Irena Berger Pendo

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Inhaltsangabe zu „Pendo“ von Irena Berger

Es hätte der wichtigste Tag in seinem Leben werden sollen. Der Tag, an dem er einen wilden Yagura zähmen und reiten soll, um den großen Schritt vom Kind zum vollwertigen Mitglied seines Volkes zu vollenden. Das Schicksal aber verändert sein Leben an diesem Tag für immer. Es nicht nur die gewohnten Lebensumstände in seinem Zuhause, die sich verändern. Seltsame, unerklärliche Dinge gehen im Dorf der Dyami vor sich, was zu Unruhen und Streitigkeiten innerhalb des eigentlich sehr friedliebenden Volkes führt. Und hinter den schützenden Mauern des Dorfes erfahren die Dyami nur über die Zeitung von den sich verschärfenden sozialen Ungerechtigkeiten und politischen Debatten, die den kleinen Planeten Murta in Aufruhr versetzen. Es ist der Älteste im Dorf, der Pendo und seinen engen Freund Nikan schließlich in ein uraltes Geheimnis der Dyami einweiht und ihnen klarmacht, dass all diese Veränderungen und unheilvollen Vorzeichen nicht zufällig geschehen, sondern einer dunklen, unerkannten Kraft entspringen. Als ein verheerendes Unwetter Pendos Heimat verwüstet, das Mädchen, das er liebt, als Verräterin beschuldigt wird und düstere Mächte die Bevölkerung auf Murta bedrohen, begibt sich Pendo auf eine schicksalhafte Reise.

Ansprechend beschriebene Heldenreise eines sympathischen Protagonisten durch eine fremde und manchmal gar nicht so fremde Welt.

— PearlQ19
PearlQ19

Nette Abenteuergeschichte, die man lesen kann - über Ungerechtigkeit, Unglauben und ungebrochenem Mut.

— pschade
pschade

Eine fantastische Heldenreise

— Buchkritik
Buchkritik

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  • Ruhige Genremix-Fantasy mit philosophischen Untertönen

