Iris Muhl Die Nacht der Versprengten

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Inhaltsangabe zu „Die Nacht der Versprengten“ von Iris Muhl

Heiligabend 1944. Es klopft an einer Berghütte. Draußen stehen drei halberfrorene amerikanische Soldaten. Kurze Zeit später klopft es erneut. Diesmal sind es vier deutsche Soldaten, durchgefroren und bis an die Zähne bewaffnet. Was nun passiert, ist dramatisch und bewegend zugleich.

Ein Stück Frieden in einer Welt voll Chaos! Die interessantesten Geschichten schreibt das Leben...

— Miamou

Bewegende Geschichte aus dunkler Zeit!

— mabuerele

Einfach berührend für Seele Geist und man lernt einfach, gerade im kleinen steckt der Schlüssel um Herzen aufzuschließen.

— Seelensplitter

Emotional und berührend, eine Erzählung, die Mut und Hoffnung schöpfen lässt

— knuddelbacke

Eine wahre Geschichte, die uns gerade in der Weihnachtszeit nachdenklich stimmt.

— vielleser18

Mit keinem Wort dieser Welt auch nur annähernd zu beschreiben. Dennoch: Tief berührend und so liebevoll!

— MyriamErich

Eine bewegende Geschichte, aber der Schreibstil war nicht meiner.

— cho-ice

Eine wahre und ergreifende Geschichte. Hat micht tief berührt. Die Kraft der Liebe am hl. Abend

— pallas

Spannende und fesselnde Erzählung, die auf einer wahren Begebenheit beruht

— Smilla507

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Liebenswerte Geschichte mit Protagonisten die man einfach gerne haben muss :).

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Was ist ein gelingendes Leben? Warmherziger Roman um diese Frage; Figuren, die man mit nach Hause nehmen möchte. Großartig!

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  • Eine stille Heldin

    Die Nacht der Versprengten

    Langeweile

    02. January 2017 um 17:28

    Wir schreiben den 24. .Dezember 1944. In einer kleinen Hütte in den Ardennen wartet Elisabeth Vincken mit ihrem zwölfjährigen Sohn Fritz auf die Rückkehr ihres Mannes. Er arbeitet als Bäckermeister im Grenzbereich und wollte für seine Familie noch einige Lebensmittel besorgen. Als drei amerikanische Soldaten, von denen einer schwer verletzt ist, an ihre Türe klopfen, zögert sie keinen Moment und gewährt den "Feinden"Einlass. Sie weist die Soldaten an ihren schwer verletzten Kameraden in ihr Bett zu legen und beginnt sofort damit ihn zu behandeln . Als kurz darauf vier deutsche Soldaten um Unterkunft bitten, zögert Elisabeth nicht dies zu gewähren . Obwohl die Situation das ein oder andere Mal auf der Kippe steht, gelingt es der unerschrockenen Frau so etwas wie eine friedliche Weihnachtssimmung zu schaffen. Am nächsten Morgen verlassen die Soldaten die Hütte wieder , ihr Leben hat sich jedoch durch diese Geschehnisse ein kleines bisschen verändert. Eine herzerwärmende wahre Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

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  • Eine besondere Christnacht

    Die Nacht der Versprengten

    mabuerele

    „... Nur das Wesentliche verstand sie: Menschen brauchten Essen, Wärme und eine helfende Hand...“ Es ist der Weihnachtsabend 1944. Irgendwo in den Ardennen lebt der 12jährige Fritz mit seinen Eltern in einer Jagdhütte. Der Vater ist Bäcker für die Armee und wird jeden Moment zurückerwartet. Fritz ist in dem kleinen Holzschuppen, um Holz für den Kamin zu holen. Da sieht er drei Männer kommen. Er lässt alles Stehen und Liegen und warnt seine Mutter. Die Autorin hat eine Weihnachtsgeschichte nach eine wahren Begebenheit geschrieben. Drei Amerikaner treffen bei der Jagdhütte ein. Einer ist schwer verletzt. Kurze Zeit später erreichen vier deutsche Soldaten das Haus. Einer ist Medizinstudent. In dieser einen Nacht siegt Menschlichkeit und Mut über Krieg und Macht. Fritz` Mutter besiegt die Angst. Mit Geschick und Durchsetzungsvermögen gelingt es ihr, alle zu einem Weihnachtsessen zusammen zu bekommen. Die Waffen bleiben vor der Tür. Konsequent setzt sie ihren Willen durch. Der Schreibstil des Buches ist berührend. In jedem Moment ist die innere Angst der Mutter spürbar. Sie weiß, dass nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihres Sohnes auf Messers Schneide steht. Doch sie kann und will ihre Hilfe nicht verweigern. Geschickt versteht es die Autorin, nicht nur Episoden aus der Vergangenheit der Mutter, die ihr Leben geprägt haben, in die Handlung zu integrieren, sondern auch die Geschichte ihrer Besucher zu erzählen. Die eine Nacht genügt, um selbst die Einstellung harter Männer zu ändern. Plötzlich stehen sie zusammen, als eine neue Gefahr im Anzug ist. In Personenregister zu Beginn und ein Nachwort sowie Ausführungen zu den geschichtlichen Hintergründen ergänzen das Buch. Das dunkle Cover mit der Hütte im Licht als Ort der Hoffnung und der Wärme ist sehr gut gelungen. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es erzählt von Frieden und Versöhnung in dunkler Zeit.

