Irene Maier JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!

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Inhaltsangabe zu „JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!“ von Irene Maier

Wahre Geschichte über eine gescheiterte Auswanderung nach Jamaika. Irene ist nach einem Urlaub von dieser Insel fasziniert, lebt mit ihrem Freund im Ghetto von Montego Bay, lässt sich mit einem Drogenkartell ein und landet im einzigen Frauengefängnis Jamaikas. Sie erzählt über Ihre bizarren Erlebnisse vom Leben in Montego Bays Ghetto, von Korruption, seltsamen Freundschaften und viel Reggaemusik.
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  • Rezension zu "JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!" von Irene Maier

    JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!
    Kittie

    Kittie

    16. March 2013 um 12:11

    Zu Beginn dieser Review geht mein Dank an die Autorin Irene Maier, denn sie war so freundlich mir ein Exemplar ihres Buches JAMAICA – NICHT ALLES IST REGGAE! zur Verfügung zu stellen. Im Buch erzählt sie ihre Geschichte um ihre Erlebnisse auf Jamaika, die sich rundum die Menschen, Musik, gutes Essen und Drogen drehen. Und eben diese Drogen sollten ihr zum Verhängnis werden, denn sie endet als Drogenkurierin im jamaikanischen Frauengefängnis. Dies ist ganz spannend zu lesen, denn auf den ersten Hundert Seiten wird die Kultur von Jamaika beschrieben und ein bisschen mehr die Sonnenseite, denn da kann man wohl seinen Spaß haben und für manche ist es ein Urlaubsparadies, aber man lernt auch deutlich die Schattenseite kennen mit den Drogen und wie die den Menschen verändern oder wie ihr widerfahren in unangenehme Situationen bringen kann. Wobei man aber auch ehrlich sagen muss, dass das Ganze ein wenig nach dem Prinzip “selbst schuld!” verlaufen ist. Aber das sind Erfahrungen aus denen man lernt und auch als Leser sollte man sich da etwas mitnehmen. Was mir dann auch mal Buch bzw. der Geschichte gefallen hat, ist der Schreib- und Erzählstil. Es liest sich nicht so trocken (und langweilig) wie manch andere Biographie, obwohl es sich hier auch nicht direkt um eine Biographie handelt. Eine biographische Erzählung würde es wohl besser treffen. Dann ist es auch mehr wie eine Art Tagebuch aufgebaut – es gibt einen zeitlichen Rahmen und in diesem werden die wichtigsten Dinge wiedergegeben. Das lässt sich schön lesen, denn man hat seine Teilabschnitte, die in sich geschlossen sind, aber die die Geschichte immer weiterbringen. Hinzu kommt dann noch die Verwendung von “einfacher” Sprache – da ist nichts gekünstelt und das muss auch nicht jeden ansprechen. Es wird geschrieben, wie es ist und es ist meiner Ansicht nach immer gut, wenn man schnell zum Punkt kommt. Dies liest sich flüssig und man bleibt drin in seiner Unterhaltung. Im Ganzen hat mir JAMAICA – NICHT ALLES IST REGGAE gut gefallen, obwohl mich Themen wie Jamaika, Reggae und Biographien nur bedingt ansprechen bzw. in mein Lesegebiet fallen. Aber es ist gut und unterhaltsam geschrieben und wenn einem diese Themen irgendwie ansprechen, sollte man ruhig mal einen Blick riskieren. Oder auch wenn man mal nur was für zwischendurch sucht – das Buch liest sich doch relativ schnell weg.

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  • Leserunde zu "JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!" von Irene Maier

    JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hallo Ihr Lieben, mit etwas zittrigen Knien lade ich zur Leserunde meines ersten Buches ein. Kurzer Plot: Wahre Geschichte über eine gescheiterte Auswanderung nach Jamaika. Irene ist nach einem Urlaub von dieser Insel fasziniert, lebt mit ihrem Freund im Ghetto von Montego Bay, lässt sich mit einem Drogenkartell ein und landet im einzigen Frauengefängnis Jamaikas. Sie erzählt über Ihre bizarren Erlebnisse vom Leben in Montego Bays Ghetto, von Korruption, seltsamen Freundschaften und viel Reggaemusik. Bitte bewerbt Euch bis Freitag, dem 18.Januar. Ich werde die Bücher (Print oder eBook, wie Ihr wollt) bei Amazon bestellen sobald ich Eure Adressen habe. Das ist einfacher für mich da ich in London lebe. Die Leserunde startet mit dem Lesen am 1 Februar. Ich freu mich auf Eure Bewerbungen! Liebe Grüße, Irene

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. February 2013 um 09:02
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    Kleinstadtkatze schreibt Teil drei liegt hinter mir. Was soll ich dazu sagen... Rasta Q hat Dich verraten, so wie ich es mir irgendwie gedacht habe. Ich kann den Kerl auf den Tod nicht mehr ausstehen... so ein ...