    Pendo
    PearlQ19

    PearlQ19

    23. July 2016 um 00:00

    "Pendo" von Irena Berger erschien 2015 im Eagle Books Verlag in der Edition Heldenreise. Bei der "Heldenreise" handelt es sich um ein mehrtägiges Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung, entworfen von dem Gestalttherapeuten Paul Rebillot. Die Bücher der Edition Heldenreise greifen im Sinne dieses Seminars die persönliche Entwicklung des Helden auf, der durch eben eine solche Heldenreise nach klassischen Mustern heranreift und sich Gefahren von außen sowie den eigenen Dämonen stellt.Der 759 Seiten starke Roman "Pendo" spielt auf dem kleinen Planeten Murta. Pendo lautet der Name der Hauptfigur, ein neunzehnjähriger Junge vom Volk der Dyami, der zu Anfang des Romans eine Art Inititiationsritual durchlaufen soll: einen wilden Yagura, eine Raubkatze, zähmen und reiten und somit zu einem vollwertigen Mitglied seines Volkes werden. Doch Pendo weigert sich im letzten Moment und sichert sich durch dieses vermeintliche Versagen den Spott seiner Altersgenossen. Nur sein bester Freund Nikan hält zu ihm und auch mit Nayeli, die er schon lange heimlich liebt, entspinnt sich eine Freundschaft.Dann jedoch geschehen seltsame Dinge in dem Dorf der Dyami, und Pendo erfährt von dem Dorfältesten, was vor vielen Jahren geschah und weshalb die Dyami seitdem in Angst vor der Dunkelheit leben. Seltsame Vorzeichen erscheinen, ein unheimliches Unwetter zerstört das Dorf, und nur Pendo und Nikan verstehen die Zusammenhänge. Dann wird Nayeli als Verräterin beschuldigt, und Pendo nimmt indirekt die Schuld auf sich, indem er mit Nikan zusammen das Dorf verlässt und sich auf eine gefahrvolle (Helden-)Reise begibt, um die dunkle Bedrohung aus der Vergangenheit ausfindig zu machen und zu besiegen.Die gute Nachricht zuerst: "Pendo" ist ansprechend und flott geschrieben. Die Geschichte und die Welt, in der sie spielt, sind mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet und unter dem Ganzen liegt ein nachdenklicher, fast philosophischer Unterton. Die Handlung schreitet im genau richtigen Tempo voran, die Charaktere sind sehr lebendig und liebevoll gezeichnet, und es sind durchaus originelle Ansätze vorhanden, die das eine oder andere gängige Klischee erfolgreich vermeiden. Auch das Ende ist rundum zufriedenstellend. Das eine oder andere Logikloch ist zwar vorhanden, hat mich aber nicht über Gebühr gestört.Kritikpunkte gibt es eher auf der "technischen" Seite: Sicher handelt es sich hier nicht um ein großes Verlagshaus, aber dennoch sollte man meinen, dass sich auch ein kleiner Verlag einen guten Lektor leisten kann. Hier wimmelt es aber noch vor Tippfehlern (bezeichnenderweise größtenteils solche, die eine automatische Rechtschreibprüfung nicht erfasst) und vor allem Interpunktionsfehlern: Kommas sind falsch oder gar nicht und Bindestriche sehr irreführend und inkonsistent gesetzt. Da der Schreibstil und der Umgang mit der Sprache durchaus vermuten lassen, dass die Autorin sprachlich fit ist (z. B. die richtige Verwendung von "scheinbar" und "anscheinend", was heute leider nicht mehr selbstverständlich ist), drängt sich mir hier der Verdacht auf, dass beim Lektorat verschlimmbessert wurde, und zwar so häufig, dass es wirklich unangenehm auffällt (niemand stört sich an ein, zwei Tippfehlern und drei falschen Kommas alle 30 Seiten). Das ist schade, da es eigentlich vermeidbar gewesen wäre, ist aber andererseits auch ein Manko, das sicher nicht jeden Leser in dem gleichen Maße stört wie mich (Berufskrankheit).Das andere "Problem", das ich mit dem Roman habe (und da jammere ich schon auf recht hohem Niveau) ist die teilweise schwer einzuordnende Genrezugehörigkeit. Dem Ton und der ganzen Thematik nach ist es ein Fantasyroman. Jedoch bringt die Tatsache, dass die Geschichte auf einem fernen Planeten spielt (und die Charaktere sich dessen auch bewusst sind) einen Hauch von Science Fiction hinein, der aber nie so wirklich ausgebaut wird. Für Fantasy ist es dann wiederum teilweise sehr bodenständig und modern, mit Tageszeitung, Polizei und politischen Parteien. Auf der anderen Seite gibt es verschiedenartige Völker, exotische Reittiere, übernatürliche Fähigkeiten, Jäger und Sammler, Postvögel und dämonenartige Wesen sowie fantasievolle Namen, die manchmal fernöstlich, manchmal afrikanisch, manchmal auch ganz anders anmuten.Dieser Genremix ist aber gleichzeitig auch ein Pluspunkt, denn so hebt sich "Pendo" durchaus vom Einheitsbrei ab. Es ist ohnehin auch ein Punkt, der sicher nicht jeden Leser stören wird – Genrepuristen aber sicher schon.Empfehlen kann ich "Pendo" dennoch bedenkenlos. Es ist eine schöne, runde Sache und eine Art Roman, die man heute nicht mehr allzu oft antrifft: er ist weder episch noch reißerisch, keine Trilogie und kein 1500-Seiten-Monstrum, sondern einfach eine Geschichte, die sich auf das Wesentliche konzentriert: die Reise ihres Helden.Diese Rezension ist auch auf Goodreads und auf Amazon zu finden.