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    • 6
  • Challenge Historische Romane 2016

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. Weltkrieg: anne_lay 0/2anushka    2/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    1/2 ChattysBuecherblog  0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  0/2histeriker    2/2Insider2199 1/2 JuliB       1/2 Kirschbluetensommer     0/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  1/2Traubenbaer 0/2 werderaner  1/2 Historische Ereignisse: anne_lay   2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  1/2 Ginevra 1/2 histeriker    0/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    1/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      1/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Glauben: anne_lay 2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    0/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  0/2 Ginevra  2/2 histeriker    0/2 Insider 21099 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne   1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe    0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  0/2

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  • Heldenmut steckt oft im kleinen.

    Die Nacht der Versprengten

    Seelensplitter

    Meine Meinung zum Buch: Die Nacht der Versprengten Aufmerksamkeit und Erwartung: Diesen Punkt beantworte ich euch, wie stets auf meinem Blog :) Inhalt in meinen Worten: Fritz, ein 12 jähriger Junge, und seine Mutter leben in einer Hütte. Es ist der zweite Weltkrieg. Sie flüchten vor der Hitlerjugend. Denn Fritz Mutter möchte Ihren Sohn beschützen.  Doch dann kommt das unerwartete: Amerikanische Soldaten bitten um Einlass für die Nacht, mit einem schwer verletzten. Wenig später kommt die nächste Gastgruppe. Doch wird das gut gehen? Und wird Fritz durch diese Begegnung reifer werden? Oder was wird passieren. Diese Fragen beantwortet dieses Buch.  Um eines vorweg zu nehmen: Dieses Buch ruht auf wahren Begebenheiten. Wie wirkte das gelesene auf mich? Mit Vorsicht wirft mich Iris in ihre Geschichte. Dabei malt sie mir die Kulisse des Handlungsortes fabelhaft vor die Augen.  Mit Sprachgewandtheit schafft Sie es, mich wieder in ihr Abenteuer mit zu ziehen, und auch gespannt, Seite für Seite zu lesen. Handlung: Nachdem Iris meist so schreibt, dass ich als Leserin in die Geschichte eintauchen kann, dabei aber selbst noch mitfühlen und fiebern darf, ist es einfach immer wieder interessant, wo hin mich die Autorin führt.  Dieses mal in eine Geschichte, die für mich persönlich viele Fragen aufwirft. Würde ich so wie Fritz Mutter handeln? Wäre ich diesem ganzen gewachsen? Zwei verfeindete Gruppen in meinem Haus aufzunehmen, und ein schönes Weihnachtsessen mit dem wenigsten was ich besitze zu zaubern? Wie ist es für mich, selbst in die Schusslinie zu geraten? Ich weiß nicht ob ich so "ruhig" geblieben wäre oder nicht total panisch reagiert hätte, und damit vielleicht alles verschlimmert hätte.  Doch die Mutter von Fritz blieb ruhig.  Auch weil es eine wahre Geschichte ist, setzt das gelesen noch einmal einen anderen Fokus.  Zitat aus dem Buch: "In gewissen Situationen ist es unsere Aufgabe, mit dem Herzen zu denken, nicht rational." Seite 164, Humor? Obwohl es eine so tragische und schwere Geschichte ist, steckt eine Menge Humor in dieser Geschichte, der es wert ist, entdeckt zu werden.  Spannung: Für mich war die Geschichte in der Tat spannend, denn es hätte ja immer noch eine andere Wendung kommen können, als das es letztlich dazu kam. Charaktere: Sind von Iris Detailgetreu und liebevoll in die Szene gesetzt worden. Fritz, die Soldaten, die Mutter, letztlich sogar der Winter.  Kann ich euch das Buch empfehlen? Ja! Nicht nur weil Iris sehr schön schreiben kann, nein, man kann aus dieser Geschichte wirklich noch eine Menge lernen. Sei es die Ruhe zu bewahren, den Mut eines einzelnen zu erkennen, egal in welcher Position man steht, Frieden zu halten, auch wenn man sich eigentlich hassen sollte. Fazit: Ein Buch, dass etwas kurz an den Seiten ist aber intensiv in den Gefühlen und reich an  Mut steckt. Sterne: Ich vergebe 5.

