Nichts drin

von Irene Matt 
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Nichts drin
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Hennies avatar

Homöopathie - ein ungewöhnliches Thema für einen Krimi

kassandra1010s avatar

Gekonnt befindet sich der Leser ohne es zu erwarten in der Rolle des Mörders und überzeugt sich nunmehr Seite um Seite von dessen Motiv.

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Inhaltsangabe zu "Nichts drin"

Nichts drin? Für die Komissarin Alexandra Rau ist es eine Frage auf Leben und Tod. Zusammen mit ihrem kauzigen Kollegen, Isidor Rogg, ermittelt sie im Hotzenwald. Zwei ungewöhnliche Todesfälle beanspruchen ihre ganze Energie. Etwas stimmt nicht, das spürt die Kommissarin ganz genau, aber sie muss sich zunächst den Umständen beugen. Die Geschichte, die sich ihr offenbart, ist atemberaubend und beschäftigt nicht nur die Kripo und die Justiz, sondern auch mehrere medizinische Gutachter. Sollten homöopatische Globuli eine Rolle spielen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783869175539
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:361 Seiten
Verlag:Verlag am Eschbach
Erscheinungsdatum:22.02.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Kitty411s avatar
    Kitty411vor 8 Tagen
    Gut durchdacht

    „Nichts drin: Ein Homöopathie-Krimi“ von Irene Matt ist ein Krimi, der am 22.02.2017 erschienen ist.
    Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich angenehm lesen, und die Protagonisten waren mir recht sympathisch. Beides Punkte, die mir immer schnell ins Auge springen, und von denen es mit abhängt, ob mir ein Buch gefällt oder nicht.
    Dieser Krimi ist ein wenig anders als der handelsübliche nullachtfuffzehn-Krimi, nicht nur, dass er nicht endet, wo andere Krimis enden würden, auch die Sichtweisen haben mir gut gefallen und lassen dieses Buch aus der Masse der Krimis herausstechen.
    Die Story ist gut herausgearbeitet und gut durchdacht, und auch wenn es nicht so spannend ist wie in manchem Krimi, so hat man hier doch eine sehr fundierte Geschichte, die zum Nachdenken anregt und den Leser zum miträtseln einlädt. Aber auch, als der Täter feststeht, kann man noch gut seine Gedanken einbringen, das finde ich gut.
    Alles in allem ein schöner Krimi, der von mir 4 Sterne erhält.

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Gekonnt befindet sich der Leser ohne es zu erwarten in der Rolle des Mörders und überzeugt sich nunmehr Seite um Seite von dessen Motiv.
    Opfer oder Täter?

    Alexandra Rau ermittelt wieder und steht vor einem Rätsel. In einer Scheune im tiefsten Schwarzwald hängt eine junge Frau. Der scheinbare Selbstmord, der seltsame Abschiedsbrief und die Blicke der jetzigen Waisen lassen Alexandra Rau keine Ruhe.
    Mit ihrem Kollegen Isidor wird sie dann zu einem weiteren Selbstmord gerufen. Hier jedoch wird den beiden schnell klar, dass der Tote zwar an Depressionen litt, aber keineswegs zu Suizid tendierte. Mord liegt also auf der Hand, doch wer ist der Mörder und was war das Motiv?
    Als Alexandra dann dank eines Zufalls Mörder, Motiv und Mordwaffe auf einen Schlag geliefert bekommt, scheint alles klar....
    Wer den Erstling von Irene Matt "Der Augenblick" kennt, der weiß, dass sich die Autorin nicht zu so einfachen Lösungen hinreißen lässt. Gekonnt befindet sich der Leser ohne es zu erwarten in der Rolle des Mörders und überzeugt sich nunmehr Seite um Seite von dessen Motiv. Opfer oder Täter, diese Frage stellt sich bis zum Schluss. Doch für welche Seite entscheidet man sich?
    Mit "Nichts drin?" ermittelt erneut Alexandra Rau und bringt den Leser dazu, sich etwas genauer mit Homöopathie, Medizin und Arzneimitteln zu befassen, nur um festzustellen, dass wir es uns heute mit unseren Leiden etwas zu einfach machen. Für alles scheint es die richtige Medizin zu geben, aber ist es auch tatsächlich die richtige?

