Irina Schefer Wie Wölfe mit Vertrauen führen ...

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(0)
(0)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Wie Wölfe mit Vertrauen führen ...“ von Irina Schefer

Jahrhundertelang wurden Wölfe zu Unrecht als Bestien verfolgt und fast ausgerottet. Umso absurder, dass sich so mancher Chef einen martialischen Alphawolf zum Vorbild nimmt, um damit sein autoritäres Gebaren zu rechtfertigen. Dabei stellen aktuelle Forschungsergebnisse diese alten Denkmuster auf den Kopf: Wölfe verfügen über ein hohes Maß an sozialer Intelligenz. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Tierparks zeigt die Autorin, wie man von der intelligenten Führungsstrategie der Wölfen lernen kann. Der Schlüssel für erfolgreiche "Rudel" heißt sowohl bei Menschen als auch bei Tieren: Vertrauen. Für den Leitwolf ist es schlicht eine Überlebensfrage, seiner Gruppe ein zuverlässiger Anführer zu sein und sie als gut funktionierendes Team zusammenzuhalten.

Stöbern in Sachbuch

Das große k. u. k. Mehlspeisenbuch

Das Zauner ist eine Institution in Bad Ischl, hier gibt es die Rezepte der Leckereien, die man dort findet.

Sikal

Wut ist ein Geschenk

Tolles Buch

Pat82

Gehen, um zu bleiben

Eines dieser Bücher, die etwas bedeuten; so viel, dass man bereits während des Lesens weiß, dass sie alles verändern. Dich selbst.Das Leben.

IvyBooknerd

Kleine Hände – großer Profit

Hinter vielen Grabsteinen verbergen sich traurige Geschichten - nein, ich meine nicht die der Begrabenen, sondern der Kinderarbeiter.

Ann-KathrinSpeckmann

Heimatlos ist nicht gleich hoffnungslos: Sehnsucht einer jungen Frau 1944/2014

Lesestoff für die junge Generation.

annegretwinterberg

Homo Deus

Hararis Buch polarisiert, regt zum Nachdenken an und lässt kaum jemanden kalt.

Bellis-Perennis

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Von Wölfen lernen?