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    • 2
  • Leserunde zu "Die Nacht der Versprengten" von Iris Muhl

    Die Nacht der Versprengten

    Arwen10

    Rechtzeitig vor Weihnachten gibt es noch die Leserunden mit weihnachtlichen Büchern. Hier ein Roman aus dem fontis Verlag nach einer wahren Begebenheit. Die Autorin Iris Muhl dürfte einigen von euch auch schon bekannt sein. Ich danke dem fontis Verlag für die Unterstützung der Leserunde. Iris Muhl Die Nacht der Versprengten Zum Inhalt: Eine wahre Geschichte über Versöhnung und Frieden. Und wohl eine der schönsten und denkwürdigsten Weihnachtserfahrungen unserer Zeit. Winter 1944. Bäckermeister Vincken verpflichtet sich bei der Wehrmacht in den Ardennen, für die Armee Brot zu backen. Seine Frau und den zwölfjährigen Sohn Fritz setzt er in einer kleinen Hütte in der Nähe der amerikanischen Linien ab. Tief eingeschneit warten die Frau des Bäckers und ihr Sohn Fritz auf den Ehemann und Vater, der sie zu Weihnachten besuchen und Nahrungsmittel mitbringen soll. Aber er taucht nicht auf. Die Vorräte gehen bald zu Ende. Es sind nur noch sechs Kartoffeln und etwas Huhn übrig, und Heiligabend steht vor der Tür. Einen Tag später klopft es plötzlich an der Tür, die Frau öffnet ängstlich. Draußen stehen drei halberfrorene amerikanische Soldaten. Der eine ist schwer verletzt. Die deutsche Bäckersfrau bittet die Amerikaner herein, legt den kranken Soldaten auf ihr Bett. Dann kocht sie eine Hühnerbrühe und gibt die letzten sechs Kartoffeln in die Suppe. Erneut klopft es an die Tür. Angst breitet sich in der ganzen Hütte aus. Trotzdem öffnet die Frau mutig. Draußen stehen vier deutsche Soldaten, durchgefroren und bis an die Zähne bewaffnet … Was nun in dieser verschneiten Hütte passiert, ist dramatisch und bewegend zugleich. Fritz Vincken, der Zwölfjährige aus der Geschichte, hat nach dem Krieg dieses Erlebnis erzählt, das in den USA bis heute viel Beachtung findet und sogar verfilmt wurde («Silent Night»). Die Journalistin und Autorin Iris Muhl erzählt jetzt die Geschichte als Roman neu. Ein bewegendes Weihnachtsbuch für alle Generationen. Wer diese Story gehört oder gelesen hat, vergisst sie nicht mehr! Zur Leseprobe geht es hier lang: https://www.fontis-verlag.com/buch/iris-muhl-iris-muhl-die-nacht-der-versprengten/ Falls ihr eines der 5 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 25. November 2015, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage: Was bedeutet euch Weihnachten  ? Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll. Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt. In diesem Buch spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !! Ich möchte darauf hinweisen, dass ich die Bücher selber verschicke. Deshalb müssen wir euch darum bitten, im Gewinnfall 1,60 Euro Portokosten zu überweisen. Bewerbt euch nur, wenn ihr dazu bereit seid.

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    • 140
  • Eine wunderbar, anrührende Erzählung

    Die Nacht der Versprengten

    knuddelbacke

    20. December 2015 um 21:22

    Mit "Die Nacht der Versprengten” hat Iris Muhl eine wunderbare weihnachtliche Erzählung, die auf einer wahren Geschichte beruht, geschaffen. Das kleine schmale Büchlein ist tiefsinnig und anrührend geschrieben. Dem Mut und der Stärke einer Frau ist es zu verdanken, das etwas das schier unmöglich erscheint in einer kleinen Hütte in den Ardennen wahr wird: amerikanische und deutsche Soldaten verbringen gemeinsam und ohne Blut vergießen die heilige Nacht , eine Nacht, die alle Beteiligten für immer verändern wird. Die knappen Ausführungen der Autorin und die kurzen Kapitel ermöglichen dem Leser dabei den Blick auf das Wesentliche: die verborgenen Gefühle der Soldaten , die sich gewöhnlich als Feinde gegenüber stehen, und sich nun wieder auf das Mensch sein besinnen müssen und dürfen. Ein schmales Büchlein , welches tief berührt und nicht nur auf Grund der Jahreszeit und der Thematik wunderbar zur Weihnachtszeit passt. Nicht nur die Charaktere im Buch werden daran erinnert , was wichtig und wesentlich ist: Glaube, Mut und Hoffnung selbst in ausweglosen Situationen. Auch wenn es sich um eine Erzählung handelt, hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle längere Passagen und Kapitel gewünscht. Dennoch ist Iris Muhl eine emotionale und berührende Geschichte geschrieben, die den Leser in seinen Bann zieht. Mein Lesetipp zu Weihnachten.

