Irene Zimmermann Kranzgeld

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Inhaltsangabe zu „Kranzgeld“ von Irene Zimmermann

Oberschwaben im späten 19. Jahrhundert. Die junge Magd Marie ist hochschwanger, als sie vom Gsellhuberhof flieht. Sie ist verzweifelt, denn der Hofbesitzer Josef, der Vater ihres ungeborenen Kindes, wird an diesem Tag die reiche Fanny heiraten, der Mitgift wegen.§Sebastian, ein Tagelöhner, rettet Marie aus dem See, in dem sie sich ertränken will. Er nimmt sie bei sich auf, sorgt rührend für sie und ihr Kind. Wie Mann und Frau leben sie zusammen in einer armseligen Kate mitten im Wald. Doch Marie kann Josef nicht vergessen.§Dessen Ehe mit der verwöhnten Fanny steht von Anfang an unter einem unglücklichen Stern, und seine Sehnsucht nach Marie wird von Tag zu Tag größer. Eine Verschwörung, in die er ungewollt verwickelt wird, führt die drei schließlich auf dem Gsellhuberhof zusammen, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf

Eine schöne, gut recherchierte Reise in die Vergangenheit

— Drei-Lockenkoepfe
Drei-Lockenkoepfe

Kranzgeld ist meine persönliche Überraschung in diesem Jahr und eins der besten historischen Romane, die ich bisher gelesen habe.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine junge Magd kämpft um ihr Glück

— Schnuck59
Schnuck59

Flüssig zu lesen, detailreich und gut recherchiert.

— CosimaThomas
CosimaThomas

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  • Leserunde zu "Kranzgeld" von Irene Zimmermann

    Kranzgeld
    Irene_Zimmermann

    Irene_Zimmermann

    Liebe Lovelybooks-Freunde! Ihr lest gern historische Romane und Liebesgeschichten? Ihr habt Zeit und Lust auf eine Leserunde mit angeregter Diskussion und anschließender Rezension? Dann seid ihr herzlich eingeladen, euch für eines der zehn Exemplare von "Kranzgeld" zu bewerben, die der Silberburg-Verlag netterweise für die Verlosung zur Verfügung stellt. (Ihr bekommt sie natürlich alle von mir signiert.) Dieses Buch hat einen sehr persönlichen Hintergrund:  Ich finde eine Schwarzweiß-Fotografie, zerknittert, Jahrzehnte alt, erfahre, dass die Frau auf dem Foto meine Urgroßmutter ist. Alles, was ich von ihr weiß: In ihrem Leben gab es sehr viel Leid, aber auch die eine große Liebe ... Je mehr ich über diese Frau nachdachte und recherchierte, desto stärker drängte sich eine Geschichte in den Vordergrund, die sich immer mehr von den Tatsachen löste, und so ist "Kranzgeld" entstanden. Wollt ihr mitlesen? Dann beantwortet mir bitte folgende Frage: Interessiert ihr euch für die Vergangenheit eurer Familie?  Ich bin gespannt auf eure Antworten. Herzlich eure Irene Zimmermann

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    • 186
  • Eine schöne, gut recherchierte Reise in die Vergangenheit

    Kranzgeld
    Drei-Lockenkoepfe

    Drei-Lockenkoepfe

    === Klappentext === Oberschwaben im späten 19. Jahrhundert. Die junge Magd Marie ist hochschwanger, als sie vom Gsellhuberhof flieht. Sie ist verzweifelt, denn der Hofbesitzer Josef, der Vater ihres ungeborenen Kindes, wird an diesem Tag die reiche Fanny heiraten, der Mitgift wegen. Sebastian, ein Tagelöhner, rettet Marie aus dem See, in dem sie sich ertränken will. Er nimmt sie bei sich auf, sorgt rührend für sie und ihr Kind. Wie Mann und Frau leben sie zusammen in einer armseligen Kate mitten im Wald. Doch Marie kann Josef nicht vergessen. Dessen Ehe mit der verwöhnten Fanny steht von Anfang an unter einem unglücklichen Stern, und seine Sehnsucht nach Marie wird von Tag zu Tag größer. Eine Verschwörung, in die er ungewollt verwickelt wird, führt die drei schließlich auf dem Gsellhuberhof zusammen, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf === Die Autorin === Irene Zimmermann ist seit den neunziger Jahren erfolgreich auf dem Kinder- und Jugendbuchmarkt vertreten, zuerst mit Kinderkrimis, dann innerhalb der Kultserie 'Freche Mädchen - freche Bücher', in der sie diverse Bestseller schrieb. Viele ihrer Bücher wurden übersetzt, u. a. ins Türkische, Italienische und Chinesische, insgesamt in 14 Sprachen. In der 'Zaubermädchen'-Reihe erzählt sie die zauberhaften Erlebnisse ihrer Heldin Leonie, die im November und Dezember 2012 auch prompt die Spiegel-Bestseller-Liste eroberte. Seit Februar 2015 ermitteln die Hobbydetektivinnen Sina und Simone als "SiSi" und klären rätselhafte Ereignisse in der Schloss-Schule auf. Nach einem Abstecher ins Sachbuch ('Gymnasium. Ein Ratgeber für Eltern') hat Irene Zimmermann ihre Liebe fürs Erwachsenenbuch entdeckt. Was naheliegend war, denn auch freche Mädchen werden einmal erwachsen. Daraus entstand der quirlige Frauenroman 'Seele zum Anbeißen', dessen Fortsetzung schon fast fertig war, als plötzlich ein völlig anderes Projekt entstand. Ein plötzlich aufgetauchtes Foto ihrer Urgroßmutter ließ Irene Zimmermann nicht mehr los, und als sie zu recherchieren begann, entwickelte die Geschichte mit einem Mal ihr eigenes Leben. So entstand "Kranzgeld", die Geschichte einer Liebe im späten 19. Jahrhundert, die alles überdauert. === Kurze Zusammenfassung - Evtl. Spoilergefahr === Die junge Magd Marie weiss, das es für sie und ihr ungebohrenes Kind keine Zukunft auf dem Hof des Grossbauern Josef gibt. Der Vater des Kindes wird mit der reichen Fanny verheiratet, da bleibt für die Liebe kein Platz. Marie flüchtet aus dem Haus und entgeht nur knapp dem Tod. Die Ehe mit Fanny ist für Josef nicht immer ein Zuckerschlecken. Finden die beiden doch einen Weg?? === Meine Meinung === Kranzgeld von Irene Zimmermann erschien im im Silberburg Verlag. Ende des 19. Jahrhunderts leben Marie und Josef auf dem Gutshof. Die Geschichte ist sehr gut recherchiert. Für die altertümlichen Ausdrücke hätte ich mir ein Glossar gewünscht. Einige Begriffe aus der Zeit waren mir nicht geläufig, dank der Suchmaschine habe ich sie schnell gefunden und etwas dazulernen können. Die Figuren und Handlungen sind authentisch beschrieben. Irene Zimmerman hat einen flüssigen, unkomplizierten Schreibstil, so das sich die Geschichte einfach runter lesen lässt. Das handliche Taschenbuch, welches mit 255 Seiten, ist eine angenehme Lektüre für zwischendurch und unterwegs. Leider konnte ich zu keinem Charakter wirklich eine Bindung aufbauen. Ich hatte zwar Mitleid mit Marie und Josef, auch waren die Handlungen spannend und Nachvollziehbar. Dennoch waren mir die Charaktere etwas zu Oberflächlich so das ich nicht richtig mitfiebern konnte. Was ich sehr interessant fand, das auch die Politische Seite nicht zu kurz kam. Wie durch Intrigen und Propaganda die Menschen in die gewünschte Richtung gedrängt worden. Die Autorin hat das Leben der Menschen Bildlich beschrieben. Der Schichtenunterschied war enorm. Eine Mittelschicht schien es nicht zu geben. Entweder du warst Reich oder du arbeitest für die Reichen. Mir hat der Einblick in das Leben von der alten Vogelin sehr gut gefallen. Der Vergleich von der alten Bäuerin zur Kommerzienratgattin ist exorbitant. Eine Frage bleibt für mich offen. Wie kommt die Autorin zum Titel Kranzgeld? Wie unten erklärt ist dies eine Entschädigung für ein nicht eingehaltenes Eheversprechen. Für mich passt der Titel nicht zur Geschichte. Das Cover finde ich sehr passend gewählt. Es passt sehr schön zur damaligen Zeit. Dies ist ein Nachdruck des Künstlers Julien Dupré. Gemalt Ende des 19. Jahrhunderts. === Fazit === Dies ist kein Roman über Könige und Königinnen. Sondern über das Leben der einfachen Menschen der damaligen Zeit. Es hat mir Spass gemacht den gut recherchierten Roman zu lesen. === Nützliche Informationen === Schaut euch die Homepage von Irene Zimmermann an. Sie hat viele schöne und interessante Bücher geschrieben. Auch einige Kinderbücher stehen in ihrem Autorenregal. Das Buch "Kranzgeld" von Irene Zimmermann bekommt ihr auch als E-Book.

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    • 3
  • Bittere Beziehungen

    Kranzgeld
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    28. April 2015 um 09:59

    Marie ist Magd auf dem Gsellhuberhof in Oberschwaben und schwanger von Josef, dem Sohn des Hofbesitzers. Als der die Fanny wegen der Mitgift heiratet, flieht Marie und will sich ertränken. Doch sie wird vom Tagelöhner Sebastian gerettet. Er nimmt sie bei sich auf. Aber Josef kann Marie nicht vergessen. Die Geschichte liest sich angenehm flüssig. Die Handlung in dem kleinen Dorf ist sehr realistisch und gut dargestellt. Der Sohn eines Bauern muss in jener Zeit eine möglichst gute Partie machen der Mitgift wegen. Die Liebe, schon gar zu einer Magd, spielt da überhaupt keine Rolle. Wenn aber die Gefühle so groß sind, kann das nur zum Verhängnis für alle Beteiligten werden. Die Protagonisten sind authentisch beschrieben. Ich konnte die Beweggründe für ihre Handlungen nachvollziehen und manchmal auch Mitgefühl für sie entwickeln. Aber wirklich sympathisch war mir keine Person. Marie handelt in ihrer Liebe oft sehr naiv, so dass sie dann mit zwei unehelichen Kindern dasteht. Josef handelt wie es von ihm erwartet wird und vergeht dann vor Selbstmitleid. Fanny könnte man bedauern, wenn sie nicht so überspannt wäre. Dieser historische Roman hat mich gut unterhalten und war interessant.

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  • Ein sehr gut gelungener historischer Roman

    Kranzgeld
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. April 2015 um 18:54

    Inhalt Oberschwaben im späten 19. Jahrhundert. Die junge Magd Marie ist hochschwanger, als sie vom Gsellhuberhof flieht. Sie ist verzweifelt, denn der Hofbesitzer Josef, der Vater ihres ungeborenen Kindes, wird an diesem Tag die reiche Fanny heiraten, der Mitgift wegen. Sebastian, ein Tagelöhner, rettet Marie aus dem See, in dem sie sich ertränken will. Er nimmt sie bei sich auf, sorgt rührend für sie und ihr Kind. Wie Mann und Frau leben sie zusammen in einer armseligen Kate mitten im Wald. Doch Marie kann Josef nicht vergessen. Dessen Ehe mit der verwöhnten Fanny steht von Anfang an unter einem unglücklichen Stern, und seine Sehnsucht nach Marie wird von Tag zu Tag größer. Eine Verschwörung, in die er ungewollt verwickelt wird, führt die drei schließlich auf dem Gsellhuberhof zusammen, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf Meine Meinung zum Buch Ein Historischer Roman, der mich sehr überrascht und einfach nur begeistert hat! Ich war regelrecht gefesselt vom Buch und konnte nur schwer aufhören zu lesen.  Auch der Schreibstil ist sehr flüssig und sehr verständlich geschrieben. Spannung war eigentlich ständig vorhanden und nichts ist vorhersagend im Buch. Alles was passiert, passiert sehr überraschend und genau das mochte ich sehr am Buch.  Mein Fazit Kranzgeld ist meine persönliche Überraschung in diesem Jahr und eins der besten historischen Romane, die ich bisher gelesen habe! Irene Zimmermann hat es geschafft, mich ins späte 19. Jahrhundert mitzunehmen.  Jeder, der gerne historisches liest, sollte dieses Buch auf keinen Fall in der Buchhandlung liegen lassen. 

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  • Kranzgeld

    Kranzgeld
    connychaos

    connychaos

    15. April 2015 um 16:42

    Ende des 19. Jahrhunderts in Oberschwaben. Die junge Magd Marie ist schwanger vom Großbauern Josef. Doch eine gemeinsame Zukunft ist unmöglich, wegen einer hohen Mitgift heiratet Josef nämlich die reiche Fanny. Marie will ins Wasser gehen und wird vom Tagelöhner Sebastian gerettet. Dieser nimmt sie mit in seine ärmliche Kate, die er mit seiner Mutter bewohnt. Sebastian kümmert sich um Marie und ihr Baby und sie leben wie eine kleine Familie zusammen. Doch Josef kann Marie nie vergessen. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig. Die Figuren und Handlungen werden authentisch beschrieben. Vor allem der Alltag des niederen Volkes zu dieser Zeit wird gut dargestellt. Leider ist mir keine der Hauptpersonen wirklich sympathisch, irgendeine "Macke" die sie oft unsympathisch wirken ließ, hatte jede. Ich konnte mich deshalb zwar oft gut in die Figuren hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen, so richtig mitfiebern konnte ich aber leider nicht.

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  • Eine junge Magd kämpft um ihr Glück

    Kranzgeld
    esposa1969

    esposa1969

    09. April 2015 um 21:17

    Buchrückentext: Oberschwaben im späten 19. Jahrhundert. Die junge Magd Marie ist hochschwanger, als sie vom Gsellhuberhof flieht. Sie ist verzweifelt, denn der Hofbesitzer Josef, der Vater ihres ungeborenen Kindes, wird an diesem Tag die reiche Fanny heiraten, der Mitgift wegen. Sebastian, ein Tagelöhner, rettet Marie aus dem See, in dem sie sich ertränken will. Er nimmt sie bei sich auf, sorgt rührend für sie und ihr Kind. Wie Mann und Frau leben sie zusammen in einer armseligen Kate mitten im Wald. Doch Marie kann Josef nicht vergessen. Dessen Ehe mit der verwöhnten Fanny steht von Anfang an unter einem unglücklichen Stern, und seine Sehnsucht nach Marie wird von Tag zu Tag größer. Eine Verschwörung, in die er ungewollt verwickelt wird, führt die drei schließlich auf dem Gsellhuberhof zusammen, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf... Leseeindruck: Mit  "Kranzgeld"*  hat die Autorin Irene Zimmermann einen historischen Roman geschrieben, der uns gedanklich ins späte 19. Jahrhundert reisen lässt, wo wir die junge Magd Marie treffen, welche hochschwanger und -verzweifelt sich das Leben nehmen möchte, da Josef, der Vater ihres ungeborenen Kindes sie nicht heiraten möchte. Stattdessen hört sie zu Beginn der Handlung die Hochzeitsglocken für ihn und seine Fanny läuten, die er der Mitgift wegen ehelicht. Sebastian bewahrt Marie vor dieser Dummheit und nimmt sich ihrer und dem Kind an. Josef jedoch kann Marie nicht vergessen und auch umgekehrt, so nimmt das Schicksal seinen Lauf…. Dieser historische Roman unterscheidet sich positiv von allen bisher gelesenen. Es ist kein dicker Wälzer, sondern eine handliche Taschenbuchausgabe, welche  20 Kapitel auf insgesamt 255 Seiten birgt. Hier geht es nicht um adlige Prominenz der vergangenen Zeit, sondern um ein ergreifendes Beziehungsdrama, das schicksalsträchtiger kaum sein kann. Während des Lesens fühlte ich mich richtiggehend in die vergangene Zeit versetzt. Für eine altertümliche Ausdrücke hätte ich mir ein Glossar gewünscht, was aber im Zeitalter von Google auch so zu erfahren war. Die Protagonisten waren überschaubar und charakterlich detailliert gezeichnet. Man mag sie mal mehr, mal weniger, kann sich aber in deren Erlebnisse gut hineinversetzen. Die gesamte Handlung war angenehm lesenswert und unterhaltsam und steuert im Crescendo auf das Verhängnis zu… Das Cover ist der Nachdruck des Künstlers Julien Dupré (1851 - 1910)  und heißt im Original: A moment´s rest. Es passt wunderbar zur damaligen Zeit und lässt auf Anhieb erkennen, dass es sich bei diesem Roman um einen historischen handelt. Wunderbar hat dieser Roman mir gefallen, so dass ich gerne 5 Sterne vergebe. © esposa1969 * Als Kranzgeld bezeichnete man eine finanzielle Entschädigung, die eine Frau von ihrem ehemaligen Verlobten einfordern konnte, wenn sie ihm auf Grund eines Eheversprechens die Beiwohnung gestattet hatte, also die Jungfräulichkeit verlor, und er anschließend das Verlöbnis löste. Gleiches galt auch für neuverlobte Witwen. (quelle: wikipedia.de)

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  • Hier wird nicht herumscharwenzelt

    Kranzgeld
    Schnuck59

    Schnuck59

    09. April 2015 um 19:05

    Der Anstoß für dieses Buch „Kranzgeld“ war für Irene Zimmermann eine zerknitterte Schwarzweiß-Fotographie ihrer Urgroßmutter. Kranzgeld ist eine finanzielle Entschädigung, die eine Frau von ihrem ehemaligen Verlobten einfordern konnte, wenn sie ihm auf Grund eines Eheversprechens die Beiwohnung gestattet hatte, also die Jungfräulichkeit verlor, und er anschließend die Verlobung löste. Das Cover ähnelt einem Gemälde mit einer Magd als Motiv und spiegelt das einfache und harte Leben auf dem Land wieder. Die Geschichte spielt in Oberschwaben im späten 19. Jahrhundert. Hier ist die Magd Marie schwanger vom Hofbesitzer Josef. Dieser heiratet der Mitgift wegen die verwöhnte Fanny. Als Marie sich im See ertränken will rettet sie der Tagelöhner Sebastian. Sie gebärt eine Tochter und lebt zusammen mit ihm und seiner Mutter in ärmlichen Verhältnissen. Die Liebe von Marie und Josef prägt die weitere Geschichte des Gsellhuberhofes. Das Leben der einfachen Leute in bäuerlichen Verhältnissen wird gut und realistisch mit ihren Denk- und Verhaltensmustern beschrieben. Die Sprache ist mit einigen Begriffen und Ausdrücken der Zeit und der Gegend angepasst und stellt die Eigentümlichkeiten der Landbevölkerung heraus. Die Gefühle der Charaktere wurden gut ausgearbeitet. Der Roman ist flüssig geschrieben, die Handlungen sind gut nachvollziehbar. Mir hat dieser Roman gut gefallen. Um ihn als historischen Roman bezeichnen zu können fehlen mir ein paar geschichtliche Hintergründe bezogen auf Wirtschaft, Politik oder Industrie von dieser Zeit.

