Iris Bahr Schlampen im Schlafsack

(16)

Lovelybooks Bewertung

  • 15 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 9 Rezensionen
(2)
(7)
(6)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Schlampen im Schlafsack“ von Iris Bahr

Kaum ist Iris Bahr von ihrer Entjungferungsreise durch Asien zurückgekehrt, wartet auch schon die nächste Herausforderung auf die Zwanzigjährige: das Studium an einer Eliteuniversität. Doch alle Träume von heißen Affären mit gebildeten Jünglingen à la Club der toten Dichter sind schnell ausgeträumt. Egal, ob Verbindungsstudent, Hippiezirkel oder Unitherapeut, keine Spur von akademischer Nestwärme. Und so bleibt nur ein Ausweg: Rucksack packen, treue Schulfreundin anheuern und gemeinsam aufbrechen zu einer Reise durch Südamerika – auf der Suche nach Mr Right.

Nette Unterhaltung für "Zwischendurch"!

— LiMa1405
LiMa1405
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Teil 2 von "Moomlatz oder wie ich versuchte in Asien meine Unschuld zu verlieren"

    Schlampen im Schlafsack
    LiMa1405

    LiMa1405

    22. November 2016 um 16:59

    Nachdem ich Iris Bahrs Erstlingsbuch "Moomlatz oder wie ich versuchte in Asien meine Unschuld zu verlieren" gelesen hatte, war ich jetzt natürlich neugierig auf den zweiten Teil "Schlampen im Schlafsack". Dankenswerter Weise durfte ich dieses Buch nun vorab bereits lesen. Bevor ich nun etwas näher auf meine Meinung zum Buch eingehen möchte, will ich zunächst einen kurzen Eindruck über den Inhalt des Buches geben. Ein kurzer Einblick in die Story...Als Iris Bahr ihren Dienst bei der israelischen Armee beendet hat, beschließt sie auf Entjungferungsreise durch Asien zu gehen - was in "Moomlatz oder wie ich versuchte in Asien meine Unschuld zu verlieren" ausführlichst beschrieben wird. Im zweiten Teil "Schlampen im Schlafsack" kehrt Iris Bahr dem Gelobten Land erneut den Rücken und stürzt sich in das nächste Abenteuer. Im Klappentext des Buches wird das folgendermaßen zusammengefasst: "Kaum ist Iris Bahr von ihrer Entjungferungsreise durch Asien ins Gelobte Land zurückgekehrt, wartet auch schon das nächste Abenteuer auf die neurosengeplagte Zwanzigjährige: das Studium an einer Eliteuniversität in Neuengland. Doch alle Träume von heißen Affären mit gebildeten Jünglingen à la Club der toten Dichter sind schnell ausgeträumt. Egal, ob Alpha Phi Alpha, Hippiezirkel oder Unitherapeut, keine Spur von akademischer Nestwärme, ganz zu schweigen von hemmungslosem Sex. Und so bleibt nur ein Ausweg: Rucksack packen, treue Schulfreundin Talia anheuern und gemeinsam aufbrechen zur dreimonatigen MOOMLATZ Tour durch Peru, Ecuador und Kolumbien – auf der Suche nach Mr. Right in Südamerika." Meine Meinung zu diesen Buch...Von Iris Bahrs Erstlingswerk war ich ihren Schreibstil ja bereits gewohnt: sehr leicht zu lesen, aber eben auch sehr offen und direkt! Das mag vielleicht nicht jedem Leser liegen... Aber so als "leichte Kost" für Zwischendurch ist es durchaus in Ordnung. Ehrlicherweise muss ich jedoch gestehen, dass mich der Klappentext zu diesem Buch (und auch eine Leseprobe, die ich mir anschauen konnte) ein wenig an "Feuchtgebiete" erinnert hat - und dieses Buch war nicht unbedingt nach meinem Geschmack... Geschichten, die auf Teufel komm raus schockieren müssen liegen mir irgendwie nicht so...Bei Iris Bahrs Büchern war ich daher anfangs auch echt skeptisch ob mich diese Autorin wohl überzeugen könnte oder eher nicht. Aber ich muss sagen, dass ich echt positiv überrascht wurde - im zweiten Teil noch eher als im ersten. Es geht hier nicht nur um Sex und Entjungerungen usw. sondern beide Bücher haben durchaus auch inhaltlich etwas mehr zu bieten. Mit viel Sprachwitz und ohne dirket vulgär zu erzählen schafft es Iris Bahr ein für dieses eher ungewöhnlich Genre ein echt tolles Buch zu schreiben.Achja, ich denke, dass es durchaus auch verständlich zu lesen ist, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat, da alle wichtigen Infos auch in die zweite Story gut eingeflochten wurden.