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  • Eine bewegende Geschichte

    Die Nacht der Versprengten

    Curin

    16. December 2015 um 14:17

    Heiligabend 1944: In den Ardennen nahe der Front wartet Frau Vincken gemeinsam mit ihrem Sohn Fritz auf die Rückkehr ihres Mannes. Doch die beiden werden von drei völlig verfrorenen amerikanischen Soldaten aufgesucht, die in ihrer Hütte Schutz suchen. Zudem ist einer von ihnen schwer verletzt und benötigt dringend Hilfe. Trotz der Gefahr, die ihr wegen Aufnahme des ,,Feindes" droht, lässt Frau Vincken die Soldaten hinein, doch dann tauchen unerwartet vier deutsche Kämpfer auf... . In diesem Buch hat sich die Autorin Iris Muhl mit einer wahren Begebenheit aus dem 2. Weltkrieg beschäftigt und daraus einen bewegenden Roman gemacht. Darin schildert sie aus immer wieder anderen Perspektiven die Empfindungen der jeweiligen Figuren und versteht es, deren Gefühle äußerst glaubhaft darzustellen. Besonders Frau Vinckens verzwickte Lage wird so äußerst deutlich. Man sieht bei ihr, dass sie eine wahnsinnige Angst davor hat, dass ihrem Sohn und ihr etwas Schlimmes passiert, aber andererseits das Mitgefühl und die Nächstenliebe bei ihr überwiegen. Auch die Sehnsüchte der Soldaten nach einem Ende des Krieges und nach einer Heimkehr werden thematisiert. Während man das Buch liest, wird man immer mehr in die Situation hinein versetzt. Man bangt und hofft mit den Figuren mit und wird emotional von dem mitgenommen, was am Weihnachtsabend passiert. Iris Muhl versteht es, die Geschichte spannend zu erzählen. Das einzige, was meinen Lesefluss ein Bisschen gebremst hat sind die kurzen Kapitel. Insgesamt ist ,,Die Nacht der Versprengten" eine sehr bewegende und spannende Erzählung, die den Leser nachdenklich macht.

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  • Heilige Nacht im Krieg

    Die Nacht der Versprengten

    pallas

    14. December 2015 um 10:29

    Dieses Buch von Iris Muhl basiert auf atemberaubenden Tatsachen, die sich während des zweiten Weltkrieges an einem Heiligen Abend ereignet haben. Die Geschichte spielt im Jahr 1944 in Hürtgenwald an der Grenze zu Frankreich. Frau Vincken wartet mit ihrem zwölfjährigen Sohn Fritz auf ihren Ehemann. Er arbeitet als Bäcker in der grenznahen Region in welcher zu dieser Zeit bereits heftige Kämpfe stattfinden können. Er wollte für seine Familie noch einige Lebensmittel für das bevorstehende Weihnachtsfest besorgen gehen. Da klopft es plötzlich an der Tür und drei durchfroren wirkende amerikanische Soldaten stehen vor der Türe. Einer der Kameraden ist ganz offensichtlich lebensgefährlich verletzt. Die drei Menschen bitten um Einlass in das warme, schützende Haus. Frau Vincken weiß, dass es eigentlich nicht erlaubt ist Feinden zu helfen doch ihr unerschütterlicher Glaube und die Erinnerungen an die eigene Kindheit lassen sie kaum zögern, diese Menschen einzulassen. Sie überlässt dem schwer Verletzten sogar ihr Bett und kümmert sich fürsorglich um alle Anwesenden. Wenig später erhält Frau Vincken erneut Besuch, nun allerdings von vier deutschen Soldaten, die ebenfalls darum bitten die Nacht im Warmen verbringen zu dürfen. Nun sieht sich  Frau Vincken vor einer schweren und zugleich sehr heiklen Aufgabe gestellt. Es gelingt ihr jedoch diese bravourös zu meistern. Aus Liebe zu den Menschen und dem tiefen Glauben an Gott erweist sich ihre Menschlichkeit als einzig richtiger, wenn auch sehr gefahrvoller Weg. Nur der deutsche Soldat Peters begegnet ihrem Engagement hart und kalt. Frau Vincken hat alle Mühe damit, die Anwesenden, sich am Anfang mit wenig Respekt begegnenden, Charaktere mit ihrer großen Herzenswärme und ihrem starken Glauben am Heiligen Abend nicht nur am Tisch zu vereinen. Der Autorin gelang es sehr geschickt, durch kurze scheinbar auf das Geschehen fixierte Kapitel, eine notwendige innerliche Distanz zu den Protagonisten zu schaffen. Gerade dieser nicht leicht zu entdeckende Kniff ist notwendig, um den Leser über diese Distanz ein Gesamtbild auf den Menschen und nicht auf die politisch verfeindeten Parteiideologien zu ermöglichen. Der Leser beschäftigt sich so viel näher mit den Charakteren des Menschen als es eine andere Schreibweise je vermocht hätte. Ein für mich überraschendes und besonders eindrucksvolles stilistisches Mittel. Der Autorin Iris Muhl gelingt es damit den Leser, der das Geschehen aus einer übergeordneten Beobachterrolle noch stärker zu berühren. Die ruhige, angenehm zu lesende, an vielen Stellen durch Gedanken und Erinnerungen der Protagonisten spannend untermalte Story lässt das Buch über seinen perfekt in Szene gesetzen Inhalt und seine menschlich weit reichende Botschaft zu einem wertvollen literarischen Kleinod für mich werden. Es zeigt uns die besten, wesentlichen und wirksamsten Massstäbe auf, die uns Menschen als solches ausmachen sollten: Vergebung, Liebe und Miteinander ist überall möglich. Egal welcher Nationalität wir angehören, als wahre Menschen können wir uns immer die Hand reichen. Wäre dies nicht ein erstrebenswertes Ziel oder bleibt es, durch Egoismen und Machtgelüste verbaut, nur ein Traum der Menschheit für immer in Frieden miteinander zu leben. Zum Schluß sei noch eine Anmerkung gestattet: Diese Geschichte ist - ganz sicher wegen der außergewöhlich tiefgründigen Botschaft - auch verfilmt worden. Der Titel des Filmes lautet "Stille Nacht". Der Protagonist Fritz ist übrigens nach dem Krieg nach Amerika ausgewandert und hat dort zwei der im Buch erwähnten amerikanischen Soldaten wieder getroffen.

