Treffen sich zwei

von Iris Hanika 
3,5 Sterne bei80 Bewertungen
Treffen sich zwei
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Inhaltsangabe zu "Treffen sich zwei"

Geschenkausgabe im kleinen Format, bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen.
Irgendwann trifft es einen und die Liebe schlägt zu. Völlig unerwartet und überraschend. So wie bei Senta und Thomas, beide Single und jenseits der Vierzig. In einer Bar in Kreuzberg begegnen sich der IT-Spezialist und die feinsinnige Geisteswissenschaftlerin, und es ist Liebe auf den ersten Blick. Er ist hingerissen, und sie ist überwältigt. Sie verbringen eine verheißungsvolle erste Nacht miteinander. Schöner kann es eigentlich nicht sein. Doch kaum ist die Liebe da, kommen auch die Zweifel.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442742820
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:13.06.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.05.2009 bei Der Audio Verlag, DAV erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Bookster_HROs avatar
    Bookster_HROvor einem Jahr
    Iris Hanika | TREFFEN SICH ZWEI

    INHALT: Die zwei einsamen Mittvierziger Senta und Thomas laufen sich in einer Kreuzberger Kneipe zufällig über den Weg als das Schicksal aus seinem Versteck springt und mit dem Eisenhammer zuschlägt. Die beiden verlieben sich auf der Stelle ineinander und beginnen eine intensive Beziehung. Dabei könnten sie gar nicht unterschiedlicher sein: Er, ein pragmatisch und logisch denkender Software-Systemberater, fast ein bisschen treudoof; sie, eine sensible Kunstgalerieassistentin, sehr impulsiv, mit starkem Hang zum Weinerlichen. Das kann ja nicht gutgehen, und so durchläuft das frische Paar in kürzester Zeit alle Höhen und Tiefen, die eine Beziehung so zu bieten hat, quasi eine Liebe im Schnelldurchlauf.

    FORM/FAZIT: Iris Hanika (*1962) bedient sich in diesem schmalen Roman aller verfügbaren literarischen Tricks und Stilmittel. Der Text wandelt sich ständig, mal ist er Prosa, mal Drama, mal ist er Essay, mal Poesie, immer durchzogen von Textzeilen aus Rock- und Popsongs. Das zeugt einerseits von großer Könnerschaft, andererseits passt es nicht immer zum eigentlich Erzählten. Es ist ohne Zweifel sehr interessant, Hanika durch ihren Text zu folgen, allerdings verliert ihr Anliegen, ihre message durch solch viele Spielereien immens an Glaubwürdigkeit – es passt einfach nicht. Die beiden Protagonisten durchlaufen die Hölle, sie leiden seelische Qualen, übrig bleibt beim Leser jedoch nur eine Ansammlung von Slapsticknummern. Insofern ist der Titel gar nicht schlecht gewählt: Es ist alles ein großer Witz. Wie so oft wäre leider auch hier weniger mehr gewesen – drei Sterne.

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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    buechermaus88s avatar
    buechermaus88vor 5 Jahren
    Ein tolles Leseerlebnis

    Cover:

    Das Cover finde ich nicht sehr schön. Es hat nichts mit dem Inhalt zu tun, außer dass sich die beiden Fische auf dem Cover treffen. Aber Fische gibts in dem Buch auch nicht. Die Farbgestaltung finde ich dagegen ganz schön. Es ist neutral und der Titel steht im Vordergrund. Das, worum es geht. Das, was wichtig ist.

    Inhalt: 

    Senta und Thomas begegnen sich nach einem schlechten Tag zufällg in einer Bar. Keiner von beiden hat erwartet an diesem Abend die Liebe auf den ersten Blick zu finden. 

    Rezension:

    Erst mal muss ich sagen, dass mir der Schreibstil von Iris Hanika sehr gefällt. Diesen Schreibstil hab ich bisher noch nicht erlebt und er lässt sich auch schwer beschreiben. Locker, leicht, witzig, auf den Punkt. 