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    D
    Denise43437vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Endlich mal ein Krimi mit einem anderen Themenschwerpunkt.
    Ein etwas anderer Krimi

    Beim Buch "Nichts drin? Ein Homöopathie-Krimi" von Irene Matt handelt es sich um einen etwas anderen Krimi. Wie der Titel bereits verrät spielt die Homöopathie eine wichtige Rolle. Die Hintergrundinformationen zu dem Krimi hat Frau Matt zum einen durch ihren Mann erhalten, der homöopathischer Arzt ist und zum andren durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Telefon- und Krisenseelsorgerin.

    Das Buch beginnt mit dem Tot von Frau Albiez. Hier fangen Alexandra Rau und ihr Assistent Isidor Rogg mit den Ermittlungen an, bevor eine weitere Leiche gefunden wird und dieser Fall die Aufmerksamkeit der beiden erfordert. Dieses Mal ist die Leiche männlich. Es handelt sich um den Finanzvorstand der Freiburger Volksbank Dr. Markus Werner. Er wird tot auf der Bahnhofsstraße gefunden und es sieht so aus, als ob er aus dem Fenster seines Büros gestürzt wäre. Im Rahmen des Buchs erfährt der Leser nicht nur, wie die beiden Todesfälle zusammenhängen, sondern auch was das ganze mit der Homöopathie zu tun hat.

    Dabei werden verschiedene Sichtweisen zur Homöopathie durch verschiedene Charaktere wiedergegeben. Die handelnden Personen sind sehr gut beschrieben und haben auch ihre liebenswürdigen Eigenschaften. Die Geschichte verleitet den Leser zum Mitdenken und Miträtseln. Auch wird herausgearbeitet, dass jeder Mensch für sein Leben selbst verantwortlich ist. Das Ende war mir etwas zu langatmig und mir fehlte zu diesem Zeitpunkt etwas Spannung oder ein Überraschungsmoment. Daher erhält das Buch von mir gute 4 Sterne.

    Mir hat das Buch gut gefallen, da es sich insgesamt gut lesen lässt, es kritische Ansätze enthält und es ein für einen Krimi untypisches Thema behandelt. Allerdings ist es aus meiner Sicht nicht für Krimifans geeignet, die von Anfang bis Ende ganz viel Spannung erwarten.

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    Wurm200s avatar
    Wurm200vor 5 Monaten
    Nichts drin: Ein Homöopathie-Krimi

    Irene Matt
    Nichts drin: Ein Homöopathie-Krimi
    Verlag am Eschbach

    Autor/in: Irene Matt wurde geboren 1964 in Bad Säckingen. Ihre Kindheit gverbrachte sie auf einem hotzenwälder Bauernhof. Hauptberuflich Versicherungskauffrau, ehrenamtlich als Telefon- und Krisenseelsorge und Mediatorin tätig. Sie lebt mit ihrem Mann, einem homöopatische Arzt in Wittnau. (Quelle: Irene Matt)

    Alexandra liegt nach ihrem letzten Einsatz unruhig neben ihrem Mann im Bett. Die Gedanken allein bei dem vergangenen Einsatz. Sie wurde mit ihrem Kollegen Isidor zu einem Selbstmord gerufen. Schon oft hatten der Bauer und seine Freundin sich lautstark gestritten, doch diesmal endet dieser Streit mit einer Leiche. Als es dann noch einen weiteren Selbstmord gibt, ein Bankangestellter, der aus dem Büro gesprungen ist, schleicht sich bei Alexandra schnell Skepsis bezüglich der Selbstmordtheorie ein. Als die beiden dann auch noch eine Verbindung zwischen beiden Opfern feststellen, scheint eben diese Skepsis berechtigt.

