Ira Berlin

Alle Bücher von Ira Berlin

Keinen Eintrag gefunden.

Neue Rezensionen zu Ira Berlin

Cover des Buches Twelve Years a Slave (ISBN: 9780143106708)abookslifes avatar

Rezension zu "Twelve Years a Slave" von Solomon Northup

Ein Buch dass jeder einmal gelesen haben sollte
abookslifevor einem Jahr

Ist euch eigentlich bewusst, in was für einer Freiheit wir Leben? Ich meine, wir entscheiden und handeln selbst, haben unsere Familie und unsere Liebsten bei uns, wir leben nach unserer eigenen Devise und haben eine eigene Vorstellung von einem "unbeschwerten Leben", kurz, wie sind FREI. Tatsache ist, dass wir einige Privilegien haben, die wir genießen dürfen, doch sehen aber oft die Dinge im Leben als normal, als selbstverständlich an. Wir schätzen die Zeit mit unserer Familie nicht, schätzen nicht die Geborgenheit, schätzen nicht das Glück, eine Familie zu haben, Menschen in unseren Ängsten Kreisen, die immer bei uns sind...- Aber was wäre, wenn uns auf einmal diese Freiheit genommen werden würde? Wenn uns der Draht zu unserer Familie, der Glaube an ein freies Leben, und unsere Menschgenwürde genommen werden würde? Würde der Mensch nicht irgendwann alles dafür setzten, um genau das alles zurück zu bekommen...??

Zu diesem Buch möchte ich heute keine typische Rezension verfassen, wie man normalerweise von mir gewohnt ist, dennoch möchte ich über ein paar besondere Details im Buch aber auch Details in der Buchverfilmung schreiben. Die Geschichte von Solomon Northup gehört definitiv zu denen, die jeder einmal gesehen bzw. gelesen haben sollte. Das Buch ist nicht unbedingt wie gewohnt wie ein Roman gegliedert, in dem eine Handlung ggf. aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, vielmehr erinnert der Erzähl- und Schreibstil an ein Tagebuch, welche in der „ICH“ Perspektive geschrieben ist. Natürlich sind das Ereignisse und Erlebnisse die Solomon zu seiner Zeit veröffentlicht hat, auch wenn natürlich die Sprache zur heutigen Zeit angepasst wurde. Dennoch gehen die einzelnen brutalem Ereignisse, die er beschreibt, tief unter die Haut und lassen die Leser mit emotionalen Gedanken zurück. Im Buch sind einige Bilder veröffentlicht worden, die Baumwollplantagen und einige „Sklaven“ und ihre körperlichen Zustände zeigt.

Ganz große Klasse ist hier auch die Verfilmung nach dem autobiografischen Werk von Solomon Northup. Neben den absolut gelungenen schauspielerischen Leistungen, auf die ich nicht näher eingehen möchte, schafft es der Film, permanent eine bedrückende und traurige Stimmung zu vermitteln, welche die Ernsthaftigkeit und die traurige Wahrheit dahinter zeigt, wie gierig Menschen nach Macht und Geld sein können, selbst wenn sie dafür über „Leichen“ gehen, andere ausbeuten und ihre Menschenwürde mit den Füßen treten. Im Buch werden einige brutale Szenen sehr bildhaft wiedergegeben, sogar mit Bildern aus der Zeit, dennoch ist es nochmal schlimmer, welche Szenen wir zu sehen bekommen, in denen die „Sklaven“ ausgepeitscht, erniedrigt und teilweise zu Tode gequält werden.

Wie mein Fazit ausfallen wird, werden sich jetzt einige Leser denken. Selbstverständlich möchte ich hier erwähnen, dass das Buch für mich ein absolutes Highlight ist. In Anbetracht der Tatsache, dass das keine fiktive Geschichte sondern eine wahre Begebenheit ist und auch die Sklaverei und Ausbeutung noch heute in manchen Orten dieser Welt stattfindet, ist es wichtig für mich zu erwähnen, dass ich keineswegs in meiner Bewertung auswerte wie schlimm, traurig oder dramatisch diese Handlung ist, vielmehr möchte ich darauf hinweisen, dass das Werk von Solomon Northup, neben der Sklaverei vielmehr bietet und sehr viele Werte vermittelt, die wir teilweise verlernt bzw. wiedererlernen müssen. Denn unsere Freiheit ist nicht selbstverständlich, so privilegiert wir in einigen Dingen sind, sollten wir nicht vergessen, dass es Menschen gibt, die nicht das gleiche Glück mit uns teilen.

