Die Nacht der Vergessenen

von Iris Muhl 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Die Nacht der Vergessenen
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Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte

peedees avatar

Völlig anders als erwartet. Die Erzählung braucht unbedingt Zeit, um im Stillen nachwirken zu können.

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Inhaltsangabe zu "Die Nacht der Vergessenen"

Es ist eine merkwürdige Seitenstraße, diese "Rote Meile" mitten im Herzen der Großstadt. Hier leben Obdachlose, leichte Mädchen, schwere Jungs, schlaue Geschäftemacher und mancherlei Nachdenkliche. In den Salons suchen Frührentner eine halbe Stunde Geborgenheit und Studenten eine weibliche Schulter, um sich anzulehnen. Nur widerwillig macht sich kurz vor Weihnachten die Heilsarmeeoffizierin Nicole auf, die Frauen auf der Straße und in den Salons zu besuchen. Unheimlich, wie hier seit Monaten alles stillzustehen scheint. Nicoles Bemühungen, die Frauen aus der Isolation zu holen und ihnen mit Rat zur Seite zu stehen, scheinen umsonst gewesen zu sein – als plötzlich etwas völlig Unerwartetes geschieht.
Iris Muhl erzählt von Facetten des menschlichen Lebens und den wesentlichen Dingen des Herzens: von Verlust, Sehnsucht, Einsamkeit, Glaube und Liebe. Es sind behutsame Erzählungen über Menschen, deren Wirken oder missliche Existenz stets im Verborgenen bleibt. Diese ineinander verflochtenen Geschichten zeigen, dass die Rädchen im Getriebe liebevoller Fürsorge nur im Stillen drehen und niemals Lärm machen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783038481515
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Fontis
Erscheinungsdatum:01.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Langeweiles avatar
    Langeweilevor 10 Stunden
    Kurzmeinung: Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte
    Weihnachten am Rande der Gesellschaft

    Es ist Heiligabend , Niki und Heidi machen sich mit einem Korb voller kleiner Geschenke auf den Weg, um denen etwas Freude zu bereiten, die dieses Fest nicht im Kreise der Familie feiern können.
    Nikis Partner macht ihr Vorwürfe, er fühlt sich durch ihr Engagement vernachlässigt, in der Beziehung kriselt es.
    Auf eine leise und sehr emotionale Weise wird man dann in kurzen Kapiteln mit verschiedenen Menschen konfrontiert, die etwas abseits der gesellschaftlichen Normen leben.
    Ob es Mata ist ,die sich auf liebevolle Weise um die Frauen im Bordell kümmert,oder der Lehrer Peter ,welcher sich für seine Bordellbesuche schämt.
    Die juge Virva traut sich nicht ihrer Familie zu erzählen,dass sie nicht mehr studiert ,sondern ihr Geld als Prostituierte verdient,der Obdachlose lebt mit seinem Hund Bobbi auf der Straße,sie alle blicken auf ein unterschiedlich schweres Leben zurück.
    Man wird als Leser dazu angehalten, sein eigenes Verhalten mal wieder zu hinterfragen. Viel zu leicht ordnet man diese Menschen in eine Schublade ein und vergisst, wodurch sie in diese Ecke Der Gesellschaft geraten sind.
    Ein Buch das mich nachdenklich zurücklässt und noch etwas nachwirken wird. Ich kann es unbedingt empfehlen.

    Kommentare: 1
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    peedees avatar
    peedeevor 20 Stunden
    Kurzmeinung: Völlig anders als erwartet. Die Erzählung braucht unbedingt Zeit, um im Stillen nachwirken zu können.
    Ganz anders als erwartet

    In der „Roten Meile“ in Zürich geht alles seinen gewohnten Gang – auch zur Weihnachtszeit. Für Obdachlose, Prostituierte und Freier ist Weihnachten auch nur ein Tag wie jeder andere. Oder etwa doch nicht? Die Heilsarmee-Offizierin Niki ist auf ihrer Route durch den Bezirk mit der Hoffnung, Ausstiegswillige zu finden. Doch nicht alle ihre Bemühungen tragen Früchte – sie verzweifelt langsam…

    Erster Eindruck: Das Cover ist winterlich-weihnächtlich mit Schneegestöber und Licht, das aus den Fenstern strahlt – gefällt mir sehr gut (auch wenn ich kein Fan von Schutzumschlägen bin). Die Schriftgrösse im Buch ist überraschend gross und das Layout wirkt luftig.

