Irina Korschunow Glück hat seinen Preis

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Inhaltsangabe zu „Glück hat seinen Preis“ von Irina Korschunow

Das Paradebeispiel einer deutschen Familiengeschichte, in der Verhaltensmuster sichtbar werden, die Tausende von Frauenschicksalen geprägt haben.»Worum es in dem Roman geht? Die Erzählerin, die Chronistin, denkt nach dem Tod ihrer Mutter über deren Leben nach. Sie gerät dabei sehr weit in die Vergangenheit zurück, bis zu ihrem Großvater, der im Jahre 1887 in die Stadt Kiel gekommen war, um dort sein Glück zu machen. Zwei Frauen spielen dabei eine besondere Rolle, und jede wird auf ihre Art zum Opfer ... Immer das gleiche Muster der Selbstaufgabe, der Aufgabe des eigenen Glücks für das Glück anderer, so sieht es die Chronistin und kommt zu dem Schluß, für sich andere Wege zu suchen.« Irina Korschunow

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  • Rezension zu "Glück hat seinen Preis" von Irina Korschunow

    Glück hat seinen Preis
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der um die letzten Jahrzehnte des 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts angesiedelte Frauen- und Familienroman besticht in der Tat (vgl. den rückseitigen Klappentext der dtv- Ausgabe) durch seine Wahrheitsliebe. Stimmt es etwa nicht, dass - bei der Partnerwahl nicht nur die Redensart „gleich und gleich gesellt sich gern“, sondern vermutlich ebenso oft der Satz „Gegensätze ziehen sich an" eine Rolle spielen können - bei der Suche nach einem Ehepartner in der damaligen Zeit nicht selten entscheidend war, und wahrscheinlich heute noch ist, ob er gut genug ist, ob man sich mit ihm schämen müsste, und ob er nicht nur zu einem selbst, sondern in die Familie und in ihr Umfeld passt - auch bei der Auswahl der Frau, der man sich antrauen lässt, nicht immer nur frauliche Schönheit im Vordergrund steht, und oft Männer wie Frauen nicht nur aus Liebe eine Verbindung eingehen, es vielmehr häufig um eine „gute Partie“ geht - Männer nur schwer lange treu sein können und gerne ihre Ehefrauen gegen jüngeres Blut tauschen - ohne uneigennütziges Handeln niemand zu Reichtum gelangt - anderseits Wohlhabenheit schnell wieder in Armut umschlagen kann - viele Berufsziele eine Traumvorstellung bleiben - es nicht nur politische Mitläufer gibt, sondern auch unbeirrbare, ja sogar unbelehrbare Anhänger der einen oder anderen Richtung? Alles banale Lebensfragen, die Korschunow glaubhaft und literarisch meisterlich verarbeitet hat. Sie schildert treffend, wie man in dieser Welt mit jeder Einstellung „einigermaßen“ glücklich werden kann, freilich nicht ganz ohne ein Opfer dafür erbringen zu müssen. Gleichwohl legt der Leser das Buch nicht unbeglückt aus der Hand. Der Roman ist weder defätistisch noch pessimistisch. Eher macht er Mut. Vor allem denen, die in den Romanfiguren sich selbst erkennen. Um sich mit Romanfiguren zu identifizieren liest man doch? Ein ungewöhnliches Leseerlebnis, das man sich nicht entgehen lassen darf.

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