    Das Buch ist in 49 (plus Anhang) Kapitel aufgeteilt, die alle eine eigene Überschrift tragen (wobei schnell auffällt, dass sich einige Überschriften wiederholen und durch eine römische Zahl ergänzt werden). Beim Aufschlagen begegnet dem Leser direkt ein Zitat von Samuel Hahnemann, der allen bekannt sein sollte, als Begründer der Homöopathie. Dadurch passt das Zitat auch sehr gut zur Thematik des Buches. Außerdem möchte ich gleich zu Beginn anmerken, dasy dieses Buch mit großem Hintergrundwissen zum Thema Homöopathie verfasst wurde, da der Mann der Autorin ein homöopathischer Arzt ist. Diese Thematik kommt im Buch selbst aber erst ca. ab der Hälfte des Buches auf. Davor liest sich das Buch eigentlich wie ein normaler Krimi und man fragt sich als Leser, wieso gerade dieser Titel gewählt wurde. Nachdem die Homöopathie dann aber angesprochen wird, taucht sie eigentlich in jeder Situation auf. Hier gibt es dann auch einen Storystrang, bei dem ich nicht recht wusste, wieso das jetzt gerade erzählt wird. In diesem geht es um den Richter, welcher im Urlaub erkrankt und durch die Homöopathie geheilt wird. Dies hat mit der eigentlichen Story nicht viel zu tun, außer das man die mögliche Wirkung von homöopathischen Mitteln erzählt bekommt (eventuell hat diese Erkenntnis auf das Ende vom Buch, da dieser Richter auch das Urteil spricht. Leider lässt sich dies nicht herauslesen). Die erste Hälfte beschäftigt sich das Buch mit den Selbstmorden und liest sich auch wie ein Krimi. Dabei schafft es die Autorin auch sehr gut Spannung aufzubauen (größtenteils durch Kapitel, die an genau der richtigen Stelle enden und man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht) Die Selbstmorde werden dann jedoch recht schnell und ohne viel schnickschnack aufgelöst. Ab diesem Zeitpunkt beschäftigt sich die Story viel mit der Homöopathie und den Hintergründen der einzelnen Charaktere. Die Charaktere erzählt die Autorin dabei sehr gut. Einige der Charaktere haben sogar individuelle Charakterzüge, die immer mal wieder auftauchen (besonders bei Isidor, sind diese Züge sehr präsent). Neben den Krimi schafft es die Autorin auch, einiges an Wissen zu vermitteln. Dieses Wissen sehe ich als recht zuverlässig an, die wie oben schon genannt, der Mann homöopathischer Arzt ist. Darüber hinaus gibt es am Ende des Buches ebenfalls eine kleine Quellenangabe, sodass der Leser sich selbstständig informieren kann. Das Ende des Buches schafft es, den Leser zu überraschen und zu einer eigenen Meinung zu führen (sei es über die Homöopathie oder über das Erzählte).

    Cover: Der Schutzumschlag ist passend zum Thema/Titel des Buches gestaltet. Auf der Vorderseite sehen wir einige Fläschchen, die wohl homöopathische Medikamente enthalten. Dies passt perfekt zum Inhalt und Untertitel des Buches. Unter diesem Fläschchen steht der Titel des Buches in Weiß. Dieser hebt sich recht gut vom Hintergrund ab. Die Weiße Farbe wird ebenfalls aufgegriffen, in der Umrandung des Buches. Auf der Rückseite sind unten einige weiße Kugeln abgebildet, die wohl Globuli darstellen sollen?! Hier hätte ich mir, wie auf der Vorderseite, eventuell ein richtiges Abbild gewünscht. Unter der Schutzumschlag befindet sich ein Hardcover, welches nicht besonders gestaltet ist. Hier möchte ich jedoch den Titel auf dem Buchrücken anmerken, denn dieser ist der Farbe Silber gedruckt und glänzt toll. Insgesamt ist das Cover also wirklich toll und passend gestaltet.

    Fazit: Ein Buch, das auf den ersten Blick ein Krimi zu sein scheint, bei dem es aber um weitaus mehr geht. Ich war wirklich überrascht von dem Verlauf der Story und der Umsetzung der Thematik, in Form eines Krimis. Am Ende hat das Buch nicht nur Unterhalten, sondern auch ein wenig Wissen transportiert und zum Nachdenken angeregt. Die Autorin hat in diesem Buch alles richtig gemacht und ich kann jedem nur empfehlen, sich dieses Buch durchzulesen. Von mir gibt es klare 5/5 Sterne.

    Klappentext: Nichts drin? Für die Komissarin Alexandra Rau ist es eine Frage auf Leben und Tod. Zusammen mit ihrem kauzigen Kollegen, Isidor Rogg, ermittelt sie im Hotzenwald. Zwei ungewöhnliche Todesfälle beanspruchen ihre ganze Energie. Etwas stimmt nicht, das spürt die Kommissarin ganz genau, aber sie muss sich zunächst den Umständen beugen. Die Geschichte, die sich ihr offenbart, ist atemberaubend und beschäftigt nicht nur die Kripo und die Justiz, sondern auch mehrere medizinische Gutachter. Sollten homöopatische Globuli eine Rolle spielen? (Quelle: Amazon)