    Ich bin beim Lesen auch sowas von wütend auf ihn geworden. Der Mann ist wirklich das Letzte! Der Gefängnisalltag ist fast genauso schlimm und schäbig, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Fast nicht ...

  • Rezension zu "JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!" von Irene Maier

    JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!
    Sikal

    Sikal

    20. February 2013 um 19:39

    Die Autorin lässt uns in diesem Buch an einem Teil ihres Lebens teilhaben. So verwirklicht sich Irene einst einen Traum und verbringt einige nette Urlaubstage auf Jamaica. Fasziniert von der Insel, von der Lebensart, von der Musik und nicht zuletzt von Rasta Q, bleibt es nicht bei diesem Urlaub. Vielmehr macht sie „Nägel mit Köpfen“ und kehrt ihrer Heimat den Rücken, um auf Jamaica zu leben. Und schon findet sie sich inmitten von Armut, Hunger, Drogen und vielen vielen Lügen wieder, die ihrem einstigen Traum einen bitteren Beigeschmack geben. So endet Irenes Ausflug in die Welt der Drogenkuriere nicht mit dem erhofften Zusatzverdienst, sondern auf dem Boden der Tatsachen: im Gefängnis. Mit einer bewundernswerten Offenheit schildert die Autorin von einem Leben, das über längere Zeit geprägt ist von einem Hin und Her aus Vernunft und Irrtum. Im Nachhinein über Fehler zu sprechen, diese aufzuarbeiten und mit einer schonungslosen Aufrichtigkeit dazu zu stehen, ohne alles unter den Teppich zu kehren, finde ich großartig. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, fesselt aber von Beginn an. Gewürzt mit etlichen Episoden, die Kopfschütteln verursachen, fiebert man mit der Protagonistin, dass sich doch alles zum Guten wenden möge… Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Fazit: Wenn man die Muse hat, sich auf dieses Buch einzulassen, steht einem Leseerlebnis der besonderen Art nichts im Wege. Somit eine klare Leseempfehlung und ein großes Dankeschön an Irene, dass wir an diesem Intermezzo in deinem Leben teilhaben durften.

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  • Rezension zu "JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!" von Irene Maier

    JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. February 2013 um 20:17

    Jamaica – Nicht alles ist Reggae! ist ein Buch von Irene Maier über ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse ihres Lebensabschnittes in Jamaica. Es ist im Dezember 2012 erschienen. ☼ ☼ ☼ Inhalt ☼ ☼ ☼ Irene fliegt zum ersten Mal nach Jamaica – allein. Vor Ort erlebt sie die Leute und deren Kultur und ist begeistert. So sehr, dass sie nach ihrem Urlaub sehr schnell wieder nach Jamaica zurückkehrt. Aber auch das war noch nicht genug und ohne jemanden Bescheid zu sagen, flieht sie komplett aus ihrer Heimat auf die Insel. Während der Urlaube hat sie bereits viele Leute kennen gelernt, unter ihnen auch Rasta Q. Sie gibt vor, mit ihm verheiratet zu sein, damit niemanden auffällt, dass sie gar kein Visum mehr hat. Irene landet mitten in der Szene, lebt in armen Verhältnissen mit Rasta Q zusammen und versucht, irgendwie an Geld zu kommen. Dabei passiert das Schlimme: Ihre Freundin überredet sie dazu, Drogen zu schmuggeln und Irene lässt sich darauf ein. Anfangs läuft alles gut, doch irgendwann passiert das Grausame. Sie wird erwischt und landet im Frauengefängnis. Was sie dort erlebt und ob sie jemals von Jamaica weg kommt? ☼ ☼ ☼ Meinung ☼ ☼ ☼ Das Cover finde ich sehr passend. Es zieht sofort alle Augen auf sich und entspricht sehr der Thematik des Buches. Man hätte es bestimmt auch etwas dunkler gestalten können aufgrund des Gefängnisaufenthaltes und der Armut, aber viele Menschen haben genau dieses Bild von Jamaica, wie es auf dem Cover repräsentiert wird. Schon gleich zu Beginn des Buches befinden wir uns im Frauengefängnis, so dass alle Leser sofort wissen, dass nicht alles heiter Sonnenschein sein wird im Verlaufe der Geschichte. Das machte das Lesen etwas spannend, da man die ganze Zeit darauf wartet, endlich zu erfahren, wie und warum sie dort gelandet ist. Der erste Teil des Buches ist dann eher eine touristische Beschreibung des Landes und diverser Orte, ist aber als Einführung sehr gut gewählt, um dem Leser zu zeigen, wie es vor Ort wirklich ist. Erste Andeutungen und Personen lassen auf den weiteren Verlauf schließen. Im zweiten Teil geht es um den Ausstieg von Irene und ihr „Umzug“ nach Jamaica. Hier ließ sich eindeutig erkennen, wie sie sich in die Szene einlebt und wie auch sie zu einem Menschen wird, der früher oder später in die Bredouille gerät, auf alle möglichen Weise Geld beschaffen zu müssen, um leben zu können. Ein Abstieg vom Touristen zum Einheimischen. Irene Maier hat einen besonderen Schreibstil, der sehr von anderen Gewohnheiten abweicht. Ich persönlich fand dies aber nicht schlimm, da ich selbst auch gerne so schreibe und bereits Bücher im ähnlichen Stil gelesen habe. Was daran so besonders ist? Irene schreibt im Präsens statt in der Vergangenheit, wie viele andere Autoren es für gewöhnlich handhaben. Das ist auch nicht weiter das Problem, aber sie verwendet eher kurze Sätze, die sicher für manche Leser etwas „abgehackt“ klingen könnten. Mich hat das jedoch nicht weiter gestört. Was mir persönlich aber gefehlt hat, war die Spannung im Buch. Die Handlungen gingen ziemlich schnell vorbei und kaum spitzte sich etwas zu, wurde auch schon aufgelöst. Es konnte sich also kein wirklicher Spannungsbogen bei mir aufbauen. Das fand ich sehr schade. Auch waren mir die vielen Namen und Personen zu viel, weil ich nachher gar nicht mehr wusste, wer welche Person ist und wo sie herkommt, in welcher Verbindung sie mit Irene steht. Vielleicht hätte man ein paar weniger Personen einbauen können, auch wenn die meisten in irgendeiner Form wichtig für die Handlung waren, die dadurch sehr viele Details und Einzelheiten enthielt. Die zwei wichtigsten Charaktere – Irene selbst und Rasta Q – waren sehr gut beschrieben. Oft gab es Stellen, wo ich am liebsten in das Buch eingetaucht wäre, um Irene zu schütteln und wachzurütteln. Leider war dies ja nun nicht möglich. Ich habe mich beim Lesen immer wieder gefragt, warum sie diese Dummheiten begeht, konnte mir aber gleichzeitig vorstellen, dass ich sicher nicht anders gehandelt hätte, wäre ich in derselben Situation gewesen. Rasta Q spaltet meine Meinung extrem. Einerseits verstehe ich, dass Irene Mitleid mit ihm hatte und immer wieder zu ihm zurückkehrt. Andererseits bekomme ich richtigen Hass, wenn ich sehe, wie er sie immer wieder belügt und das Geld für Drogen ausgibt. Ich werde mich da wohl nie einigen können. ☼ ☼ ☼ Fazit ☼ ☼ ☼ Schlussendlich lässt sich sagen, dass das Buch so einiges über Jamaica und die Einheimischen aufdeckt, was man sonst nicht weiß und sich wahrscheinlich auch nicht vorstellen kann. Mir persönlich plätscherte die Geschichte aber zu oft einfach nur dahin und fesselte mich nicht genug.

