Ira Ebner Schwalben

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Inhaltsangabe zu „Schwalben“ von Ira Ebner

Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs: Die Deutschbaltin Fee Quint und der estnische Fischer Kalju Kask wollen trotz aller Standesunterschiede heiraten, doch im Herbst 1939 wird das Land von sowjetischen Truppen besetzt. Damit werden die Zukunftspläne jäh zerrissen und Fee muss mit ihrer Familie ihre Heimat verlassen. Bald wird sie als Lazarettschwester nach Frankreich geschickt, während Kalju mit einem versprengten Rest seiner Truppe nach Finnland flieht. Ein Wiedersehen scheint unmöglich, doch setzt Fee alles daran, ihn wiederzufinden. Während des Russlandfeldzugs kommt Fee nach Estland zurück und sie trifft Kalju wieder, der auf Seiten der Deutschen kämpft. Als aber mit der Niederlage der Wehrmacht ihre Heimat endgültig verloren ist, beschließen sie, Widerstand gegen die sowjetischen Besatzer zu leisten und lassen sich damit auf ein lebensgefährliches Unterfangen ein. Meret, Fees Enkelin, kommt in der Jetzt-Zeit für ihre Firma nach Estland und nimmt das Versprechen mit, Kaljus Schicksal aufzuklären. Sie schließt nicht nur selbst Freundschaft mit einem Esten, sondern entdeckt auch, dass ihre Wurzeln in diesem Land noch tiefer liegen als sie erwartet hatte.

Eine bittersüße Liebesgeschichte und eine Reise ins Estland zur Zeit des 2. Weltkrieges, die eine Brücke ins Heute schlägt.

— Anfa

Wahnsinnig tolles Buch!

— ChristineToulon

Eine großartige Verbindung einer Familiengeschichte mit realen historischen Ereignissen

— Buchdaisy

Eine Liebe in Estland im 2. Weltkrieg; Verstrickungen, die heute geklärt werden. Zeitgeschichte und wundervolle Stimmungsbilder. Ein Genuss!

— CarolinOlivares

gelungener historischer Roman

— Binchen84
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  • Themen
  • Schwalben von Ira Ebner

    Schwalben

    Anfa

    12. March 2017 um 22:58

    „Schwalben“ von Ira Ebner ist eine Geschichte vom freien Estland, das zu einem zerrütteten Land wird, von einem Krieg, der Hass sät, die Menschen aus ihrer Heimat vertreibt, Geschwister zu Feinden werden lässt und Liebende auseinanderreißt. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Deutschbaltin Fee. Das Buch beginnt mit Fee als alter Frau, die in Deutschland lebt. Der Leser wird entführt in ihre Jugendzeit, als Estland ihre Heimat gewesen ist. Es ist zuerst eine Reise in eine friedliche Zeit, in der Fee trotz Vorbehalte ihrer Familie ein zartes Band zu dem estnischen Fischer Kalju knüpft. Eine tiefe Liebe wird geboren, die durch den Krieg auf eine harte Probe gestellt wird. Die alte Fee erhält durch ihre Enkelin noch einmal die Möglichkeit, ins Land ihrer Jugend zurückzukehren; eine Reise zur alten Liebe mit schönen und schmerzhaften Erinnerungen ... In einem flüssigen Schreibstil versteht es die Autorin, Bilder von Menschen und Landschaften zu zaubern, so dass es ihr gelingt, die Augenblicke lebhaft einzufangen. Es gibt ein paar sprachliche Holprigkeiten, über die ich durch die bildhafte Sprache beim Lesen jedoch hinwegsehen konnte und die mir den Abzug eines Sterns nicht wert sind. „Schwalben“ ist für alle geeignet, die in die Zeit des 2. Weltkrieges reisen möchten, die erleben wollen, wie der Krieg Estland und seine Menschen verändert.

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  • Die etwas andere Geschichte aus dem 2. Weltkrieg

    Schwalben

    ChristineToulon

    29. September 2016 um 10:57

    Immer wieder ist man mit dem Thema 2. Weltkrieg, Nationalsozialismus und den Nachkriegswehen konfrontiert worden, was nach heutiger Sicht auch tatsächlich mehr denn je notwendig ist."Schwalben" ist dafür ein guter Ansatz und absolut lesenswert. Ich muss gestehen, dass ich es nicht in einem Ruck durchlesen konnte, sondern immer wieder Zeit dazwischen brauchte, um das zu durchdenken, was ich gelesen habe. Dabei ist diese Liebesgeschichte zwischen Fee und Kalju das Hauptaugenmerk. Eine ergreifende Geschichte, zwischen Mitgefühl und Mitfiebern. Ich fand es beeindruckend, wie die unterschiedlichen regionalen Landschaftsbeschreibungen einflossen und die Sehnsucht nach Heimat genauso in den Fokus gerückt wurde, wie die Geschehnisse drum herum. Insbesondere hat mir gefallen, dass es um Estland ging. Ausnahmsweise mal nicht vorrangig um Deutschland - denn wir jeder wissen sollte, war der Nationalsozialismus nicht nur in Deutschland vertreten. Ich finde es ist wichtig, dass auch in anderen Ländern zu betrachten. Jetzt wünschte ich mir Estland einmal besuchen zu können. Ich fand die Story auch insgesamt sehr glaubhaft gemacht. Sehr sehr schön. Am Ende habe ich schließlich sogar Tränen vergossen, weil mir Fee so leid tat. Also sehr bewegend geschrieben, sehr gut aufgebaut, sehr schöner Sprachstil - anspruchsvolle Literatur! Absolut zu empfehlen.