    Autor: Irene Matt
    Titel: Nichts drin: Ein Homöopathie-Krimi
    Verlag: Verlag am Eschbach
    Genre: Krimi
    Seiten: 361
    Preis: 20,00
    Veröffentlichung: 2017
    ISBN: 978-3869175539


    https://filme-buecher-mehr.de/

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    verena scotts avatar
    verena scottvor 6 Monaten
    Ein homöopathischer Krimi

    Zu Beginn spannend und für mich als Freiburgerin interessanter Krimi! Die Charaktere haben mich von Anfang an überzeugt und die Beschreibung der Örtlichkeit hat mir auch gefallen! Ab circa der Hälfte des Buches nimmt die Spannung allerdings rapide ab und eigentlich habe ich bis zum Schluss noch auf eine überraschende Wendung gewartet, die aber ausblieb! Insgesamt trotzdem lesenswert, da eine interessante und meiner Meinung nach erstmalige Aufarbeitung des Themas Homöopathie geleistet wird!

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    abuelitas avatar
    abuelitavor 6 Monaten
    nicht überzeugend

    Ah, ein Homöopathie-Krimi- mal was ganz Neues, das muss ich haben, so mein erster Gedanke.


    Mein zweiter jetzt nach dem Lesen: das hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Dabei fand ich die Protagonisten – die Kommissarin Alexandra Rau und ihren Assistenten Isidor Rogg wirklich erfrischend anders. Vor allem der kauzige Isidor hat es mir angetan…mit seinen ausschweifenden Erklärungen; sein Hobby ist die Etymologie und ich habe doch tatsächlich beim Lesen auch noch etwas gelernt.

    Die Geschichte aber ist in meinen Augen ganz sicher nicht atemberaubend. Es lässt sich erst nicht schlecht an mit dem Auffinden einer erhängten jungen Frau auf einem Bauernhof. Aber bereits der Fund des zweiten Toten, der scheinbar aus dem Fenster gefallen ist, weisst schon Lücken und Logikfehler auf. 

    Und leider geht es auch so weiter. Die „Zwischenblenden“ einer bis zum Ende unbekannten Frau sind spannend, aber das reicht eben nicht aus. Der erste Fall gerät so oder so in den Hintergrund und verläuft dann auch irgendwann im Sande, genau wie ein weiterer späterer Leichenfund, wo ich bis jetzt noch nicht weiss, was das sollte…..

    Unverhofft kommt oft – und so auch ein Geständnis einer Frau, die den Banker dazu brachte, sich aus dem Fenster zu stürzen mit einer ungewöhnlichen „Mordwaffe“. Das lasse ich mal so stehen…

    Viel mehr genervt haben mich die unglaubhaften Dinge wie auf der einen Seite ist jemand unglaublich schwatzhaft, auf den nächsten Seiten dagegen „war zugeknöpft“ – ja was denn nun, möchte ich da ausrufen! ? Und so gibt es einiges davon….

    Das Hauptaugenmerk liegt dann auf den Verhandlungen und den Gutachten – und das zieht sich doch in die Länge. Dazu werde ich nun auch nicht weiter ausholen, mag jeder selber lesen und sich eine eigene Meinung bilden. 

    Aber: bei aller Liebe – ich beschäftige mich seit Jahren viel mit Naturwissenschaften und auch mit Homöopathie, aber dass der Richter kurz vorher mit Globuli sozusagen vor einem Schlaganfall gerettet wurde, dient zwar der Dramaturgie (sonst wäre der Prozess wohl sofort abgeschmettert worden), ist aber leider nicht sehr realistisch. Auch der ach so herzensgute Banker, der einfach mit all diesem Bösen in der Bank nicht zurecht kam, ist ein ziemliches Klischee. 

    Leider konnte mich auch die Sprache nicht begeistern…gestelzt und und unnatürlich teilweise. Vieles fand ich zu breit ausgewalzt, anderes wurde angesprochen und verschwand sofort wieder in der Versenkung und eben die vielen Widersprüche – ich wiederhole mich.

    Dabei finde ich, dass dieses Ermittlerteam durchaus Zukunft hätte und die Geschichte selber war anfangs auch gar nicht so schlecht. Da wäre noch viel Luft nach oben für die Autorin….