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  • Rezension zu "JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!" von Irene Maier

    JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!
    Minni

    Minni

    10. February 2013 um 04:38

    Kaum glaubt man, dass die Geschichte wahr ist: Irene Maier verliebt sich während ihres Urlaubs in Jamaica und beschließt, dorthin auszuwandern. Sie lässt ihren Job und ihr altes Leben in Österreich zurück um in Jamaica zusammen mit ihrem Freund Rasta Q in einem Ghetto zusammen mit seiner Großfamilie zu wohnen. Dort gibt es keinen Strom, kein fließend Wasser, dafür aber Ratten. Unglücklicherweise gerät sie in eine Welt voller Drogen und wird schließlich bei dem Versuch, Drogen nach England zu schmuggeln, geschnappt und muss ins Gefängnis. Ich bin Irene Maier sehr dankbar, dass sie sich entschlossen hat, ihre Geschichte zu veröffentlichen, denn sie erzählt von Zuständen, die man sich in Deutschland gar nicht vorstellen kann. Am Anfang hatte ich ziemliche Schwierigkeiten in die Geschichte hereinzufinden. Der Schreibstil ist außergewöhnlich und vielleicht eher tagebuchartig mit kurzen, einfachen Sätzen. Nach einiger Zeit ließ das Buch sich allerdings flüssiger lesen; vielleicht weil ich mich daran gewöhnt habe, vielleicht hat die Autorin mit der Zeit aber auch ihren Stil verfeinert. Ich bin nicht sicher woran das lag. Die Geschichte selbst hat mich in ihren Bann gezogen. Man hat bei der Verhandlung mitgefiebert und die Autorin am liebsten schütteln mögen, wenn sie dabei war, eine fatale Entscheidung zu treffen. Und nicht wenige ihrer Entscheidungen waren fatal … Mir selbst hat das Buch noch einmal deutlich gemacht, dass wir es "im Westen" echt gut haben und das auch schätzen sollten. Die im Buch beschriebenen Zustände im Ghetto und Gefängnis haben mich schaudern lassen und ich finde es kein Wunder, dass so viele der Menschen in so einer Umgebung zu Tieren werden. Ich hoffe, dass sich die Situation mittlerweile etwas geändert hat!

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  • Rezension zu "JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!" von Irene Maier

    JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!
    zauberblume

    zauberblume

    09. February 2013 um 12:55

    In ihrem Buch "Jamaica, nicht alles ist Reggae erzählt Irene Maier ihre eigene Geschichte. Für mich war es jetzt kein Roman im üblichen Sinn, sondern mehr eine Art Tagebuch. Irene Maier träumt von Jamaica und verbringt eines Tages ihren Urlaub in Montego Bay. Als sie in Jamaica ankommt, ist sie begeistert und verlängert ihren Urlaub. Doch schnell wird der Traum zum Albtraum. Es gibt nicht nur noch Reggae. Es geht um viel Gras und auch spielt Rasta Q eine große Rolle in ihrem Leben. Sie pendelt zwischen Österreich und Jamaica hin und her und bleibt eines Tages ganz auf Jamaica. Hier kämpft sie ums Überleben, das Geld wird knapp, sie haust mit Rasta Q in einem Ghetto. Und eines Tages wird sie zur Drogenkurierin. Als sie auffliegt, landet sie in dem einzigen Gefängnis auf Jamaica. Irene Maier erzählt uns offen und ehrlich einen Teil ihres Lebens. Wie aus einem Traum schnell ein Albtraum wird. Die Schreibweise ist sachlich, nüchtern und berührt einen. Das Cover passt hervorragend zum Buch. Könnte ja Rasta Q sein. Irene hat es geschafft, sich in London aus neues Leben aufzubauen. Ich kann das Buch zur weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!" von Irene Maier

    JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!
    anushka

    anushka

    Packender Auswandererbericht mit interessanten Einblicken in Land, Leute und Lebensstile Irene macht Urlaub auf Jamaika. Sie ist so von der Insel und dem Lebensstil begeistert, dass sie kurze Zeit später wieder hinreist. Sie lernt den Jamaikaner Rasta Q kennen und bricht ihre Zelte in ihrem Heimatland Österreich ab. Von nun an besteht ihr Leben aus Reggae, Gras, Rasta Q, aber besonders Armut. Zu kämpfen hat Irene vor allem mit Rasta Qs Drogensucht und dem Problem der Geldbeschaffung. Für eine Ausländerin ist es auf Jamaika schwierig, Geld zu verdienen. Und noch schwieriger, es zu behalten ... Irene Maier schildert ungeschönt und brutal offen das Leben abseits der Luxushotels. Sie lebte von einem Tag zum anderen und hatte oft nicht genug zu essen. Als Leser stellt man sich immer wieder die Frage, warum jemand aus einem hoch entwickelten Land mit einem gewissen Lebensstandard so etwas aufgibt. Über fast 400 Seiten hinweg kommt der Leser der Antwort näher, wenn er sich denn darauf einlässt. Denn Wankelmütigkeit ist nicht immer leicht nachzuvollziehen. An etlichen Stellen hätte Irenes Leben eine entscheidende, positive Wendung nehmen können, doch ihre Sucht nach Jamaika hatte sie zu fest im Griff. Und auch Rasta Q war ihr letztlich immer wieder im Weg. Irene leidet nach einiger Zeit unter der völlig anderen Mentalität der Jamaikaner, für die eine Ausländerin von Natur aus immer Geld hat und angeschnorrt werden kann. Um sich aus dem Ghetto herauszuarbeiten, schmuggelt sie letztlich Drogen durch die Welt und landet in Jamaikas einzigem Frauengefängnis, das natürlich ebenfalls keinen westlichen Standards entspricht. Wie die Zusammenfassung bereits ahnen lässt, gibt es in diesem Buch ein ständiges Auf und Ab. Hoffnung und Verzweiflung wechseln sich regelmäßig ab, genauso wie Selbsterhaltungstrieb und Selbst"zerstörung". Die Tatsache, dass diese Geschichte eine wahre Begebenheit ist, fügt noch zusätzliche Würze hinzu. Ich habe mich auf keiner einzigen der Seiten gelangweilt, die Geschichte war spannend und ergreifend. Ich habe mitgefiebert und auch immer wieder den Kopf geschüttelt. Viele Dinge mag man gar nicht glauben, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Aber neben der persönlichen Geschichte habe ich auch interessante Einblicke in Land, Leute und Mentalität erhalten. Ich lese gern Reise- und Erfahrungsberichte und fand, dass dieses Buch da durchaus mithalten kann. Beispielsweise war ich überrascht, dass der Konsum von Marijuana doch so weit verbreitet ist. Kleine Abzüge gibt es für den Schreibstil, der sehr einfach und teilweise umgangssprachlich gehalten ist. Zudem waren es mir manchmal zu viele Personen, die erwähnt wurden, und deren Beziehungen untereinander und zu Irene ich schwer behalten konnte. Gleichzeitig bot dies aber einen Einblick in die unterschiedlichsten Lebensgeschichten und war damit auch wieder sehr interessant. Ich möchte mit meiner Rezension keine Lebensgeschichte oder die Entscheidungen der Autorin beurteilen, sondern lediglich dieses geschriebene Produkt. Daher werde ich nicht kritisieren, warum und wie oft sie doch immer wieder nach Jamaika zurückgekehrt ist. Ich konzentriere mich auf die genannten Mängel in der Form, die jedoch kaum beeinträchtigen konnten, wie sehr ich mitgefiebert und dieses Buch genossen habe. Die Geschehnisse haben mich sehr beschäftigt und ich habe vieles über Land und Leute gelernt. Die schriftstellerische Qualität ist also mittelmäßig, Informationsgehalt dagegen gut und der Unterhaltungswert sehr hoch. Da für mich hier Informationsgehalt und Unterhaltungswert klar im Vordergrund standen, bewerte ich das Buch mit 5 Sternen.

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    zauberblume

    zauberblume

    09. February 2013 um 09:47
  • Rezension zu "JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!" von Irene Maier

    JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!
    irismaria

    irismaria

    07. February 2013 um 09:48

    In "JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE" schildert die Autorin Irene Maier ihre eigene Lebensgeschichte und erzählt von der Faszination Jamaicas, der sie als Urlauberin erlegen ist, davon, wie sie sich in Europa fremd fühlte, nach Jamaica auswanderte und das Leben dort von schönen und schlimmen Seiten kennen lernte. Die Geschichte beginnt mit einer Szene wie die Heldin wegen Drogenhandels in Jamaica im Gefängnis sitzt und die katastrophalen Bedingungen dort erleiden muss. So wird dem Leser schon gleich klar, dass man keine heile Welt zu erwarten hat und auch im vermeintlichen Traumland nicht alles so cool und easy ist, wie es der rauchende Rasta vor Palmen auf dem Coverbild suggeriert. Auf offene Weise, flüssig zu lesen, oft witzig und gut beobachtet erlebt man mit Irene ihren Urlaub, das Lebensgefühl und die Offenheit der Menschen in Jamaica, aber auch Armut, Alkohol, Drogen, Betrug und Ausnutzung. Dabei stellt sich die Autorin nicht als armes Opfer dar, das unschuldig in schwierige Situationen geraten ist, sondern bewertet rückblickend ihr Verhalten als kritisch. Ich kann "JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE" sehr für alle empfehlen, die einen interessanten ungeschönten Bericht über einen Aufbruch in eine andere Kultur lesen wollen.