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  • Vielschichtig beschriebene Geschichte

    Schwalben

    Buchdaisy

    23. April 2016 um 08:59

    "Schwalben" von Ira Ebner stand schon lange auf meiner Wunschliste, nun habe ich es mir direkt beim AAVAA-Verlag bestellt. Schon der Klappentext versprach ein vielschichtiges, interessantes Buch, wofür ich mir unbedingt genug Zeit nehmen wollte. Und ich wurde nicht enttäuscht.Worum geht es? Die junge Meret bereitet sich auf eine Dienstreise nach Estland vor. Als sie ihrer Großmutter Fee davon erzählt, reißt das bei der "Amama" alte Wunden wieder auf. Denn genau dort verbrachte sie ihre Jugend. Sie bittet Meret, sich nach einem bestimmten Mann zu erkundigen. Kalju war ihr erster Ehemann und ihre große Liebe. Im selben Ort aufgewachsen, ertrotze sich die Baltendeutsche aus gutem Hause die Erlaubnis ihrer Eltern zur Heirat mit dem Fischer. Doch die Hochzeit wird durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges verhindert. Während Fee mit ihren Eltern nach Deutschland flieht, kämpft Kalju im Untergrund für sein Estland. Erst Jahre später, nachdem Fee als Sanitäterin an die Ostfront versetzt wurde, treffen sie sich wieder und geben sich das Ja-Wort.Bei ihrem Termin in Estland verliert Meret zwar ihre Arbeit, sie gewinnt aber einen Freund und sie findet eine erste Spur. Ein paar Monate später reisen Meret und Fee gemeinsam nach Estland, um Kaljus Schicksal aufzuklären.Ira Ebner gelingt mit diesem Roman die großartige Verbindung einer Familiengeschichte mit realen historischen Ereignissen. Abwechselnd aus der Sicht der jungen Fee in der Zeit des 2. Weltkrieges und in der Gegenwart formt sich vor dem Leser das Bild zweier Familien, aber auch des ganzen estnischen Volkes. Dazu trägt die auch die schöne, bildhafte Sprache der Autorin bei. Ich konnte mir die beschriebenen Orte gut vorstellen. Alle Charaktere sind so großartig beschrieben, dass ich, vor allem mit Fee, mitgelitten habe. Ein wenig traurig hat mich gestimmt, dass es Kalju nicht mehr vergönnt war, seinen Traum von einem freien Estland, "frei wie die Schwalben", zu erleben.Das wunderschön gestaltete Titelbild hat mich sofort angesprochen und meine Aufmerksamkeit erregt. Ja, und die "Schwalben" vom Titel begleiten den Leser von Anfang bis zum Ende.Ich selbst hatte jahrelang eine Verbindung zu Estland (damals Sowjetunion), die aber nach der Wende abriss. Erst jetzt verstehe ich die Zusammenhänge. Danke, Ira, für dieses schöne Buch!Ich vergebe überzeugte 5 Sterne.

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  • gelungener historischer Roman

    Schwalben

    Binchen84

    07. October 2015 um 09:02

    Inhalt: Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs: Die Deutschbaltin Fee Quint und der estnische Fischer Kalju Kask wollen trotz aller Standesunterschiede heiraten, doch im Herbst 1939 wird das Land von sowjetischen Truppen besetzt. Damit werden die Zukunftspläne jäh zerrissen und Fee muss mit ihrer Familie ihre Heimat verlassen. Bald wird sie als Lazarettschwester nach Frankreich geschickt, während Kalju mit einem versprengten Rest seiner Truppe nach Finnland flieht. Ein Wiedersehen scheint unmöglich, doch setzt Fee alles daran, ihn wiederzufinden. Während des Russlandfeldzugs kommt Fee nach Estland zurück und sie trifft Kalju wieder, der auf Seiten der Deutschen kämpft. Als aber mit der Niederlage der Wehrmacht ihre Heimat endgültig verloren ist, beschließen sie, Widerstand gegen die sowjetischen Besatzer zu leisten und lassen sich damit auf ein lebensgefährliches Unterfangen ein ...Meret, Fees Enkelin, kommt in der Jetzt-Zeit für ihre Firma nach Estland und nimmt das Versprechen mit, Kaljus Schicksal aufzuklären. Sie schließt nicht nur selbst Freundschaft mit einem Esten, sondern entdeckt auch, dass ihre Wurzeln in diesem Land noch tiefer liegen als sie erwartet hatte.(Quelle: AAVAA Verlag) Über die Autorin: Ira Ebner, geboren 1977, besuchte das Josef-Hofmiller-Gymnasium in Freising und machte anschließend eine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin. Ihr Talent fürs Schreiben und ihr Interesse an geschichtlichen Themen entdeckte sie bereits sehr früh und verfasste mit 14 Jahren ihren ersten Roman. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.(Quelle: AAVAA Verlag) Meine Meinung: "Schwalben" ist das erste Werk dass ich von Ira Ebner gelesen habe.  Der Einstieg gelang recht gut und der Schreibstil von der Autorin ist sehr gefühlvoll und der damaligen und heutigen Zeit entsprechend und gut zu lesen.   Ira Ebner schafft es die damaligen Verhältnisse gut wiederzugeben und man fühlt sich in die Zeit des 2. Weltkriegs zurück versetzt. Das Hauptaugenmerk sind bei der Handlung auf die Themen Liebe, Verrat und Krieg gelegt.  Der Unterschied zwischen der damaligen Zeit und der Heutigen kommen ebenfalls gut rüber. Das tristlose und dunkle Estland kann man sich gut vorstellen und taucht schnell vor dem inneren Auge auf. Ebenso das jetztige, freundlichere mit Leben gefüllte Estland.  Was mir beim Lesen allerdings etwas schwer gefallen ist, ist den Lesefluß zu behalten. Das wurde leider dadurch verhindert, dass zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her gewechselt wird, ohne das dies klar erkennbar ist. Erst nach einigen Sätzen merkt man, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Die Protagonisten sind liebevoll und authentisch dargestellt und müssen lernen, mit ihren Fehlern, die sie machen oder gemacht haben zu leben und klar zu kommen. Dies mag nicht immer einfach für die Charaktere sein, und die beschriebenen Gefühle sind einleuchtend und verständlich.  Fazit: Ein an sich gut gelungenes historisches Werk, dass die damaligen Lebensumstände und Verhältnisse gut wiedergibt und die Zweifel der getroffenen Entscheidungen stark unterstreicht. Leider stechen die Erinnerungen hier nicht so klar heraus, dass es schwierig wird herauszufinden, wo man sich gerade wieder findet. 