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    SofieWaldenvor 7 Monaten
    Krimi mit homöopathischer Note

    Auf dem Gelände eines Bauernhofs wird die Mutter dreier Kinder erhängt aufgefunden. Es wird von Suizid ausgegangen. Nur Alexandra und ihr schrulliger Kollege Isidor, die herbeigerufenen Ermittler, haben damit so ihre Probleme. Als es am nächsten Tag einen zweiten Toten gibt, der anscheinend aus dem Fenster 'gefallen' ist, gehen Alexandra und Isidor endgültig von Verbrechen aus und beginnen mit ihren Ermittlungen.

    Dieser Krimi ist eher locker gehalten, es wird viel analysiert und erklärt und natürlich erfahren wir eine Menge über das Thema Homöopathie. Die Geschichte hat durchaus ihre eigene Note und das Ermittlerduo kommt wirklich sehr sympathisch rüber. Krimileser, denen Spannung über alles geht, werden hier sicher nicht so gut bedient, aber alle, die etwas andere Kriminalgeschichten mögen, sind hier auf jeden Fall richtig.

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    santinas avatar
    santinavor 7 Monaten
    Konnte mich nicht überzeugen

    Zum Inhalt

    Die Kommissare Alexandra Rau und ihr Kollege Isidor Rogg leben und arbeiten im südlichen Schwarzwald. Aktuell ermitteln sie in zwei Fällen, eine junge Mutter hat sich im Hotzenwald umgebracht und ein Banker ist aus seinem Bürofenster in Freiburg gesprungen. Doch handelt es sich wirklich um zwei Selbstmorde? Oder hatte noch jemand seine Finger im Spiel.

    Meine Gedanken zum Buch

    Der Krimi begann sehr zäh und er endete auch so. Mehr als 100 Seiten lang musste ich auf etwas warten, das mich auf einen Spannungsbogen hebt und mich mitfiebern lässt. Doch auch in diesem Mittelteil habe ich einige Passagen übersprungen, die mir schlichtweg viel zu ausführlich beschrieben haben, oftmals handelten die Passagen von Etymologie, mit der Isidor sich beschäftigt, Entwicklungen aus der Finanzwelt, die selbst ich, die ich in diesem Bereich arbeite, als langweilig empfinde oder von Homöopathie, die gegen Ende eine wesentliche Rolle in diesem Krimi einnimmt.

    Was mir sehr gut gefallen hat, war die Idee der „Mordwaffe“, hier kann ich nicht mehr verraten ohne zu spoilern, aber das war für mich völlig neu, etwas Vergleichbares habe ich bisher in keinem Buch entdeckt. Was mir gar nicht gefallen hat war, dass einige Male etwas passiert, was nicht zu Ende geführt wird und dadurch auch keinen Sinn ergibt. Auch hier muss ich kryptisch bleiben, um nicht zu viel zu verraten.

    Für dieses Buch habe ich mich entschieden, weil ich – wie die Autorin – im südlichen Schwarzwald, direkt an der Grenze zur Schweiz – geboren und aufgewachsen bin. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das direkt in meiner Heimat spielt und deswegen war ich sehr gespannt. Allerdings kam ich mir recht veralbert vor, als die Ermittler beim zweiten Fall nach Freiburg gerufen wurden. Zwischen der Dienststelle in Waldshut und dem Tatort in Freiburg liegen mindestens 80 km und fast 90 Minuten Fahrzeit. Selbst für einen Austausch unter den Dienststellen war mir das zu unrealistisch.

    Der Mittelteil war nicht übermäßig spannend aber zumindest interessant angelegt. Die Idee zum Plot war sehr ungewöhnlich. Beide Punkte zusammen ergeben immerhin noch drei von fünf Sterne, aber überzeugen konnte mich dieser Krimi nicht.

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    Buecherspiegels avatar
    Buecherspiegelvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Zwiespältig. Homöopathie als Thema, zu viele Flüchtigkeitsfehler nerven. Teils spannend/überraschend. Vergessene Protagonisten enttäuschen
    Globulis als Mordinstrument?

    Achtung, mit Spoilern gespickte Rezension über das Buch von Irene Matt „ Nichts drin?“ mit dem Untertitel „Ein Homöopathie-Krimi“. In diesem handlichen, schön gebundenen Buch, es fehlt eigentlich nur noch das Trennbändchen, habe ich, dem Rückentitel entsprechend, einen spannungsgeladenen Krimi der Sonderklasse erwartet. Bereits in der zweiten Auflage gedruckt, hat es sicherlich schon einen guten Leserkreis gefunden.

