpassten Lebenschancen. In der Erzählung „Umständehalber“ zum Beispiel fragt sich eine Mutter, ob ihrer frisch vermählten jungen Tochter ein ähnliches Schicksal blüht wie ihr selbst. Sie erinnert sich daran, wie sich ihr erster Ehemann René durch den Krieg immer mehr von ihr entfremdete. Sie wurde regelrecht eifersüchtig auf den Krieg, in dem ihr Ehemann grandiose Siege und katastrophale Niederlagen erlebte, den Alltag dagegen als banal und bedeutungslos empfand. Auch die Enkeltochter in „Die Diebin“ kann nicht vergessen und vergeben, dass ihre Mutter zu Unrecht als Diebin beschuldigt und vom Hof gejagt wurde und entscheidet sich, dasselbe Schicksal auf sich zu nehmen. Neben der Ehe greift die französische Schriftstellerin oft die Mutter-Tochter-Beziehung als Thema auf und verarbeitet damit offensichtlich ihre eigene unglückliche Kindheit. Besonders gut gefiel mir die titelgebende Erzählung „Pariser Symphonie“, die von einem Komponisten und einer Malerin handelt. Das Paar erlebt die Stadt Paris in verschiedensten Stimmungen und durch die wechselnden Jahreszeiten, mal verliebt und voller Hoffnung, mal verzweifelt und angewiesen auf die Hilfe reicher Sponsoren. Die Autorin arbeitet wie in einem Film mit Schnitten und Blenden und lässt sprachgewandt ein Kaleidoskop von Bildern und Farben, von Klängen und Tönen entstehen, dass man meint, man sei mitten im Geschehen. Ihre Begeisterung für das Kino zeigt auch der Text „Ein Film“, in dem der Leser die Szenerie wie eine Kamerafahrt erfasst – von der Totalen der Stadt bis zum Fokus auf ein Bordell. Das Buch macht Lust, mehr von Némirovsky zu lesen, die als Star der französischen Literaturszene galt und neben fünfzehn Romanen mehr als fünfzig Novellen verfasst hat.

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