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  • Ein sehr bewegendes Schicksal im 2. Weltkrieg

    Schwalben

    Katakat

    30. January 2015 um 11:34

    Zunächst danke ich der Autorin noch einmal ganz herzlich, dass sie mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat! Fee, eine Deutsche, wächst in Estland auf. Sie führt ein friedliches Leben mit ihrer Familie, bis Hitler in Deutschland an die Macht kommt. Sein Machtstreben wirkt sich auch auf Estland aus. Fee und ihr Freund Kalju müssen gegen Rassenhass, Fremdenfeindlichkeit, Entbehrungen und anderen Widrigkeiten kämpfen. Bald schon trennen sich ihre Wege: Fee flieht mit ihren Eltern nach Deutschland. Als Krankenschwester zieht sie mit den Soldaten an die Front. Kalju kämpft ebenfalls an der Front, aber für Estland. Meret, Fees Enkelin, begibt sich Jahre später auf die Spuren ihrer Großmutter. Dabei führt ihr Weg auch nach Estland. Was ist aus Fee und Kalju geworden? Dieses Buch handelt von Liebe, Krieg und Verrat. Es ist sehr gefühlvoll geschrieben. Der Leser erhält tiefe Einblicke in das Leben  zweier Menschen während des 2. Weltkrieges. Ich konnte mir ein deutliches Bild davon machen, was die Menschen in dieser Zeit erleiden mussten; wie sie verzweifelt versuchten, die Hoffnung zu behalten und letztlich doch gescheitert sind. Das Schicksal schlägt oft hart zu. Die Autorin beschreibt sehr eindrucksvoll, wie die Charaktere sich gefühlt haben. Auch die verschiedenen Schauplätze sind sehr liebevoll und detailgetreu wiedergegeben. Ich war noch nie in Estland, aber ich habe einen sehr deutlichen Eindruck gewonnen. Auch die Unterschiede zwischen heute und damals hat Ira Ebner sehr gut herausgearbeitet, und zwar sowohl, was die Gesellschaft betrifft als auch die örtlichen Gegebenheiten. Aus einem verträumt-verspielten, romantischen Ort wird ein sehr kalter und trostloser und später zu einem modernen mit Leben gefüllten. Die Geschichte wird in zwei Handlungsstränge unterteilt: zum einen die Vergangenheit von Fee, zum anderen die Gegenwart, in der Fee und Meret sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen, und in der auch Meret zu ihren Wurzeln findet. Hierbei muss der Leser allerdings ab und an gut aufpassen, denn oft bemerkt er den Zeitpunkt nicht, an dem er in die Vergangenheit reist oder in der Gegenwart wieder auftaucht. Manchmal hatte ich mich gewundert, weil ich von einem Zeitpunkt der Vergangenheit zu einem noch früheren Zeitpunkt gereist bin. Für mich war nicht immer gleich ersichtlich, an welchem Zeipunkt ich mich gerade befinde. Auch gingen die Ich-Perspekte, wenn also Fee von sich erzählt, und die auktoriale Erzählperspektive unbemerkt ineinander über. Die Abgrenzungen waren leider nicht ganz so klar. Aber wenn dem Leser dann wieder bewusst ist, wo er sich befindet, kann er wieder ganz tief eintauchen in die Geschichte.  Ira Ebner ist es sehr gut gelungen, die verschiedenen Charaktere darzustellen. Von jedem kann sich der Leser ein abgerundetes Bild machen. Vor allem hat mir ausgezeichnet gefallen, dass nicht alle Entscheidungen der Charaktere mit Sympathie meinerseits einhergingen. Manche Handlungen kann man verurteilen, weil sie falsch sein mögen. Aber andere Zeiten verlangen auch andere Entscheidungen als heute. Insofern war es auch konsequent. Die Protagonisten selbst sind einfach authentisch. Jeder macht Fehler, manch einer auch größere oder schwerwiegende. Auch Fees Leben war nicht einfach; ihre Entscheidungen hat sie sich auch nie einfach gemacht. Und der Leser spürt sehr deutlich ihren Zwiespalt. Manchmal muss man sich selbst und anderen verzeihen, um eigenen Frieden zu finden. Die Geschichte mag fiktiv sein, aber sie ging mir sehr ans Herz. Allen, die sich für das Thema 2. Weltkrieg rundherum interessieren, kann ich dieses Buch ganz klar empfehlen. Ich vergebe daher ganz tolle 4/5 Sternchen.