    Wie Wölfe mit Vertrauen führen ...
    R_Manthey

    R_Manthey

    09. July 2015 um 14:53

    Der Grundgedanke dieses Buches lässt sich einfach zusammenfassen: Ein Rudel frei lebender Wölfe muss um des eigenen Überlebens willen funktionieren. Sein Zusammenhalt und sein Erfolg beruhen nach Ansicht der Autorin auf gegenseitigem Vertrauen, einer klaren Hierarchie und einer vernünftigen Arbeitsteilung, die die Stärken der einzelnen Wölfe betont. Das sollen menschliche Führungskräfte von ihnen lernen. Ob nun allerdings Wölfe sich unbedingt zum Vorbild menschlicher Strukturen eignen, ist dennoch eher fraglich. Um ihr Image scheint es bei den Menschen auch heute noch schlecht bestellt zu sein, obwohl es dafür keinen Grund gibt, es sei denn man beschuldigt den Wolf, ein Raubtier zu sein. Doch dafür kann er schließlich nichts. Darüber hinaus hat sich der Mensch ein Weltbild zurechtgelegt, in dem er das Zentralgestirn darstellt, um das sich alles zu drehen hat. Er wird deshalb wohl kaum aus dem Sozialverhalten von Tieren lernen wollen, die er als untergeordnet betrachtet. Schließlich gibt es auch einen gravierenden Unterschied zwischen Wölfen und Menschen, den man nicht einfach abstellen kann: Wölfe können nicht abstrakt denken, sie befassen sich nicht mit Problemen aus der Vergangenheit oder zukünftigen Sorgen. Sie tun, was zu tun ist, um zu überleben. Moderne Menschen in Industriegesellschaften leben unter völlig anderen Voraussetzungen. Das zu ignorieren und dann wölfisches Verhalten als Vorbild hinzustellen, mag zwar ganz romantisch und vordergründig einleuchtend klingen, doch letztlich kann man menschliches Verhalten, wenn überhaupt, nur unter realistischen Annahmen ändern. Und um solche Verhaltensänderungen in der Entwicklung von Gruppen zu Teams geht es der Autorin schließlich. Nimmt man dies als das eigentliche Thema und Anliegen des Buches, dann findet man eine durchaus vernünftige und auch inspirierende Lektüre vor, die darüber hinaus auch noch allerlei aus dem Leben von Wolfsrudeln erzählt. Wer sich nur für das Verhalten von Wölfen interessiert, ist bei der zitierten Spezialliteratur sicher viel besser aufgehoben. Die Autorin gliedert ihr Buch in eine Einleitung und drei Teile. Zunächst versucht sie den Leser davon zu überzeugen, dass man nicht nur von den Techniken der Natur, sondern auch vom Verhalten der verschiedensten Lebewesen lernen kann. Allerdings übersieht sie dabei, dass es zwischen der Selbstorganisation in Ameisenstaaten und dem Verhalten eines Wolfsrudels bereits gravierende Unterschiede gibt. Ameisen haben eine Wegoptimierungstechnik entwickelt, die man in mathematische Strukturen pressen kann. Wölfe hingegen organisieren sich bewusst und passen sich situativen Gegebenheiten an. Dann kommt ein erster Teil, in dem das "Familienunternehmen Wolf" vorgestellt wird. Bereits hier zieht die Autorin zahlreiche Parallelen zwischen der Funktionsweise eines frei lebenden Wolfsrudels und idealen menschlichen Teams. Ein freies Wolfsrudel erweist sich jedoch als funktionierende Großfamilie, was man wohl von menschlichen Teams nur selten behaupten kann. Bereits in diesem Teil kommt die Autorin auf das Belbin-Team-Modell zu sprechen und erklärt, dass ein gutes Team stets mehr ist als die Summe seiner Mitglieder. Im zweiten Teil geht es um das Arbeiten in menschlichen Teams. Teams brauchen klare Ziele, eine gute Vorbereitung für ihr Wirken, eine vernünftige Kommunikation, gute Laune und Erfolge, die man gemeinsam erleben und feiern kann. Getreu ihrem Konzept erklärt Frau Schefer stets, wie dies in einem Wolfsrudel funktioniert und zieht dann entsprechende Schlüsse für menschliche Teams. Im letzten Teil diskutiert die Autorin dann die Führungstätigkeit in Teams. Leider merkt man hier besonders deutlich, dass sie die vermeintliche Vorbildrolle der Wölfe leidlich überstrapaziert. In freien Wolfsrudeln existiert meist ein Leitpaar, das sich je nach Situation in der Führung abwechselt. Daraus zieht die Autorin den fragwürdigen Schluss, dass wir Führungsduos in der Wirtschaft brauchen. Doch ein Wolfsrudel ist eine Familie. Auch in menschlichen Großfamilien gibt es, wenn sie wirklich zusammen leben und arbeiten, ein Führungspaar. Gruppen in der Wirtschaft werden aber in der Regel nicht von Familien gebildet. Insofern sind die von der Autorin konstruierten Analogien etwas an den Haaren herbeigezogen. Nach der ausführlichen Darstellung von angeblichen Vorteilen gemischter Führungsduos, geht die Autorin dann zum Kern guter Führung über - zur Schaffung einer Atmosphäre gegenseitigen Respekts und Vertrauens. Bei den Wölfen muss man sich das genauso erarbeiten wie bei den Menschen. Danach erklärt die Autorin kurz und kompakt, wie gute Führung in menschlichen Gruppen auszusehen hat. Sie beschreibt den Prozess des Delegierens und des Setzen von Prioritäten, den Prozess der Entscheidungsfindung und die Umsetzung von gemeinsamen Entscheidungen, das konstruktive Lösen von Konflikten, die Vermeidung fauler Kompromisse, das vernünftige Kommunizieren im Team und die sinnvolle Nachfolgeregelung. Ganz am Ende dieses dritten Teils ist Schluss mit der leicht romantisierenden Darstellung des wölfischen Rudellebens. Auf weniger als vier Seiten beschreibt die Autorin dann nämlich, was passiert, wenn die Harmonie im Rudel verloren geht. Die drastischen Folgen ist sie dann nicht mehr bereit auf menschliche Gruppen zu übertragen. Damit das Buch nicht undidaktisch endet, folgen dann noch schnell einige Seiten unter der Überschrift "Von der Natur lernen - die Wiederentdeckung der Werte". Werte sind jedoch eine rein menschliche Erfindung. Die Natur kennt so etwas nicht. Wenn man diese Übertreibungen einmal ignoriert, bleibt ein gut lesbares Buch über die Bildung von gut funktionierenden Teams übrig, das natürlich vieles idealisiert. Beispielsweise kann man sich in der wirtschaftlichen Realität die Zusammensetzung von Teams nicht aussuchen oder sie gar nach fachlicher Qualifikation und der Belbin-Theorie zusammenstellen. Aber schließlich wird man sich einem Ideal nur nähern, wenn man es kennt. Und dieses Ideal wird im Buch gut beschrieben.

    Mehr
  • Rezension zu "Wie Wölfe mit Vertrauen führen ..." von Irina Schefer

    Wie Wölfe mit Vertrauen führen ...
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    18. May 2011 um 10:15

    Unter den immer zahlreicher werdenden Büchern mit Ratschlägen und Führungsstrategien für leitende Mitarbeiter und CEOs sticht dieses hier vorliegende Buch der Beraterin und Management Coach Irina Schefer deutlich heraus. Denn es bewegt sich auf dem Feld der neuen Wissenschaft der Bionik. Die Bionik (auch: Biomimikry, Biomimetik, Biomimese) beschäftigt sich mit der Entschlüsselung von „Erfindungen der belebten Natur“ und ihrer innovativen Umsetzung in der Technik. Die Bionik ist ein interdisziplinärer Bereich, in dem Naturwissenschaftler und Ingenieure sowie bei Bedarf auch Vertreter anderer Disziplinen wie etwa Architekten, Philosophen und Designer zusammenarbeiten. Im vorliegenden Buch geht es darum, das Führungsverhalten der Leitwölfe eines Wolfsrudels zu übertragen auf Arbeitsteams von Menschen. Es beschreibt, „wie Wölfe mit Vertrauen führen und was menschliche Chefs davon lernen können“. Ich meine: Chefs und mit Personalverantwortung betraute Frauen und Männer, die nicht schon vor der Lektüre dieses durchaus beachtenswerten Buches eine klare und persönlich authentische Linie und einen überzeugenden Stil in ihrem Führungsverhalten entwickelt und ausgebildet haben, werden ihn mit der Adaption des Verhaltens der Leitwölfe auch nicht finden. Aber zur Ergänzung, zur Überprüfung und zur Überarbeitung des eigenen Führungsstil ist dieses Buch eine anregende und materialreiche Lektüre

    Mehr