    Mehr
  • Periodentrauma Nr. 46

    Schlampen im Schlafsack
    walli007

    walli007

    Wie bereits in dem Vorgänger "Moomlatz oder wie ich versuchte in Asien meine Unschuld zu verlieren" beschreibt die Autorin ihre Reiseabenteuer auf witzig bissige Art.  Diesmal führt sie ihr Weg zunächst nach Nordamerika an eine Elite-Uni zum Studium. Dort fühlt sich Iris im ersten Jahr nicht wirklich wohl. So wie sie in Israel die Amerikanerin ist, ist sie in USA die Isrealin. Sie versucht bei den verschiedenen Gruppierungen an der Uni Anschluss zu finden, da sie wegen des abgeleisteten Militärdienstes jedoch älter ist als die anderen Erstsemester, fällt ihr das nicht leicht. Nirgends passt sie richtig dazu. Den Schwarzen ist sie zu weiß, den Reichen zu arm, den Hippies zu spießig.  Frustriert nutzt sie die Semesterferien, um eine dreimonatige Reise durch Südamerika anzutreten. Gemeinsam mit ihrer Schulfreundin Talia, die auch nicht richtig zu ihr passt, erobert sie den südlichen Kontinent. Es geht über Stock und Stein, so manches Abenteuer will erlebt werden, so manche Sehenswürdigkeit will bestaunt werden. Und auch der Sex soll nicht zu kurz kommen, doch bleibt hier die Realität hinter den Erwartungen zurück. Eingestreut sind die Anekdoten über das chaotische Elternhaus, von dem Iris gezeichnet ist.  Die Schilderungen der Autorin lassen ein lebendiges Bild ihrer Abenteuer während des Studiums und der Reise durch Südamerika vor den Augen des Lesers entstehen. Sehr gut lässt sich nachempfinden wie schwierig es ist, Anschluss zu finden und sich überall fremd vorzukommen. Auch die prägenden Erlebnisse im Elternhaus, der Rosenkrieg, den die Eltern gerade während ihrer Kindheit austragen, sind anschaulich dargestellt. Da ist die Entwicklung zur beziehungsgestörten Chaotin, die um ihre Fähigkeit zu lieben ringt, die eigentlich nur normal sein möchte und doch immer auf Hochtouren läuft, fast schon zwangsläufig. Da hofft man gemeinsam mit der Autorin auf die große alles heilende Liebe.  Man ist geneigt, sich zu fragen, welche Abenteuer das nächste Semester bringen wird.

    Mehr
    • 2
    joleta

    joleta

    01. March 2014 um 07:45
  • Schlampen im Schlafsack

    Schlampen im Schlafsack
    Naddlpaddl

    Naddlpaddl

    01. August 2013 um 16:00

     In dem Buch "Schlampen im Schlafsack" von Iris Bahr geht es um eine junge Israelin namens Iris, die an einer Elite Uni studieren will. Iris stellt sich die Uni in den USA spannend und voller gut aussehender Männer vor doch schon im ersten Semester ist sie sehr enttäuscht und der Mann fürs Leben liegt auch noch in weiter ferne, bis auf ein Sex-Abenteuer mit einem Schwarzen hat sie nichts vorzuweisen. Sie beschließt mit ihrer Freundin Talia mal wieder eine Reise zu unternehmen, diesmal verschlägt es die beiden nach Südamerika. Der Weg fängt in Peru an von da aus geht es dann nach Ecuador und zum Schluss nach Kolumbien. Den beiden Freundinnen passieren viele lustige und spannende Sachen und am Ende trifft Iris sogar ihren vermeindlichen Traummann.   Mir hat das Buch sehr gut gefallen, einfach und witzig geschrieben. Ich fand auch nicht das man den Vorgänger unbedingt gelesen haben musste man hat auch so alles prima verstanden. Die Autorin überzeugt mit viel Witz und peinlichen Situation in die Iris immer wieder gerät auf der Suche nach ihrem Mann fürs Leben oder einem weiteren spannenden Sex-Abenteuer. Schon allein das Cover hat überzeugt und wer Bücher aus solche Genres gerne ließt sollte hier zugreifen. Dieses Buch versüßt einem den Tag und man lacht oft und gerne.