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  • Leserunde zu "Schwalben" von Ira Ebner

    Schwalben

    ira_ebner

    Liebe LovelyBooker, reicht die Liebe aus, um die Wirren des 2. Weltkriegs und die Schrecken des Stalinismus zu überstehen? Das Wissen, füreinander bestimmt zu sein, überbrückt die sozialen und kulturellen Unterscheide zweier Menschen und nicht einmal ein ganzer Kontinent, von Frankreich bis Finnland, scheint sich dazwischen schieben zu können. Aber wenn es eine Sache – nämlich die Liebe zu einem Land und zur Freiheit – wert ist, dafür das Leben zu riskieren, wie weit können Fee und Kalju gehen? Nicht nur Liebhaberinnen und Liebhaber großen geschichtlichen Stoffs dürften bei „Schwalben“ auf ihre Kosten kommen. Wenn noch eine Prise Abenteuer, Spannung und Liebe dabei sein soll, ist das das richtige Buch. Ich suche Leserinnen und Leser, die „Schwalben“ rezensieren. Dafür gibt es 5 Exemplare zu gewinnen und die Möglichkeit, mich zu Einzelheiten und zu allem zu fragen, was mit der Entstehung und der Geschichte des Buchs herum zu tun hat. Leseproben gibt es auf http://www.aavaa.de/leseproben/Schwalben%20-%20Leseprobe%20-%20Ira%20Ebner.pdf und auf meinem Blog http://iraebner.blogspot.de/2014/07/mittsommernachtstraum.html. Inhalt: Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs: Die Deutschbaltin Fee Quint und der estnische Fischer Kalju Kask wollen trotz aller Standesunterschiede heiraten, doch im Herbst 1939 wird das Land von sowjetischen Truppen besetzt. Damit werden die Zukunftspläne jäh zerrissen und Fee muss mit ihrer Familie ihre Heimat verlassen. Bald wird sie als Lazarettschwester nach Frankreich geschickt, während Kalju mit einem versprengten Rest seiner Truppe nach Finnland flieht. Ein Wiedersehen der beiden scheint unmöglich, und doch setzt Fee alles daran, ihn zu finden. Während des Russlandfeldzugs kommt Fee nach Estland zurück und sie trifft Kalju wieder, der auf Seiten der Deutschen kämpft. Als aber mit der Niederlage der Wehrmacht ihre Heimat endgültig verloren ist, beschließen sie, Widerstand gegen die sowjetischen Besatzer zu leisten, und lassen sich damit auf ein lebensgefährliches Unterfangen ein... Meret, Fees Enkelin, kommt in der Jetzt-Zeit für ihre Firma nach Estland und nimmt das Versprechen mit, Kaljus Schicksal herauszufinden. Sie schließt nicht nur selbst Freundschaft mit einem Esten, sondern entdeckt auch, dass ihre Wurzeln in diesem Land noch tiefer liegen als sie erwartet hatte.  

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    • 136
  • Liebe in Estland während der Wirren des 2. Weltkriegs

    Schwalben

    Smberge

    18. October 2014 um 16:04

    Estland 1939: Trotz erheblicher Standesunterschiede wollen die Deutschbaltin Fee und der Fischer Kalju heiraten. Für beide scheint diese Verbindung die grosse Liebe zu sein. Kurz vor der geplante Hochzeit bricht der 2. Weltkrieg aus und Fee muss aus Estland fliehen, Kalju wird Soldat. Fee gibt ihre Liebe nicht auf und hofft, dass Kalju ihr nach Deutschland folgen kann. Wir werden Zeugen des Lebens der beiden während des Krieges. Zum Ende des Krieges wird Fee als Lazarettschwester nach Estland versetzt und sie trifft Kalju wieder. Als die Sowjets das Land besetzten gehen die beiden für ihr Land in den Untergrund. Leider verlieren sie sich wieder aus den Augen.  In der Gegenwart muss Fees Enkelin Meret für ein paar tage nach Estland reisen. Das ist der Anlass, zu dem Fee ihrer Tochter von Kalju erzählt und sie bittet Nachforschungen zu Kaljus Schicksal anzustellen.  Es handelt sich hier um einen Bewegenden Roman über das Schicksal von Fee und Kalju in den Wirren des 2. Weltkriegs. Mit beiden Charakteren wird man sehr schnell warm und man fiebert als Lesen mit den beiden mit. Die Beschreibung von Landschaft und Brauchtum Estlands vermittelt gut die Liebe Fees zu Land und Leuten und macht ihren Verlust, den die durch die Flucht erleidet, um so greifbarer. Die hat nicht nur den Mann, den sie liebt, verloren, sondern auch ihre Heimat. Der Erzählstil ist sehr ruhig und gefühlvoll, wirklich ein Buch, das zum Nachdenken anregt.  Nicht so gut gefallen hat mir die Geschichte gefallen, die in der Gegenwart spielt. Meret, Fees Enkelin stellt in Estland Nachforschungen an und trifft gleich nach kurzer Zeit eine Frau, die Kalju kannte. Auf mich wirkte das etwas unrealistisch und für mich war de Zufall etwas zu gross. Als Meret sich dann noch in einen Esten verliebt, ganz in Parallelität zu ihre Grossmutter, da hat die Geschichte etwas an Glaubwürdigkeit verloren. 

