Iris Mueller

 4.1 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Lichtertod und Todesklänge.

Alle Bücher von Iris Mueller

Lichtertod

Lichtertod

 (11)
Erschienen am 21.11.2016
Todesklänge

Todesklänge

 (8)
Erschienen am 19.02.2018

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djojos avatar

Rezension zu "Todesklänge" von Iris Mueller

Der zweite Fall für Patrizia Vespa.
djojovor 23 Tagen

Gerade eben erst hat Eleonora Salazar mit ihrer Gruppe Kontrapunkt im Rahmen des Internationalen Musikfestivals in Ravello einige Madrigale von Carlo Gesualdo gesungen. Sie erntete viel Lob, aber auch Kritik – unter anderem von der bekannten Kulturjournalistin Alessandra Amedeo. Und am nächsten Morgen wird eben diese Journalistin tot aufgefunden. Sie wurde brutal ermordet und am Tatort hat der Mörder seltsame Dinge hinterlassen. Unter anderem auch ein laufendes Metronom.


Patrizia Vespa ermittelt zusammen mit ihrem Team. Sie gehen den Spuren nach, untersuchen den Tatort und prüfen natürlich sehr genau, ob die harschen Kritiken der Alessandra Amedeo an Eleonora Salazar Grund für einen Mord sein könnten. Als dann aber eine zweite Leiche gefunden wird, wird es sehr kompliziert. Denn auf den ersten Blick gibt es bis auf den Modus Operandi keinerlei Hinweise auf einen Zusammenhang der Taten.

Nach und nach gelingt es den Ermittlern die Indizien und Hinweise an den Tatorten zu entschlüsseln. Hat das ganze etwas mit Musik zu tun? Oder gar speziell mit der Musik von Carlo Gesualdo? Und dieses Mal trägt auch Rechtsmedizinerin Gabriella Molinari viel zur Lösung bei. Denn sie zum Beispiel erkennt, dass der Täter mit großer Leidenschaft gehandelt hat. War es Hass oder Liebe?

Bereits am Ende der ersten Seite zitterten ihr die Hände, doch sie konnte sich nicht von den Noten lösen. Die Stimmen in ihrem Inneren folgten dem Auf und Ab der chromatischen Reihen und unerwarteten Dissonanzen, und ihre Lippen formten die Worte wie von selbst. Sie sprachen von dem Tag, an dem sich die Dunkelheit über drei Menschen gelegt hatte. Eine Dunkelheit, die nicht schützend war, sondern vernichtend. (S. 75)

Wie schon im ersten Roman um Hauptkommissarin Patrizia Vespa gelingt es der Autorin Iris Mueller auch hier eine äußerst sympathische, junge Protagonistin zu skizzieren, die es aus dem hohen Norden Italiens an die Amalfi-Küste verschlagen hat. Gemeinsam mit Kommissarin Christina D’Avossa ermittelt sie auch in diesem Fall mit Gefühl und Intuition, aber auch mit Cleverness und Verstand.

Ein kleiner Punkt hat mich etwas gestört: Die Hintergründe, persönlichen Verwicklungen und historischen Ausflüge in die Musik sind etwas zu wirr und zu viel. Man verliert deutlich leichter den Faden und der Genuss wird dadurch leicht getrübt. Insbesondere wenn man gezwungen ist hin und wieder längere Lesepausen zu machen fällt es dem Leser schwerer zu folgen und mit Spannung dabei zu bleiben. Vielleicht wirkten auch gerade deshalb die Geschichte und die Mordmotive zu konstruiert. Trotzdem bleibt es bei einer Lese-Empfehlung meinerseits, gerade wenn man den süditalienischen Charme und das Flair Salernos schätzt.