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  • At home. At home like never before.

    Die Nacht der Versprengten

    LEXI

    13. December 2015 um 19:45

    „In gewissen Situationen ist es unsere Aufgabe, mit dem Herzen zu denken, nicht rational.“ Iris Muhl hat es geschafft, aus einer wahren Begebenheit einen Roman zu machen, der tief berührt und den Leser sehr nachdenklich zurücklässt. Eine Begebenheit, die von Mut und sehr viel Nächstenliebe zeugt, die jedoch auch mit großem Risiko verbunden ist. Denn als die Bäckersgattin Elisabeth Vincken mit ihrem zwölfjährigen Sohn Fritz drei völlig durchfrorenen amerikanischen Soldaten Einlass in ihre Jagdhütte gewährt, ist ihr sehr wohl bewusst, dass es sich hierbei im Grunde um den „Feind“ handelt. Für die gastfreundliche und großzügige Frau sind es jedoch in erster Linie hilfesuchende Menschen, die frieren, hungrig und verletzt sind. Der Krieg hatte zwar ihr Leben durcheinander gebracht, Elisabeth verstand jedoch das Wesentliche: Menschen brauchen Essen, Wärme und eine helfende Hand. Und diese bot sie ihnen. Als jedoch kurze Zeit später erneut deutsche Soldaten auftauchen und ebenfalls Einlass begehren, scheint die Situation kurzfristig zu eskalieren… Ein kleines Büchlein mit großem Inhalt, in dem die Autorin von den furchtbaren Entbehrungen des Krieges, dem Not und Elend der Bevölkerung, aber auch jenem der Soldaten berichtet. Die Geschichte der Elisabeth Vincken klingt unglaublich, und ist dennoch wahr. Mitten im Kriegsgebiet, umhüllt von dem fernen Bombengrollen, finden feindliche Parteien zueinander, sitzen zu Weihnachten am selben Tisch und lassen den Krieg vor der Haustüre zurück. Die Autorin vermochte es, die unterschwellige Spannung dieser Situation derart greifbar zu machen, dass man mit Herzklopfen weiter las, beinahe schon eine Eskalation befürchtete. „Die Nacht der Versprechen“ war eine beeindruckende Lektüre, die man zwar aufgrund der geringen Seitenanzahl relativ rasch gelesen hat, aber sehr lange nicht vergisst. Eine Geschichte, die nachwirkt.

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  • Eine ganz besondere Nacht