    Die Charakter sind einnehmend. Über Thomas erfährt man zwar einiges, aber was mir nicht so sehr gefällt ist, dass Thomas nie seine Gefühle richtig ausspricht. Aber das erlebt man bei Männern ja öfter. 

    Senta dagegen denkt nicht nur intensiv über ihre Gefühle nach, sonder ist auch ständig am weinen. Woran das liegt weiß sie manchmal selbst nicht und Thomas weiß erst recht nicht, was er falsch gemacht haben könnte. 

    Die Charaktere sind menschlich, so wie es sein sollte. Das Buch hat mir sehr gefallen.

    Die Story selbst klang für mich zuerst nach einer typischen Liebesgeschichten. Da treffen sich zwei. Klar, was dann passiert. Sie verlieben sich, irgendwie kommen Probleme und ein Happy End. So dachte ich es mir. Aber ich habe mich geirrt und war sehr angetan von der Story. Man sieht sie aus zwei Perspektiven, Thomas und Senta. So bekommt der Leser alles mit. Es ist schön einfach nur zu lesen und sich mitreißen und treiben zu lassen ohne sich etwas dazu denken zu müssen, weil man eine der beiden Perspektiven nicht kennt. Also zur Abwechslung mal. 

    Fazit:

    Das Buch hat mich mitgenommen, war ungewöhnlich und doch eine gewöhnlich Liebesromanmäßige Geschichte. Andersartig auf eine besondere Weise. Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Sterne und es war angemessen, dass Iris Hanika für dieses Buch 2008 zum Deutschen Buchpreis nominiert wurde.

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    Rafaels avatar
    Rafaelvor 5 Jahren
    Ein Leseerlebnis wie eine Achterbahnfahrt

    Ein erstaunliches Buch. Mehr als einmal wollte ich es einfach nur an die Wand werfen.
    Was mich daran gehindert hat?
    Die Tatsache, das es nicht daran lag, das an dem Buch oder an der Schreibe von Iris Hanika irgendetwas schlechtes wäre. Es lag vielmehr daran, das die Autorin dem Leser schonungslos ihre Geschichte entgegenschreibt, wie sie tatsächlich passiert sein könnte. Zum schreien, zum trommeln, und auf jede Fälle besser wissen und machen.
    Ich jedenfalls war alles, begeistert und wütend, hab gelacht aber auch geflucht. In meinen Augen tatsächlich mehr als einfach nur ein Lesevergnügen.
    Es bleibt nur eine Frage. Wieso schreibt die Autorin ihrer weiblichen Hauptperson ein derart irrationales neurotisches Verhalten auf den Leib, das man(n) beim lesen doch sehr in eventuell existierenden Vorurteilen bestätigt wird?

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    adelheidvor 8 Jahren
    Rezension zu "Treffen sich zwei" von Iris Hanika

    Von einem niveauvollen Liebesroman mit happy End ist auf dem Cover die Rede - und davon hat das Buch auch was. An manchen Stellen schlägt die Sprache heitere Purzelbäume - sehr vergnüglich! Der Perspektivenwechsel macht die Sache durchaus amüsant - und die erlebten Realitäten der beiden Protagonisten wirken durchaus glaubwürdig. Und doch bleibt am Ende ein wenig Ratlosigkeit angesichts einer etwas dünnen Geschichte, die im Titel sehr treffend zusammengefasst ist: Treffen sich zwei - wem das genügt, der kann sich sicher amüsieren.