    Mehr
  • Rezension zu "Schlampen im Schlafsack" von Iris Bahr

    Schlampen im Schlafsack
    SmilingKatinka

    SmilingKatinka

    08. December 2010 um 12:56

    chlampen im Schlafsack von Iris Bahr ist ein Abschnitt der Autobiografie und ein wahrer Angriff auf die Lachmuskeln. Schon das knallgelbe Cover mit den sexuell vergnügten Chilischoten hat meine Aufmerksamkeit geweckt und ich bin froh, dieses Buch rezensieren zu dürfen. Nach Wehrdienst und Entjungferungsreise durch Asien wird es Iris zuhause zu eng. Sie flüchtet in die USA, um an einer Eliteuniversität zu studieren. Dabei steht das Studium nicht im Vordergrund, sondern eher die Verlockung auf heißen Sex und wilde Parties. Doch Iris ist älter als ihre Kommilitonen. Sie scheint nirgends wirklich dazuzugehören. Also beschließt sie sich, 3 Monate lang mit ihrer besten Freundin Talia durch Südamerika zu reisen. Diese Reise wird zum Selbstfindungstrip. Wie stabil sind Freundschaften? Was ist die große Liebe? Ist er es? Wie geht man mit Todesangst um und besonders: wie geht man gleich zweimal in nur 3 Monaten damit um? Iris Bahr schreibt sehr offen, direkt und schamlos, ohne dabei zu vulgär zu werden. Sie versteht es, über sich selbst lachen zu können und ist mir sehr sympathisch. Es gab einige Momente in denen ich dachte, das hätte mir genauso passieren können oder ja, genau so hab ich auch schon empfunden. In anderen Situationen, wie der Beschreibung ihrer Freundin, die Erklärung, was Turbulation ist oder auch die Erlebnisse in und nach der Bar "Mama Afrika" haben mich so amüsiert, dass ich sofort meine Freundin anrufen musste, um es ihr vorzulesen. Sie wird das Buch bald geschenkt bekommen, denn meins geb ich nicht wieder her

    Mehr
  • Rezension zu "Schlampen im Schlafsack" von Iris Bahr

    Schlampen im Schlafsack
    Julz

    Julz

    07. October 2010 um 15:49

    Die Autorin Iris Bahr erzählt in ihrem Roman ,Schlampen im Schlafsack' feuchte Geschichten, die möglicherweise nicht jeder lesen möchte. Meiner Meinung nach sind sie trotzdem amüsant und interessant. Nicht jeder macht solche Erfahrungen, wie die Protagonistin im Roman. Die Autorin kann den Leser begeistern, obwohl die Geschichten manchmal allzu peinlich sind :-) Die Sprache des Romans ist an den Inhalt wirklich sehr angepasst; sie ist humorvoll und unterhaltsam. Dieser Roman ist wirklich sehr als Urlaubslektüre geeignet, aber nicht für ernsthafte Überlegungen. Wer sich Ernst wünscht, sollte sich ein anderes Buch finden. Ich habe von diesem Buch Spaß erwartet und habe ihn bekommen!

