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Verlag_Kremayr-Scheriau

vor 1 Jahr

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Worum geht's?

"Sie sitzt vor mir hinter einer Wand, ungreifbar. Ein Gegenwartsphantom, das wartet, die Zeit fließt langsam durch sie hindurch."

Eine Erinnerung, die verschwimmt, ein Mensch, der immer dünner wird – das ist, was Moni täglich mit ansehen muss. Sie pflegt ihre demenzkranke Mutter, so gut es geht, doch die nimmt ihr die Luft zum Atmen. In einem Wechselspiel aus Distanzierung und Annäherung versucht Moni die Vergangenheit zu rekonstruieren, um die Lücken ihrer eigenen Geschichte zu füllen und sich allmählich zu lösen.

In stillen Szenen und poetischen Bildern schafft Iris Blauensteiner Atmosphären, in denen die Figuren nahbar werden. Dazwischen liegen das Unausgesprochene und die Unsicherheit darüber, was Erinnerung und Identität sind. Ein einfühlsamer Roman über einen der schwierigsten Abschnitte im Leben einer Tochter.


Iris Blauensteiner
geboren 1986 in Wien. Filmemacherin und Autorin. Diplom der Bildenden Kunst und der Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien. Etliche Preise und Stipendien, u.a.: Start-Stipendium für Filmkunst des BKA 2014, Award für „Beste Österreichische Nachwuchsfilmerin“ bei VIS 2014 für den Kurzfilm „Schwitzen“, DramatikerInnenstipendium des BMUKK 2013 und Nominierung zum Retzhofer Dramapreis, Finalistin beim Literaturwettbewerb Wartholz 2012.

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Bewerbung zur Leserunde: 

Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme! 

> Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at
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Autor: Iris Blauensteiner
Buch: Kopfzecke

Buchraettin

vor 1 Jahr

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Ich interessiere mich für das Thema Alzheimer. Ausserdem lese ich gern Romane ( z.B. " Memory Wall"). Hier interessiert mich, wie dieses schwere Thema umgesetzt wird. Diese poetischen Szenen sprechen mich an.
Wie kann kann sie damit umgehen, denn es ist ja schon eine Art langsames Sterben diese Erkrankung, ein Verlust der Persönlichkeit, der Erinnerungen.
Ich schreibe hier Rezi, verlinke es wenn in der Romanchallenge hier.
Die Leseprobe gibt mir schon einen guten Eindruck, wie bildhaft und intensiv der Stil hier ist. Es ist ein wenig distanziert und doch so nah an ihr dran. Ich würde sehr gern mitlesen. ( Und eben bemerkt, es ist ein Debüt, ich nehme auch an der Challenge teil und würde es da verlinken:)

marpije

vor 1 Jahr

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Das Buch interessiert mich weil über Alzheimer auf poetische Weise lesen ist für mich auch ein Debüt, bin gespannt wie die Autorin hat die zwei Sachen zusammen verwebt..
Meine Rezensionen poste ich immer bei lovelybooks, Amazon und wasliestdu.

Ich werde gerne dabei bei diese Leserunde

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Maybeangle

vor 1 Jahr

Kapitel 4 - 5

Angelika123 schreibt:
Dieses düstere war ganz sicher gewollt, schließlich geht es ja auch um ein düsteres Thema. Klar, fehlt da der Spaß, weil das Leben mit einer Demenzkranken und der Abschied von ihr - der sich schließlich mit jedem einzelnen Tag nähert - einfach keiner ist! Und, so wie ich das verstehe, befindet sich Monis Mutter ja auch bereits im Endstadium der Demenz, oder zumindest eben schon in einem sehr weit fortgeschrittenen. Das kann man ja schon fast nicht mal mehr "Leben" nennen, das ist mehr ein Dahinsiechen und ein Warten auf den Tod. Also "Spaß" und "Schönes" sind da echt Wörter, die in einer solchen Situation (leider) einfach keinen Platz mehr haben.

Natürlich war diese Düsternis gewollt und ganz klar, damit zeigt die Autorin auch ihr können, denn ich denke, dass eine solche Stimmung zu erzeugen um einiges Schwieriger sein wird, als schöne Momente zu schildern. Aber auch mein Großvater war die letzten Monate sehr dement (eben Altersdemenz, er hat seinen eigenen Sohn (meinen Vater) für jemand anderen gehalten..) und er hat zwar nachher nur noch im Bett liegen können und starr auf die Flimmerkiste gestarrt, aber wenn man ihn besucht hat, hatte er auch seine guten Momente, hat viel erzählt (von Dingen, die in seiner Kindheit passiert sind) und es war nicht alles nur ... furchtbar. Er ist gestern von uns gegangen...

