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ira_ebner

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Liebe LovelyBooker,

reicht die Liebe aus, um die Wirren des 2. Weltkriegs und die Schrecken des Stalinismus zu überstehen? Das Wissen, füreinander bestimmt zu sein, überbrückt die sozialen und kulturellen Unterscheide zweier Menschen und nicht einmal ein ganzer Kontinent, von Frankreich bis Finnland, scheint sich dazwischen schieben zu können. Aber wenn es eine Sache – nämlich die Liebe zu einem Land und zur Freiheit – wert ist, dafür das Leben zu riskieren, wie weit können Fee und Kalju gehen?

Nicht nur Liebhaberinnen und Liebhaber großen geschichtlichen Stoffs dürften bei „Schwalben“ auf ihre Kosten kommen. Wenn noch eine Prise Abenteuer, Spannung und Liebe dabei sein soll, ist das das richtige Buch. Ich suche Leserinnen und Leser, die „Schwalben“ rezensieren. Dafür gibt es 5 Exemplare zu gewinnen und die Möglichkeit, mich zu Einzelheiten und zu allem zu fragen, was mit der Entstehung und der Geschichte des Buchs herum zu tun hat.

Leseproben gibt es auf http://www.aavaa.de/leseproben/Schwalben%20-%20Leseprobe%20-%20Ira%20Ebner.pdf

und auf meinem Blog http://iraebner.blogspot.de/2014/07/mittsommernachtstraum.html.

Inhalt:

Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs: Die Deutschbaltin Fee Quint und der estnische Fischer Kalju Kask wollen trotz aller Standesunterschiede heiraten, doch im Herbst 1939 wird das Land von sowjetischen Truppen besetzt. Damit werden die Zukunftspläne jäh zerrissen und Fee muss mit ihrer Familie ihre Heimat verlassen. Bald wird sie als Lazarettschwester nach Frankreich geschickt, während Kalju mit einem versprengten Rest seiner Truppe nach Finnland flieht. Ein Wiedersehen der beiden scheint unmöglich, und doch setzt Fee alles daran, ihn zu finden. Während des Russlandfeldzugs kommt Fee nach Estland zurück und sie trifft Kalju wieder, der auf Seiten der Deutschen kämpft. Als aber mit der Niederlage der Wehrmacht ihre Heimat endgültig verloren ist, beschließen sie, Widerstand gegen die sowjetischen Besatzer zu leisten, und lassen sich damit auf ein lebensgefährliches Unterfangen ein...

Meret, Fees Enkelin, kommt in der Jetzt-Zeit für ihre Firma nach Estland und nimmt das Versprechen mit, Kaljus Schicksal herauszufinden. Sie schließt nicht nur selbst Freundschaft mit einem Esten, sondern entdeckt auch, dass ihre Wurzeln in diesem Land noch tiefer liegen als sie erwartet hatte.

 

Autor: Ira Ebner
Buch: Schwalben

Smberge

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Das klingt nach einer wirklich spannenden Geschichte, das wäre ich gerne dabei. 2. Weltkrieg und Stalinismus sind 2 Themen, die mich sehr interessieren. Beide zusammen in eine gute Geschichte gepackt, kling gut.

ira_ebner

vor 4 Jahren

Mich hat das Thema auch schon immer interessiert und ich fand das Schicksal der Baltischen Staaten vor, während und nach dem 2. Weltkrieg, also bis 1991, besonders. Also wollte ich beides, den Schauplatz, die Menschen und die Hintergründe ... Eigentlich ein gemeinsames Schicksal. Aus diesem Gedanken heraus ist das Buch entstanden.

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Smberge

vor 4 Jahren

1. Teil Kapitel 1-10
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leselea schreibt:
Ich finde die Sätze über viele Passagen sehr holprig, zum Teil empfinde ich sie auch als „falsch“, in dem Sinne, dass mein Sprachempfinden einige Sätze einfach nicht akzeptiert.

Das gleiche Problem hatte ich auch. Mich hat das im Lesefluss nicht wirklich gestört, aber einige Sätze haben irgendwie nicht wirklich zusammen gepasst, so dass ich den Satz nochmal lesen musste, um den Sinn wirklich zu verstehen. Ich fand es kein richtiges Problem, aber es hat einfach etwas geholpert.