    Mehr
  • Rezension zu "Schlampen im Schlafsack" von Iris Bahr

    Schlampen im Schlafsack
    Stahlfixx

    Stahlfixx

    06. August 2010 um 15:32

    Über das Buch: Iris geht, nach ihrem zweijährigen Wehrdienst in Israel, zum Studium an eine Elite-Universität in Neuengland. Allerdings ist es dort anders als sie es sich vorgestellt hat, die Studenten sind alle jünger als sie (die mussten auch keinen Wehrdienst ableisten), Freunde findet sie kaum, da sie zu den sich bildenden Grüppchen (reich, Hippie, farbig, etc.) nicht passt und auch beziehungstechnisch läuft es gar nicht so gut wie sie sich das vorher bildreich ausgemalt hat. Nach dem ersten Semester beschließt sie mit ihrer ehemaligen Schulfreundin Talia eine Rucksacktour durch Südamerika zu machen um dort das zu finden, was ihr Neuengland bisher verwehrt hat - Spaß, Abenteuer, willige Sexpartner und eventuell auch Mr. Right. Meine Meinung: "Schlampen im Schlafsack" ist der Nachfolgeroman von Moomlatz - oder wie ich in Asien versuchte meine Unschuld zu verlieren. Dieses Buch habe ich nicht gelesen, ich denke auch nicht, dass es ein unbedingtes "muss" ist um den Nachfolgeroman zu verstehen. Beide Bücher beruhen (angeblich) auf Tatsachen und sollen autobiographisch sein. Der Titel und auch die Gestaltung des Covers weisen schon den richtigen Weg, wer kein offenes Wort in Bezug auf Sexualität verträgt, sollte die Finger von dem Buch lassen. Allerdings handelt es sich hier auch nicht um ein (meiner Meinung nach) absolut widerwärtiges Buch ala "Feuchtgebiete", das Dinge beschreibt von denen der Leser vorher noch nicht einmal wußte, dass er sie nicht wissen will. Im großen und ganzen ist die Ausdrucksweise zwar etwas umgangssprachlich direkt und offen aber nicht so vulgär, dass man (als aufgeklärter und wenig verklemmter Leser) das Buch angeekelt weglegen muss. Der Stil, in dem das Buch geschrieben ist erinnert etwas an einen Schlag Mensch, den der eine oder andere sicherlich auch aus seinem Freundes- oder Bekanntenkreis kennt - die die ununterbrochen quasseln, vom Hundertsten ins Tausendste abschweifen, abstruse Gedankengänge haben und irrwitzige Verbindungen zwischen Banalitäten knüpfen, die man nicht wirklich als sinnvoll nachvollziehen kann, meist paart sich das ganze noch mit einem Hang dazu (wie auch hier) jegliche Peinlichkeit zu erwähnen. Das ist zumindest meist ganz lustig. Das Buch war einfach zu lesen, trotz teilweise ziemlich verschachtelter Nebensatzkonstruktionen und war leichte Unterhaltung. Für das vordergründige Thema halte ich im Buch allerdings weder die Reise noch Sex sondern die Entwicklung von einer neurosengeplagten und beziehungsgestörten Frau, auf dem Weg zur (ansatzweisen) Selbsterkenntnis, dem Erkennen von Werten, Aufarbeitung von Traumen und zu ihrem (beginnenden) Erwachsenwerden. Meiner Meinung nach war trotzdem von vielem zu wenig da - für eine Reisebeschreibung, bzw. ein Buch, dass sich primär um eine Tour durch Südamerika dreht, wurde die Reise zu wenig und zu oberflächlich beschrieben. Für eine Entwicklungsgeschichte gab es (viel) zu wenig Tiefe. Für ein, wie angekündigt "schamloses Buch" war es (prinzipiell) nicht schamlos genug und besonders viele Partnerwechsel gab es auch nicht, also es ging nicht nur um "das eine", sondern eher um die Aufarbeitung von diversen Kindheitstraumen. Für ein Buch das "vor Witz sprühen sollte", war es zwar stellenweise durchaus lustig, hatte aber auch einige Längen. Für das Verständnis manchen Witzes ist es auch sinnvoll, wenn der Leser eine gewisse Kenntnis von jüdischer (insb. orthodoxer) Kultur hat. Insgesamt war es mir mit 270 Seiten auch irgendwie insgesamt zu wenig. Da wäre noch einiges an Spielraum gewesen für Reiseeindrücke, für etwas detailiierte Charakterisierung der Mitreisenden oder etwas mehr aus Iris Vergangenheit, nicht nur einzelne Anekdoten aus der Familiengeschichte, um dieses oder jenes Trauma zu erklären. Mein Fazit: Stellenweise ganz lustig, ein wenig schamlos und nette Unterhaltung.