    Die Autorin lässt den Leser direkt in die „Rote Meile“ eintauchen. Sie erzählt in mehreren Kapiteln Geschichten von einzelnen Bewohnern/Besuchern dieses Bezirks, wie z.B.:
    - Niki, die Heilsarmee-Offizierin, leistet mit grossem Engagement ihren Dienst, hat aber dadurch Probleme mit ihrem Mann. Macht ihr Dienst wirklich noch Sinn? Ihre Hoffnung schwindet… „Wann hat Gott eigentlich einmal Verständnis für meine Angelegenheiten?“
    - Mia, die Prostituierte, würde gerne aussteigen, schuldet aber ihrem Zuhälter noch 15‘000 Franken…
    - Tim, der Student, kommt nur nur zum Reden ins Puff…
    - Mata, die Hausmutter des Puffs „Schwarze Perle“, schaut zum Rechten und hat die Arbeitsbedingungen der Frauen verbessert. Aber sie hat Ärger mit ihrer Tochter…
    - Peter, ein frühpensionierter Lehrer, ist einsam, da seine Arbeit sein ganzer Lebensinhalt war…

    Die Geschichte war komplett anders, als ich sie mir vorgestellt hatte. Es hat gar nichts mit den sonst so häufig romantisch-kitschigen Weihnachtsgeschichten gemein, nein, diese hier ist aus dem wahren Leben. Am besten gefallen hat mir das Kapitel „Sonderbare Nacht“. Es ist schwierig, darüber etwas zu schreiben, ohne gleichzeitig zu viel darüber zu verraten. Es kommt in diesem Kapitel zu einem besonderen Treffen und es wird effektiv ein aussergewöhnlicher Heiligabend, wo alle etwas Positives davon in den Alltag mitnehmen konnten: Hoffnung und Glaube.

    „Diese ineinander verflochtenen Geschichten zeigen, dass die Rädchen im Getriebe liebevoller Fürsorge nur im Stillen drehen und niemals Lärm machen.“ Die Erzählung braucht unbedingt Zeit, um im Stillen nachwirken zu können. Abschliessend sei erwähnt, dass der Buchtitel ausgezeichnet passt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Iris_Muhls avatar
    Ihr lieben LeserInnen, 

    hier also die Leserunde zum Buch "Die Nacht der Vergessenen". An dieser Stelle bedanke ich mich nochmals herzlich beim Verlag Fontis für die 20 Rezensionsexemplare. 

    Ich freue mich nun auf eine aufregende Leserunde und wünsche euch eine interessante Lektüre.

    Liebe Grüsse
    Iris Muhl
    Iris_Muhls avatar
    Letzter Beitrag von  Iris_Muhlvor 5 Stunden
    Zur Leserunde
    Iris_Muhls avatar
    Hey, ihr lieben Leser
    Der Baseler Fontis Verlag (mit christlichen Wurzeln) verlost 20 Rezensionsexemplare des neuen Romans von Iris Muhl "Die Nacht der Vergessenen", eine Weihnachtsgeschichte beruhend auf wahren Begebenheiten. 

    Es ist eine merkwürdige Seitenstraße, diese "Rote Meile" mitten im Herzen der Großstadt. Hier leben Obdachlose, leichte Mädchen, schwere Jungs, schlaue Geschäftemacher und mancherlei Nachdenkliche. In den Salons suchen Frührentner eine halbe Stunde Geborgenheit und Studenten eine weibliche Schulter, um sich anzulehnen. Nur widerwillig macht sich kurz vor Weihnachten die Heilsarmeeoffizierin Nicole auf, die Frauen auf der Straße und in den Salons zu besuchen. Unheimlich, wie hier seit Monaten alles stillzustehen scheint. Nicoles Bemühungen, die Frauen aus der Isolation zu holen und ihnen mit Rat zur Seite zu stehen, scheinen umsonst gewesen zu sein – als plötzlich etwas völlig Unerwartetes geschieht. 
    Iris Muhl erzählt von Facetten des menschlichen Lebens und den wesentlichen Dingen des Herzens: von Verlust, Sehnsucht, Einsamkeit, Glaube und Liebe. Es sind behutsame Erzählungen über Menschen, deren Wirken oder missliche Existenz stets im Verborgenen bleibt. Diese ineinander verflochtenen Geschichten zeigen, dass die Rädchen im Getriebe liebevoller Fürsorge nur im Stillen drehen und niemals Lärm machen.

    Wer gerne in der Leserunde mitlesen möchte, und bereit ist, eine Rezension  zu schreiben, meldet sich bitte bis 4. Oktober und beantwortet folgende Frage: Wie hiess die Ehefrau des Heilsarmeegründers?

    Ich freue mich auf eure Antwort und grüsse herzlich!
    Iris Muhl
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