Frenx51

vor 1 Jahr

Kapitel 1 - 3
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Ich brauchte auch so meine Zeit um in das Buch zu starten, deshalb kann ich erst jetzt etwas dazu schreiben. Wie schon gesagt wurde, es ist auch für mich auf jeden Fall kein Buch für nebenbei.
Der Schreibstil gefällt mir wirklich gut, die Darstellung und Metaphern finde ich eher gut gewählt. Sie machen für mich das Buch erst so besonders und interessant. Wie scheinbare Nebensächlichkeiten beschrieben werden, so dass man sich mittendrin fühlt, das finde ich toll. Aber es bewegt mich auch unglaublich, teilweise wirke ich selbst betrübt, an anderen Stellen stehe ich im Zwiespalt zwischen Tochter und Mutter. Die Tochter, die sich für ihre Mutter aufopfert, die scheinbar kein wirkliches Privatleben hat und durch ihre Rolle hetzt und die gleichzeitig aber die Mutter irgendwie auch drängt, noch etwas über ihre Vergangenheit preiszugeben. Die Mutter war scheinbar auch früher schon eine harte Persönlichkeit, verbietet dem Kind, den Kontakt zum Vater, sperrt es in die Kammer ein. Aber die Gedanken der Tochter und die Rückblinde bewegen mich trotzdem sehr, vor allem weil die Worte so besonders sind.
Aber manchmal brauche ich viel Zeit zum Nachdenken bzw. muss Absätze nochmal lesen, da ich der Schnelligkeit nicht ganz folgen kann und manchmal erst herausfinden muss, dass die Tochter in Gedanken eigentlich schon wieder woanders ist.
Mir gefallen aber die kurzen Abschnitte, da sie Platz für Verschnaufpausen lassen und einem ermöglichen, dass Gelesene noch einmal zu reflektieren.

Frenx51

vor 1 Jahr

Kapitel 4 - 5
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Eori schreibt:
Die Protagonistin zwingt ihre Mutter geradezu, sich zu erinnern. Warum will sie dies unbedingt? Damit ihre Mutter und deren Erinnerungen nicht "Verloren" gehen?

Mir gefällt auch nicht so ganz wie Moni ihr Mutter geradezu zwingt sich zu erinnern. Ich kann verstehen, dass sie noch viel mehr erfahren möchte bevor die Mutter stirbt, aber Moni sollte sich schon auch in Gedanken rufen, dass ihre Mutter sich vielleicht einfach nicht mehr erinnern kann oder möchte.

Frenx51

vor 1 Jahr

Kapitel 4 - 5
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Maybeangle schreibt:
Aber irgendwie lässt mich das Gefühl nicht los, dass es in dem Buch eher um die Familiengeschichte, die schreckliche Kindheit von sowohl Mutter als auch Tochter geht und nicht primär um die Demenz..

Aber macht es das nicht auch interessant, denn für mich beschreibt es im gewissen Maß die Empfindungen einer Tochter, die ihre demente Mutter pflegen muss, mit all den Problemen. Es regt dadurch für mich noch mehr zum Nachdenken an, weil man einerseits die Ohnmacht der Tochter spürt, die die Erinnerung bewahren will und gleichzeitig überfordert mit der Situation ist. Andererseits wird für mich auch verdeutlicht, was für ein wichtiges Thema es ist, ohne dass ich harte Fakten haben muss, weiß ich wie schwierig es selbst für mich wär, in einer solchen Situation zu sein. Und irgendwie gehören Erinnerungen an die Vergangenheit auch zu Krankheiten und dem Tod dazu.

Frenx51

vor 1 Jahr

Kapitel 6 - 7
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Es war klar, dass die Mutter sterben wird und nach dem Aufenthalt im Krankenhaus ging es ihr noch deutlich schlechter. Sie ist ja nur noch vor sich hinvegetiert, deshalb war ich froh, als endlich die erlösende Nachricht kam. Erlösend auch für Moni, die nun auch wieder mehr auf ihr Leben, ihre Bedürfnisse und Gefühle schauen kann. Und auch das Ende verbreitet Hoffnung.

Angelika123

vor 1 Jahr

Eure Rezensionen

Vielen lieben Dank nochmal für das Buch - hier ist meine Rezension:

http://www.lovelybooks.de/autor/Iris-Blauensteiner/Kopfzecke-1241841048-w/rezension/1318417219/

Auf Amazon findet sich meine Rezi - nach Freischaltung - unter dem Nickname "Tabjoan".

Liebe Grüße,
Angelika.

Frenx51

vor 1 Jahr

Eure Rezensionen

Auch von mir vielen Dank, dass ich dabei sein durfte und hier folgt nun auch endlich meine Rezension:

http://www.lovelybooks.de/autor/Iris-Blauensteiner/Kopfzecke-1241841048-w/rezension/1318615865/

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