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  • Rezension zu "JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!" von Irene Maier

    JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!
    Kleinstadtkatze

    Kleinstadtkatze

    06. February 2013 um 12:39

    Ein Reise- und Lebensbericht der etwas anderen Art. Die Autorin Irene Maier schreibt in diesem Büchlein über ihre ganzen und persönlichen Erfahrungen mit dem Land des Reggae, der Rastas und der Drogen. Äußerlich sieht das Buch erstmal ziemlich klischeehaft und einladend aus, was auch auf die ca. ersten hundert Seiten zutrifft. Man bekommt einen sehr guten Einblick in das Land, die Leute, die Kultur, das Essen und die Musik... ich hatte am Anfang stellenweise schon richtig Fernweh nach diesem Land gehabt, so schön hat das alles geklungen. Nach und nach muss man eben auch feststellen, dass die Menschen dort auch sehr korrupt und egoistisch sind... die Männer wollen sich eine reiche Touristin angeln, um in ein anderes Land zu können und die gesamte Touristenindustrie ist fast nurnoch aufs Ausnehmen bedacht. Fand ich sehr schade... wie sehr Geld und auch Drogen die lieben und ruhigen Jamaicaner hinrichten können. Ein gutes Beispiel ist auch Irenes Lover Rasta Q, mit dem die Autorin anbändelt und schon bald sich fragen muss, was sie eigentlich an ihm findet. Er ist ebenso verlogen, egoistisch und ...auf Crack. Eindrucksvoll wird hier der Verfall des Musikers Rasta Q mit der tollen Stimme geschildert. Natürlich bringt er die gute Seele von Irene, die sich stellenweise meiner Meinung nach sogar sehr dumm und naiv mit ihm anstellt, in Schwierigkeiten, denn die gute Irene hat einen Weg gefunden zu Geld zu kommen... er beginnt mit Drogen in den Schuhen und endet im Jamaikas einzigem Frauengefängnis... . An sich ein sehr aufrüttelndes und doch nüchternes Buch. Ich habe es gern gelesen. Die Schreibweise, die wirklich sehr einfach gehalten ist, hat mich anfangs beim Einstieg gefreut, wirkte dann aber im Lauf des Buches ziemlich einschläfernd und störend, da die Geschichte an sich doch sehr spannend war und der Schreibstil hingegen sehr polarisiert hat. Fazit: Ein Buch, welches gut zur Beseitigung der romantischen Verklärung von Jamaika geeignet ist und den Leser gut in das Land einführt und vieles auch erklärt und aufzeigt. Ich vergebe für diese Geschichte drei von fünf Sternen.

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  • Rezension zu "JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!" von Irene Maier

    JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!
    Nalany

    Nalany

    05. February 2013 um 09:05

    In "Jamaica nicht alles ist Reggae" berichtet Irene Maier anschaulich über ihre Erfahrungen auf Jamaica. Wie sie als Touristin begann sich in die Insel zu verlieben, wie sie wiederkehrte und mit abgelaufenem Visum versucht sich eine Existenz aufzubauen, beginnt Drogen zu schmuggeln und schließlich im Frauengefängnis landet. Das Buch schildert lebensnah wie es Irene auf Jamaica ergeht. Am Anfang ist es ein wenig schwierig in den Text hinein zu kommen. Er ist einem Tagebuch ähnlich verfasst, und daher an manchen Stellen ein wenig ungeordnet. Doch trägt dies auch zur Authenzität des Ganzen bei. wäre der Text geordneter, würde man sich vielleicht Gedanken machen ob alles wirklich so passiert wäre. Ist man ersteinmal in der Geschichte drin, packt es einen und möchte wissen wie es weiter geht. Manche Passagen, gerade zum Ende hin ziehen sich ein wenig, doch im Großen und Ganzen lässt sich der Text wirklich flüssig und gut lesen. Das Cover hat mich zu Beginn ein wenig abgeschreckt, doch im Nachinein betrachtet passt es sehr gut zur Geschichte . Fazit: Ein Buch das zwar ein wenig schleppend beginnt, einen zum Ende hin aber doch fasst. Auch durchaus geeignet für Menschen wie mich, die sich vorher noch nicht mit dem Thema Jamaica befasst haben. Dem Leser wird ein positiver aber auch negativer Einblick gewährt. Für mich durchaus empfehlendswert.

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