    Um was geht es? Die Kommissarin Alexandra Rau und ihr Kollege Isidor Rogg sind mit merkwürdigen Suiziden konfrontiert. Der Erste ereignet sich auf einem Bauernhof, die Ehefrau des Bauern hat sich erhängt, trotz drei kleinen Kindern, die sie mit in die noch nicht lange bestehende Ehe gebracht hat. Der zweite Fall kann man in der Tat so nennen, hat sich doch ein Banker aus dem Fenster seines Büros gestürzt, die Fallhöhe und die Bodenstruktur haben seinem Leben unrettbar das Ende bereitet.

    Der gute Isidor treibt seine Kollegin mit seinem Hobby, der Etymologie, nachzulesen zum Beispiel unter https://de.wikipedia.org/wiki/Etymologie, in den Wahnsinn. Karotte kauend erklärt er mit hohem Sachverstand die Herkunft einzelner Wörter oder Wortgruppen. Frau Rau hingegen ist lange Zeit auf der Suche nach einem verloren gegangen Ohrring, was ihr noch viel Ärger und Verdruss einbringen soll.

    Unterbrochen werden die Kapitel, bei denen Rau und Rogg ermitteln, von sogenannten „Schnappschüssen“. Hier begleiten wir eine Frau, die sich nur noch schwer zusammenreißend durch den Alltag schleppt, gerade noch die Wohnungstür zuschlagen kann, um sich dann einem Fotoalbum zu widmen. Sie ist eine seit der Kindheit schwer traumatisierte Frau, die, nach dem Tod ihres über alles geliebten jüngeren Bruders, viele seelische Grausamkeiten durchleben muss. Angepasst an die Begebenheiten des Lebens, fehlt eigentlich nur noch ein Zündfunken, um das Kartenhaus zum Einsturz zu bringen. Welche Rolle spielt diese schwer erschütterte Frau in dieser Geschichte?

    Das alles wirkt spannend, man will weiterlesen, erfahren, was es mit dem Tod der Frau auf dem Bauernhof auf sich hat und was mit dem Tod des Bankers. Bei den Ermittlungen stoßen sie auf ein geöffnetes Fenster in dessen Büro, doch angeblich war niemand bei ihm. Ein Besuchstermin lag in der Früh, als es geschah, noch nicht vor. Erfahrene Krimi-Leser würden nun erwarten, dass Rau die Techniker die Fensterrahmen auf Fingerabdrücke hin untersuchen lässt, das aber findet nicht statt. Etwas Anderes weckt ihre Aufmerksamkeit. Eine Flasche Wasser und ein Glas. Und noch etwas ist merkwürdig: Beide Opfer kannten sich, die Bauersfrau wollte einen Kredit erstreiten, um ein neues Leben anzufangen.

    Rau und Rogg befragen die Sekretärin vom Banker, seine Kollegen, seine Frau. Der erste Suizid gerät in den Hintergrund. Und eigentlich sollen sie beide Fälle sogar abschließen, denn neue Morddelikte warten auf ihre Aufklärung. Rau macht sich zwischenzeitlich auf die Suche nach ihrem Ohrring und gerät unverhofft in eine Situation, die ihr die Täterin auf dem Servierteller präsentiert. Diese offenbart ihr nun, dass sie den Banker mit einem Homöopathischen Mittel umgebracht haben will. Die Hintergründe erst mal außer Acht lassend, hätte ich mir eine vertiefende Einsicht in die Bezugspersonen der Täterin gewünscht, um deren Meinungen zur Tat zu erfahren. Statt dessen wird sehr ausführlich, zwar aus nachvollziehbarem Grund, auf einen weiteren Protagonisten eingegangen. So will uns die Autorin auf die Homöopathie und deren Für und Wieder einstimmen. Für meinen Geschmack wird diese Person viel zu spät in die Geschichte eingewoben.

    Im Klappentext wird von mehreren medizinischen Gutachtern gesprochen. Ja, es waren genau Zwei. Für Verteidigung und Anklage nehmen seitenlange Statements über die Wirksamkeit von Globulis bei einem herbeigeführten Suizid ihren Platz im Buch ein. Ist es wirklich möglich einen Menschen so zu "ermorden"? Beide Gutachter schildern die üblichen Sachstände der jeweiligen Wissenschaft und bereiten dem zuständigen Richter sowie seinen Kollegen und den Schöffen ordentlich Kopfzerbrechen. Wie werden sie entscheiden? Leider werden nur die Möglichkeiten Verurteilung wegen Mordes oder Freispruch vorgesehen, Totschlag oder Körperverletzung mit Todesfolge wird gar nicht erst in Betracht gezogen.