Smberge

vor 4 Jahren

1. Teil Kapitel 1-10
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uli123 schreibt:
Nachdem ich das erste Drittel des Buches gelesen habe, kann ich sagen, dass es meinen Lesegeschmack voll und ganz trifft. Ich mag die Mischung zwischen Liebesroman und Zeitgeschichte. Besonders fasziniert mich, dass Schauplatz das mir so ziemlich unbekannte Estland ist. Über die Geschichte dieses Landes und die Rolle der Deutschen wusste ich bislang so gut wie nichts. Mein Horizont ist doch sehr erweitert worden. Jede Romanfigur verkörpert einen in der estnischen Geschichte typischen Charakter: Quint Senior den Nachfahren der deutschen Ordensritter, sein Sohn Gero den Nationalsozialisten, in dessen Ideologie die Esten Untermenschen sind, Kalju den für ein freies Estland kämpfenden Esten, sein Bruder Toomas den Kommunisten, der aus Estland eine Räterepublik machen will. Die Frauen treten zeittypisch eher in den Hintergrund. Über Fees politische Ansichten bin ich mir noch nicht sicher. Vermutlich unterstützt sie Kalju aus Liebe zu ihm. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die eingestreuten estnischen Vokabeln. Geschickt gemacht ist es, dass Fee ihre Geschichte in Rückblenden ihrer Enkelin Meret erzählt und diese nunmehr beruflich selbst nach Estland reisen wird. Ob das nur ein Zufall ist?

Dieser Betrag von Uli123 gibt vieles von meinen Eindrücken wieder. Auch ich wusste über Estland bisher nicht viel und mir war gar nicht bewusst, dass dort auch viele Deutsche gelebt haben. Ich bin auch der Meinung, dass die Personen gut gewählt sind und durch sie die politische Situation im Land gut dargestellt werden kann. Die verschiedenen Strömungen werden durch sie ganz gut personifiziert. Bin mal gespannt wie das weiter umgesetzt wird.
Gut gefällt mir auch die Konstellation, dass Fee durch die Reise ihrer Enkelin dazu motiviert wird, aus ihrem eigenem Leben zu erzählen. Das ist wirklich schön gemacht.

Smberge

vor 4 Jahren

1. Teil Kapitel 1-10
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So, nach den Kommentaren zu anderen Beiträgen möchte ich auch noch ein paar von meinen eigenen Eindrücken schreiben.
Erstmal Entschuldigung, dass ich erst so spät hier einsteige, aber leider ist meine Leserundenplanung etwas durcheinander geraten. Aber jetzt bin ich voll dabei und hoffe ich kann hier noch etwas beitragen.
Ich bin gut in die Geschichte hinein gekommen. Die ersten Seiten waren etwas verwirrend, da es da doch einige Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit gab. Ich habe das so interpretiert, dass Fees Gedanken etwas durch die Zeiten gesprungen sind und sie sich dann dazu durchringt, Meret von ihrem Leben zu erzählen.
Es gab ja anscheinend eine Vereinbarung mit Gero, nicht über die Zeit zu reden. Ich bin mal gespannt, was Gero so im 2. Weltkrieg getrieben hat. Es würde mich nicht wundern, wenn er an den deutschen Kriegsverbrechen beteiligt war, so überzeugt wie er von der Nazibewegung war.
Fee und Kalju sind wirklich ein sehr sympathisches Paar. Insbesondere Fee finde ich sehr beeindruckend, da sie bereit ist unter ihrem Stand zu heiraten und damit auch gewisse Privilegien aufzugeben. Das muss wirkliche Liebe sein. Ich habe mich etwas gewundert, wie leicht ihr Vater bereit war, seine Zustimmung zu der Hochzeit zu geben, ich habe da mehr Widerstand erwartet oder sogar ein Nein. Aber vielleicht hat der Vater wirklich eingesehen, dass das hier wahre Liebe ist und es keinen Sinn macht sich dagegen zu stellen.
Meret hat mit Christian da weniger Glück. Er scheint ja noch in einer anderen Beziehung zu stecken (ist er sogar verheiratet?) und die Affäre mit Meret ist nichts Ernstes. Da kann mann nur hoffen, dass Meret möglichst schnell über die Geschichte hinweg kommt.
Sehr gut haben mir die Beschreibungen des Lebens in Estland gefallen, so schön lebendig, z.B. das Mitsommerfest, bei dem das ganze Dorf zusammen feiert, es spricht so viel Liebe zu diesem Land aus diesen Beschreibungen.
Richtig traurig hat mich die gescheiterte Hochzeit und die anschliessende Flucht von Fees Familie nach Deutschland gemacht. Ich hatte aber den Eindruck, dass das alles recht schnell ging. Ein kurzes Telegramm, dass Kalju keinen Urlaub bekommt, Hochzeit findet nicht statt, dann ein Abschiedsbrief und dann war's das. Hier wären meiner Meinung ein paar Seiten mehr, in denen Fees Gefühle beschrieben werden, angebracht gewesen.
So, jetzt bin ich gespannt was Meret in Talinn erlebt. Findet sie Kalju, erfährt sie etwas über ihre Familie? Was erlebt Fee in Berlin? Findet sie Kalju wieder?
Ich lese dann mal weiter.

