Hope Harbor - Ein Ort, um zur Ruhe zu kommen, sein bisheriges Leben zu reflektieren und Hilfe der Dorfbewohner in Anspruch nehmen.
Auch für Bren ist dieser Ort ein Zufluchtsort geworden uund sie hat sich als Barista in "Der perfekten Bohne" sehr gut eingearbeitet. Besser kann es nicht sein. Oder doch?
Mit ihrem großen Herzen trifft sie Emma, die völlig verzweifelt ist und unschöne Erinnerungen kommen ihr wieder hoch. Was tun? Einfach helfen. Ja, sie nimmt Emma vorübergehend bei sich auf, was dem Sohn ihres Vermieters überhaupt nicht gefällt. Was hat sich sein Vater nur gedacht, so einer freiheitsliebende Frau sein Wochenendhaus zu vermieten?
Denn Noah ist eigentlich nur nach Hope Harbor gekommen, um seinen Vater zu einem Umzug nach St. Louis zu sich zu überreden. Es wird mehr als kompliziert. Bren regt ihn auf oder ist da etwa mehr?
Das Buch hat mich sofort wieder in den schönen Ort versetzt. Viele liebe Bekannte trifft man wieder und erfreut sich auch an Floyd und Gladys, dem Mövenpaar.
In diesem Band fand ich die Thematik nicht so einfach, wie in manch anderen. Denn die Protagonisten haben schweres erlebt, was wirklich nicht leicht zu verdauen ist. Oft schaut man den Menschen nur vor den Kopf und hat ihnen direkt innerlich einen Stempel verpasst. Aber wenn man sie näher kennenlernt, entdeckt man unter der Oberfläche einen Juwel.
Vergangenheitsbewältigung, Lichtblicke in das Leben anderer bringen, selbstlos helfen ohne zu fragen, Vertrauen, auch wenn´s stürmisch wird und schlussendlich ein Segen für die am Rand stehenden zu sein sind Grundbausteine in dem Buch.
Der Schreibstil ist wie gewohnt klasse. Die Protagonisten sind sehr nahbar und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Man durchlebt quasi die innere Not, aber auch die befreiende Freude direkt mit.
Der Leser darf sich wieder in Hope Harbor gut erholen.




