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  • Wo Macht herrscht, herrscht nicht immer Machtlosigkeit

    Pendo
    pschade

    pschade

    23. May 2016 um 10:29

    Mit „PENDO“ hat die Autorin Irena Berger eine nette Geschichte geschrieben. Die Gemeinschaft und das Leben mit der Natur gefielen mir sehr gut. Klar, dass das nicht so bleiben konnte und der aufgeweckte und neugierige Pendo, der nicht für das dörfliche Leben geschaffen war, auszog um das Böse aufzuhalten. Eine schöne Geschichte, die ich gern gelesen habe. Als kleine Schwachpunkte fand ich persönlich, den Schreibstil der Autorin. Es war für mich etwas schwierig einzusteigen, zu holprig hat es sich gelesen. Doch nachdem ich mich dran gewöhnt hatte, ging es gut voran. Etwas ist mir dann doch wenig ausgereift erschienen - die Autorin lässt ihre Figuren u.a. auf übergroßen Tigern reiten. Was ich ja spannend finde und es selbst auch gern tun würde. Aber was mir nicht logisch scheint - die Tiger leben in einem Stall oder stehen auf der Weide…  Dazu kommt, nach einem Unwetter haben die Dorfbewohner selber kaum etwas zu essen, und dann müssen sie die Tiger füttern. Wieso stehen die Tiger auf der Weide, wie Kühe und Schafe - anstatt selber jagen zu gehen? Das können sie, wie es im Buch mehrmals zu lesen ist. Alles in allem, eine nette Geschichte.

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  • Ein Held der leisen Töne

    Pendo
    Buchkritik

    Buchkritik

    17. November 2015 um 11:10

    Auf Murta, einem fernen Planeten, lebt der 19-jährige Pendo mit seiner Familie im Dorf der Dyami, einem Volk, das schon vor langer Zeit der Gewaltbereitschaft abgeschworen und ein soziales System der Gerechtigkeit und Nächstenliebe innerhalb seines Dorfes entwickelt hat, das aber dennoch die alten Kampf- und Spieltraditionen in der Arena aufrechterhält. Beim Initiationsritual merkt Pendo zum ersten Mal, dass er anders ist, als seine Mitstreiter. Aus tiefem Mitgefühl für diese wunderbare Kreatur ist nicht in der Lage, einen wilden Yagura, eine Mischung aus Wildkatze und Pferd, in der Arena mit Gewalt zu zähmen. Auf einmal schlagen ihm Spott und abfällige Bemerkungen vonseiten seiner alten Freunde entgegen, die ersten Vorzeichen dafür, dass sich ein Wandel vollzieht.  Er lernt Nikan und das Mädchen Nayeli kennen, die Verständnis für Pendos Gedanken und Gefühle zeigen, sie nicht mit Feigheit gleichsetzen. Aus der fernen Hauptstadt erreichen sie beängstigende Nachrichten vom Ehrgeiz der politischen Opposition, die das Böse verkörpert. Auch im Dorf der Dyami kommt es immer öfter zu Streitereien. Die Bewohner spalten sich in das Lager der Regierungstreuen und der Abtrünnigen, die aus Machthunger bereit sind, die Armen und Wehrlosen zu diskriminieren, zu unterdrücken, ins Gefängnis zu werfen und sogar zu töten.  Etwas Mächtiges, etwas Drohendes breitet sich im Land aus. Vor lange Zeit war die Seele eines körperlosen Wesens reiner Bösartigkeit entstanden – Ighul, der jeden Bewohner Murtas als Wirt benutzen kann. Pendo hegt den Verdacht, dass diese dunkle Macht vom Führer der inzwischen neuen Regierung, die einstige Opposition, Besitz ergriffen hat. Tief in seinem Inneren spürt er, dass nur er Ighul besiegen kann. Der schöne Schreibstil hat mich auf leichte, aber niemals oberflächliche Weise durch die vielen Seiten getragen. Ich durfte die Figuren auf ihrer langen, gefährlichen Reise durch unwirtliche und dann wieder bezaubernde Landschaften begleiten, hab mit ihnen gelacht, gezittert, geliebt und geweint, voll Spannung Pendos Wandlung vom schüchternen, jungen Mann zum Kämpfer für sein Volk, für das er am Ende sogar bereit ist, zu sterben, durchlebt. Frau Berger hat eine wunderbare Welt erschaffen, in der ich mich trotz aller Schrecken sofort heimisch gefühlt habe. Pendo, Nikan und Nayeli sind mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich sie nur ungern aus meiner Gedankenwelt entlassen habe. Ganz ist mir das immer noch nicht gelungen.

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