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  • Eine traurige Liebesgeschichte!

    Schwalben

    Dominika

    03. September 2014 um 10:54

    Meine Meinung: Den Roman Schwalben schrieb die Autorin Ira Ebner. Und ich muss sagen, er ist ihr sehr gut gelungen. Angefangen bei dem Buchcover. Die winterliche Landschaft mit dem Herrenhaus im Hintergrund wirkt auf mich sehr kalt, wie auch die Geschichte dieses Buches. Das Paar im Vordergrund, sie in einem eleganten, weißen Kleid und er in der Uniform macht es nicht wärmer. Das Cover mit den kalten Farben passt hervorragend zur Geschichte, wie auch zu Estland. In diesem Buch erzählt die Autorin die Geschichte eines jungen Paares, das einst heiraten und den Rest ihres Lebens gemeinsam verbringen wollte, doch das Schicksal wollte es anders. Brutal und erbarmungslos trennt es sie von einander. Doch ihre Liebe und Sehnsucht zueinander ist so stark, dass sie den Kontakt mit Schreiben der Briefen Jahre lang halten. Sie wünschen sich ihre und die ihres Landes Freiheit wieder. Doch Jahre vergehen und nichts hat sich zum Guten gewendet. Ich fand das Buch sehr spannend. Am höchsten ist die Spannung jedoch im dritten Teil. Der Schreibstil der Autorin ist durchschnittlich, also nicht leicht und nicht schwer. Die Schriftgröße perfekt. Was ich meiner Meinung nach nicht besonders fand, ist die Kapitellänge. Für meinen Geschmack zu lang. Die Zeiten, Vergangenheit und Gegenwart, sind schlecht von einander getrennt. Oft übersah ich den Übergang und verstand nicht sofort den Ablauf der Geschichte. Was mich begeistert hat, die Autorin erzählt die Geschehnisse des 2. Weltkrieges so, wie als ob sie selbst dabei wäre. Hautnah. Ich finde, es hat sich für mich sehr gelohnt dieses Buch lesen. Die Geschichte über Fee und Kalju hat mir sehr gut gefallen. Mag sein, sie war etwas traurig, aber klang so, wie die Lebensgeschichten der damaligen Zeit. Ich kann das Buch Schwalben von Ira Ebner sehr gern und jedem empfehlen.

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  • Eine Liebe die über den Krieg hält und den Tod hinausgeht

    Schwalben

    Siko71

    Fee Quint lebt mit ihren Eltern und Bruder in Estland kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges. Ich Bruder ist überzeugter Nationalsozialist und versucht seine Familie ebenfalls zu überzeugen. Doch Fee läßt sich darauf nicht ein. Sie verliebt sich in Kalju einen Fischerjungen aus ihrem Dorf. Diese Liebe soll jedoch auf eine harte Probe gestellt werden. Ich Bruder Gero ist gegen diese Liebe, die einer Artztochter nicht würdig ist. Als der Krieg ausbricht meldet sich Kalju freiwillig zum Dienst. Fee geht ins Lazarett nach Frankreich. Sie bleiben immer auf irgend eine Weise in Verbindung. Bis sie endlich nach Russland ins Lazarett kommt. In dieser Zeit heiraten sie Hals über Kopf. Aus dieser Blitzhochzeit entsteht ein Kind, welches allerdings nur kurz zur Sprache kommt. Der Vater von Meret. Meret ist Fee's Enkelin, die duch eine Auslandreise ihrer Firma nach Tallin - dem ehemaligen Wohnort Ihrer Oma - geschickt wird. So folgt Meret den Spuren der Vergangenheit ihrer Großmutte "Amama". Der Roman ist sehr schön geschrieben, man bekommt Einlick in die Lebensweisen einer deutsch-estnischen Familie und deren Erfahrung mit Liebe, Krieg, Verschwörung und dem Tod. 