Smberge

vor 4 Jahren

2. Teil Kapitel 1-9
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Dreamworx schreibt:
Den Traum von Meret fand ich etwas mystisch, irgendwie kann ich ihn noch nicht einordnen. Währenddessen wird Fee nach Frankreich versetzt. Bevor sie dorthin muss, kommt Gero aus Frankreich zu Besuch nach Berlin. Widerlich, wie er Kriegsbeute als Geschenke in der Familie verteilt. Auch seine kryptische Bemerkung über Fees Einsatz in Frankreich, als wenn er die Strippen gezogen hätte, das ihr Finnlandvisum abgelehnt und nach Frankreich versetzt wurde, nur um sie von Kalju fern zu halten.

Mit dem Traum hatte ich auch so meine Probleme.Er schien mir eine Rückblende in das Leben ihres Vaters zu sei, aber so richtig verstanden habe ich das nicht. Vielleicht sollte so die Verbindung Merets zu ihrer alten Heimat gezeigt werden?
Auf die Idee, dass Gero schuld daran sein könnte dass Fee nicht nach Finnland reisen durfte, bin ich gar nicht gekommen. Aber möglich wäre das natürlich, er war ja eh gegen die Verbindung zu einem Esten.
Das wäre aber wirklich ganz schön hinterhältig, aber wundern würde mich das bei dem Kerl nicht.

Smberge

vor 4 Jahren

2. Teil Kapitel 1-9
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Auch mit dem 2 Teil bin ich jetzt durch. War wieder richtig spannend. Fee arbeitet jetzt als Krankenschwester in der Normandie. Mich beschäftigt die Idee, dass Gero für ihre Versetzung verantwortlich sein könnte (s. mein Betrag oben). Aber möglich ist das und wenn man politische Gesinnung Geros betrachtet ist es sogar sehr wahrscheinlich. Für ihn muss es ja schon eine ganz schöne Schande sein, wenn seine Schwester eine Esten heiratet und keinen Deutschen. Naja, vielleicht erfahren wir ja noch mehr hierzu um letzten Leseabschnitt.
Kaljus Briefe sind wirklich etwas kühl, ich kann gut verstehen, dass Fee sehr unglücklich mit der Situation ist. So sollten keine Briefe von jemandem geschrieben sein, den man heiraten will. Er macht ihr keine Hoffnungen auf ein Wiedersehen und von Liebe ist auch nicht die Rede. Das macht richtig traurig.
Sie hatte ja dann auch einen kleine Flirt mit Wilhelm (hiess er so?) in Paris, war wahrscheinlich zu einem grossen Teil ihrer unglücklichen Situation geschuldet.
Furchtbar war auch die Situation des französischen Resistancekämpfers, der von den Deutschen gefangen genommen wurde und in Fees Lazarett gebracht wurde. Erst muss sie ihn pflegen und dann wird ihr klar, dass er nur so weit hergestellt werden soll, dass er vernommen werden kann. Ich habe hier nicht so ganz verstanden, ob ihm willentlich oder nicht Zugang zu den Tabletten verschafft hat. Offiziell behauptet sie ja, es war ein Versehen.
Im Zusammentreffen von Kaisa und Meret hat mich der Zufall etwas irritiert, dass sie anscheinend mit Fee und Kalju in den Wäldern gelebt hat. Ist es nicht ein etwas grosser Zufall, dass die erste Person, mit der Meret spricht, gleich beide Personen kennt? Raivo hat ja nicht lange nach jemandem gesucht, der evtl. Fee gekannt haben könnte, sondern Meret nur mit zu einer Nachbarin genommen, die den 2. Weltkrieg erlebt hat. Ich war hier jedenfalls etwas überrascht.
Insgesamt hat mir der Abschnitt wieder viel Spass gemacht und ich bin gespannt wie die Geschichte weitergeht. Hier ist ja schon geschrieben worden, dass der Schreibstil an einigen Punkten etwas holprig wirkt, den Eindruck kann ich nur bestätigen. Ich kann nicht sagen, dass mich das richtig stört, aber ich stolpere immer mal wieder über einige Stellen.
So, ich mach mich dann mal an den letzten Teil, es gibt ja noch viel auf zu klären.