    Die Nacht der Versprengten

    vielleser18

    "Fröhliche Weihnachten ", sprach sie in gespielter Gelassenheit, während ihr Inneres vibrierte. Die Stimme der Frau und ihr Friedenswunsch durchfuhren die Männer wie ein Blitzschlag. (Zitat, S. 63) Heiligabend, 1944. Eine kleine Hütte mitten im Wald, im Niemandsland zwischen den Fronten, zwischen amerikanischen und deutschen Soldaten, in den Ardennen. Hier wohnt Elisabeth Vincken und ihr zwölfjähriger Sohn Fritz, nachdem sie in Aachen ausgebombt worden sind. Es ist eine eisige Nacht, sie erwarten eigentlich den Ehemann und Vater, der als Bäcker für die deutsche Wehrmacht arbeitet, aber es sind drei Amerikaner, einer von ihnen ist schwer verletzt, die an diesem Abend vor ihrer Türe stehen. Elisabeth Vincken ist es mulmig zumute, aber dennoch obsiegt ihre Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft, als sie den Feinden die Türe öffnet. Etwas später spitzt sich die Lage dramatisch zu, als vier deutsche Soldaten vor der Türe stehen...... Diese Begegnung in der Weihnachtsnacht 1944 hat es wirklich gegeben. Fritz Vincken hat sie überliefert und diese Geschichte wurde in Amerika berühmt. Iris Muhl hat den Personen Gesichter gegeben, hat dieses Ereignis lebendig erzählt. Ein Stück Frieden im Krieg, Eine Nacht, die zeigt, dass hinter jedem Soldat auch ein Mensch steckt. Iris Muhl hat in diese kleine Geschichte viel verpackt. Sie hat die Courage der Elisabeth Vincken beschrieben, sie hat die Menschen beschrieben, die sich hier für eine Nacht angenähert haben, sie hat gezeigt, wie sie über ihre Schatten gesprungen sind. Keine einfache Nacht, keine alltägliche Situation. Und dennoch, es gab in dieser Nacht nicht nur besinnliche Stunden, die unterschwellingen Spannungen mussten überwunden werden, es gab auch einige sehr brennzlige Situationen. Das schöne an dieser Geschichte ist auch, dass hier nicht nur Elisabeth Vincken und ihr Sohn "zu Wort " kommen, sondern dass die Perspektive häufig wechselt und so lässt uns die Autorin auch hinter die Fassaden der Soldaten schauen, sie bleiben nicht nur Soldaten, sondern auch sie haben Familie, Mütter, haben Wünsche und vor allem Ängste. Der Kern dieser Nacht ist wahr und das gibt dieser Geschichte eine sehr bedeutsame Tiefe. Es regt zum Nachdenken und Innehalten ein. Der Autorin ist es gelungen, diese besondere Nacht wieder zum Leben zu erwecken. Eine sehr beeindruckende Geschichte, spannend erzählt.

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    • 2
  • Der Zauber von Weihnachten

    Die Nacht der Versprengten

    MyriamErich

    1944. Klirrende Kälte und Schneewirren am heiligen Abend. Fritz und seine Mutter Elisabeth erwarten die Rückkehr des Familienoberhauptes, Herrn Vincken, der an der Front als Bäcker tätig ist. Zum heiligen Abend soll er zu der Hütte im Grenzgebiet zurückkehren und seine Familie mit Lebensmitteln versorgen. Doch als es klopft, stehen drei durchgefrorene Amerikaner vor der Haustür und erbitten Einlass. Als es ein weiteres Mal klopft stehen wieder Soldaten vor der Tür, ebenfalls Menschen, allein gelassen in dieser Winternacht und halb am Erfrieren. Doch diesmal sind es Deutsche... Basierend auf einer wahren Begebenheit, skizziert Iris Muhl die Geschichte einer einzigartigen und bewundernswerten Begegnung. Trotz schmuckloser, beinahe sachlicher Darlegung, aufgeschrieben ohne große Umschweife, vermag es die Autorin, den Leser zu berühren. Kurze Kapitel, kurze, einfache Sätze und dennoch, dennoch liegt in ihnen der wahre Kern der Erzählung. Es geht um das, was uns der Menschgewordene lehrt: Lieben und verzeihen. Dies zeigt wiederum auf, wie wenig Worte es bedarf, um eine stimmungsvolle Geschichte zu erzählen. Besonders schön und auch berührend macht es die Tatsache, dass sich die Geschichte direkt am heiligen Abend ereignet. So erhält das Ganze nicht nur eine tiefgründige und moralische, sondern zugleich auch eine religiöse Komponente. Die Handlung, die sich zwischen den liebevoll gestalteten Buchdeckeln entspinnt, ist ebenso spannend und dramatisch wie beschaulich, berührend und herzergreifend. Die Charaktere sind besonders anschaulich und facettenreich kreiert. Frau Elisabeth Vincken kristallisiert sich von der ersten Seite an als führende Persönlichkeit heraus. Obwohl sie innerlich vollkommen aufgewühlt ist, schafft sie es, nach außen hin die Fassung zu bewahren und den Soldaten durch ihre mütterliche Art ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. Sie wirkt wie ein Fels in der Brandung, der Ruhe, Stärke und Gelassenheit ausstrahlt. Trotz ihrer unbändigen Angst und ihrer Widerstrebung, die Soldaten aufzunehmen, gewährt sie ihnen Einlass. Dies mag daran liegen, dass sich ihr Mann an der Front befindet und sie ihren älteren Sohn bereits im Krieg verloren hat. In den Soldaten sieht sie also ein Stück weit ihren Sohn und ihren Ehemann. Allerdings liegt ihr Handeln auch in ihrer Kindheit begründet, denn sie nimmt die Soldaten auch aus einem Schuldgefühl heraus in ihre Hütte auf.Auch den deutschen Soldaten gegenüber schafft sie es, Haltung zu bewahren und sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Es ist schon bewundernswert, wie sie ihnen gegenübertritt und ihnen eine Auseinandersetzung mit den amerikanischen Soldaten untersagt. Fritz hingegen verhält sich eher distanziert und trotzig. Er hat Angst vor den Soldaten und ärgert sich über seine Mutter. Da er in der Pubertät ist, liegt seine Angst ein wenig tiefer begründet. Fritz fürchtet sich davor, zu versagen, seine Mutter im Falle eines Angriffs nicht schützen und sich nicht behaupten zu können. Allerdings fürchtet er auch um seinen Vater. Die amerikanischen Soldaten erscheinen schon zu Beginn sympathischer und menschlicher als die deutschen Soldaten. Sie sehnen sich nur nach Sicherheit, Frieden und Geborgenheit und können den Sinn des Krieges nicht erfassen. Die deutschen Soldaten hingegen sehen in allem und jedem den Feind. Bei ihrer Ankunft wandelt sich die anfänglich beruhigende und entspannte Stimmung. Die Atmosphäre wechselt von tief berührend zu hoch spannend und tief traurig. Besonders schön dargestellt sind die Gedanken der Charaktere, die Auskunft über ihre derzeitige Situation, Gefühle, Emotionen und ihren Hintergrund geben. Obwohl sie eigentlich Feinde sind, eint sie dennoch die Hoffnung auf ein Ende des Krieges, ihre Erfahrungen und ihr Leid, das jedem widerfahren ist. Obwohl die Geschichte sehr berührend ist, gibt es hin und wieder Stellen, die dem Leser besonders im Gedächtnis bleiben. So zum Beispiel das Kapitel, in dem beschrieben wird, wie die ganze Gesellschaft in Eintracht und Frieden vor der Hütte steht und beginnt "Stille Nacht, heilige Nacht" zu singen. Bemerkenswert ist weiterhin, wie die Autorin beschreibt, was der Krieg aus den Menschen macht, wie er sie beeinflusst und sie entmenschlicht, zugleich aber auch ohnmächtig werden lässt. Abschließend lässt sich nur eines sagen: Diese Geschichte lässt sich mit keinen Worten dieser Welt beschreiben. Sie ist so liebevoll geschrieben, dass sie einen zutiefst berührten und nachdenklichen Leser zurücklässt. Das Buch eignet sich für alle Altersstufen und ist natürlich besonders schön in der Weihnachtszeit zu lesen.

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    • 4
  • Eine berührende Weihnachtsgeschichte

    Die Nacht der Versprengten

    kubine

    12. December 2015 um 18:26

    „Was uns noch bleibt bei all den Grenzen unseres Wollens und Handelns, die der Krieg uns auferlegt, ist unsere Freundschaft, ist unsere Hilfsbereitschaft. Christliche Barmherzigkeit soll nicht einfach ein Wort sein, sondern eine Tat. Auch wenn dieser kleine Umstand weder den Krieg beenden noch die Welt retten wird, kann er unseren Abend verändern, so dass wir alle ein Stück Ruhe und Frieden bekommen.“ Westwall, 24. Dezember 1944: Die Bäckersfrau Elisabeth Vincken, die mit ihrem Sohn Fritz, Zuflucht vor den Bomben, die ihre Heimatstadt Aachen bedrohen, in einer kleinen Hütte im Hürtgenwald gesucht hat, wartet auf ihren Mann. Er arbeitet für die Wehrmacht an der Front und hat versprochen, zu Weihnachten nach Hause zu kommen. Doch statt seiner stehen plötzlich drei amerikanische Soldaten vor ihrer Hütte – verletzt, verfroren und am Ende ihrer Kräfte. Frau Vincken bittet sie trotz aller Vorbehalte herein, bereit zu helfen und ihr weniges Essen mit den Soldaten zu teilen – verbotenerweise. Kurze Zeit später klopft es wieder. Dieses mal stehen vier deutsche Soldaten vor der Tür... „Die Nacht der Versprengten“ beruht zum größten Teil auf einer wahren Begebenheit, die Fritz Vincken als 12 Jähriger selbst erlebte. Seine Geschichte wurde sogar in den USA verfilmt. Iris Muhl hat die bewegende Geschichte jetzt in Romanform neu erzählt. Sie bedient sich dabei einer einfachen, schnörkellosen und relativ emotionslosen Sprache und schafft dabei eine berührende Geschichte, die unter die Haut geht. Durch die Konzentration auf den Kern der Geschichte und die kurze Handlungsdauer von nur einer Nacht, wird der Leser nicht durch Nebensächlichkeiten abgelenkt, und trotzdem, oder gerade deswegen, werden Emotionen geweckt, die noch lange nachhallen. „Heute ist Heiligabend, und hier wird nicht geschossen.“ Das liegt natürlich in erster Linie an der herausragenden Charakterisierung der Figuren. Elisabeth Vincken war eine sehr starke Frau, die sich beherzt für das einsetzt, was sie für richtig hält. Durch Geschehnisse ihrer Vergangenheit geprägt, zermürbt von Sorgen, die der Krieg mit sich brachte, bewahrte sie ihre Menschlichkeit. Auch wenn sie an der Situation mehrmals innerlich zu zerbrechen drohte, findet sie die Kraft, so manche heikle Situation zu überstehen. Ihrem Sohn Fritz geht es da schon anders. Durch Kriegspropaganda geprägt, zerrissen zwischen kindlicher Angst und beginnender Adoleszenz, kann er die Handlungen seiner Mutter, die wahre Nächstenliebe beweist, nicht verstehen. Erst durch den deutschen Soldaten Josef Krämer, Medizinstudent aus Heidelberg, taut er langsam auf. „Sie machten nicht den Eindruck von Helden. Im Gegenteil. Ihre Kampfuniformen bildeten einen klaren Gegensatz zu ihren verzagten Mienen. Hätte in diesem Augenblick jemand das Ende des Krieges auszurufen gewagt – keiner von ihnen hätte auch nur eine Sekunde gezögert, sich nach Hause aufzumachen.“ Auch die Soldaten sind von der Situation hin-und hergerissen. Sollen sie ihrer Pflicht folgen, oder eine geborgene Nacht in der Wärme, ein gutes Essen und die Sicherheit der Hütte genießen? Beim Essen gibt jeder etwas von sich Preis und alle erkennen, wie ähnlich sie sich eigentlich sind. Man besorgt einen Weihnachtsbaum und singt gemeinsam „Stille Nacht, heilige Nacht“, doch reicht das, sämtliche Vorbehalte zu begraben? Die Geschichte wird durch die unsichere Stimmung, was wohl als nächstes passiert, getragen. Immer wieder gibt es dramatische Momente, die dem Leser den Atem stocken lassen. Die recht kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man immer weiter liest. Auch kleine Geheimnisse werden geschickt mit eingewoben, was auch für ein bisschen Spannung sorgt. Das Buch hat definitiv das Potenzial, ein zeitloser Klassiker zu werden. Es passt gut in die Weihnachtszeit, kann aber auch das ganze Jahr über gelesen werden. Die Thematik ist leider auch heute noch aktuell und ich wünsche jedem Menschen auf der Welt, dass er irgendwann auch Elisabeths Worte sagen kann: „Dieses Weihnachtsfest war das Schönste, das ich bisher erlebt habe.“

