Iris Krumbiegel

 4.6 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Jonahs Versprechen, Die Jüdin   und weiteren Büchern.

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Jonahs Versprechen

Jonahs Versprechen

 (4)
Erschienen am 30.05.2017
Die Jüdin    

Die Jüdin  

 (3)
Erschienen am 19.04.2014
Tintentränen

Tintentränen

 (2)
Erschienen am 17.01.2016
Meine Mutter - Die Jüdin

Meine Mutter - Die Jüdin

 (2)
Erschienen am 22.07.2014
Tintentränen: Elsas Tränen

Tintentränen: Elsas Tränen

 (1)
Erschienen am 17.06.2016
Im Spiegel meiner Seele

Im Spiegel meiner Seele

 (1)
Erschienen am 06.08.2014
Tintentränen: Roman

Tintentränen: Roman

 (1)
Erschienen am 15.01.2016

Neue Rezensionen zu Iris Krumbiegel

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PMelittaMs avatar

Rezension zu "Elisabeth, Karl der Große und die Löffelliste" von Iris Krumbiegel

Hat mich angenehm überrascht
PMelittaMvor einem Jahr

Elisabeth Frühling hat sich in ihrem Leben eingerichtet, fast 75 Jahre alt, seit gut 50 Jahren verheiratet, erwartet sie nicht mehr allzu viel. Doch dann fällt ihr „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ in die Hände und sie beginnt über ihr Leben nachzudenken. Hat sie nicht mehr verdient, als von ihrem Mann betrogen, von ihrer Tochter nicht ernst genommen und von allen bevormundet zu werden?

Elisabeth versucht, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen – das ist nicht leicht und es gibt Rückschläge und als Leser würde man Elisabeth manchmal gerne helfen oder ihr wenigstens gut zureden, aber es gelingt ihr mehr und mehr, sich vom Gewohnten zu lösen und ihr Leben noch einmal ganz neu zu genießen.

Ich hatte keine bestimmten Erwartungen an den Roman und war schnell angenehm überrascht. Die Autorin erzählt locker und mit viel leisem Humor, und schafft es, Elisabeth glaubhaft darzustellen, auch wenn man als (jüngerer) Leser öfter mit dem Kopf schütteln muss. Und auch Elisabeth selbst entwickelt ihren eigenen oft selbstironischen Humor, der sie dem Leser immer sympathischer macht.

Die Charaktere sind der Autorin durchgehend gut gelungen, wenn auch manchmal etwas überspitzt, wie bei Amelie, Elisabeths Tochter, doch das passt jeweils sehr gut und ganz unrealistisch ist es – leider – auch nicht. Sehr gut haben mir auch die Rückblicke in Elisabeths bisheriges Leben gefallen, durch die man sie noch besser kennen lernen konnte.

Leider ist der Roman nicht nur von Humor geprägt, eine gewisse Tragik schleicht sich ein und nimmt dem Geschehen hin und wieder die Leichtigkeit. Mir war es etwas zu viel Tragik, ich hätte mir an der einen oder anderen Stelle einen anderen Fortgang gewünscht. Entschädigt haben mich aber immer wieder Passagen, die lebensfroh, lustig oder auch einfach nur weise sind. Schallend gelacht habe ich auch, als ein Bestatter namens Storch erwähnt wird, dessen Slogan „Wir bringen nicht nur, wir holen auch“ ist.

Was eine Löffelliste und wer Karl der Große ist, will ich an dieser Stelle nicht verraten, die Antworten liefert der Roman, den man selbst lesen sollte. Mir hat er wirklich gut gefallen und ich empfehle ihn sehr gerne weiter, und zwar nicht nur älteren Lesern, auch jüngere könnten zum Nachdenken angeregt werden.

Kommentare: 2
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annlus avatar

Rezension zu "Jonahs Versprechen" von Iris Krumbiegel

"Lauf, Eli, lauf!"
annluvor einem Jahr

Unsicher strich ich über den Einband. Ich war mir nicht sicher, ob ich den nächsten Kapiteln gewachsen war.

Die Krankenschwester Marie arbeitet in der Abteilung für Patienten im Wachkoma. Dort wird ein alter Mann eingeliefert, von dem niemand weiß, um wen es sich handelt. Der einzige Hinweis ist ein Tagebuch. In ihm wird die Geschichte der jüdischen Jungen Jonah und Eli erzählt, die dem Abtransport der Nazis zu entkommen versuchen. Je mehr sich Marie damit beschäftigt, umso mehr zieht es sie auch in ihre eigene Vergangenheit. Seit ihrem fünften Lebensjahr lebte sie im Kinderheim und weiß bis heute nichts über ihre Eltern. Nun versucht sie nicht nur dem namenlosen Patienten seine Identität zurückzugeben, sondern auch ihre eigene Herkunft aufzudecken.


Die Geschichte mischt die gegenwärtigen Ereignisse mit den Aufzeichnungen des Tagebuches. Während sich auch die Erzählung um Marie als sehr interessant herausstellte, fand ich besonders die Geschichte um die zwei Jungen sehr berührend. Zu Beginn war ich noch davon enttäuscht, wenn Maries Abschnitte die Tagebucherzählung unterbrachen. Später empfand ich die Unterbrechung auch als Pause zwischen den schlimmen Ereignissen. Zwar war ich mir nicht immer sicher, wie realitätsnahe die Geschehnisse beschrieben wurden (so stellte sich mir die Frage, ob die Juden wirklich so viele Details über ihr Schicksal wussten), dennoch konnte ich – leider – viel des Schrecklichen glauben.

Aber auch die Geschichte um Marie gefiel mir gut. Schon von Beginn an fand ich sie dadurch sympathisch, dass sie in ihrem Beruf nicht abgestumpft ist und mit den Patienten spricht, als würden diese sie verstehen. Das Thema Wachkoma finde ich grundsätzlich interessant. Es hier aus Sicht einer Krankenschwester wiederzufinden fand ich spannend.

Auch Maries Vergangenheit nimmt einen Teil der Geschichte ein – allerdings keinen so großen, wie ich mir das ursprünglich vorgestellt hatte. Das Geheimnis um ihren Aufenthalt im Kinderheim wird recht bald gelüftet – wenn auch mit einem recht ungewöhnlichem Ausgang.

Fazit: Eine Geschichte, die mir durch die Mischung sehr interessanter Themen gefallen hat. Die Tagebucheinträge haben mich sehr berührt – wenn sie auch keinen Anspruch auf Authentizität für sich beanspruchen. Ein empfehlenswertes Buch.

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Edith_Hornauers avatar

Rezension zu "Im Spiegel meiner Seele" von Iris Krumbiegel

Nachdenklich
Edith_Hornauervor 2 Jahren

Nachdenklich lese ich mich ein, sehe ab und an von den Seiten auf und lasse die Bilder an meinem inneren Auge vorüberziehen.
Das Geschriebene besitzt Leuchtkraft, versteht es in einer Sprache, die mich berührt, bildhaft daran teilzunehmen.
Ein Mensch in einem Menschen eingeschlossen, aus der eine sehr verwundete Seele verzweifelt spricht....
Ein Muss!!!!

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