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    • 2

    Miamou

    24. August 2014 um 15:03
  • Eine Liebe in Zeiten des Krieges

    Schwalben

    Dreamworx

    Kurz vor dem Beginn des 2. Weltkrieges lebt die Deutschbaltin Fee Quint mit ihrem Bruder und ihren Eltern in einem kleinen Ort in Estland. Fee verliebt sich in den Fischer Kalju, den ihre Eltern als Arztfamilie nicht gerade standesgemäß finden, während ihr Bruder Gero schon den Naziparolen verfallen ist und Kalju als unter ihrer Würde einstuft. Doch Fee setzt ihren Kopf durch und so wird die Hochzeit vorbereitet. Leider kommt es nicht mehr dazu, denn Kalju meldet sich freiwillig, um in den Krieg zu ziehen und auch Fees Familie bereitet den Umzug zurück nach Deutschland vor, um sich unter den Schutz von Hitlers Regime zu stellen. Auch als Fee Estland verlässt, gibt sie die Hoffnung an eine gemeinsame Zukunft mit Kalju nicht auf. Sie nimmt eine Arbeit als Lazarettschwester an und dient erst in Deutschland, dann in Frankreich, bis sie an der russischen Front landet. Während all der Zeit erhalten nur die Briefe von Kalju in ihr die Flamme der Liebe aufrecht, doch Kaljus Nachrichten werden immer unpersönlicher und spärlicher. Wird sie Kalju noch einmal wiedersehen, oder ist ihre Liebe durch den Krieg gestorben? Ira Ebner hat mit ihrem Buch „Schwalben“ einen historischen Roman vorgelegt, der von einer traurigen, aber ereignisreichen Zeit erzählt. Der Schreibstil ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, da die Autorin viel Wert auf eine detaillierte Beschreibung legt, sowohl bei ihren Charakteren, bei der Historie als auch bei den Landschaftsbeschreibungen. Allerdings weiß man dieses im Laufe des Romanlesens mehr und mehr zu schätzen, da man sich als Leser alles sehr gut bildlich vorstellen und die Zusammenhänge gut begreifen kann. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Zum einen die um Fee, zum anderen die von Fees Enkelin Meret, die sich anhand von Fees Erzählungen auf die Spuren der Vergangenheit macht. Alles ist miteinander sehr gut verwoben und erzählt eine Geschichte von Trennung, Verlust, Liebe, Verrat und Täuschung, die wohl viele Menschen der damaligen Zeit erlebt haben. Ein schöner emotionaler, historischer Roman, der alle Geschichtsbegeisterten ansprechen dürfte. Hier gibt es eine klare Leseempfehlung!

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    • 3
  • Hoia Jumal, Eestit...

    Schwalben

    TochterAlice

    10. August 2014 um 12:44

    meie kodumaad: Gott, schütze Estland, unser Heimatland: das war in Zeiten sowjetischer Besatzung die heimliche Hymne der Esten, die sie aufrechterhalten und zusammengeschweißt hat und in "Schwalben" singen sie auch Fee, die Deutschbaltin und ihr Liebster Kalju, der von estnischen Fischern abstammt. Auch in den späten 1930ern, als sie begann, war diese Liebe zwischen Deutschbalten und Esten etwas höchst ungewöhnliches - und man muss sagen, dass das bis zum heutigen Tage so ist. Als (Halb)Estin, im Exil aufgewachsen und deshalb auch mit deutschbaltischen Kreisen recht gut vertraut, muss ich sagen, dass mir kein solcher Fall bekannt ist. Auch im unabhängigen Estland blieben beide Volksgruppen sehr für sich. Nicht so die junge Fee und ihre Eltern, die seit Jahr und Tag einen engen und herzlichen Kontakt zu der estnischen Bevölkerung pflegen - allerdings wird es den Eltern dann doch etwas zu viel, als ihnen Kalju als zukünftiger Schwiegersohn präsentiert wird, aber gegenüber Gero, dem Sohn, der mit dem Nationalsozialismus liebäugelt, schlagen sie sich dann doch auf Fees Seite. Doch dann kommt der Krieg, Fees Familie verschlägt es nach Deutschland, Kalju in die "Omakaitse", die auf Seiten der deutschen Besatzer versucht, ihr Land gegen die damals aus estnischer Sicht gefährlicheren Sowjets zu schützen, in der Hoffnung, die Selbständigkeit könnte so erhalten bleiben: auch er weit weg davon, Nazi zu sein. So mussten Fee, die in den Sanitätsdienst eingezogen wurde und er in unterschiedlichen Gegenden Europas mit der Wehrmacht kämpfen, allerdings taten sie das für die Freiheit, wie sie sie sahen. Außerordentlich gut recherchiert hat hier Autorin Ira Ebner, sie taucht tief ein in die deutsch-estnische Geschichte - so tief, dass es einigen bislang Unkundigen, denen die Materie neu ist, zu schnell gehen mag. Ein ungewöhnlicher, fast unrealistischer - aber für einen Roman wie diesen sehr angemessener - Weg, wie das Paar schließlich doch zueinander findet und dann wieder auseinandergerissen wird - die Ohnmacht des Menschen gegen politische Entwicklungen in manchen Phasen der Weltgeschichte wird hier nur allzu deutlich! Doch kann ich nicht uneingeschränkt in Jubel ausbrechen, denn in der Mitte des Buches weist die Geschichte ganz erhebliche Längen auf, die mir das Weiterlesen doch sehr erschwerten und auch der Stil ist mitunter ein wenig holprig. Dazu ein etwas eigenwilliger Umgang mit deutschen und estnischen Ortsnamen, der mir als Estin nicht so recht passte. Aber das sind Kleinigkeiten und trotz allem würde ich dieses Buch jedem, der mehr über die Geschichte Estlands erfahren will, ans Herz legen!