    Mehr
  • Rezension zu "Schlampen im Schlafsack" von Iris Bahr

    Schlampen im Schlafsack
    dubh

    dubh

    05. August 2010 um 22:23

    Iris Bahr, US-amerikanisch - israelische Comedian, hat mit "Schlampen im Schlafsack" ihr zweites Buch nach "Moomlatz" geschrieben. Bahr hat schon einige kleine Rollen in Comedy-Serien wie "King of Queens" gespielt und sogar ein eigenes Bühnenprogramm - und noch etwas: sie hat Humor. Zugegebenermaßen ist dieser manchmal etwas gewöhnungsbedürftig - rotzfrech und ziemlich direkt - aber genau das finde ich sehr amüsant. Iris hat nach ihrer Asientour ("Moomlatz"), auf der sie in erster Linie ihre Unschuld verlieren wollte, nun vermeintlich etwas ruhigere Gefilde angesteuert: sie zieht von Israel zum Studieren in die USA, genauer gesagt an die Brown University in Providence, Rhode Island, eine renommierte Universität der Ivy League. Aber Iris wäre wohl nicht Iris, wenn sie nicht trotzdem auf Abenteuer aus wäre... So hat sie also die ein oder andere Wunschvorstellung in Richtung "Club der toten Dichter" - und wenn sich dann noch der ein oder andere Mann auftreiben ließe, der gebildet und gut im (oder sollte ich sagen: ihrem) Bett wäre, dann könnte alles perfekt sein. Doch ihre Erfahrungen erfüllen dieses Wunschdenken nicht hundertprozentig - Iris hat zwar Sex, aber irgendwie ist doch nicht das richtige dabei. Zudem fühlt sie sich nicht sonderlich dazugehörig (was auch an ihren teilweise haarsträubend-lustigen Kategorisierungen ihrer Mitstudenten liegen könnte). Nach genauesten Selbststudien, dem Verschleiß eines Uni-Psychologen und diversen Analysen ihrer Kindheitstraumata schmiedet sie für die Semesterferien schnell abenteuerliche Pläne: einige Monate Südamerika mit einer guten Freundin aus Israel, Talia, sollen den Spaßfaktor wieder zurückholen. Gesagt, getan: Talia ist telefonisch schnell von der Idee zu überzeugen und Iris' Vater rückt die nötige Kohle heraus; Iris' Erspartes von ihrer Bat Mitzwa. Südamerika ist, das nur zur kurzen Erklärung, nach Asien das meistgewählte Reiseziel junger Israelis nach dem Militärdienst. Unter anderem auch deshalb verspricht sich Iris einiges an jungen Männern und Abenteuern... Letzteres hat sie - vor allem in Form von Käsemauken-Gestank in Zügen, Toiletten-Bedürfnissen unter besonderen Bedingungen in Überlandbussen, Unterkünften in bedrohlichen Stadtzonen und allerlei wirklich lustigen bis strangen Begegnungen. Iris Bahr erzählt in einzelnen Reiseabschnitten wirklich die dollsten Dinger, über die man teilweise heftigst lachen muss! Aber eines ist auch klar: dieser Humor ist sicherlich nicht für jede/n Leser/in geeignet, denn der Humor ist doch deftiger Art und die Stories teilweise ziemlich zotig. Da werden diverse Menstruationsutensilien auf skurrilste Weise entsorgt, freizügigst über verschiedene Sexpraktiken nachgedacht und mehr als eine Handvoll Männer taxiert und auf's genaueste kategorisiert... Aber auch körperliche Bedürfnisse werden nicht ausgespart, ebenso wie die ein oder andere leichtsinnige Rucksack-Touristen-Aktion. Ja, der Grat zwischen 'too much' (vor allem was Exkremente und Sex angeht) und derbem Humor ist bei Iris Bahr ziemlich schmal, aber ich finde nicht, dass sie ihn nicht gemeistert hat. Im Gegenteil - Bahr hat es über gut 270 Seiten immer wieder geschafft, dass ich von heftigen Lachern geschüttelt wurde. Vielleicht könnte man sie von den Zoten her manchmal irgendwo bei Mario Barth einsortieren - mit dem feinen Unterschied, dass ich Iris Bahr für intelligent halte. Ob sie diese Reise genauso erlebt hat, ja, genauso 'gesucht' hat, kann ich nach der Lektüre nicht beurteilen - es ist mir aber auch ehrlich gesagt egal, weil es ihre Privatsache ist. Mich hat sie mit ihrer rotzfrechen, abgebrühten Art einfach wirklich gut unterhalten! Fazit: Nicht für jeden Lachmuskel geeignet, weil es doch schon ein 'spezieller' Humor ist, aber wenn einen die ein oder andere sehr intime Schamlosigkeit - gepaart mit derbem Witz - nicht abschreckt, dann kann man sich prächtig amüsieren! Gespannt bin ich ja, ob Iris Bahr für die Zukunft noch mehr Reisen auf Lager hat...