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  • Total spannend!

    Die Nacht der Versprengten

    Smilla507

    28. October 2015 um 22:48

    „Stille Nacht, Heilige Nacht...“, begann Lehnert auf einmal leise zu singen. (...) „Silent Night...“, stimmte nun auch Landers in den Gesang mit ein. War die Nacht tatsächlich still? Verrückt war sie jedenfalls, ja, geradezu unglaublich war sie. (S. 108/109) Iris Muhl hat eine bekannte Geschichte, die einige durch den Kinofilm „Stille Nacht – das Weihnachtswunder“ kennen, aufgeschrieben. Ich habe den Film noch nicht gesehen und war sehr neugierig auf diese wundersame Weihnachtsnacht gegen Ende des 2. Weltkrieges, die auf einer wahren Begebenheit beruht. Elisabeth Vincken und ihr Sohn Fritz bereiten sich auf den Weihnachtsabend in ihrer einsam und abseits gelegenen Jagdhütte mitten im Wald vor. Plötzlich stehen drei amerikanische Soldaten vor ihrer Tür, einer davon lebensgefährlich verletzt. Elisabeth zögert nicht lange, gewährt den Dreien Unterschlupf und versorgt den Verletzten. Kurze Zeit später stehen vier weitere Soldaten vor Tür – diesmal deutsche, die ihre Truppen verloren haben. Auch ihnen gewährt Elisabeth Einlass, allerdings ist die Begegnung aller Soldaten von Misstrauen geprägt, schließlich ist man ja verfeindet. Man vereinbart einen Waffenstillstand untereinander, aber wird sich jeder daran halten? Diese Erzählung hat mich unglaublich gefesselt! Ich hätte nicht gedacht, dass sie eine solche Dramatik und Spannung beinhalten würde. Wechselnde Perspektiven machen deutlich, wie brenzlig die Situation damals gewesen sein muss. Die Ängste der einzelnen Personen werden regelrecht greifbar. Die Kapitel sind recht kurz, so dass man nur so durch die Geschichte fliegt, weil man denkt: „Ach, ein Kapitel geht noch.“ Im Vordergrund steht natürlich Elisabeth, eine mutige und instinktiv handelnde Frau. Doch auch die Soldaten und deren Vergangenheit werden beleuchtet. Man taucht in die Gefühls- und Gedankenwelt jeder einzelnen Romanfigur ein, worin auch die Spannung dieses Büchleins begründet ist. Der Glaube an Gott – so schwer es auch in dieser schweren Zeit gewesen sein muss, an Gott zu glauben – spielt ebenfalls eine Rolle durch Elisabeths Äußerungen und Gedankengänge. Im Anhang des Büchleins erfährt man die geschichtlichen Hintergründe, vorne gibt es ein Personenregister. Die Ausstattung des Buches gefällt mir ebenfalls sehr gut: Es hat einen Leineneinband, goldene Vorsatzblätter und schöne, schnörkelige Initialen zieren die Kapitelanfänge. Fazit: Eine mitreißende Weihnachtsgeschichte, die mich überrascht hat! 

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