 

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Twelve Years a Slave (ISBN: 9780143106708)histerikers avatar

Rezension zu "Twelve Years a Slave" von Solomon Northup

Eine wahre Geschichte
histerikervor 5 Jahren

Inhalt:
Solomon wird als freier Mann im Staat New York geboren. Als er über 40 ist, wird er von zwei Schwindlern in den Süden begleitet und als Sklave verkauft. Erst nach 12 Jahren wird es aus der Sklaverei geholt.

Bewertung:
Es ist die Übersetzung des Originalbuches aus dem 19. Jahrhundert. Das merkt man der Sprache auch an und es liest sich nicht immer einfach. Manchmal hatte ich das Gefühl, als ob etwas fehlen würde (die Sätze ergaben irgendwie keinen Sinn), aber ich kann nicht sagen, ob es auch im Original so ist oder an der Übersetzung liegt. Das ist aber eigentlich der einzige Kritikpunkt an dem Buch.
Die Geschichte ist so unwirklich, dass man sich manchmal fragt, ob es wahr ist. Der Autor bemüht sich auch öfters zu betonen, dass es so ist und dass er nicht die ganze Sklaverei beschreibt, es ist ihm wichtig zu sagen, dass es nur seine Sicht und seine Geschichte ist.
Das macht das Buch so sehr wertvoll, es ist ein Augenzeugenbericht und die begefügten Quellen am Ende bestätigen die Ereignisse.
Ein interessantes Buch, dass man lesen sollte.

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Twelve Years a Slave (ISBN: 9780143106708)ErleseneBuechers avatar

Rezension zu "Twelve Years a Slave" von Solomon Northup

Baumwolle, Peitsche & Geige
ErleseneBuechervor 7 Jahren

Es gibt wahre Geschichten, die kann man gar nicht glauben. Es gibt Schicksale, die kann man kaum nachvollziehen. Und es gibt Ungerechtigkeiten, die unfassbar sind.

Ich bin erst durch die Verfilmung der Geschichte auf das Buch aufmerksam geworden. Eigentlich schade, dass es nicht schon vorher die Aufmerksamkeit bekommen hat, welche es verdient hat. Andererseits natürlich toll, dass es durch den Film und den Oscar-Gewinn Bekanntheit bekommen hat. Bin nun nach der Lektüre auch schon sehr gespannt auf den Film.

Die Geschichte beginnt mit der Beschreibung von Solomon Northups Leben als freier Bürger. Er hat eine Familie und liebt das Geigenspiel. Doch dann wird er entführt und findet sich plötzlich als Sklave in den Südstaaten wieder. Sein Leben besteht nun aus Arbeiten, Gewalt, Hunger und Verzweiflung. Die Sklaverei ist für mich nicht nachvollziehbar. Wie schrecklich die Menschen sein können. Es ist furchtbar zu lesen, wie Menschen als Ware ge- und behandelt werden. Und selbst die “humanen” Sklavenhalter sehen das Unrecht nicht. Umso beeindruckender wie Solomon versucht objektiv seine Lebensreise darzustellen. Er ist so ein rechtschaffender, demütiger, mutiger und tapferer Mann.

Gerade der Schreibstil des Buches überzeugt vollends. Es ist ein zeitloser Klassiker, der hoffentlich in 100 Jahren noch gelesen wird. Zwischendurch lernt man sogar einiges über den Anbau von Baumwolle und Zuckerrohr. Das beschreibt er ausgiebig, ist es doch seine tägliche Arbeit. Eine Zeitreise in die Geschichte, als es noch keine Industrialisierung gab. Der rückständige Süden brauchte diese ja auch lange nicht, sie hatten die Sklaven. Welch Hinterwäldler!

Für mich mit am Schlimmsten war die Darstellung der Sklavin Eliza, welche von ihren Kindern getrennt wurde. Solomon beschreibt das mit solcher Intensität und Eindrücklichkeit, mir hat es das Herz zerrissen.

Insgesamt eine tief bewegende Geschichte über eine mehr als beeindruckende Persönlichkeit!

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Kommentieren0
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks