Irina Korschunow Die Sache mit Christoph

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Inhaltsangabe zu „Die Sache mit Christoph“ von Irina Korschunow

Bei einem Fahrradunfall kommt der 17-jährige Christoph ums Leben. Doch sein Freund Martin zweifelt an der Geschichte. Er weiß, wie sehr Christoph, als arroganter Spinner abgelehnt, unter dem Druck von Schule und Elternhaus gelitten hat. War es doch Selbstmord? Wäh- rend Ma rtin nachzuvollziehen versucht, was wirklich geschehen ist, lässt langsam auch der übermächtige Einfluss, den Christoph auf ihn ausgeübt hat, nach.

Melancholisch, leise, kurzweilig und für mich DER Klassiker im Jugendbuch Genre.

— JasminRomanaWelsch
JasminRomanaWelsch

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  • Wer war Christoph wirklich?

    Die Sache mit Christoph
    Strigoia

    Strigoia

    25. March 2016 um 14:41

    "Tod müsste man sein", hatte Christoph am Sonntagabend gesagt, bevor es passiert war. "Schluss mit dem ganzen Zoff, nicht mehr aufstehen, nicht mehr zur Schule, nicht mehr antworten auf blöde Fragen, nichts mehr zu tun haben mit dieser dreckigen Welt…"- Seite 12Wer war Christoph?Ein arroganter Scheißkerl? Ein Spinner mit schlechten Noten? Oder ein sensibler, intelligenter 17-jähriger Junge?Als Christoph bei einem Fahrrad Unfall ums Leben kommt, weiß sein Freund Martin erst nicht wir damit umgehen soll. Christopher war oft so einsam, schweigsam... Langsam wachsen Zweifel in Martin... War es wirklich ein Unfall? Meine Meinung: Ich weiß gar nicht genau, was ich zu diesem Buch sagen soll... Normalerweise sind 159 Seiten schnell gelesen, doch hier war es anders... "Die Sache mit Christoph" erzählt eine Geschichte, die so emotional ist, dass wir als Leser zwischendurch innehalten müssen, um die eigenen Gedanken zu sortieren. Wir lernen Martin kennen... Als einsamen jungen Mann, von den Eltern unverstanden und im Schulsystem schlecht aufgehoben.Und durch Martin lernen wir Christoph kennen, der vielleicht etwas zu intelligent für seine Umgebung war... Und zu sensibel, ja vielleicht sogar zu schwach, um mit seinen Erkenntnissen über eben diese Umwelt umgehen zu können... Durch die Art und Weise wie Irina Korschunow Martin erzählen lässt, sorgt sie dafür, dass nicht Martin der eigentliche Protagonist der Geschichte wird, sondern Christoph… Der Junge, der zu Beginn der Geschichte in einem Sarg liegt und nicht mehr sprechen kann...Wir begleiten Martin auf einer unglaublichen Achterbahn der Gefühle, die ihren Weg durch ein Tal der Zweifel nimmt... Aber wir lernen auch, wie das Schulsystem einen Menschen zerstören kann... Für wie unwichtig und unnütz künstlerische Tätigkeiten gehalten werden... Mathe, Latein, Biologie, das sind wichtige Fächer... Kunst, Musik, Klavier spielen... Zeitvertreib... Und wie schnell ein Mensch zu Grunde gehen kann, wenn man ihm das wichtigste auf der Welt entzieht...Korschunow schafft es uns Leser im tiefen Leseerlebnis gefangen zu nehmen, zu lähmen und zu schockieren... Wir trauern, wir lachen...Wir sehen, wie stark Menschen von anderen manipuliert und beeinflusst werden können... 

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  • Irina Korschunow - der Grund, warum ich heute Autorin bin.

    Die Sache mit Christoph
    JasminRomanaWelsch

    JasminRomanaWelsch

    05. February 2016 um 15:00

    Für mich der Jugendbuch Klassiker schlechthin. Mir fiel dieses Buch mit dreizehn in die Hände und ich habe es geliebt. Dass die Geschichte in den 70ern Jahren spielt, schadet dem Leseerlebnis kein Stück. Es ist sogar beeindruckend, wie generationsübergreifend hier mit Problemthemen Jugendlicher gearbeitet wird. Dosierte Schwermütigkeit, die einem mit viel mehr zurücklässt als der kurzen Befriedigung über ein etwaiges Happy-End. Jedem, der Tiefgang in einem Roman sucht und nicht davor zurückschreckt eine Weile die Melancholie in seine Gefühlswelt zu lassen, lege ich dieses Buch wärmsten ans Herz. Für mich war es ein sehr einschneidendes Leseerlebnis, zumal mir Irina Korschunow mit ihrem Roman gezeigt hat, dass Literatur leicht, ernst und inspirierend zugleich sein kann. Diese Inspiration hat mich bis heute viele leere Seiten füllen lassen. Ich danke Irina Korschunow dafür und neige mein Haupt in Gedenken an die - für mich - größte deutsche Jugendbuch-Autorin.

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  • Wien, Schussfahrt & Mathe-Meyer

    Die Sache mit Christoph
    ErleseneBuecher

    ErleseneBuecher

    22. August 2013 um 00:04

    Zu diesem Buch kann ich eindeutig sagen: Es ist überraschend gut! Es handelt sich um ein altes Jugendbuch, ich habe es ohne große Erwartungen gelesen und wurde wirklich überracht. Anders kann ich es nicht sagen. Es ist gut zu lesen, tiefgründig und vor allem zeitlos! Alte Erinnerung kamen beim Lesen hoch: Ach, wie schwer war und ist die Pubertät doch nur. Und vor allem sehe ich ja nun bei meinem Sohn wie schön und unbeschwert dagegen die (Klein)Kindheit ist. Frau Korschunow hat nur allzu treffend in ihrem Buch beschrieben, dass das Nachdenken so viel kaputt macht. Auch diese Todessehnsucht und Suche nach dem Sinn in der Pubertät wird nachvollziehbar dargestellt. Die Gefühle spielen komplett verrückt und das Herz ist manchmal so schwer! Aktuell frage ich mich da, was kann man als Eltern machen? Manchmal hat man keine Chance an das Kind ranzukommen. Es fordert Dinge, die die Eltern nicht leisten können. Sie sollen Verständnis und Interesse zeigen, sollen sich aber trotzdem völlig raushalten… was sie machen, ist falsch. Insgesamt bin ich sehr froh, dass die Zeit vorbei ist. Allerdings kommt man sich manchmal rückblickend fast gefühlsarm vor, da diese riesige Vielfalt an Emotionen fehlt. Zum Glück wurde dies aber durch eine wunderbare Tiefe der Gefühle ersetzt. Insgesamt ein tolles Buch, in dem eine tiefgründige, interessante Entwicklung des Protagonisten beschrieben wird, die einen in den Bann zieht, da der Leser angesprochen wird. Einziges Manko war für mich die Überlegung: Macht das Buch Mut bzw. gibt es Hoffnung? Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

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  • Rezension zu "Die Sache mit Christoph" von Irina Korschunow

    Die Sache mit Christoph
    Zoeybird

    Zoeybird

    08. June 2011 um 18:10

    Habe ehrlich gesagt einfach gar nichts erwartet (Deutschlektüre), habe aber erkannt, dass es ein verdammt gutes Buch über viele verschiedene Themen ist _____________________ Titel: Die Sache mit Christoph Autor: Irina Korschunow Verlag: dtv _____________________ _____________________ Matins bester Kumpel ist tot; ein Unfall oder vielleicht doch Selbstmord? Erst ist Martin sich sicher, dass es ein Unfall war, doch in der Woche nach seinem Tod ereignet sich einiges und in der Zeit denkt er sehr viel nach, wird erwachsen und erkennt Christophs wahre Geschichte. Auch eine kleine Liebesgeschichte ist dabei und Martins eigenes Leben wird völlig umgekrempelt; Ansichten über alles und jeden, die Schule, die Freunde, die Eltern. Alles neu. _____________________ _____________________ Story: Ich muss sagen, normalerweise mag ich solche Geschihcten nicht so gern, aber in diesem Fall schon. Es geht so sehr ums Jugendlichsein. Ich glaube nicht, dass Martin und Christoph die einzigen (Jungen) mit diesem Problem waren, nur hatten sie noch etwas schlechtere Karten, wegen ihrem Stil und vielleicht haben sie sich auch zu sehr ins Denken gestürzt. Auf jeden Fall fand ich es sehr interessant zu lesen, was passiert ist, nach und nach Christoph und vorallem Martin kennenzulernen, bei seinen Problemen und deren Lösungen mitzufiebern. Schreibstil: Die Art, in der Irina Kurschonow schreibt, ist sehr ... ergreifend. Eigentlich sehr nüchtern erzählt und doch packend. Ich habe das Buch gestern innerhald von vier Stunden durchgelsen und das sagt ja schon alles. Charaktere: Martin konnte ich mit vergehenden Seiten immer mehr leiden. Er ist depressiv, wenn auch lange nicht so schlimm wie Christoph; er ist in der Pubertät, klar, aber bei ihm und seinem Freund ist es schlimmer als bei anderen. Bei Christoph führte all die Wut, der Zorn, die Enttäuschung, die Angst vor der Zunkunft und das Leben zum Tod. Ob Unfall oder nicht, ist in dem Fall egal. Christoph mochte ich nicht. Auch bei ihm war es wie mit Martin, aber eben so viel schlimmer, dass er sich schon so gut wie aufgegeben hatte und das wirkte so schwach. Chrstophs Vater ist natürlich nicht ganz unschuldig, mit seiner besitzergreifenden Art und der zu starken Strenge, mit der er alles mit Christoph zusammenhängende betrachtete. Genauso Mathe-Mayer, ein Lehrer der beiden. Er ist so kalt und unmenschlich, dass es Christoph oft zur Weißglut brachte. Doch im Buch trifft Martin sich mit ihm und lernt ihn kennen. So schlimm ist er nicht; ich mochte ihn später sogar sehr, und ich glaube Martin auch. Aber sein Kollege war die Härte. Er war einfach so fies, hinterhältig, unfair, abstoßend, ekelerregend und schrecklich, dass niemand ihn leiden kann! Und das vollkommen zu Recht. Er war augenscheinlich der Grund für Christophs Tod, aber es geht tiefer und ganz zum Ende hn, stellt sich auch noch ein wahrscheinlicherer Grund heraus. Ulrike kann ich so gar nicht verstehen. Ich glaueb, so an sich würde ich sie als reale Person mögen, doch ihre Handliungen jetzt MArtin gegenüber, nachdem Christoph gerade gestorben ist, sind für mich absolut nicht nachvollziehbar. Dafür solltet ihr es aber lesen ;) Empfehlung: Ganz besonders allen Jungen zwischen 14 und 20 Jahren, aber auch Mädchen desselben Alters. Auch hier wieder einmal gilt: Auch Erwachsene werden es sicher gut leiden können. Denn auch sie wissen, wie das ist und können sich so möglicherweise auch besser in ihre eigenen Kinder versetzen und ihre Handlungen mehr verstehen. Nur für Jüngere würde ich es nicht empfehlen, da es abschreckt und verwirrt. _____________________ Fazit: Die Story, der Schreibstil, die Charaktere und die ganze Atmosphäre mit der diese ersten und wichitgen Themn behadelt werden. Alles wunderbar. Aus diesem(n) Grund(Gründen): 5/5 Sterne

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  • Rezension zu "Die Sache mit Christoph" von Irina Korschunow

    Die Sache mit Christoph
    variety

    variety

    04. February 2008 um 14:04

    Ein Klassiker von Korschunow. Sie beschreibt gekonnt die Ängste, Zweifel und Freuden Jugendlicher. Vielleicht läuft für junge Leser/innen etwas wenig, aber die Gefühle in einer Krisensituation können sicher die meisten jungen Leute nachvollziehen. Auf alle Fälle ist das Buch ein Meisterwerk was die Behandlung des Themas «Selbstmord» (oder war es ein Unfall?) betrifft. Diskussionen über den Inhalt des Buches müssten natürlich stattfinden (entweder in der Schule oder mit Kollegen)!

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