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  • Oberschwäbischer historischer Roman

    Kranzgeld
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    08. April 2015 um 12:58

    Oberschwaben im späten 19. Jahrhundert: Die Magd Marie ist vom Hofbesitzer Josef schwanger und flieht, da dieser die reiche Fanny heiraten wird. Als sie sich ertränken will, rettet Sebastian das junge Mädchen und nimmt sie bei sich auf. Fortan leben sie mit seiner Mutter zusammen, doch Marie kann Josef einfach nicht vergessen... Meine Meinung: Dies ist kein großer historischer Roman über Königreiche, Adelige oder Kriege. Es geht hauptsächlich um das Leben und Leiden der einfachen Leute, das realistisch dargestellt wird. Die Hauptfiguren haben leider alle irgendetwas an sich, das sie für mich nicht bedingungslos sympathisch macht. Ich kann mich in keine von ihnen so richtig rein versetzen und weil ich deswegen nicht absolut mit ihnen mitfiebern konnte, hat mich die Geschichte auch nicht immer so gefesselt, wie es ein 5-Sterne-Roman tun sollte.  Aber 4 Sterne ist dieses Büchlein allemal wert.

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  • Liebe im bäuerlichen Oberschwaben

    Kranzgeld
    CosimaThomas

    CosimaThomas

    04. April 2015 um 21:43

    "Kranzgeld" habe ich zufällig gefunden, spontan gekauft und an einem Nachmittag durchgelesen. Es ist eine hübsche Geschichte, flüssig erzählt, in der Beschreibung von Umgebung und Wohnverhältnissen detailreich und gut recherchiert. Leider bleiben dabei die Charaktere ein wenig auf der Strecke. Alle Figuren bleiben relativ blass, es fehlt für meinen Geschmack ein bisschen Tiefe. Mit Marie, der Hauptfigur, konnte ich mich ebenso wenig anfreunden wie mit Josef, dessen Verhalten, dessen Liebe zu Marie sich noch weniger erklärt als umgekehrt. Eigentlich ist das Buch mehr ein Abriss eines Niedergangs, in dem sich zwei Menschen lieben und nicht können und deswegen diese Liebe irgendwie nie so richtig thematisiert wird. An Marie ist mir außerdem die große Undankbarkeit Sebastian gegenüber negativ aufgestoßen. Insgesamt ist Marie eine zutiefst passive Figur, die mehr taumelt als aufrecht geht, das ist ein bisschen schade, aber entspricht vermutlich tatsächlich am ehesten der Position und dem Stand. Am Ende verfällt die Autorin aus nicht nachvollziehbaren Gründen in unnötige Hektik (die zweite Schwangerschaft kam aus heiterem Himmel und war in zwei Sätzen erledigt) und beendet das Buch dann doch ziemlich abrupt. Fand ich schade, denn ich hab's gern gelesen und hätte mich über zwanzig Seiten mehr gefreut. Am Ende bleibt allerdings noch eine große Frage offen: Nämlich warum das Buch "Kranzgeld" heißt (Kranzgeld = finanzielle Entschädigung, die eine Frau von ihrem ehemaligen Verlobten einfordern konnte, wenn sie ihm auf Grund eines Eheversprechens die Beiwohnung gestattet hatte, also die Jungfräulichkeit verlor, und er anschließend das Verlöbnis löste. Gleiches galt auch für neuverlobte Witwen (Definiton von wikipedia.de)) Das erklärt sich für mich leider überhaupt nicht, denn ein solches Szenario kommt in dem Buch überhaupt nicht vor. Fazit: Als Liebesroman für mich ein bisschen enttäuschend, aber als rein historischer Roman, als Darstellung einer unglücklichen Ehe im Großbauernmilieu und dem Leben der Mägde wunderbar gelungen.

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