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  • Für alle Leser, die gern historische Romane aus der Zeit des 2. Weltkrieges lesen wollen

    Schwalben

    Buchraettin

    Estland, kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges. Fee, deren Eltern deutscher Abstammung sind, verliebt sich in den Fischer Kalju. Sie wollen heiraten, doch dann bricht der Krieg aus. Kalju meldet sich freiwillig und Fee kehrt mit ihren Eltern nach Deutschland zurück. Wird es eine Zukunft für die beiden geben?   Das Buch wird in  einem sehr detaillierten Stil erzählt. Es wird sehr viel Wert auf Beschreibungen gelegt. Das gefiel mir auch gut, gerade bei historischen Romanen finde ich das sehr gelungen. Dadurch bekomme ich als Leser ein gutes Bild der Geschichte und auch der Umstände damals. Manchmal war es aber auch etwas sehr viel, da hätte ich mir etwas mehr den Schwerpunkt auf der Handlung gewünscht. Die Erzählperspektive wechselt hier zwischen der Gegenwart, in der Meret vorkommt, die Enkelin von Fee und auch Fee selbst. Diese begibt sich auf die Spuren ihrer Großmutter. Das ist auch sehr gut zu lesen, diese Mischung aus Gegenwart und Rückblicken in die Vergangenheit. Für mich allerdings war genau das manchmal etwas verwirrend, da fehlten mir einfach die Hinweise, dass es nun wieder in die Gegenwarterzählung geht. Ich hätte mir da vielleicht Jahreszahlen über den Kapiteln gewünscht.  Die Geschichte fand ich teilweise wirklich gelungen und fesselnd zu lesen, gerade die Beschreibungen von Estland, die Menschen, das war sehr interessant zu lesen.  Auch die Szenen zum 2. Weltkrieg, in dem Fee als Lazarettschwester arbeitet, fand ich sehr interessant. Aber es war einfach manchmal etwas zu viel an Details für mich und für mich gab es einige Längen. Für alle Leser, die gern historische Romane aus der Zeit des 2. Weltkrieges lesen wollen, die gern auch mal mehr zur Geschichte von Estland erfahren möchten und die gern detailreiche und dichte Erzählungen mögen, denen würde ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.

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    • 2

    JDaizy

    07. August 2014 um 13:15
  • Kann nicht bleiben, will nicht gehen

    Schwalben

    kriminudel

    Das Buch: Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs: Die Deutschbaltin Fee Quint und der estnische Fischer Kalju Kask wollen trotz aller Standesunterschiede heiraten, doch im Herbst 1939 wird das Land von sowjetischen Truppen besetzt. Damit werden die Zukunftspläne jäh zerrissen und Fee muss mit ihrer Familie ihre Heimat verlassen. Bald wird sie als Lazarettschwester nach Frankreich geschickt, während Kalju mit einem versprengten Rest seiner Truppe nach Finnland flieht. Ein Wiedersehen scheint unmöglich, doch setzt Fee alles daran, ihn wiederzufinden. Während des Russlandfeldzugs kommt Fee nach Estland zurück und sie trifft Kalju wieder, der auf Seiten der Deutschen kämpft. Als aber mit der Niederlage der Wehrmacht ihre Heimat endgültig verloren ist, beschließen sie, Widerstand gegen die sowjetischen Besatzer zu leisten und lassen sich damit auf ein lebensgefährliches Unterfangen ein... Meret, Fees Enkelin, kommt in der Jetzt-Zeit für ihre Firma nach Estland und nimmt das Versprechen mit, Kaljus Schicksal aufzuklären. Sie schließt nicht nur selbst Freundschaft mit einem Esten, sondern entdeckt auch, dass ihre Wurzeln in diesem Land noch tiefer liegen als sie erwartet hatte. Die Autorin: Ira Christiana Ebner, geboren 1977, entdeckte ihr Talent fürs Schreiben bereits in ihrer Jugend. Auch ihr Interesse an Zeitgeschichte und anderen Kulturen und Ländern erwachte sehr früh. Im Jahr 2012 veröffentlichte Ira Ebner den Zweiteiler „Himmel, Erde, Schnee“, der ein breites Panorama der „Singenden Revolution“ in Estland zeichnet. Mit dem Baltikum verbinden sie persönliche Beziehungen. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München. Meine Meinung: Das Buch hat mir Estland näher gebracht, ein Land über das ich mir bisher keine Gedanken gemacht hatte. Die Geschichte handelt teils in der Gegenwart und teils in der Vergangenheit. Meret und Fee sind zwei Frauen, die mir im Verlauf sehr vertraut wurden und die mir sehr sympathisch sind. Ihre Geschichte hat mich sehr bewegt und ich fand sehr erfreulich, dass sich zum Schluss der Kreis schliesst und Fee mit ihrer Vergangenheit abschliessen kann. Auf jeden Fall hat „Schwalben“ bewirkt, dass Estland künftig auf meiner Reisewunschliste erscheint, was ohne dieses Buch wahrscheinlich nie der Fall gewesen wäre.