    Besonders ärgerlich sind die vielen Flüchtigkeitsfehler, die sich häufen. Falsch gesetzte Satzzeichen sowie falsche Trennungen, fehlende Buchstaben und Wörter. Wieder muss festgestellt werden, wie viel ein gutes Lektorat Wert ist. Unglaubhaft ist, dass eine der Sekretärinnen bei einer Vernehmung redet wie ein Wasserfall, ein paar Seiten später aber als unnahbar bezeichnet wird. Während des Prozesses werden die Kommissare Rau und Rogg hinaus gebeten, da sie im Laufe des Tages als Zeugen vernommen werden sollen. Sie konnten also gar nicht im Gerichtssaal sitzen, als der Staatsanwalt die Anklageschrift vorlas. Und doch waren sie über einen Punkt erschrocken, den der Staatsanwalt erwähnte. Wie kann das sein, saßen sie doch im Gerichtsflur. Waren sie doch einige Seiten davor definitiv aus dem Raum verwiesen worden. Und für die Aufklärung des ersten Suizides, an den sich Rau hin und wieder erinnert, da müssen wir wohl noch etwas Geduld aufbringen. Die durchaus spannende Geschichte weist Schwächen auf, Widersprüche lassen einen hadern.

    Weitere Informationen über die Autorin und ihre weiteren Bücher finden sich unter: www.irenematt.de

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    angi_stumpfs avatar
    angi_stumpfvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Manchmal mehr Drama als Krimi, etwas wenig Spannung, aber eine tolle Idee und gut platzierte Kritik.
    Steckt einiges drin ...

    Diese Rezension fällt mir nicht wirklich leicht, denn meine Gedanken nach Beenden des Buches sind etwas zwiespältig. Einerseits merkt man, dass die Autorin dieses Buch mit sehr viel Herzblut geschrieben hat, dass ihr die Themen und auch die darin enthaltene Gesellschaftskritik sehr wichtig sind, was auch bei mir als Leser voll angekommen ist. Andererseits drängen sich ebendiese Themen doch zu sehr in den Vordergrund der Handlung, was leider auf Kosten der Spannung geht.
    Wie auch in "Der Augenblick" werden die psychischen Beweggründe vieler Personen genauer beleuchtet, was manchmal dazu führt, dass kleine Längen entstehen und man Informationen erhält, die für den Verlauf der Geschichte gar nicht so nötig gewesen wären. Auch Nebenhandlungen, die zwar auch wieder zur Verdeutlichung bestimmter Umstände dienten, hätten etwas kürzer ausfallen können.
    Etwas zu oft für meinen Geschmack kam der Zufall zu Hilfe, so dass sich am Ende zwar alles ineinander fügte, aber es war mir größtenteils doch zu unglaubwürdig.

    Die Idee, die hinter diesem Krimi steckt, ist wirklich interessant und kann sehr kontrovers diskutiert werden: kann man mittels Homöopathie einen Menschen umbringen? Was sagt die Rechtsprechung zu so einem Fall und wie würde der Leser entscheiden? Für mich persönlich ist die Wirksamkeit homöopathischer Mittel absolut unstreitig, aber dieses Urteil hätte ich nicht fällen wollen.
    Die beiden Ermittler Alexandra und Isidor bilden ein ganz gutes Team, ein bisschen lockerer dürfte der Umgang noch werden. Manche Dialoge klingen etwas steif, was nicht so recht zum Alter der beiden Protagonisten passen will.

    Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, da ich mich auch viel mit Gesundheitsfragen befasse und mich somit der Untertitel "Ein Homöopathie-Krimi" direkt angesprochen hat. Allerdings sollte man nicht zu viel Spannung erwarten, sondern eine durchaus fesselnde Geschichte, die mehr durch emotionale Tiefe und psychologische Einblicke überzeugen kann.


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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    diewortklauberins avatar

    Ein einziger Augenblick kann ein ganzes Leben verändern 

    Es gibt schicksalhafte Momente, Scheidepunkte auf dem Lebensweg, die eine unheilvolle Wendung nach sich ziehen. Ein solches Erlebnis ist der Dreh- und Angelpunkt in Irene Matts Roman "Der Augenblick".