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    Kryshivor 8 Jahren
    Rezension zu "Treffen sich zwei" von Iris Hanika

    "Treffen sich zwei" ist die Geschichte von Senta und Thomas, er sofort davon überzeugt, seine Traumfrau gefunden zu haben, sie irgendwie auch davon überzeugt, ihrem Schicksal begegnet zu sein. Nach ersten Tagen auf Wolke Sieben stellen sich unweigerlich die ersten Komplikationen ein.
    Iris Hanika schafft es, in ihrem Liebesroman ganz ohne die üblichen abgegriffenen Klischees und Standard-Dialoge auszukommen. Mit viel Wortwitz und einer einzigartigen Ausdrucksstärke bildet sie ihre Protagonisten ab. Sie vermischt Genres und schmuggelt gerne den ein oder anderen Songtext in ihren Text.
    Ein gelungenes Buch, das mich oft zum Schmunzeln gebracht hat. Eindeutig nicht der klassische Liebesroman, und eben genau deswegen lesenswert!

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    ninchen1809s avatar
    ninchen1809vor 8 Jahren
    Rezension zu "Treffen sich zwei" von Iris Hanika

    Diese Liebesgeschichte der ganz anderen, der absolut nüchternen und schnörkellosen Art, findet in der Gegenwart in Berlin Kreuzberg statt. Senta und Thomas, beide Mitte vierzig, treffen sich zufällig in einer Kneipe und sind vom ersten Augenblick voneinander angezogen. So angezogen, dass sie ohne viel zu sagen zu Senta nach Hause gehen und dort eine heiße und innige Nacht verbringen. Ohne viel über den anderen zu erfahren, basiert ihre „Beziehung“ in den nächsten 10 Tagen scheinbar ausschließlich auf Sex. Senta widerstrebt eine mögliche Beziehung mit Thomas: Er sieht unförmig aus und schielt ein wenig, kleidet sich unvorteilhaft und ist von Beruf Systemberater. Sie sah nie ihr Traummann aus. Bis zu einem Zwischenfall, nach dem beide erkennen, dass sie sich irgendwie doch ineinander verliebt haben.

    Das Buch liest sich mehr wie eine Studie über die Liebe und das Verlieben, das Gefühlsleben der „Übriggebliebenen“ und der Sehnsucht nach Zweisamkeit zweier Großstadtsingles. Einfach fantastisch wie die beiden Perspektiven der Helden sich abwechseln und irgendwie auch super komisch. Die Gedankengänge der beiden Protagonisten sind einfach amüsant und in manchen Punkten spiegeln sich auch eigene Erkenntnisse wieder. Hanikas Schreibstil ist großartig, frisch und ungekünstelt.

    Eine wirklich niveauvolle Liebesgeschichte.

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    KleinNase20vor 8 Jahren
    Rezension zu "Treffen sich zwei" von Iris Hanika

    Zwei Menschen die beim ersten Anblick genau wissen: "Ja, dieser Mensch wird mich mein restliches Leben begleiten!"
    Diese Buch ist nicht nur in einer Wunderbaren Sprache geschrieben - es ist auch eine Wunderbare Geschichte von zwei Menschen die nicht gesucht und trotzdem gefunden haben.

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    miriss avatar
    mirisvor 8 Jahren
    Rezension zu "Treffen sich zwei" von Iris Hanika

    Anscheinend ist dies ein Buch das polarisiert. Manche sind begeistert - andere (so wie ich) enttäuscht. Ich hab es nicht mal zu Ende gelesen, mich hat es genervt.

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    yokos avatar
    yokovor 8 Jahren
    Rezension zu "Treffen sich zwei" von Iris Hanika

    So und nicht anders stelle ich mir großartiges Buchstabenkino vor: Die Augen hüpfen von links nach rechts, stolpern zwischendurch vor Aufregung des Nichtnachdenkens darüber, was sie gerade tun, weil sie einfach nicht glauben können, was sie da lesen, dennoch laufen sie weiter, immer weiter, weiter, Buchstabe über Buchstabe, Satz über Satz, um schließlich fröhlich glucksend zu tanzen, glücklich darüber ein Teil vom Buchstabenkino zu sein und mitzurocken in der Geschichte. Ging das jetzt alles zu schnell? Tun sich etwa erste Brummkreisel im Kopf auf? Dann sollte man den Text hier lieber nicht weiterlesen, denn langsamer wird es nicht, weder hier noch bei Iris Hanika, die Macherin des Buchstabenkinos.