Smberge

vor 4 Jahren

3. Teil Kapitel 1-10
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So, jetzt bin ich auch durch mit diesem Buch. Im letzten Teil ist ja nochmal so einiges passiert. Fee kehrt mit ihrer Enkelin Meret nach Estland zurück und treffen auf Kaisa. Zwischen Fee und Kaisa war das Verhältnis damals nicht so ganz spannungsfrei und so ist der Austausch über das, was damals geschah auch nicht so ganz einfach. Anscheinend haten Kalju und Kaisa eine Affäre miteinander, da Kaisas Tochter erhebliche Ähnlichkeiten mit Meret aufweist.
Aber ich denke mal, für Fee ist es eine gut Sache, dass sie noch mal in ihre alte Heimat reisen konnte und für sich mit diesem Teil abschliessen konnte.

Dramatisch waren auch die Rückblenden in die Zeit in Estland nach dem 2. Weltkrieg unter sowjetischer Besatzung. Der Kampf um die Freiheit Estlands ist ja anscheinend auch der Grund, warum Kalju nicht mit seiner inzwischen Frau Fee nach Deutschland flüchtet sondern lieber in Estland bleibt und im Untergrund gegen die Sowjets kämpft. Mit tat Fee richtig leid. Nach der langen Trennung findet sie ihren Kalju wieder, sie heiraten sogar, aber das Glück des gemeinsamen Lebens ist ihnen nicht vergönnt. Was ist da nur mit Kalju passiert? Hat ihn der Krieg so verändert, oder war es doch der Freiheitskampf, der ihm wichtiger war, als das private Glück? Was er Fee damit angetan hat, daran scheint er gar nicht gedacht zu haben. Ich schwanke da zwischen dem Gedanken, so ein Egoist oder so ein Idealist. Bei der Abschiedsszene bin richtig bin ich richtig traurig geworden, denn wir wussten ja schon, dass die beiden sich nie wiedersehen werden.

Mich hat etwas gestört, dass die zeitlichen Sprünge zum Teil in einem Absatz stattfanden. Ich haben eindeutig Absätze gefehlt. Die Sprünge zwischen den Zeiten waren ja relativ klar und haben der Geschichte eine gewisse Würze gegeben, aber man sollte doch zumindest erwarten, dass diese Sprünge durch einen Absatz getrennt werden, oder?

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich werden die Rezension in den nächsten Tagen erstellen.

Smberge

vor 4 Jahren

Trivia zu "Schwalben"

Jetzt möchte ich auch noch meine Rezension nachliefern. Vielen Dank, dass ich das tolle Buch im Rahmen dieser Leserunde lesen durfte, es hat mir wirklich Spass gemacht.
http://www.lovelybooks.de/autor/Ira-Ebner/Schwalben-1096295681-w/rezension/1117343285/

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