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Erdhaftigs avatar

Rezension zu "Todesklänge" von Iris Mueller

Todesklänge
Erdhaftigvor 3 Monaten

Der zweite Band um die Kommissarin aus Rom, die es an die Amalfiküste verschlagen hat, ist sehr knifflig. Vieles dreht sich um Musik, die Auflösung kommt überraschend und mit ihr ist der Krimi noch nicht vorbei. Auch das ist eher selten. Der Fall an sich kommt von Anfang an eher leicht daher und gewinnt fast sofort an Fahrt. Gut gesetzte Spannungsbögen wechseln sich mit Erkenntnissen und im Dunkeln tapsenden Ermittlern ab. Man rät automatisch mit. Fesselnd und doch leicht geschrieben, nimmt Mueller ihre Leser mit an die Amalfiküste, nach Neapel und in die Abgründe der Liebe.

Ein wenig wird das Privatleben der beiden Kommissarinnen - Patrizia Vesper und ihrer Kollegin - kommt ein wenig mehr zum tragen als im ersten Band. Das tut der Geschichte gut, denn man lernt ihr Umfeld kennen und kann sich hoffentlich auf weitere Bände vorfreuen!

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angi_stumpfs avatar

Rezension zu "Todesklänge" von Iris Mueller

Ein tödliches Lied ...
angi_stumpfvor 8 Monaten

Die Geschichte:
Hauptkommissarin Patrizia Vespa und ihre Kollegin Cristina ermitteln wieder im wunderschönen Süditalien.
Dieses Mal dreht sich alles um Musik, genauer um eine sehr alte Form davon: das Madrigal. Eine Musikkritikerin wird brutal ermordet aufgefunden, mitten auf einer Bühne. Erst kurz zuvor hatte sie ein vernichtendes Urteil über eine Sängerin und deren Gruppe veröffentlicht. Die Ermittler haben zunächst nur diese Spur und sind ansonsten eher ratlos. Als der Sängerin dann auch noch unter mysteriösen Umständen uralte Notenblätter mit einem bisher unbekannten Madrigal zugespielt werden, wird alles noch undurchsichtiger. Ein zweiter Mord legt dann die Vermutung nahe, dass Patrizia es sogar mit einem Serientäter zu tun hat … ob sie ein drittes Verbrechen noch rechtzeitig verhindern kann?

Meine Meinung:
Über das Wiedersehen mit Patrizia, Cristina, Bob, Gabriella, Gianni und den anderen habe ich mich sehr gefreut. Fortsetzungen einer Bücherserie zu lesen, das fühlt sich immer ein bisschen an, wie ein Treffen mit alten Freunden. In diesem Fall kommt noch die wunderschöne Landschaft hinzu, in der das Ganze angesiedelt ist, also könnte man sagen: ein Wiedersehen mit lieben Urlaubsbekanntschaften.
Ich habe mich jedenfalls in der Geschichte gleich wieder sehr wohl gefühlt und habe die atmosphärischen Beschreibungen der Schauplätze sehr genossen. Die Protagonisten sind mir sowieso bereits ans Leserherz gewachsen, aber auch für Neueinsteiger werden die Figuren hinreichend vorgestellt, so dass man kaum merkt, dass man einen zweiten Teil liest.

In diesem Buch dreht sich ja alles um alte bzw. klassische Musik und da bin ich absoluter Laie. Ob das der Grund dafür war, dass es mir stellenweise zu viel wurde, kann ich gar nicht sagen. Ich hatte oft das Gefühl, die Ermittlungen würden sich im Kreis drehen, ein Fortschritt war kaum erkennbar. Mir fiel beim Lesen mal der seltsame Begriff „verschwurbelt“ ein, so empfand ich das an vielen Stellen. Es gibt viele Verhöre, endlos scheinende Diskussionen und Thesen zu Motiv und Täter: ein sehr ausführlicher Ermittlerkrimi.
Über die kleinen Ausflüge in Patrizias Privatleben war ich deshalb umso glücklicher, obwohl auch diese leider etwas zu kurz kamen nach meinem Empfinden. Mehr Zeit mit Gianni und der süßen Leona und ein bisschen weniger musikalisches Fachsimpeln, das wäre für mich die optimale Mischung gewesen.

Aber insgesamt habe ich das Buch wieder sehr genossen. Die sympathischen Figuren, tollen Schauplätze und die spannende Story sorgen auf alle Fälle dafür, dass ich mich jetzt schon auf eine Fortsetzung freue und diesen Krimi gerne weiterempfehle!

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