    Boy meets girl. Darüber ist schon tausendfach geschrieben wurden, aber selten oder gar nie wie es Iris Hanika in ihrem Roman Treffen sich zwei vollbracht hat. Bereits am Anfang wundert man sich als Leser nicht, dass Iris Hanika 2008 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises gestanden hat, denn ihr Stil ist einzigartig, herrlich erfrischend, unwahrscheinlich menschlich und äußerst witzig.

    Sie erzählt die Geschichte zwischen Senta und Thomas, die sich eines Abends im Kreuzberger O-Paradies treffen. Beide sind sprachlos und jeder dreht sich in seinem eigenen Liebeskosmos, fast der Ohnmacht nahe, weil sie davon bisher nur geträumt haben. Obwohl Thomas für Senta rein äußerlich nicht den perfekten Mann darstellt, ist er doch der Mann, der die Liebe für sie präsentiert und seine Augen, “in die sie immer wieder reinschaut”, fangen sie. Sein Silberblick, Heterophorie, wie es im Fachjargon heißt und nicht oft genug erwähnt wird. All das verwirrt Senta und noch viel mehr. Das bleibt, wen sollte es wundern, nicht ohne Folgen.

    Iris Hanika schreibt unglaublich. Anders kann ich es nicht sagen. Sie ist dabei sehr vielfältig vorgegangen: Sensibel, nachdenklich, hat aber trotz aller Gefühlsdusselei den Witz nicht vergessen, ganz im Gegenteil: Er hockt auf jeder Seite und grinst den Leser frech an. Eben hat man noch zusammen mit Senta geseufzt, hat sich fast verloren in ihrem um sich schießenden “Herzgewehr” und schon lächelt man wieder im Sumpf der Verzweiflung.

    Neben der Liebesgeschichte hat Iris Hanika interessante Zitate hineingestreut (die ich irgendwann sicherlich nochmal recherchiere), welche stets genau in die jeweilige Situation passen. Außerdem hat sie den historischen Background vom Ort des Geschehens, u.a. das Engelbecken geschildet und andere sehr spannende Nebensächlichkeiten erwähnt. Doch was mit das Schönste an der Geschichte ist: Wir finden uns alle drin wieder: Du, der Mann. Ich, die Frau. Zwischen uns eine Hoffnung, die bald heißen könnte: Liebe. Dicht gefolgt nach dem ersten körperlichen Rausch: Die erste Ungewissheit und die ersten Zweifel. Dennoch: Keine Sekunde erstickt man in Gefühlen, man jauchzt, nickt und ist einfach nur begeistert.

    Treffen sich zwei hat was von einer Achterbahnfahrt. Der Bauch kribbelt, man weiß nicht was kommt und ist die ganze Zeit gespannt. Schade, dass der Buchpreis nicht an die Autorin gegangen ist, aber sie bleibt am Ball. Das hofft und wünscht man sich. Aktuell ist ihr neuestes Buch Das Eigentliche erschienen. Der deuschte Literaturmarkt kann sich über die Schriftstellerin freuen und sollte sie unbedingt im Auge behalten.

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    Zebrafinks avatar
    Zebrafinkvor 9 Jahren
    Rezension zu "Treffen sich zwei" von Iris Hanika

    Die Geschichte spielt im heutigen Berlin zwischen Thomas, einem Systemberater und Senta einer Galeristin. Senta, die nit sich und ihrem Schicksal ewig hardert verliebt ich spontan in "ihren" Traummann, Thomas. Durch Missversändinisse und dadruch hervorgerufene Komplikationen wird diese Beziehung auf eine harte Probe gestellt.
    Eine schöne moderne Liebesgeschichte. Manchmal etwas wirr, aber so ist es scheinbar beabsichtigt.

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