    Hier behandelt die Autorin die großen Fragen von Leben und Tod, Schuld und Sühne und zeigt, dass es Möglichkeiten gibt, auch schwer traumatisierten Straftätern mit Hilfe einer entsprechenden Therapie zu helfen.

    Ihr seid neugierig geworden? Dann bewerbt euch jetzt für unsere Buchverlosung! Wir vergeben 25 Exemplare von "Der Augenblick" sowie 10 Exemplare von  "Nichts drin", wo Komissarin Alexandra Rau zwei ungewöhnlichen Todesfällen auf den Grund geht.

    Mehr zu "Der Augenblick"
    Hauptkommissarin Alexandra Keller muss nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub gleich einen Fall übernehmen, der eine junge Familie ins Unglück stürzt. Dass auch Alexandras Schicksal eng mit diesem ungeheuerlichen Verbrechen verbunden ist, kann sie noch nicht ahnen. Auch nicht, dass ihr Leben dadurch tiefgreifende Veränderungen erfahren wird. Sie lernt eine Welt von Tätern und Opfern kennen, die ihr bisher unbekannt gewesen ist. Die Fragen nach Leben und Tod, Schuld und Sühne stellen sich ihr auf eine ganz neue Weise, während sie versucht, Licht ins Dunkel einer verhängnisvollen Tat zu bringen …

    »Dieser Roman fängt erst dort an, wo Krimis aufhören. Sehr empfehlenswert für Leser, die gern über Psychologie und Ethik nachdenken!« 
    – Neling 

    »Wie weit kann man in die menschliche Seele blicken und Verständnis für ein Verbrechen aufbringen…« 
    – rewareni

    »Tiefgründige Geschichte um die Psyche und Motivation von Straftätern.« 
    – Ladybella911

    Mehr zu "Nichts drin"
    Nichts drin? Für die Komissarin Alexandra Rau ist es eine Frage auf Leben und Tod. Zusammen mit ihrem kauzigen Kollegen, Isidor Rogg, ermittelt sie im Hotzenwald. Zwei ungewöhnliche Todesfälle beanspruchen ihre ganze Energie. Etwas stimmt nicht, das spürt die Kommissarin ganz genau, aber sie muss sich zunächst den Umständen beugen. Die Geschichte, die sich ihr offenbart, ist atemberaubend und beschäftigt nicht nur die Kripo und die Justiz, sondern auch mehrere medizinische Gutachter. Sollten homöopatische Globuli eine Rolle spielen?

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    Irene Matt wurde 1964 in Bad Säckingen geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie auf einem Bauernhof im südlichen Schwarzwald. Die Versicherungskauffrau engagiert sich ehrenamtlich als Telefon- und Krisenseelsorgerin und als Mediatorin. Sie lebt mit ihrem Mann und einem norwegischen Waldkater in Wittnau.

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    Aufgepasst: Bitte gebt bei eurer Bewerbung an, ob ihr " Der Augenblick" oder  "Nichts drin"  gewinnen wollt!



    Viel Glück!

    IreneMatts avatar
    Letzter Beitrag von  IreneMattvor 5 Monaten
    Dir auch vielen Dank für die tolle Rezension und das Verlinken.
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    IreneMatts avatar
    Liebe Lovelybooksleserinnen und -leser,

    gemeinsam mit euch möchte ich meinen Krimi "Nichts drin?" lesen und bin freue mich auf einen regen Austausch. Dafür verlose ich 15 Bücher und bin gespannt auf eure Eindrücke!

    Worum geht es in "Nichts drin?"?
    Nichts drin? Für die Komissarin Alexandra Rau ist es eine Frage auf Leben und Tod. Zusammen mit ihrem kauzigen Kollegen, Isidor Rogg, ermittelt sie im Hotzenwald. Zwei ungewöhnliche Todesfälle beanspruchen ihre ganze Energie. Etwas stimmt nicht, das spürt die Kommissarin ganz genau, aber sie muss sich zunächst den Umständen beugen. Die Geschichte, die sich ihr offenbart, ist atemberaubend und beschäftigt nicht nur die Kripo und die Justiz, sondern auch mehrere medizinische Gutachter. Sollten homöopatische Globuli eine Rolle spielen?

    Liebe Grüße und viel Spaß,
    Irene Matt
    S
    Letzter Beitrag von  SofieWaldenvor 7 Monaten
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