Irene Vilar Das sechzehntes Kind

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Inhaltsangabe zu „Das sechzehntes Kind“ von Irene Vilar

"Als ich schrieb, fühlte ich mich befreit von meinem Leben und stellte mir, endlich, das Gesicht meiner Tochter vor." Manchmal schlagen die Versuche, wieder Kontrolle über das eigene Leben zu erlangen, fehl und immer wieder fehl. Irene Vilars erschütterndes autobiographisches Bekenntnis erzählt von der Liebe zu einem Mann - einer Liebe, die ihr Halt gab und sie zugleich beinahe zerstört hat. Es gehört Kraft und Mut dazu, sich von jemandem zu trennen, obwohl man ihn liebt. Irene Vilar liebt einen beeindruckenden, viel älteren Mann, der sie ebenso liebt und heiratet, der aber trotzdem auch frei sein, keine Kinder haben will. Sie wird schwanger, weiß, dass er sie verließe, wenn sie das Kind bekäme, und treibt ab. Das wiederholt sich, sie gerät in einen Teufelskreis. Erst als sie anfängt zu schreiben, sich mit ihrer Familiengeschichte und der ihres Heimatlandes auseinanderzusetzen, kann sie sich lösen. Sie gewinnt ihr Leben zurück. Und auch die Möglichkeit, wieder zu lieben und schließlich ihr erstes Kind zu bekommen. Ein absolut ergreifender und ehrlicher Lebensbericht einer Frau.

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  • Rezension zu "Das sechzehntes Kind" von Irene Vilar

    Das sechzehntes Kind
    bücherelfe

    bücherelfe

    12. October 2010 um 21:47

    Dieses autobiographische Buch lässt mich nach der Lektüre wahrlich ratlos zurück. Wie soll meine Rezension bloss ausfallen. Worüber soll ich schreiben? Über die Sprachgewandtheit der Autorin? Darüber, dass sie mit acht Jahren ihre Mutter durch Suizid verliert und sie später in den Augen ihres Vaters die einzig Erfolgreiche in der Familie ist. Darüber, dass ihre beiden Brüder in die Drogensucht abrutschen? Darüber, dass sie sich als sechzehnjährige Studentin in ihren fünfzigjährigen Professor verliebt und diese Verliebtheit innert kürzester Zeit zu einer selbstzerstörerische Obsession führtt? Darüber, dass sie ihrem Professor und späteren Ehemann absolut hörig ist und sich neben ihm kleiner und kleiner fühlt? Darüber, dass dieser ihr von Anfang an und immer wieder unverblümt zu verstehen gibt, dass es für ihn absolut indiskutabel ist, Kinder zu haben und Frauen, die Kinder wollen, verachtenswert sind? „Ich war schwanger mit einem Kind, das ich mir wünschte und das er, das wusste ich, verachten würde. Ich war unwissend und unkultiviert, er war genial und hatte geschliffene Manieren“. Schwanger zu werden, gibt ihr ein Gefühl der Macht; Schwanger zu sein , erfüllt sie mit namenlosem Entsetzen. Und so treibt sie ab; immer und immer wieder. Bis zum sechzehnten Kind, einer Tochter. Fazit: Eine Geschichte, die mich ratlos und betroffen zurücklässt.

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  • Rezension zu "Das sechzehntes Kind" von Irene Vilar

    Das sechzehntes Kind
    Clari

    Clari

    09. October 2010 um 19:22

    Auf der Suche nach dem wahren Selbst. Die Lebensgeschichte der Irene Vilar gleicht einer Lebensbeichte, in der es viele Unwägbarkeiten gab. Sie entstammt einer Familie aus Puerto Rico. Patriarchale Strukturen und die Nachwirkungen der ursprünglichen Kolonisierungspolitik auf der Insel Puerto Rico prägten das Leben der Einwohner, die sich aus dem Netz von Dienen und Demütigungen nicht retten konnten. Bis in das großmütterliche Leben hinein kann man verfolgen, wie sich schon kleine Mädchen, von den Müttern innerlich verlassen, in Familienkreisen bewegen, in denen Missbrauch und Lieblosigkeit vorherrschen. Die Mutter von Irene hat sich das Leben genommen als diese 8 Jahre alt war, und zwei Brüder sind der Drogensucht verfallen. Als Bezugsperson bleibt einzig der Vater, ein Frauenheld, Säufer und Spieler, auf den auch nicht immer Verlass ist. Ihre Schulausbildung erhält die intelligente und begabte Irene in spanischen Klosterschulen oder in Puerto Rico. Mit 16 Jahren kommt sie auf ein College in Syracuse /USA. Hier beginnt sie ein wildes Leben mit wechselnden Liebhabern und häufigen Abtreibungen. Ihre Bestimmung erfährt sie mit einem 35 Jahre älteren, ichbezogenen Dozenten, dem sie verfallen ist. Ihr Literaturprofessor ist der Mann, bei dem sie Halt sucht. Sie findet jedoch nur Selbstsucht und die Forderung nach gegenseitiger Freiheit, einer Freiheit, der sie sehr ambivalent gegenüber steht. Für ihn tut sie alles und lässt auch immer wieder geforderte Abtreibungen vornehmen. Die Liebe zu dem Mann und Abtreibungen werden zur Obsession und nachlässige Familienplanung zum Machtmissbrauch. Die Erzählung ist zu Beginn etwas wirr, macht Sprünge von einer Station oder Lebensphase zur nächsten, erscheint gehetzt, so dass man schon aus der Erzählweise eine Ahnung bekommt, wie konfus es im Inneren dieses sehr jungen Mädchens ausgesehen haben mag. Die Geschichte der Familie verzeichnet in Gestalt der Großmutter Lolita eine Feministin und Rebellin, die allen Respekt einfordert. Seiner Tochter Irene gibt der Vater mit seinem schlichten Gemüt zum Ende ihrer Irrfahrt hin den simplen Rat:“Wir erwarten, dass das Leben angenehm ist, und finden all das Unangenehme darin überraschend, als hätte man uns unrecht getan, obwohl genau das Gegenteil der Fall ist. Das Leben ist eines der schwersten.“ Je weiter man mit der Lektüre fortfährt, desto eindringlicher und schärfer tritt die Analyse hervor, mit der Irene ihre Obsessionen, ihre Verzweiflung und die rastlose Suche nach ihrem wahren Selbst betreibt. Irene Vilar ist eine intelligente Autorin, die sich lange Jahre in einem psychischen Selbsterror befindet, der sie mehrfach an den Rand des seelischen Abgrunds führt. Insgesamt beschreibt sie einen Selbstfindungsprozess, in dem sie differenziert, sprachgewandt und einleuchtend ihren Lebensweg von dem suchenden jungen Mädchen zu einer am Ende selbsteinsichtigen Frau nachzeichnet. Das Buch ist anspruchsvoll und erfüllt die hohen Erwartungen einer qualifizierten Selbstanalyse. Die Autorin lebt heute mit ihrem zweiten Mann und vier Kindern in Colorado/USA.

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