    Mehr
  • Rezension zu "Schlampen im Schlafsack" von Iris Bahr

    Schlampen im Schlafsack
    Luc

    Luc

    30. July 2010 um 20:41

    Inhalt: Die junge Israelin Iris geht nach dem Wehrdienst auf eine Eliteuniversität in Amerika. Sie findet sich nicht zurecht, ihre Zimmergenossen sind zu jung oder zu lesbisch, der Unterricht läuft an ihr vorbei. Sie schlägt sich in den Gruppen und Grüppchen durch, nacheinander mit den Afroamerikanern, den reichen Euros und den sportiven Einheimischen mit Bürstenhaarschnitt. Immerhin ein Schwarzer Mann beglückt sie, ein Mann mit wulstigen Lippen und riesigem... lassen wir das. In Iris reifen Fluchtgedanken. Zusammen mit ihrer Freundin Talia reist sie nach Südamerika. Sie will Spass, darunter versteht sie vornehmlich Sexabenteuer, wobei sie vielleicht auch den Mann fürs Leben sucht, vielleicht.Sie trifft den Israeli Tamir, der allerdings in eine bildhübsche Frau aus Australien verliebt zu sein scheint, die nebenbei Iris Nachenmuskulatur massiert. Danach jagt Iris durch ein Haufen Reiseabenteuer, immer auf der Suche nach dem Glück. Meinung: Die ersten Hundert Seiten habe ich mich nicht sonderlich gut unterhalten gefühlt. Es gibt da zwar die ein oder andere witzige Stelle, aber die Studentengeschichten fand ich völlig ausgelutscht und zu brav erzählt. Auch störten mich die vielen Abschweifungen in die Vergangenheit. Danach wird das Buch deutlich besser. Iris Bahr verfügt über einen enormen Wortwitz, viele Vergleiche sind zum Weglachen, die Figurenzeichnungen hart am Menschen. Geil, bekifft und dröge, wie er im allgemeinen unter Rucksacktouristen anzutreffen ist. Verwirrend fand ich die Einstellung von Iris zum Thema Liebe. Mehrfach fädelt die Autorin ein, dass Iris eigentlich Liebe sucht. Im Buch finde ich das nicht wirklich wieder. Es gibt keine spürbare Entwicklung in dem Roman. Auch nicht durch den literaisch vielleicht interessantesten Schlussteil (10 Seiten). Leider hat das Buch auch einige Längen, das Witzfeuerwerk beschränkt sich auf die Hälfte des Buches. Wobei mir der Sprachstil schon imponiert hat. Die Frau zieht gekonnt vom Leder.

    Mehr
  • Rezension zu "Schlampen im Schlafsack" von Iris Bahr

    Schlampen im Schlafsack
    lafayette

    lafayette

    25. July 2010 um 23:02

    Im zweiten Buch von Iris Bahr beschreibt sie Ihre Erlebnisse an der Brown University in den USA und auf ihrer Reise durch Südamerika. Und immer noch ist sie auf der Suche nach Mr. Right, den sie endlich in Amerika zu finden hofft. Iris Bahr schreibt witzig und, wie meine Oma sagen würde, frei von der Leber weg. Beim Lesen hat der Leser das Gefühl, beim Kaffeeklatsch einer jungen Frau gegenüber zu sitzen, die ihm von ihren Erlebnissen erzählt. Man nimmt der Autorin die Fröhlichkeit und Lebendigkeit ab. Sie wirkt authentisch und spritzig. Ihre Witze sind keineswegs bemüht, es macht Spaß, das Buch zu lesen. Allerdings ist es eindeutig an eine junge Leserschaft gerichtet. Meine Tochter hat es schon für sich entdeckt und verbringt jetzt auffallend viel Zeit nicht ansprechbar auf ihrem Sofa. Die manchmal recht offene, ungeschönte Sprache macht den eigentlichen Charme dieses Buches aus, denn Handlung findet nur am Rande statt. Wer so etwas nicht mag, sollte die Finger davon lassen. Für alle anderen jungen Frauen ist es eine amüsante, unkomplizierte Urlaubslektüre.

    Mehr