Irene Dische Der Doktor braucht ein Heim

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Inhaltsangabe zu „Der Doktor braucht ein Heim“ von Irene Dische

Wiederbegegnung mit dem »Doktor« aus Disches Bestseller ›Großmama packt aus‹Während die Tochter seinen Umzug ins Heim vorbereitet, lässt der betagte Nobelpreisträger – der Doktor – sein turbulentes Leben Revue passieren: die Banditen eines bösartigen Jahrhunderts und die Frauen seines Lebens. Erbarmungslos direkt beschreibt Irene Dische die erlebte Wahrheit eines an Alzheimer Erkrankten. Es ist nicht irgendein alter Mann, von dem sie erzählt. Es ist ihr Vater.

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  • Rezension zu "Der Doktor braucht ein Heim" von Irene Dische

    Der Doktor braucht ein Heim

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. June 2010 um 21:24

    Diesmal hat mich die Dische ein bißchen enttäuscht, die Geschichte hat mir irgendwie nichts gesagt. Beim nächsten Buch wirds sicher wieder besser :)

  • Rezension zu "Der Doktor braucht ein Heim" von Irene Dische

    Der Doktor braucht ein Heim

    Mr. Rail

    02. March 2010 um 17:17

    "Stark heute morgen. Mir ist wieder eingefallen, wie man mit dem Telefon umgeht. Ich rufe die Nummer an, die so tief in meiner Erinnerung verankert ist, 201-479-4301... Diese Frau - wer ist sie, woher weiß sie Bescheid? - sagt zu mir: "Hör mal, deine Schwester gibt es nicht mehr, merk dir das...." Der betagte Nobelpreisträger und Biochemiker hat schon lange registriert, dass ihm sein Körper eine Falle stellt, hinter der nur die Natur stecken kann. Die Ärzte haben seine Krankheit als "Altersheimer" bezeichnet, soweit er sich erinnern kann. Ja - erinnern - das ist es was ihm zu Schaffen macht. Er weiß, dass er eine Schwester hat und er kennt die Telefonnummer einer gewissen Gretel, zu der er sich hingezogen fühlt - aber warum nur? Er findet seine Nachbarin sehr nett, und es ist rührend, dass sie ihn regelmäßig besucht - aber warum nimmt sie dies auf sich - was will sie von ihm. Die Welt verschließt sich vor ihm, sie entzieht sich bei vollster emotionaler Wahrnehmung und der Schrecken des Alltags hinterlässt seine Spuren. An seinem Arbeitsplatz wird er als "ehemaliger Mitarbeiter" begrüßt - wieso ehemalig? Und warum ist der Herd morgens an, obwohl er gar nichts gekocht hat. Der Doktor sucht, vereinsamt und im Inneren verunsichert, nur noch ein Heim. Nähe - und wundert sich darüber, dass er sie bei Gretel, seiner geschiedenen Frau nicht mehr findet. Nur seine Nachbarin scheint ein Herz für ihn zu haben - sie hat ein Heim für ihn gefunden. "Endlich kehre ich heim.... Und wie ein normaler Mensch bin ich außer mir vor Freude." Die Nachbarin jedoch ist seine Tochter und sie hat ein anderes Heim gefunden - eines für demenzkranke Menschen - eines vor dem der Doktor sich innerlich so sehr fürchtet. Ein letztes Heim.... Irene Dische, die Autorin des Buches ist diese Tochter und sie beschreibt erbarmungslos direkt die innere Wahrnehmungswelt ihres an Alzheimer erkrankten Vaters. Für ihre Erzählung benötigt sie gerade einmal 45 Seiten - jeder Satz mehr wäre einer zuviel. Sie benötigt nicht mehr Worte, um ihre Zerrissenheit mitzuteilen und ihren Vater noch einmal zu Wort kommen zu lassen. **** Ich selbst habe ein solches Heim gesucht - ich selbst habe mich in die Welt meines Vaters begeben wollen und doch nicht verstehen können, warum er mich nicht mehr erkannte. Ich wusste, dass er mich fühlt, ich ahnte, wie sehr er sich fürchtete vor der Medizin und der Umgebung - wie sehr er ein Heim ersehnte und es nicht mehr bekam. Bis zu diesem Buch bin ich vor diesen Gefühlen geflohen - weggelaufen so schnell ich konnte. Die 45 Seiten haben mich eingeholt. Mit Irene Dische verbindet mich die enorme Hilflosigkeit und das Streben nach beschützter Umgebung für einen schwer kranken Menschen. Es verbindet mich aber auch mit ihr, dass wir als Kinder etwas nicht mehr konnten. Unserem Vater ein wenig von dem zu geben, was er uns sein Leben lang gab - ein HEIM! Ach Papa....;-(

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