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    • 2

    Floh

    07. August 2014 um 04:39
  • Fee und Kalju ...

    Schwalben

    divergent

    05. August 2014 um 14:45

    Das Buch spielt in Estland kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges: Fee möchte ihren Kindheitsfreund Kalju trotz großer Standesunterschiede heiraten. Doch als Estland von sowjetischen Truppen besetzt wird, muss Fee mit ihrer Familie nach Deutschland flüchten. Und so trennen sich auch die Wege von Kalju und Fee. Kalju flüchtet nach der sowjetischen Besatzung nach Finnland. Beide haben noch Kontakt, auch als Fee als Lazarettschwester nach Frankreich kommt. Doch wird ihre Liebe diesen Krieg und die Zeit danach überleben ? ? "Schwalben" ist ein Roman der deutschen Autorin Ira Ebner. Ich wollte ja schon seit längerer Zeit mal ein Buch über Estland lesen, da mich dieses Land irgendwie fasziniert und ich in naher Zukunft sicherlich mal nach Talinn fliegen werde. Und ich kann mir durchaus relativ gut vorstellen, dass "Schwalben" sicherlich vielen das Land und die Kultur von Estland näher bringen wird. Da man als Leser durch die Geschichte richtig gut in diese Welt eintauchen kann. Zu Beginn gefiel mir das Buch ja nicht so gut, da es schon etwas komisch geschrieben war. Und es wird parallel zu der oben beschriebenen Geschichte noch die Geschichte der Enkelin von Fee erzählt, was für mich teilweise verwirrend und ungewohnt zu lesen war. Das Buch hat ein paar Längen doch im Großen und Ganzen ist es ganz in Ordnung. Es erzählt eine dramatisch packende Liebesgeschichte, welche den ein oder anderen sicherlich fesseln wird!

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  • Eine Liebe ist Estland - Inhaltlich gut, stilistisch schwierig.

    Schwalben

    leselea

    Die Deutschbaltin Fee Quint und der Este Kalju Kask wollen trotz aller Standesunterschiede und Vorbehalte heiraten. Doch dann bricht der Zweite Weltkrieg aus, von dem auch Estland nicht verschon bleibt. Fee und ihre Familie werden aufgefordert, ins Deutsche Reich zurückzukehren. Während Fee in der Folgezeit als Lazarettschwester in Frankreich und Russland stationiert ist, versucht Kalju als Verbündeter der Deutschen sein Land zu retten. Nach Kriegsende finden sich die beiden im zerstörten Estland endlich wieder. Doch das Land droht, unter die sowjetische Besatzung zu gelangen, sodass beide beschließen im Wald Widerstand gegen den Kommunismus zu leisten… In der Gegenwart beginnt die alte Fee ihrer Enkelin Meret nach und nach die bewegende Geschichte ihres Lebens zu erzählen. Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg nach Estland, wo Meret ihre eigenen Wurzeln kennenlernt und Fee sich entscheidet, das Schweigen zu brechen… Ira Ebner erzählt in Schwalben die Geschichte einer Liebe, die sich in schweren Zeiten immer wieder behaupten muss: Die Beziehung von Fee und Kalju ist von Beginn an eng mit den politischen und sozialen Spannungen in Estland verbunden und wird von ihr bis zum Schluss geprägt. Anhand dieser Liebe skizziert die Autorin die Distanz und den Konflikten zwischen den Deutschbalten und den einheimischen Esten, die Rolle des Landes während des Zweiten Weltkrieges und schließlich die Eingliederung in die Sowjetunion. Das Buch präsentiert einem so auf knapp 400 Seiten die Geschichte Estlands im 20. Jahrhundert und somit die Geschichte eines Landes, das zumindest in meinem Bewusstsein kaum präsent war und über das ich dank Schwalben eine Menge erfahren durfte. Leider wird dieser ausgesprochen interessante Inhalt in meinen Augen durch einen sperrigen und nicht geglückten Schreibstil überlagert. Viele Sätze erschienen mir holprig und bisweilen einfach auch „falsch“, teilweise tauchten Anmerkungen und Gedanken auf, die mir unmotiviert und zusammenhangslos erschienen. Die Sprache war mir über weite Strecken einfach zu distanziert: Die Schicksalsschläge, die Fee und Kalju immer wieder treffen, konnte ich deswegen nur zur Kenntnis nehmen, ohne dass sie in mir irgendetwas auslösten. Zwar habe ich mich im Laufe der Zeit an den Stil gewöhnt (vielleicht ist er auch besser geworden), allerdings hat mich das Durchkämpfen durch den ersten Teil des Buches so geprägt, dass meine Lesefreude leider bis zum Schluss nicht wieder zurückkommen wollte. Das Erzählte spielt teilweise in der Vergangenheit, teilweise in der Gegenwart, wobei die Zeitsprünge nicht deutlich gekennzeichnet werden (eigene Kapitel, eigener Abschnitt, Schriftwechsel etc.), was vor allem zu Beginn eine Schwierigkeit darstellt. Zudem findet die Geschichte selten das ideale Tempo: Viele Situationen ziehen sich sehr, während andere sich nur so überschlagen; an einigen Stellen bekommt man fast zu viele Informationen, während bei anderen Begebenheiten viele Fragen offen bleiben (manchmal wohl auch bewusst und – wie ich einräumen muss – passend). Positiv hervorzuheben sind meiner Meinung nach aber die sehr sympathischen weiblichen Protagonisten (Fee und Meret) und das überaus gute Ende. Somit war ich zwar froh, dass das Buch endlich vorbei war, der Schluss hat mich aber dann doch mit einem guten Gefühl entlassen. Alles in allem ein lehrreiches und geschichtlich spannendes Buch, das mit seinem Stil meinen Geschmack aber leider gar nicht treffen konnte.

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